Bist Du fit für Israel und den Barak Canyon?

Von Träumen und realistischen Zielen: Bist Du wirklich fit für Israel und den Barak Canyon?

Für mich zählt die Tour durch den Barak Canyon und durch den kleineren Verdit Canyon mit zu den schönsten Etappen am Shvil Israel. Doch spätestens bei dieser Etappe lohnt sich zur realistischen Einschätzung Deiner Fähigkeiten ein Vergleich mit alpinen Herausforderungen, dem „normalen“ Jakobsweg Camino Francès, oder dem Jakobsweg an der Küste. Denn: Nichts in Sachen Shvil habe ich dem Schwierigkeitsgrad betreffend je auf einem Jakobsweg, sondern allenfalls in den Alpen so erlebt.

Die meisten Kilometer der Tagesetappe Nr. 46 sind eher flach und folgen staubigen – jedoch schönen – Allrad-Pisten in der Wüste Negev. Es sind etwa 10 Kilometer Anmarsch vom jeweiligen Night Camp zum Eingang des ersten Canyons und etwa 10 Kilometer nach dem Ausgang des zweiten Canyons zum nächsten Night Camp. Wer in Nord-Süd-Richtung unterwegs ist, startet im Barak Night Camp (liegt in der Nähe von Paran/ Straße 90) und beendet diese Etappe im nächsten Night Camp unweit der der Zihor Junction /Zihor Kreuzung der Straßen 40 und 13.

Israel Trail: Strickleiter zum Aufstieg (oder je nach Richtung zum Abstieg) im Barak Canyon

Der Shvil Israel durch die beiden Canyons ist atemberaubend schön – ein Highlight – , aber durchaus anspruchsvoll! Wer – wie ich – quasi in den Alpen geboren wurde, würde schnell verleitet sein, zu sagen: O.k., absolut easy machbar, traumhaft schön. Aber für den normalen und womöglich naiven Flachlandtouristen ohne jegliche alpine Erfahrung und ohne jegliche Ehrfurcht könnte diese Etappe ebenso gut ein völlig unüberwindbares Hindernis und Desaster darstellen. Und das gilt vielleicht sogar für diejenigen, die bereits erfolgreich mehrere Jakobswege absolviert haben und glauben, alles schon gemacht zu haben. Wie gesagt: Alles wunderschön. Machbar. Doch die Canyons Barak und Verdit erfordern Deine Achtsamkeit, Deine Aufmerksamkeit und Deinen gebotenen Respekt!

Spektakulär: Der Eingang zum Barak Canyon

 

 

Die Wüste Negev ist definitiv härter als Du!

Natürlich kriegt man mit, dass auch ganze Schulgruppen durch den Barak Canyon wandern. Kann so schwer also nicht sein? Dabei sollte man aber nie aus den Augen verlieren, dass es sich in einem solchen Fall i.d.R. um israelische Schulgruppen mit Wandererfahrung in der Hitze handelt und dass diese immer auch von echt harten Jungs (natürlich auch stahlharten Frauen) begleitet werden, die jahrelange hautnahe Outdoorerfahrung in der Wüste Negev (auch als Soldatinnen und Soldaten) hinter sich haben und wirklich wissen, was sie und ihre „Passagiere“ da draußen erwartet. Die haben dann auf jeden Fall Seile, Kletter- und Notfallausrüstung dabei. Die wissen, um was es geht. Und die trauen ihren Kiddies mehr zu, als einem dahergelaufenen Israelneuling!

Die simple Schlussfolgerung „wenn es elfjährige Kinder“ da hoch und runter schaffen, schaffe ich das auch, ist so jedenfalls kausal nicht zulässig. Auch dann nicht, wenn Du Dich selbst für eine absolut erfahrene Wanderin/ Wanderer hältst.

Alpine Erfahrungen, Extremsport und manch vermeintlich verrückte Sachen sind für mich selbst jedenfalls niemals ohne größten Respekt und Achtsamkeit vor den Naturgewalten abgelaufen. Denn: Die Natur ist definitiv härter als Du!

Wann immer ich mit Skiern aus Gondeln gesprungen bin, oder mich auf andere Abenteuer eingelassen habe, habe ich stets intensiv in mich hineingehört und abgewogen. Ich schwimme z.B. lange Strecken im Eiswasser, weil ich mich jahrelang daran hin getastet habe, hart trainiere und … noch immer habe ich allergrößten Respekt. Den bracuht man auch. Ungeübt und ohne meditative Vorstellungskraft “Respekt” wäre man nach 20 Minuten und 5km Eiswasser vielleicht schon tot. Wann immer Du Neuland betrittst: Nimm es dankbar an. Sehe Deine Herausforderungen mit Vernunft, mit Liebe und mit großem Respekt. Abzubrechen und Aufzugeben, ist keine Schwäche, sondern eine mentale Stärke und purer Selbsterhaltungstrieb. Etwas gegen die Natur zu tun, hingegen ist pure Dummheit.

Ich war zweimal im Gewinner-Team des Geigelstein-Winter-Cups, einer winterlichen alpinen Extrem-Überquerung eines Berggipfels von Tal zu Tal unter aberwitzigen Bedingungen. Immer war die Gefahr durch die Naturgewalten hautnah spürbar. Immer war der Körper an der Grenze zum Kollabieren. Doch was nur wenige wissen: Viel öfter bin ich irgendwo umgekehrt, habe aufgegeben, oder – wie andere das sagen würden: Versagt. Ja: VERSAGT. Und das oft auch nur wenige hundert Meter vor einem Gipfel. Umkehren ist keine Schwäche. Selbstüberschätzung schon!

Der Barak Canyon und andere Etappen wie z.B. der Mount Karbolet sind keine unüberwindbaren Hindernisse für Dich. Keinesfalls. Aber mit zunehmendem Interesse anderer am Israel Trail stolpere ich immer häufiger auch über völlig naive und – sorry wenn ich das so deutlich sage – absolut respektlose Vorstellungen von der Natur Israels und dessen handfesten körperlichen wie mentalen Ansprüchen. Schon klar, ich möchte Dich hier begeistern und nicht demoralisieren. Aber es ist mir wichtig, hier auch an Deine eigene Verantwortung und Deinen Respekt vor den Elementen zu appellieren. Der Shvil Israel ist (an vielen Stellen) eben kein lapidarer Spaziergang, sondern hin- und wieder ein echter Grenzgang.

In Gruppenreisen habe ich erlebt, dass vermeintliche Superbergsteiger aus der Schweiz an einer – aus  meiner Sicht – harmlosen Passage schlotternde Knie bekommen haben und sich fast in die Hosen gemacht haben. Wohlgemerkt: Diese Passagen war machbar, auch für ganz normale Wanderer.

Wer in meiner bayrischen Heimat an statt zu Fuß lieber mit der Gondel auf die Kampenwand fährt und dann mit abgelatschten Turnschuhen, ohne Wasser, ohne Mütze und ohne jeglichen Respekt vor den Elementen auf den Hauptgipfel jagen will, handelt m.E. vollkommen unverantwortlich. In der Wüste Negev ist das nicht anders.

 

Am Abend: Ankunft im Barak Night Camp

Aussicht von der Düne im Barak Night Camp Richtung Paran

Aufbruch zum Barak Canyon mit der Stirnlampe

Akazien im ersten Morgenlicht auf dem Weg zum Barak Canyon

 

Hinweg vom Barak Night Camp zum Barak Canyon

 

Deine Gefährtin: Die Wüste Negev. Du selbst spielst am Shvil nur eine Nebenrolle!

Sprechen wir über die Fakten: Die Tour durch die beiden Canyons beträgt nach Jakob Saar “lediglich” 28 Kilometer. Barry Leff (Wikilog, Beginn an der Straße 90) dokumentiert 32,09 Kilometer und 597 Höhenmeter Gesamtanstieg und fast ebenso viel Gesamtabstieg. Kein Pappenstiel. (Vergesst bitte Touren mit direkter Allradhinfahrt, die weniger Kilometer angeben).

32 Kilometer sind in Deiner Heimat oder am Jakobsweg schon eine ganz ordentliche Strecke. Doch nirgendwo bist Du womöglich mit Temperaturen jenseits der 40° konfrontiert. Kannst Du es ein paar Stunden bei über 40° C aushalten? Schaffst Du es zu Hause in der Sommerhitze, mit Gepäck Deine Stammstrecke von 8 km im lockeren Dauerlauf durchzuziehen? Schaffst Du 32 Kilometer zu Fuß? Einfach mal so zu probieren und auf die Hilfe anderer zu setzen, wäre in der Wüste Negev keine gute Idee.

Der Barak Canyon in Israel

Der Barak Canyon und der Verdit Canyon liegen im Süden Israels in der Wüste Negev und sind Teil des Israel National Trails

Nirgendwo bist Du die gesamte Strecke so ganz allein auf Dich gestellt wie hier in den Canyons! Keine Hütte, keine Zwischenstation, kein Imbiss, kein Backup und im Canyon auch kein Handynetz. Hier in der Wüste Negev bist nur Du und sie – die Wüste Negev! (o.k., Viele sagen auch: Der Negev).

Genau das ist Deine Gefährtin: Die Wüste Negev. Sie wird Dich Respekt und Demut lehren. Sie wird Dir Schmerzen bereiten, aber auch Schmerzen austreiben und Dich heilen. Es ist eine Gratwanderung!

Eine Gratwanderung, bei der gar nicht nur Du selbst der Protagonist bist, sondern nur – sorry wenn ich das so sage – ein Nebendarsteller bleibst. Es ist Israel, es die überwältigende Natur und es sind die unheimlich liebenswerten Menschen und Charaktere, die Dich brechen werden und die Dir womöglich näher kommen, als es Dir zunächst lieb ist. Aber genau dann, wenn Du diese Nähe zulässt, wenn Du es zulässt, dass andere Dich “spirituell” begleiten, wenn Du Dein Tor öffnest, dann wirst Du die Canyons bewältigen und vielleicht auch mit ein paar Tränen in den Augen ganz tiefgreifende Erfahrungen gewonnen haben. Diese wünsche ich Dir von ganzem Herzen. Ich will Dich nicht abhalten. Ich möchte Dich nur warnen, vor dem was kommt… aber Du weißt das besser als ich und vielleicht bist Du ja genau auf der Suche nach diesen Antworten, die Du zuvor noch nie gefunden hast.

Mitten im Barak Canyon erlebst Du echtes Abenteuer

Mitten im Barak Canyon erlebst Du echtes Abenteuer. Doch es könnte hier auch enden und damit würdest Du womöglich andere in große Gefahr bringen. Bist Du schwindelfrei? Bist Du in der Lage, eine mindestens 20 Meter hohe, frei baumelnde Strickleiter zu überwinden? Bist Du fähig, auch mehrere Strickleitern zu erklimmen? Du darfst nicht nach unten sehen und auch nicht loslassen, wenn die Sprossen einmal 60° C heiss sind. Es ist Dein Leben!

Ich möchte jedem, der hier nicht ganz spontan mit einem überzeugtem Ja antworten kann, empfehlen, es zunächst einmal in einem harmlosen Waldklettergarten in heimatlichen Gefilden auszuprobieren. Denn recht schnell können auch schon einmal läppische 5 Meter auf der Strickleiter für manche zum echten mentalen Problem werden.

Schwindelfrei und genug Kraft? Aufstieg im Barak Canyon

Nun stelle Dir vor: Nichts sichert Dich im Barak Canyon. Wenn Dir die Kraft ausgeht – auch die mental -, dann war es das!

Im Klettergarten ist einer vor Dir. Und einer hinter Dir. All das gibt Dir gefühlte Sicherheit. Nichts davon wirst Du im Barak Canyon je erleben. Du bist womöglich mit Deinen Kräften und Deinem Leben… allein!

Hast Du an Deinen schweren Rucksack gedacht? Im Klettergarten wirst Du schnell feststellen, dass bereits Dein eigenes Körpergewicht schon Deine ganze Kraft in den Fingern einfordert und schnell kann sich da schon mal ein flaues Gefühl einstellen. Jetzt nur nicht nach unten blicken. Alles halb so wild, solange Du im Klettergarten bist. Hier bist Du ja gesichert. Und Du trägst auch keinen Rucksack und kein Wasser mit Dir. Du hast nichts am Körper, was sich in der Strickleiter verhaken oder verfangen könnte und Dir einen mächtigen Schreck einjagen könnte.

 

Nahal Barak (Hebrew: נחל ברק), also known as Barak gorge or Barak river, is a dry stream bed and canyon in the Arava desert in Israel’s South District. When it is flooded, Nahal Barak forms part of the network of streams that drain the Negev desert. The stream itself is 18 km long, and flows into Nahal HaArava, which in turn flows into Nahal Paran. The stream cuts through limestone to form the gorge, which is known as White Canyon. There are several options of hiking at the Barak gorge including a tour. Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Nahal_Barak

Israel-Trail: Angst vor Deinen Grenzen?

Im Barak Canyon bist Du jedoch NICHT gesichert. Zu Deinem eigenen Gewicht kommt stets das Gewicht Deines Rucksacks hinzu! Und es kommt Deine Erschöpfung von der Strecke dazu! Vielleicht auch noch Dein Schlafmangel, oder Deine Höhenangst! Hinzu kommt, dass die Sprossen der Leiter vielleicht auch mal über 60° Celsius haben können und Dir womöglich auf halber Strecke Deine Finger Grenzen aufzeigen. (Nimm in diesem Fall zuvor z.B. Deine Socken und verwende sie nass als Handschuhe).

Schaffst Du es im Canyon, Deine Angst zu kontrollieren? Schaffst Du es, dem Barak Canyon mit Liebe und mit Respekt zu begegnen? Denn nur dann wird Dein Abenteuer ein „vernünftiges“ Kapitel in Deinem Leben. Es geht um Dich. Aber auch um Deine Familie, Deine Kinder. Es geht um Israel, es geht darum, es mit Deinem Herzen und Deinen Gefühlen zu verstehen. Wenn Du vor Angst zitterst, schäme Dich nicht. Schließe Israel, die Menschen und den Barak Canyon in Dein Herz. Wenn es Dich überfordert, kehre um. Wenn Du fest entschlossen bist, Du bist reif für Deinen Weg, dann beschreite ihn. Fühle und spüre mit jeder Pore. Lasse Angst, Demut und Respekt aber zu. Lasse Stille und Schweiß zu. Lasse zu, dass Du auf der Strickleiter intime Dinge aus Deinem Unterbewusstsein erfährst, die Dich überwältigen und die nach Lösungen schreien. Lasse zu, dass Du – oben angekommen – Deinen Weg allein beschreitest, dass Du das Erfahrene aufarbeitest, Wut, Freude, Angst, Trauer, Demut und alles andere ungeschminkt empfindest. Da darf kein anderer dabei sein. Du musst es beim Aufstieg selbst fühlen! Rede nicht. Kehre in Dich. Danke dem Canyon, Israel und Gott – sofern Du an einen glauben kannst. Und gehe gestärkt mit neuen Visionen aus dem Canyon heraus! Du wirst erst sehr viel später erfahren können, wie sehr Dich die Geschichte mit dem Fels und der Ewigkeit verbindet – oder verlinkt, wie man auf neudeutsch gerne sagt.

Im Barak Canyon braucht man Hände und Füße zum Aufstieg

Und? Schaffst Du es, nach der ersten Leiter auch noch eine zweite und dritte zu bezwingen? Denn es gibt kein Zurück im Barak Canyon, welches leichter wäre, als der Weg vorwärts. Es gibt hier keinen Buzzer zum Aufhören. Es ist kein Spiel. Es gibt nur Dich, Deine Angst, Dein Durchhaltevermögen, Dein Glaube an Dich selbst und die baumelnde Metall-Leiter.

Kletterpartien, Enge und Waterpits… Der Shvil schenkt Dir nichts!

Dass es nebenbei auch nass und dreckig werden kann, ist für mich fast schon Nebensache. Aber auch hier solltest Du Dich prüfen. Aus vielen Dokus wie auf Discovery Channel kennst Du krasse Outdoorfreaks, die mit vollem Marschgepäck spektakulär Sümpfe, Schlamm und Fluten durchqueren. Oft ist alles nur für die Kamera gestellt und ein Hilfsteam ist stets mit dabei. Im Barak Canyon bist Du life dabei, allein und ohne Netz und doppelten Boden.

Was Du im Barak Canyon vorhast, könnte sehr viel härter werden, als Du es aus manch lächerlicher Fernsehdoku kennst. Rucksäcke in Mülltüten packen, Waterpits samt Gepäck watend, oder schwimmend durchqueren gehören ganz selbstverständlich zum Barak Canyon und zum Verdit Canyon, außer sie sind gerade mal zufällig trocken. Kann passieren. Muss aber nicht.

Apropos: Hast Du Platzangst? Falls Du unter ausgeprägter Platzangst leidest, solltest Du Dich auf keinen Fall in den Barak Canyon wagen. Denn die Felswände, die Dich hier eng umschließen, sind gewaltig! Falls Du aber eine Rosskur durchführen möchtest, in der absoluten Gewissheit, diese auch zu bestehen, nur zu!

Enge Wasserreusen, wie die Natur sie vor Jahrmillionen erschaffen hat

Und? Immer noch dabei? Erbarmungslose Hitze von weit über 45° Grad können auf dieser Tour auf dem Hin- und Weiterweg ebenfalls dazu gehören. Und trotzdem: Immer wieder fragen mich völlig arglose Interessenten im Internet, ob man das alles nicht auch mal schnell in den deutschen Sommerferien ohne Wandererfahrung machen könnte? Ein Coca Cola würde doch zu zweit reichen?

Klar kann man das… wenn man (z.B. wie Adi und Eran) eine militärische Bergführer-Ausbildung in einer israelischen Spezialeinheit in der Negev hinter sich hat, Wüsten-Ironman/in ist und dann auch noch sehr genau weiß, was man da gerade tut, wie der Körper in der Grenzsituation reagiert und  wie man in Extremsituationen gezielt mit wenig Flüssigkeit auskommt, ohne zu sterben.

Sonst jedoch: Für den Normalbürger, no way! Denn man würde einfach nur Israelische Hilfskräfte herausfordern oder irgendwann auch alle einfach sehr unglücklich machen. Wer wirklich stark ist, sollte Grenzen akzeptieren.

Adi und Eran (von links), zwei stahlharte Jungs, die beim IDF Spezialeinsätze im Gebirge der Wüste Negev trainiert haben.

Natürlich kann man sich auch mit dem Jeep direkt an den Eingang des Barak Canyons bringen lassen und oben mit einem Geländefahrzeug – oder wie ich es zu Letzt krasserweise erleben musste, mit einem Helikopter wieder abholen lassen. Wenn Geld keine Rolle spielt und Du nur irgendwo schnell mal ein Häkchen setzen möchtest, sind Dir keine Grenzen gesetzt.

“Gehe es mit Vernunft an”

Die Tour durch den Barak Canyon ist machbar. Aber – und ich sage sehr selten aber – nur dann, wenn, man ihr mit Achtung, Vorbereitung und aufrichtiger Ehrfurcht begegnet. Alles andere wäre naiv.

Was Dich dann allerdings im Barak Canyon erwartet, gehört nur Dir. Dir ganz allein. Und ich bin mir sicher: Keine Erfahrung wird sich mit Deiner eigenen Erfahrung decken. Es ist jetzt Dein Weg. Dein eigener. Bereite Dich vor. Körperlich. Mental. Breche bitte ab, wenn es nicht geht. Und genieße jeden Millimeter Fels unter Deinen Fingernägeln, wenn Du ihn rockst: Deinen Barak Canyon. Deinen Verdit Canyon. Deine Grenzen. Und Dein Israel!

Warum man es mit Vernunft angehen sollte, aber vor Israel absolut keine Angst haben muss und weshalb Israel ein irrsinnig schönes Reiseziel ist, erfährst Du (demnächts) auch in meinem Interview mit Adi Furrer ->

Vergiss nicht, Dir und Israel etwas zu wünschen

Tsur am gelangt Ausgang des Barak Canyons auf das Hochplateau

Vergiss nicht, Dir da drin in der Enge der Felswände etwas zu wünschen, wenn Dich Jahrmillionen von Gestein so intensiv umgeben. Hier drin stößt Du nicht einfach auf Heiliges Land, sondern Du bist mitten drin. Wer weiß schon, ob nicht bereits Moses mit ein paar wenigen Auserwählten diesen Weg durch den Barak Canyon genommen hat, während er seine Gefährten den bequemeren Pfad außen herum gehen ließ?

Wünsch Dir was, wenn Du dort drin allein bist. Rufe laut und lausche dem Echo. Wünsche Dir leise und fühle, was passieren wird. Vertraue auf Wunder. Denn darum geht es im Leben, darum geht es in Israel und darum geht es vielleicht auch auf Deinem Shvil!

“Ja, glaube ich auch”

Sandra Simovich, die Generalkonsulin des Staates Israel hat mich in München einmal gefragt: “Glaubst Du an Wunder?”. Sie dachte da sicher an Israel. Klar, ich dachte an Israel, war aber in Gedanken im Barak Canyon. Meine spontane Antwort war “Ja. Ich glaube an Wunder. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir da heraus kommen und Frieden und Freiheit, eine verdammt gute Zukunft sehen werden!”. Die Generalkonsulin sah mich an und meinte “Du bist gerade am Shvil?” (lachte). Dann schwieg sie sehr lange und sagte dann “Ja, glaube ich auch!”.

Die Generalkonsulin des Staates Israel Sandra Simovich mit Christian Seebauer

Es ist alles Deine eigene Sache. Bringe Dich ein! Hier geschieht etwas so Wunderbares, wenn Du es nur willst. Verpasse es nicht. Eins ist ganz sicher: Wenn Du mit Respekt in den Barak Canyon hinein gehst, kommst Du mit tiefen Empfindungen wieder raus. Der Barak Canyon – und natürlich insgesamt Israel – haben das Potential, Dich zu bewegen und nachhaltig zu verändern. Lass es zu, dann wird etwas in Dir fliesen, was Du womöglich Dein Leben lang spüren wirst.

Das jedenfalls wünsche ich Dir. Von ganzem Herzen!

Hast auch Du Fotos oder Erlebnisse vom Barak Canyon? Dann teile sie doch hier und helfe anderen dabei, sich auf den Weg nach Israel zu machen!

Ein Abstieg (oder je nach Richtung Aufstieg) im Verdit Canyon

 

 

Tick Tack …
im Schein Deiner Stirnlampe voran,
zum Barak Canyon und dann?

Der Shvil ist nun Dein!
Verwegen und schroff
Mazel Tov
genies’ es allein!

Die Felsen brechen hier auf,
Israel wird Dein geliebtes Land,
gehe hindurch, gehe bergauf,
Licht scheint hinter der Felsenwand.

Barak Canyon und mehr,
Dein Gehirn wird endlich hier leer,
lass es zu, vertraue, sei still,
denn es ist Dein ganz eigener Shvil!
Israel wünscht sich so sehr…
erlebe und berichte fair!

 

– Ein Beitrag von Christian Seebauer –

Siehe auch:

43 Barak Night Camp – Zihor Night Camp

2019/2020
Zusamen mit Mideast.Tours könnt Ihr Christian Seebauer demnächst auf 10 Vorträgen auch in der Schweiz live erleben. Mehr dazu in Kürze.

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