How to make a selfie

Small Crater Israel National Trail, Abstieg in den Erosionskrater

Zu Fuß am Israel National Trail. 1.14 km. 20.120 Höhenmeter Gesamtanstieg. Allein. Zu Fuß ohne Geld.

Foto Israel National Trail, Beitrag How to make a selfie

Youtube Video im Small Crateer am Israel Trail, Selfie

https://www.youtube-nocookie.com/watch?v=eplXWEf0zEI

Dieseser Clip war ziemlich anstrengend. HaMakhtesh HaKatan, dem sog. “Small Crater” ist es windstill und unendlich heiß. Hier hinabzusteigen bedeutet, dass die dein Herz bis zu den Ohren schlägt.

Für den Selfie musst du also hinabsteigen, wieder hochlaufen und dann erst geht es mit deinem eigenen Weg wieder los. Alles in allem bei deutlich über 40 Grad Celsius und ausgemergelt von vielen Tagen Israel Trail gar keine leichte Aufgabe.

Das Schlimmste aber, was mir erst im Nachhinein am Film aufgefallen ist: Man beginnt im Laufe der Zeit in der Einsamkeit mit Selbstgesprächen.

 HaMakhtesh HaKatan (Hebrew: הַמַּכְתֵּשׁ הַקָּטָן, lit. The Small Crater) is a makhtesh, a geological erosional landform of Israel’s Negev desert. One of five makhteshim in Israel, and seven in the world, it is the third largest in Israel at 5 km by 7 km. It was charted in 1942 by Jewish explorers.

Small Crater Israel National Trail, Blick in den Erosionskrater

Small Crater Israel National Trail, Blick in den Erosionskrater

Die Ruhe vor dem Sturm: Puls beruhigen vom Anstieg. Blick in den gigantischen Erosionskrater “HaMakhtesh HaKatan”.

Small Crater Israel National Trail, Blick in den Erosionskrater

Small Crater Israel National Trail, Blick in den Erosionskrater

Ein wenig Pause in der Hitze.

Small Crater Israel National Trail, Blick in den Erosionskrater

Small Crater Israel National Trail, Blick in den Erosionskrater

Rucksack satteln und ab geht die Post…

Small Crater Israel National Trail, Abstieg in den Erosionskrater

Small Crater Israel National Trail, Abstieg in den Erosionskrater

Small Crater Israel National Trail, Christian dreht einen Selfie

Small Crater Israel National Trail, Abstieg

 

 

Small Crater Israel National Trail, Christian rennt zurück zur Kamera

Small Crater Israel National Trail, Christian rennt zurück zur Kamera

 

Small Crater Israel National Trail, Christian rennt zurück zur Kamera

Small Crater Israel National Trail, Christian rennt zurück zur Kamera

5 Minuten bergab. Und dann ohne Rucksack wieder hoch, Camera holen. Und die hätte ich fast nicht mehr gefunden!

 

Small Crater Israel National Trail, Abstieg in den Erosionskrater

Small Crater Israel National Trail, Abstieg in den Erosionskrater

 

Small Crater Israel National Trail, Christian rennt zurück zur Kamera

Small Crater Israel National Trail, Christian rennt zurück zur Kamera

Danach: Erschöpft. Und glücklich. Denn jetzt geht es weiter. Ab inden Krater. Klappe die zweite!

 

Small Crater Israel National Trail, Christian rennt zurück zur Kamera

 

Zu Fuß über den Mars: Der Makhtesh Katan Krater
(auch HaMakhtesh, HaKatan, The Small Crater)

Vom Meizad Tamar zum anderen Ende des Kraters. Ca. 21 Km, 710 Höhenmeter Gesamtanstieg. Trinkwasserverbrauch 9 Liter.

 

Mein heutiger Krater bedeutet ein etwa 35 Quadratkilometer großes und einen halben Kilometer tiefen Loch in der Erdoberfläche.

Die ersten sechs Kilometer darf ich mich ein wenig aufwärmen. Nach einem gemütlichen Abstieg geht es sanft bergauf zum Observation Point. Die Landschaft ist unglaublich schön. Sand und roter Lehm liegt zwischen den schroffen Steinen unter meinen Füßen. Der Trail hat hier nichts mehr gemein mit dem Israel-National-Trail, den ich vom Norden her kenne.

Hier ist er ein Bergpfad. Einsam. Anspruchsvoll. Und traumhaft ruhig. Bis jetzt ist mir niemand begegnet. Ich sehe keine Menschen. Ich sehe auch nichts mehr aus unserer modernen Welt. Hier sind keine Straßen, keine Autos und keine Häuser. Hier ziehen auch keine Beduinen durch. Was dir hier begegnet ist die totale Einsamkeit.

Du beginnst den Wind zu hören, wie er dir etwas erzählen möchte. Du beginnst die sandige Luft zu fühlen, die deine feuchten Finger durchstreift. Du spürst die Schmerzen, die der schwere Rucksack dir zufügt. Du fühlst die Leichtigkeit des Gehens und doch die Schwere und die Wehmut, die in dir steckt. Du fühlst, wie du gerne zu zweit wärst und doch wieder nur allein bist.

Du verspürst Hunger und weißt: „Ich habe fast nichts mehr“. Und hier beginne ich nachzudenken, wie unglaublich verrückt meine Reise doch ist. Heute morgen habe ich mit meinem Messer den angebrannten Bodensatz aus Tsurs Pfanne heraus gekratzt, weil ich so erbärmlichen Hunger hatte. Und den habe ich noch immer. Ich habe nur noch eine viertelte Scheibe Pitabrot dabei. Recht alt schon. Angeschimmelt. Und da ist dann auch noch ein grüner Apfel. Etwa ein Drittel davon, um genau zu sein.

Ich habe viel Wasser mitgenommen. Doch bereits auf meinem Weg zum Observation-Point habe ich unvorstellbare 6 Liter getrunken. Dabei ist es noch nicht einmal zehn Uhr und es ist noch kühl. Ich war noch kein einziges Mal pinkeln. Will heißen: Ich trinke zu wenig. Ich fange an zu rechnen. Und meine Bilanz sieht da gar nicht gut aus. Ich bin heute mit sagenhaften 10 Litern Wasser aufgebrochen. Jetzt sind es nur noch 4 Liter. Und ich habe den Rand des Kraters noch gar nicht erreicht.

Unterwegs treffe ich eine alte Bekannte. Eine kleine violette Blüte, deren Namen ich nicht kenne. Aber kurz nach Arad habe ich ihre Familie schon einmal getroffen. Und so ist es mir eine Ehre, sie von ihren Verwandten zu grüßen. Längst führe ich wieder Selbstgespräche mit mir – und meiner Blüte.

Meinen Rucksack nehme ich nicht mehr ab. Auch nicht, wenn ich mich niederknie. Wie ein klobiger Dinosaurier komme ich mir vor, wenn ich mit ihr spreche. Plump, unbeholfen, klobig. Ich entstamme einer anderen Welt. Im Gegensatz zu ihr kann ich mich physisch fortbewegen. Und ich kann schnell sein. Andererseits wäre ich hier neben ihr schon nach wenigen Stunden ohne Wasser einfach tot. Ich muss also weiter. Zurück oder nach vorne.

Mit einem merkwürdigen Gefühl gehe ich die letzten Meter nach oben zum Rand des Kraters. Dass, was ich da sehen werde, wird überwältigend sein. Ich kann es spüren. Mein Herz schlägt wie wild bis hoch zum Trommelfell. Ich stütze mich mit meinen Armen auf meinen Oberschenkeln auf. „Ganz langsam“ sage ich zu mir.

Während ich die Augen kurz schließe, sehe ich intensives Blau und eine Melodie von Ockertönen. Farben werden zu Tönen und Töne werden zu Farben. Hier draußen kann man leicht anfangen zu spinnen. Man ist sich selbst so Nahe, wie nie zu vor.

Ich mache nur noch ganz kleine Schritte nach oben. Und dabei begebe ich mich in zwei Parallelwelten. Einerseits scheint da vor mir diese unwirkliche echte Welt zu sein. Und zum anderen scheine ich mich gerade irgendwie durch mich selbst zu bewegen. Die letzten Meter werden dann zu einer Filmszene. Zu einer Kamerafahrt, bei der die Perspektive zunehmend an Weitsicht gewinnt,weil die Kamera an einem unsichtbaren Kran nach oben bewegt wird.

Und dann stockt mir der Atem.

Innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde erreichen meine Augen exakt die Höhe des Kraterrandes. Vor mir breitet sich schlagartig eine Marslandschaft aus. Mein Blick kann plötzlich in eine surreale Ferne schweifen. Eine Ferne, die ich so noch nie gesehen habe.

Der Ausblick, der sich unter meinen Füßen auftut, ist atemberaubend schön. Nur wenige Zentimeter weiter, und es geht ab in die Hölle. Mit meinen Fußspitzen trete ich ein paar Kieselsteine los, die vor mir in eine tiefe Unendlichkeit prasseln. Fast einen halben Kilometer stürzt hier die Flanke des Makhtesh Katan nahezu senkrecht nach unten.

Ich trete behutsam ein paar Schritte zurück und stütze mich an einem Steinmännchen ab. Mit meiner kleinen GoPro-Kamera möchte ich diesen Moment festhalten. Und so drehe ich mich mit ausgestrecktem Arm zweimal komplett um meine eigene Achse.

Meinen Rucksack habe ich nun abgelegt. Kann ich mir hier den letzten Teil meines Apfels leisten? Wird Tsur hierher kommen?

In Anbetracht dieser überragenden Naturkulisse stehe ich da, wie ausgeschnitten. So, als wenn ich diese kleine Blüte wäre, die nur für einen kurzen Augenblick aufblühen darf, in einem Zeitgeschehen, deren Maßstab Jahrmillionen sind.

Noch immer stehe ich. Mein Mund ist offen. Und ich bin fassungslos von dieser sagenhaften Landschaft. Was würde ich jetzt geben, diesen Moment – den schönsten Moment in meinem Leben – mit meiner Familie teilen zu dürfen.

Ja, ich sage das ganz bewusst: Der schönste Moment in meinem Leben. Schon einmal hatte ich hier in Israel dieses unbeschreiblich schöne Gefühl, angekommen zu sein, im Leben. Da zu sein, wo man sein möchte. Glück zu empfinden und tiefe innere Ruhe zu verspüren.

Jetzt ist so ein Moment. Und ich möchte ihn so gerne mit einem anderen Menschen verbringen. Kein Film der Welt, kein Foto, kein Gemälde und keine geschriebene Zeile wird jemals das ausdrücken können, was ich jetzt gerade verspüre.

Hier? Das ist die Fortsetzung meines Jakobsweges. Denn nach meinem Jakobsweg ging es in ein tiefes tiefes Tal. Meine Depressionen haben mich getrennt von meiner Familie. Haben mich sprach unfähig gemacht. Ein langer Weg war das. Ein Weg mit vielen Verlusten. Aber auch ein Weg mit vielen Erkenntnissen. Es waren lange drei Jahre bis heute.

Aber selbst in meinem tiefsten Tal habe ich immer geträumt vom Wandern. Ja, ich habe es wirklich geträumt. Tag und Nacht. Ich habe es geträumt, obwohl meine Ärzte mir gesagt haben, dass man mit diesen Medikamenten gar nicht mehr träumen kann.

Und heute stehe ich hier und denke: Komm, mache es. Bevor du unter gehst, gehe in die Wüste!

Hier am Rande des Kraters zu stehen lässt meine Gefühle Achterbahn fahren. Aber ich kann mir hier nicht viel Zeit nehmen. Meine Reise durch den Krater geht hier ja gerade erst los.

Ich nehme meinen Rucksack auf und genieße den Rest des halb fermentierten Apfels im Gehen. Es „geht“ nach unten. Und ich empfinde jeden kleinen Schritt als symbolischen Schritt.

Schon nach zehn Höhenmetern fühlt sich der Abstieg in den Höllenschlund des Kraters an, als wenn man unter die Wasseroberfläche tauchen würde. Es fehlt dir die Luft. Völlig erschöpft rasen mir Motive von Steinzeitmalerei durch meinen Kopf. So etwas wie Wind und Luft spüre ich nicht mehr. Es ist schlagartig unbarmherzig heiß und vollkommen windstill geworden. Willkommen am Mars!

 

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    Textauszug Israel-Trail.com How to make a selfie Zu Fuß am Israel National Trail. 1.14 km. 20.120 Höhenmeter Gesamtanstieg. Allein. Zu Fuß ohne Geld. https://www.youtube-nocookie.com/watch?v=eplXWEf0zEI Dieseser Clip war ziemlich anstrengend. HaMakhtesh HaKatan, dem sog. "Small Crater" ist es windstill und unendlich heiß. Hier hinabzusteigen bedeutet, dass die dein Herz bis zu den Ohren schlägt. Für den Selfie musst du also hinabsteigen, wieder hochlaufen und dann erst geht es mit deinem eigenen Weg wieder los. Alles in allem bei deutlich über 40 Grad Celsius und ausgemergelt von vielen Tagen Israel Trail gar keine leichte Aufgabe. Das Schlimmste aber, was mir erst im Nachhinein am Film aufgefallen ist: Man beginnt im Laufe der Zeit in der Einsamkeit mit Selbstgesprächen.  HaMakhtesh HaKatan (Hebrew: הַמַּכְתֵּשׁ הַקָּטָן, lit. The Small Crater) is a makhtesh, a geological erosional landform of Israel's Negev desert. One of five makhteshim in Israel, and seven in the world, it is the third largest in Israel at 5 km by 7 km. It was charted in 1942 by Jewish explorers. Die Ruhe vor dem Sturm: Puls beruhigen vom Anstieg. Blick in den gigantischen Erosionskrater "HaMakhtesh HaKatan". Ein wenig Pause in der Hitze. Rucksack satteln und ab geht die Post... 5 Minuten bergab. Und dann ohne Rucksack wieder hoch, Camera holen. Und die hätte ich fast nicht mehr gefunden! Danach: Erschöpft. Und glücklich. Denn jetzt geht es weiter. Ab inden Krater. Klappe die zweite! Zu Fuß über den Mars: Der Makhtesh Katan Krater (auch HaMakhtesh, HaKatan, The Small Crater) Vom Meizad Tamar zum anderen Ende des Kraters. Ca. 21 Km, 710 Höhenmeter Gesamtanstieg. Trinkwasserverbrauch 9 Liter. Mein heutiger Krater bedeutet ein etwa 35 Quadratkilometer großes und einen halben Kilometer tiefen Loch in der Erdoberfläche. Die ersten sechs Kilometer darf ich mich ein wenig aufwärmen. Nach einem gemütlichen Abstieg geht es sanft bergauf zum Observation Point. Die Landschaft ist unglaublich schön. Sand und roter Lehm liegt zwischen den schroffen Steinen unter meinen Füßen. Der Trail hat hier nichts mehr gemein mit dem Israel-National-Trail, den ich vom Norden her kenne. Hier ist er ein Bergpfad. Einsam. Anspruchsvoll. Und traumhaft ruhig. Bis jetzt ist mir niemand begegnet. Ich sehe keine Menschen. Ich sehe auch nichts mehr aus unserer modernen Welt. Hier sind keine Straßen, keine Autos und keine Häuser. Hier ziehen auch keine Beduinen durch. Was dir hier begegnet ist die totale Einsamkeit. Du beginnst den Wind zu hören, wie er dir etwas erzählen möchte. Du beginnst die sandige Luft zu fühlen, die deine feuchten Finger durchstreift. Du spürst die Schmerzen, die der schwere Rucksack dir zufügt. Du fühlst die Leichtigkeit des Gehens und doch die Schwere und die Wehmut, die in dir steckt. Du fühlst, wie du gerne zu zweit wärst und doch wieder nur allein bist. Du verspürst Hunger und weißt: „Ich habe fast nichts mehr“. Und hier beginne ich nachzudenken, wie unglaublich verrückt meine Reise doch ist. Heute morgen habe ich mit meinem Messer den angebrannten Bodensatz aus Tsurs Pfanne heraus gekratzt, weil ich so erbärmlichen Hunger hatte. Und den habe ich noch immer. Ich habe nur noch eine viertelte Scheibe Pitabrot dabei. Recht alt schon. Angeschimmelt. Und da ist dann auch noch ein grüner Apfel. Etwa ein Drittel davon, um genau zu sein. Ich habe viel Wasser mitgenommen. Doch bereits auf meinem Weg zum Observation-Point habe ich unvorstellbare 6 Liter getrunken. Dabei ist es noch nicht einmal zehn Uhr und es ist noch kühl. Ich war noch kein einziges Mal pinkeln. Will heißen: Ich trinke zu wenig. Ich fange an zu rechnen. Und meine Bilanz sieht da gar nicht gut aus. Ich bin heute mit sagenhaften 10 Litern Wasser aufgebrochen. Jetzt sind es nur noch 4 Liter. Und ich habe den Rand des Kraters noch gar nicht erreicht. Unterwegs treffe ich eine alte Bekannte. Eine kleine violette Blüte, deren Namen ich nicht kenne. Aber kurz nach Arad habe ich ihre Familie schon einmal getroffen. Und so ist es mir eine Ehre, sie von ihren Verwandten zu grüßen. Längst führe ich wieder Selbstgespräche mit mir – und meiner Blüte. Meinen Rucksack nehme ich nicht mehr ab. Auch nicht, wenn ich mich niederknie. Wie ein klobiger Dinosaurier komme ich mir vor, wenn ich mit ihr spreche. Plump, unbeholfen, klobig. Ich entstamme einer anderen Welt. Im Gegensatz zu ihr kann ich mich physisch fortbewegen. Und ich kann schnell sein. Andererseits wäre ich hier neben ihr schon nach wenigen Stunden ohne Wasser einfach tot. Ich muss also weiter. Zurück oder nach vorne. Mit einem merkwürdigen Gefühl gehe ich die letzten Meter nach oben zum Rand des Kraters. Dass, was ich da sehen werde, wird überwältigend sein. Ich kann es spüren. Mein Herz schlägt wie wild bis hoch zum Trommelfell. Ich stütze mich mit meinen Armen auf meinen Oberschenkeln auf. „Ganz langsam“ sage ich zu mir. Während ich die Augen kurz schließe, sehe ich intensives Blau und eine Melodie von Ockertönen. Farben werden zu Tönen und Töne werden zu Farben. Hier draußen kann man leicht anfangen zu spinnen. Man ist sich selbst so Nahe, wie nie zu vor. Ich mache nur noch ganz kleine Schritte nach oben. Und dabei begebe ich mich in zwei Parallelwelten. Einerseits scheint da vor mir diese unwirkliche echte Welt zu sein. Und zum anderen scheine ich mich gerade irgendwie durch mich selbst zu bewegen. Die letzten Meter werden dann zu einer Filmszene. Zu einer Kamerafahrt, bei der die Perspektive zunehmend an Weitsicht gewinnt,weil die Kamera an einem unsichtbaren Kran nach oben bewegt wird. Und dann stockt mir der Atem. Innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde erreichen meine Augen exakt die Höhe des Kraterrandes. Vor mir breitet sich schlagartig eine Marslandschaft aus. Mein Blick kann plötzlich in eine surreale Ferne schweifen. Eine Ferne, die ich so noch nie gesehen habe. Der Ausblick, der sich unter meinen Füßen auftut, ist atemberaubend schön. Nur wenige Zentimeter weiter, und es geht ab in die Hölle. Mit meinen Fußspitzen trete ich ein paar Kieselsteine los, die vor mir in eine tiefe Unendlichkeit prasseln. Fast einen halben Kilometer stürzt hier die Flanke des Makhtesh Katan nahezu senkrecht nach unten. Ich trete behutsam ein paar Schritte zurück und stütze mich an einem Steinmännchen ab. Mit meiner kleinen GoPro-Kamera möchte ich diesen Moment festhalten. Und so drehe ich mich mit ausgestrecktem Arm zweimal komplett um meine eigene Achse. Meinen Rucksack habe ich nun abgelegt. Kann ich mir hier den letzten Teil meines Apfels leisten? Wird Tsur hierher kommen? In Anbetracht dieser überragenden Naturkulisse stehe ich da, wie ausgeschnitten. So, als wenn ich diese kleine Blüte wäre, die nur für einen kurzen Augenblick aufblühen darf, in einem Zeitgeschehen, deren Maßstab Jahrmillionen sind. Noch immer stehe ich. Mein Mund ist offen. Und ich bin fassungslos von dieser sagenhaften Landschaft. Was würde ich jetzt geben, diesen Moment – den schönsten Moment in meinem Leben – mit meiner Familie teilen zu dürfen. Ja, ich sage das ganz bewusst: Der schönste Moment in meinem Leben. Schon einmal hatte ich hier in Israel dieses unbeschreiblich schöne Gefühl, angekommen zu sein, im Leben. Da zu sein, wo man sein möchte. Glück zu empfinden und tiefe innere Ruhe zu verspüren. Jetzt ist so ein Moment. Und ich möchte ihn so gerne mit einem anderen Menschen verbringen. Kein Film der Welt, kein Foto, kein Gemälde und keine geschriebene Zeile wird jemals das ausdrücken können, was ich jetzt gerade verspüre. Hier? Das ist die Fortsetzung meines Jakobsweges. Denn nach meinem Jakobsweg ging es in ein tiefes tiefes Tal. Meine Depressionen haben mich getrennt von meiner Familie. Haben mich sprach unfähig gemacht. Ein langer Weg war das. Ein Weg mit vielen Verlusten. Aber auch ein Weg mit vielen Erkenntnissen. Es waren lange drei Jahre bis heute. Aber selbst in meinem tiefsten Tal habe ich immer geträumt vom Wandern. Ja, ich habe es wirklich geträumt. Tag und Nacht. Ich habe es geträumt, obwohl meine Ärzte mir gesagt haben, dass man mit diesen Medikamenten gar nicht mehr träumen kann. Und heute stehe ich hier und denke: Komm, mache es. Bevor du unter gehst, gehe in die Wüste! Hier am Rande des Kraters zu stehen lässt meine Gefühle Achterbahn fahren. Aber ich kann mir hier nicht viel Zeit nehmen. Meine Reise durch den Krater geht hier ja gerade erst los. Ich nehme meinen Rucksack auf und genieße den Rest des halb fermentierten Apfels im Gehen. Es „geht“ nach unten. Und ich empfinde jeden kleinen Schritt als symbolischen Schritt. Schon nach zehn Höhenmetern fühlt sich der Abstieg in den Höllenschlund des Kraters an, als wenn man unter die Wasseroberfläche tauchen würde. Es fehlt dir die Luft. Völlig erschöpft rasen mir Motive von Steinzeitmalerei durch meinen Kopf. So etwas wie Wind und Luft spüre ich nicht mehr. Es ist schlagartig unbarmherzig heiß und vollkommen windstill geworden. Willkommen am Mars! Israel-Trail Post H1 Headlines How to make a selfie Array ( ) H2 Headlines zum Shvil Israel Beitrag Array ( [0] => Vom Meizad Tamar zum anderen Ende des Kraters. Ca. 21 Km, 710 Höhenmeter Gesamtanstieg. Trinkwasserverbrauch 9 Liter. ) Keywords zu diesem Israel-Trail-Beitrag:

    Israel-Trail, Christian Seebauer, HaMakhtesh HaKatan, Kleiner Krater Israel, Krater, Meizad Tamar, Small Crater

    Israel-Trail english excerpt:

    How to make a selfie

    Small Crater Israel National Trail, descent into the erosion crater

    Walking the Israel National Trail. 1.14 km. 20,120 meters of total ascent. Alone. Walking without money.

    Foto Israel National Trail, Beitrag How to make a selfie

    Youtube video in the Small Crateer on the Israel Trail, selfie

    https://www.youtube-nocookie.com/watch?v=eplXWEf0zEI

    That clip was pretty exhausting. HaMakhtesh HaKatan, the so-called “Small Crater”, it is windless and infinitely hot. Going down here means your heart will beat to your ears.

    So for the selfie you have to go down, run up again and only then start your own path again. All in all, at well over 40 degrees Celsius and emaciated from many days, the Israel Trail was no easy task.

    But the worst thing I only noticed about the film in retrospect: In the course of time, you begin to talk to yourself in loneliness.

     HaMakhtesh HaKatan ( Hebrew : הַמַּכְתֵּשׁ הַקָּטָן , lit. The Small Crater) is a makhtesh , a geological erosional landform of Israel’s Negev desert. One of five makhteshim in Israel, and seven in the world, it is the third largest in Israel at 5 km by 7 km. It was charted in 1942 by Jewish explorers.

    Small Crater Israel National Trail, view into the erosion crater

    Small Crater Israel National Trail, view into the erosion crater

    The calm before the storm: the pulse calms down from the rise. View into the gigantic erosion crater “HaMakhtesh HaKatan”.

    Small Crater Israel National Trail, view into the erosion crater

    Small Crater Israel National Trail, view into the erosion crater

    A little break in the heat.

    Small Crater Israel National Trail, view into the erosion crater

    Small Crater Israel National Trail, view into the erosion crater

    Saddle up your backpack and off you go …

    Small Crater Israel National Trail, descent into the erosion crater

    Small Crater Israel National Trail, descent into the erosion crater

    Small Crater Israel National Trail, Christian takes a selfie

    Small Crater Israel National Trail, descent

     

     

    Small Crater Israel National Trail, Christian runs back to the camera

    Small Crater Israel National Trail, Christian runs back to the camera

     

    Small Crater Israel National Trail, Christian runs back to the camera

    Small Crater Israel National Trail, Christian runs back to the camera

    5 minutes downhill. And then up again without a backpack, get the camera. And I almost never found it!

     

    Small Crater Israel National Trail, descent into the erosion crater

    Small Crater Israel National Trail, descent into the erosion crater

     

    Small Crater Israel National Trail, Christian runs back to the camera

    Small Crater Israel National Trail, Christian runs back to the camera

    Then: exhausted. And happy. Because now it goes on. Into the crater. Second take!

     

    Small Crater Israel National Trail, Christian runs back to the camera

     

    On foot across Mars: The Makhtesh Katan Crater
    (also HaMakhtesh, HaKatan, The Small Crater)

    From Meizad Tamar to the other end of the crater. Approx. 21 km, 710 vertical meters total ascent. Drinking water consumption 9 liters.

     

    My crater today means an approximately 35 square kilometers large and half a kilometer deep hole in the surface of the earth.

    I can warm up a little for the first six kilometers. After a leisurely descent, it goes gently uphill to the observation point. The landscape is incredibly beautiful. Sand and red clay lie between the rugged stones under my feet. The trail here has nothing in common with the Israel National Trail, which I know from the north.

    Here it is a mountain path. Lonely. Demanding. And wonderfully calm. I haven’t met anyone until now. I don’t see any people. I don’t see anything from our modern world either. There are no roads, no cars and no houses here. No Bedouins pass through here either. What you encounter here is total loneliness.

    You begin to hear the wind trying to tell you something. You begin to feel the sandy air wafting through your damp fingers. You feel the pain that the heavy backpack inflicts on you. You feel the ease of walking and yet the heaviness and sadness that is in you. You feel like you would like to be together and yet are just alone again.

    You feel hungry and know: “I have almost nothing left”. And here I start to think how incredibly crazy my trip is. This morning I scraped the burnt sediment out of Tsur’s pan with my knife because I was so pitifully hungry. And I still have it. I only have a quarter slice of pita bread with me. Quite old. Moldy. And then there is also a green apple. About a third of that, to be precise.

    I took a lot of water with me. But already on my way to the observation point I drank an unimaginable 6 liters. It is not even ten o’clock and it is still cool. I haven’t peed a single time. That means: I don’t drink enough. I start to calculate. And my balance sheet doesn’t look good at all. I left today with an amazing 10 liters of water. Now it’s only 4 liters. And I haven’t even reached the rim of the crater.

    On the way I meet an old friend. A little purple flower whose name I don’t know. But shortly after Arad, I met her family once. And so it is an honor for me to greet her from her relatives. I have long been talking to myself again – and my blossom.

    I don’t take off my backpack anymore. Not even when I kneel down. I feel like a chunky dinosaur when I talk to her. Clumsy, awkward, clumsy. I come from another world. In contrast to her, I can move around physically. And I can be quick On the other hand, I would be dead here next to her after a few hours without water. So I have to move on. Back or forward.

    With a strange feeling I walk the last few meters up to the edge of the crater. What I’m about to see will be overwhelming. I can feel it. My heart beats like mad up to my eardrum. I prop myself up with my arms on my thighs. “Very slowly” I say to myself.

    As I close my eyes for a moment, I see intense blue and a melody of ocher tones. Colors become tones and tones become colors. It’s easy to start spinning out here. You are closer to yourself than ever before.

    I only take very small steps upwards. And in doing so, I move into two parallel worlds. On the one hand, there seems to be this unreal real world in front of me. And on the other hand, I just seem to be moving through myself somehow. The last few meters then become a movie scene. To a tracking shot in which the perspective gains more and more far-sightedness because the camera is moved upwards on an invisible crane.

    And then I catch my breath.

    Within a fraction of a second, my eyes reach exactly the height of the crater rim. A Martian landscape suddenly spreads in front of me. Suddenly my gaze can wander into a surreal distance. A distance that I have never seen before.

    The view that opens up under my feet is breathtakingly beautiful. Just a few inches further and it’s off to hell. With the tips of my feet I kick off a few pebbles that patter in front of me into a deep infinity. Almost half a kilometer here, the flank of the Makhtesh Katan plunges almost vertically downwards.

    I carefully take a few steps back and brace myself on a cairn. I want to capture this moment with my little GoPro camera. And so I turn twice around my own axis with an outstretched arm.

    I have now put down my backpack. Can I afford the last part of my apple here? Will Tsur come here?

    In view of this outstanding natural backdrop, I stand there as if cut out. As if I were this little flower that is only allowed to bloom for a brief moment in a contemporary event whose scale is millions of years.

    I’m still standing. My mouth is open And I am stunned by this fabulous landscape. What would I give now to be able to share this moment – the most beautiful moment in my life – with my family.

    Yes, I say that quite deliberately: the most beautiful moment in my life. Once before, here in Israel, I had this indescribably beautiful feeling of having arrived, in my life. To be where you want to be. To feel happiness and to feel deep inner calm.

    Now is such a moment. And I would really like to spend it with someone else. No film in the world, no photo, no painting and no written line will ever be able to express what I am feeling right now.

    Here? This is the continuation of my Camino de Santiago. Because after my Way of St. James it went into a deep deep valley. My depression separated me from my family. Made me unable to speak. It was a long way. A way with many losses. But also a path with a lot of knowledge. It was a long three years until today.

    But even in my deepest valley, I’ve always dreamed of hiking. Yes, I really dreamed it. Day and night. I dreamed it even though my doctors told me that with these drugs you can no longer dream.

    And today I stand here and think: Come on, do it. Before you go under, go to the desert!

    Standing here on the edge of the crater makes my emotions ride a roller coaster. But I can’t take much time here. My journey through the crater is only just beginning here.

    I pick up my backpack and enjoy the rest of the half-fermented apple on the go. It’s going down. And I see every small step as a symbolic step.

    After only ten meters of altitude, the descent into the hellhole of the crater feels like diving under the surface of the water. You lack the air. Completely exhausted, motifs from Stone Age paintings race through my head. I don’t feel anything like wind and air anymore. All of a sudden it was relentlessly hot and completely calm. Welcome to Mars!

     

    Book and poster are available here:

    Kuestenweg france excerpt:

    Comment faire un selfie

    Petit sentier national du cratère d'Israël, descente dans le cratère d'érosion

    Marcher sur le sentier national d’Israël. 1,14 km. 20 120 mètres de dénivelé total. Seul. Marcher sans argent.

    Foto Israel National Trail, Beitrag How to make a selfie

    Vidéo Youtube dans le Small Crateer sur le sentier d’Israël, selfie

    https://www.youtube-nocookie.com/watch?v=eplXWEf0zEI

    Ce clip était assez épuisant. HaMakhtesh HaKatan, le soi-disant «petit cratère», il est sans vent et extrêmement chaud. Descendre ici signifie que votre cœur battra jusqu’à vos oreilles.

    Donc, pour le selfie, vous devez descendre, courir à nouveau et seulement ensuite recommencer votre propre chemin. Dans l’ensemble, à bien plus de 40 degrés Celsius et émacié depuis plusieurs jours, le sentier d’Israël n’était pas une tâche facile.

    Mais la pire chose que je n’ai remarquée à propos du film que rétrospectivement: au fil du temps, dans la solitude, vous commencez à vous parler.

     HaMakhtesh HaKatan ( hébreu : הַמַּכְתֵּשׁ הַקָּטָן , lit. Le petit cratère) est un makhtesh , un relief géologique érosif du désert du Néguev en Israël . L’un des cinq makhteshim en Israël et sept dans le monde, c’est le troisième plus grand d’Israël à 5 ​​km sur 7 km. Il a été cartographié en 1942 par des explorateurs juifs.

    Petit sentier national du cratère d'Israël, vue sur le cratère d'érosion

    Petit sentier national du cratère d’Israël, vue sur le cratère d’érosion

    Le calme avant la tempête: le pouls calme de la montée. Vue sur le gigantesque cratère d’érosion «HaMakhtesh HaKatan».

    Petit sentier national du cratère d'Israël, vue sur le cratère d'érosion

    Petit sentier national du cratère d’Israël, vue sur le cratère d’érosion

    Une petite pause dans la chaleur.

    Petit sentier national du cratère d'Israël, vue sur le cratère d'érosion

    Petit sentier national du cratère d’Israël, vue sur le cratère d’érosion

    Montez votre sac à dos et c’est parti …

    Petit sentier national du cratère d'Israël, descente dans le cratère d'érosion

    Petit sentier national du cratère d’Israël, descente dans le cratère d’érosion

    Small Crater Israel National Trail, Christian prend un selfie

    Petit sentier national du cratère d’Israël, descente

     

     

    Small Crater Israel National Trail, Christian revient à la caméra

    Small Crater Israel National Trail, Christian revient à la caméra

     

    Small Crater Israel National Trail, Christian revient à la caméra

    Small Crater Israel National Trail, Christian revient à la caméra

    5 minutes de descente. Et puis à nouveau sans sac à dos, prenez l’appareil photo. Et je ne l’ai presque jamais trouvé!

     

    Petit sentier national du cratère d'Israël, descente dans le cratère d'érosion

    Petit sentier national du cratère d’Israël, descente dans le cratère d’érosion

     

    Small Crater Israel National Trail, Christian revient à la caméra

    Small Crater Israel National Trail, Christian revient à la caméra

    Puis: épuisé. Et heureux. Parce que maintenant ça continue. Dans le cratère. Deuxième prise!

     

    Small Crater Israel National Trail, Christian revient à la caméra

     

    À pied sur Mars: le cratère Makhtesh Katan
    (également HaMakhtesh, HaKatan, le petit cratère)

    De Meizad Tamar à l’autre extrémité du cratère. Environ. 21 km, 710 mètres de dénivelé au total. Consommation d’eau potable 9 litres.

     

    Mon cratère signifie aujourd’hui un trou d’environ 35 kilomètres carrés de large et d’un demi-kilomètre de profondeur à la surface de la terre.

    Je peux m’échauffer un peu pendant les six premiers kilomètres. Après une descente tranquille, il monte doucement jusqu’au point d’observation. Le paysage est incroyablement beau. Du sable et de l’argile rouge se trouvent entre les pierres rugueuses sous mes pieds. Le sentier ici n’a rien de commun avec le sentier national d’Israël, que je connais du nord.

    Ici, c’est un sentier de montagne. Solitaire. Exigeant. Et merveilleusement calme. Je n’ai rencontré personne jusqu’à présent. Je ne vois personne. Je ne vois rien non plus de notre monde moderne. Il n’y a ni routes, ni voitures, ni maisons ici. Aucun Bédouin ne passe ici non plus. Ce que vous rencontrez ici, c’est une solitude totale.

    Vous commencez à entendre le vent essayer de vous dire quelque chose. Vous commencez à sentir l’air sablonneux qui flotte entre vos doigts humides. Vous ressentez la douleur que le lourd sac à dos vous inflige. Vous ressentez la facilité de marcher et pourtant la lourdeur et la tristesse qui sont en vous. Vous vous sentez comme si vous aimeriez être ensemble et pourtant vous êtes à nouveau seul.

    Vous avez faim et vous savez: “Je n’ai presque plus rien”. Et là, je commence à penser à quel point mon voyage est incroyablement fou. Ce matin, j’ai gratté les sédiments brûlés de la poêle de Tsur avec mon couteau parce que j’avais tellement faim. Et je l’ai toujours. Je n’ai qu’un quart de tranche de pain pita avec moi. Assez vieux. Moisi. Et puis il y a aussi une pomme verte. Environ un tiers de cela, pour être précis.

    J’ai pris beaucoup d’eau avec moi. Mais déjà sur le chemin du point d’observation, j’ai bu 6 litres inimaginables. Il n’est même pas dix heures et il fait toujours frais. Je n’ai pas fait pipi une seule fois. Cela signifie: je ne bois pas assez. Je commence à calculer. Et mon bilan n’a pas du tout l’air bien. Je suis parti aujourd’hui avec un incroyable 10 litres d’eau. Maintenant, c’est seulement 4 litres. Et je n’ai même pas atteint le bord du cratère.

    En chemin, je rencontre un vieil ami. Une petite fleur violette dont je ne connais pas le nom. Mais peu de temps après Arad, j’ai rencontré sa famille une fois. C’est donc un honneur pour moi de la saluer de ses proches. Je me reparle depuis longtemps – et ma fleur.

    Je n’enlève plus mon sac à dos. Pas même quand je m’agenouille. Je me sens comme un gros dinosaure quand je lui parle. Maladroit, maladroit, maladroit. Je viens d’un autre monde. Contrairement à elle, je peux me déplacer physiquement. Et je peux être rapide Par contre, je serais mort ici à côté d’elle après quelques heures sans eau, donc je dois passer à autre chose. En arrière ou en avant.

    Avec une sensation étrange, je marche les derniers mètres jusqu’au bord du cratère. Ce que je suis sur le point de voir sera écrasant. Je peux le sentir. Mon cœur bat comme un fou jusqu’au tympan. Je me redresse avec mes bras sur mes cuisses. «Très lentement» me dis-je.

    Alors que je ferme les yeux un instant, je vois un bleu intense et une mélodie de tons ocres. Les couleurs deviennent des tons et les tons deviennent des couleurs. Il est facile de commencer à tourner ici. Vous êtes plus proche de vous que jamais.

    Je ne fais que de très petits pas vers le haut. Et ce faisant, je me déplace dans deux mondes parallèles. D’une part, il semble y avoir ce monde réel irréel devant moi. Et d’un autre côté, il me semble que je me déplace d’une manière ou d’une autre. Les derniers mètres deviennent alors une scène de film. À un travelling où la perspective gagne de plus en plus en clairvoyance car la caméra est déplacée vers le haut sur une grue invisible.

    Et puis je reprends mon souffle.

    En une fraction de seconde, mes yeux atteignent exactement la hauteur du bord du cratère. Un paysage martien se déploie soudain devant moi. Soudain, mon regard peut errer dans une distance surréaliste. Une distance que je n’ai jamais vue auparavant.

    La vue qui s’ouvre sous mes pieds est d’une beauté à couper le souffle. Juste quelques centimètres plus loin et c’est parti en enfer. Du bout de mes pieds, je lance quelques galets qui crépitent devant moi dans une infinité profonde. Près d’un demi-kilomètre ici, le flanc du Makhtesh Katan plonge presque verticalement vers le bas.

    Je recule prudemment de quelques pas et m’attache à un cairn. Je veux capturer ce moment avec ma petite caméra GoPro. Et donc je tourne deux fois autour de mon propre axe avec un bras tendu.

    J’ai maintenant posé mon sac à dos. Puis-je acheter la dernière partie de ma pomme ici? Tsur viendra-t-il ici?

    Au vu de ce décor naturel exceptionnel, je me tiens là comme découpé. Comme si j’étais cette petite fleur qui ne peut fleurir que pendant un bref instant dans un événement contemporain dont l’échelle est de millions d’années.

    Je suis toujours debout. Ma bouche est ouverte Et je suis abasourdi par ce paysage fabuleux. Que donnerais-je maintenant pour pouvoir partager ce moment – le plus beau moment de ma vie – avec ma famille.

    Oui, je le dis délibérément: le plus beau moment de ma vie. Une fois auparavant, ici en Israël, j’ai eu ce sentiment d’une beauté indescriptible d’être arrivé, dans ma vie. Pour être là où vous voulez être. Ressentir le bonheur et ressentir un profond calme intérieur.

    C’est maintenant un tel moment. Et j’aimerais vraiment le passer avec quelqu’un d’autre. Aucun film au monde, aucune photo, aucune peinture et aucune ligne écrite ne pourra jamais exprimer ce que je ressens en ce moment.

    Ici? C’est la suite de mon Camino de Santiago. Parce qu’après mon chemin de Saint-Jacques, il est entré dans une vallée profonde et profonde. Ma dépression m’a séparé de ma famille. M’a rendu incapable de parler. C’était un long chemin, un chemin avec de nombreuses pertes. Mais aussi un chemin avec beaucoup de connaissances. Cela a duré trois ans jusqu’à aujourd’hui.

    Mais même dans ma vallée la plus profonde, j’ai toujours rêvé de faire de la randonnée. Oui, je l’ai vraiment rêvé. Jour et nuit. Je l’ai rêvé même si mes médecins m’ont dit qu’avec ces médicaments, on ne peut plus rêver.

    Et aujourd’hui, je me tiens ici et je pense: Allez, fais-le. Avant de sombrer, partez dans le désert!

    Se tenir ici au bord du cratère fait monter mes émotions sur des montagnes russes. Mais je ne peux pas prendre beaucoup de temps ici. Mon voyage à travers le cratère ne fait que commencer ici.

    Je prends mon sac à dos et savoure le reste de la pomme à moitié fermentée en déplacement. Il est en train de descendre. Et je vois chaque petit pas comme un pas symbolique.

    Après seulement dix mètres d’altitude, la descente dans l’enfer du cratère donne l’impression de plonger sous la surface de l’eau. Vous manquez d’air. Complètement épuisés, les motifs des peintures de l’âge de pierre me traversent la tête. Je ne ressens plus rien du vent et de l’air. Tout à coup, il faisait constamment chaud et complètement calme. Bienvenue sur Mars!

     

    Le livre et l’affiche sont disponibles ici:



    (c) Christian Seebauer
    Kuestenweg italiano excerpt:

    Come fare un selfie

    Small Crater Israel National Trail, discesa nel cratere di erosione

    Camminando lungo il sentiero nazionale israeliano. 1,14 km. 20.120 metri di dislivello totale. Solo. Camminare senza soldi.

    Foto Israel National Trail, Beitrag How to make a selfie

    Video Youtube nello Small Crateer on the Israel Trail, selfie

    https://www.youtube-nocookie.com/watch?v=eplXWEf0zEI

    Quella clip è stata piuttosto estenuante. HaMakhtesh HaKatan, il cosiddetto “Piccolo Cratere”, è senza vento e infinitamente caldo. Scendere qui significa che il tuo cuore batterà alle tue orecchie.

    Quindi per il selfie devi scendere, correre di nuovo e solo allora ricominciare il tuo percorso. Tutto sommato, a ben oltre 40 gradi Celsius ed emaciato da molti giorni, l’Israel Trail non è stato un compito facile.

    Ma la cosa peggiore che ho notato del film solo in retrospettiva: nel tempo, nella solitudine, inizi a parlare da solo.

     HaMakhtesh HaKatan ( in ebraico : הַמַּכְתֵּשׁ הַקָּטָן , acceso Il piccolo cratere) è un makhtesh , un geologica erosione morfologia di Israele Negev deserto. Uno dei cinque makhteshim in Israele e sette nel mondo, è il terzo più grande in Israele con 5 km per 7 km. È stato tracciato nel 1942 da esploratori ebrei.

    Small Crater Israel National Trail, vista nel cratere di erosione

    Small Crater Israel National Trail, vista nel cratere di erosione

    La calma prima della tempesta: il polso si calma dal rialzo. Visualizza nel gigantesco cratere di erosione “HaMakhtesh HaKatan”.

    Small Crater Israel National Trail, vista nel cratere di erosione

    Small Crater Israel National Trail, vista nel cratere di erosione

    Una piccola pausa nel caldo.

    Small Crater Israel National Trail, vista nel cratere di erosione

    Small Crater Israel National Trail, vista nel cratere di erosione

    Sella lo zaino e via …

    Small Crater Israel National Trail, discesa nel cratere di erosione

    Small Crater Israel National Trail, discesa nel cratere di erosione

    Small Crater Israel National Trail, Christian scatta un selfie

    Small Crater Israel National Trail, discesa

     

     

    Small Crater Israel National Trail, Christian torna di corsa alla telecamera

    Small Crater Israel National Trail, Christian torna di corsa alla telecamera

     

    Small Crater Israel National Trail, Christian torna di corsa alla telecamera

    Small Crater Israel National Trail, Christian torna di corsa alla telecamera

    5 minuti in discesa. E poi di nuovo su senza zaino, prendi la fotocamera. E non l’ho quasi mai trovato!

     

    Small Crater Israel National Trail, discesa nel cratere di erosione

    Small Crater Israel National Trail, discesa nel cratere di erosione

     

    Small Crater Israel National Trail, Christian torna di corsa alla telecamera

    Small Crater Israel National Trail, Christian torna di corsa alla telecamera

    Quindi: esausto. E felice. Perché ora va avanti. Nel cratere. Seconda ripresa!

     

    Small Crater Israel National Trail, Christian torna di corsa alla telecamera

     

    A piedi attraverso Marte: il Makhtesh Katan Crater
    (anche HaMakhtesh, HaKatan, The Small Crater)

    Da Meizad Tamar all’altra estremità del cratere. Circa. 21 km, 710 m di dislivello totale in salita. Consumo di acqua potabile 9 litri.

     

    Il mio cratere oggi significa un buco largo circa 35 chilometri quadrati e profondo mezzo chilometro nella superficie della terra.

    Riesco a riscaldarmi un po ‘per i primi sei chilometri. Dopo una piacevole discesa si sale dolcemente fino al punto di osservazione. Il paesaggio è incredibilmente bello. Sabbia e argilla rossa giacciono tra le pietre aspre sotto i miei piedi. Il sentiero qui non ha nulla in comune con l’Israel National Trail, che conosco da nord.

    Qui è un sentiero di montagna. Solitario. Esigente. E meravigliosamente calmo. Non ho incontrato nessuno fino ad ora. Non vedo persone. Nemmeno io vedo nulla dal nostro mondo moderno. Non ci sono strade, né automobili né case qui. Neanche i beduini passano da qui. Quello che incontri qui è la solitudine totale.

    Inizi a sentire il vento che cerca di dirti qualcosa. Inizi a sentire l’aria sabbiosa che si diffonde tra le tue dita umide. Senti il ​​dolore che ti infligge il pesante zaino. Senti la facilità di camminare e tuttavia la pesantezza e la tristezza che è in te. Ti senti come se ti piacerebbe stare insieme eppure sei di nuovo solo.

    Hai fame e sai: “Non mi è rimasto quasi niente”. E qui comincio a pensare a quanto sia incredibilmente folle il mio viaggio. Questa mattina ho raschiato via il sedimento bruciato dalla padella di Tsur con il mio coltello perché ero così pietosamente affamato. E ce l’ho ancora. Ho solo un quarto di fetta di pane pita con me. Abbastanza vecchio. Ammuffito. E poi c’è anche una mela verde. Circa un terzo, per essere precisi.

    Ho portato molta acqua con me. Ma già andando al punto di osservazione ho bevuto 6 litri inimmaginabili. Non sono nemmeno le dieci ed è ancora fresco. Non ho fatto la pipì una sola volta. Ciò significa: non bevo abbastanza. Inizio a calcolare. E il mio bilancio non sembra affatto buono. Sono partito oggi con ben 10 litri di acqua. Adesso sono solo 4 litri. E non ho nemmeno raggiunto il bordo del cratere.

    Per strada incontro un vecchio amico. Un fiorellino viola di cui non conosco il nome. Ma poco dopo Arad, ho incontrato la sua famiglia una volta. E quindi è un onore per me salutarla dai suoi parenti. Ho parlato di nuovo a lungo con me stesso e con il mio fiore.

    Non mi tolgo più lo zaino. Nemmeno quando mi inginocchio. Mi sento come un grosso dinosauro quando le parlo. Goffo, goffo, goffo. Vengo da un altro mondo. Al contrario di lei, posso muovermi fisicamente. E posso essere veloce D’altronde sarei morta qui accanto a lei dopo qualche ora senza acqua, quindi devo andare avanti. Avanti o indietro.

    Con una strana sensazione percorro gli ultimi metri fino al bordo del cratere. Quello che sto per vedere sarà travolgente. Posso sentirlo. Il mio cuore batte come un matto fino al timpano. Mi appoggio con le braccia sulle cosce. “Molto lentamente” mi dico.

    Quando chiudo gli occhi per un momento, vedo un blu intenso e una melodia dai toni ocra. I colori diventano toni e i toni diventano colori. È facile iniziare a girare qui. Sei più vicino a te stesso che mai.

    Faccio solo piccolissimi passi verso l’alto. E così facendo, mi muovo in due mondi paralleli. Da un lato, sembra che ci sia questo mondo reale irreale di fronte a me. E d’altra parte, mi sembra di muovermi dentro me stesso in qualche modo. Gli ultimi metri poi diventano una scena di un film. Ad uno scatto di tracciamento in cui la prospettiva acquista sempre più lungimiranza perché la telecamera viene spostata verso l’alto su una gru invisibile.

    E poi riprendo fiato.

    In una frazione di secondo, i miei occhi raggiungono esattamente l’altezza del bordo del cratere. Un paesaggio marziano si apre all’improvviso davanti a me. All’improvviso il mio sguardo può vagare in una distanza surreale. Una distanza che non ho mai visto prima.

    Il panorama che si apre sotto i miei piedi è di una bellezza mozzafiato. Solo pochi centimetri più in là e via al diavolo. Con la punta dei piedi tiro via alcuni sassolini che picchiettano davanti a me in un profondo infinito. Quasi mezzo chilometro qui, il fianco del Makhtesh Katan precipita quasi verticalmente verso il basso.

    Faccio con cautela qualche passo indietro e mi preparo su un tumulo. Voglio catturare questo momento con la mia piccola videocamera GoPro. E così giro due volte attorno al mio asse con un braccio teso.

    Ora ho posato lo zaino. Posso permettermi l’ultima parte della mia mela qui? Tsur verrà qui?

    In vista di questo eccezionale sfondo naturale, rimango lì come tagliato. Come se fossi questo piccolo fiore a cui è permesso sbocciare solo per un breve momento in un evento contemporaneo la cui scala è di milioni di anni.

    Sono ancora in piedi. La mia bocca è aperta E sono sbalordito da questo favoloso paesaggio. Cosa darei adesso per poter condividere questo momento – il momento più bello della mia vita – con la mia famiglia.

    Sì, lo dico abbastanza deliberatamente: il momento più bello della mia vita. Una volta prima, qui in Israele, ho avuto questa sensazione indescrivibilmente bella di essere arrivato, nella mia vita. Per essere dove vuoi essere. Per provare felicità e provare una profonda calma interiore.

    Adesso è un momento del genere. E mi piacerebbe davvero passarlo con qualcun altro. Nessun film al mondo, nessuna foto, nessun dipinto e nessuna riga scritta sarà mai in grado di esprimere ciò che sto provando in questo momento.

    Qui? Questa è la continuazione del mio Camino de Santiago. Perché dopo il mio Cammino di Santiago è andato in una valle profonda e profonda. La mia depressione mi ha separato dalla mia famiglia. Mi ha impedito di parlare. È stata una strada lunga, con molte perdite. Ma anche un percorso con molta conoscenza. Sono passati tre lunghi anni fino ad oggi.

    Ma anche nella mia valle più profonda, ho sempre sognato di fare escursioni. Sì, l’ho davvero sognato. Giorno e notte. L’ho sognato anche se i miei medici mi hanno detto che con questi farmaci non si può più sognare.

    E oggi sono qui e penso: dai, fallo. Prima di sprofondare, vai nel deserto!

    Stare qui sul bordo del cratere fa salire le mie emozioni sulle montagne russe. Ma non posso dedicare molto tempo qui. Il mio viaggio attraverso il cratere è solo all’inizio qui.

    Prendo lo zaino e mi godo il resto della mela semi fermentata mentre sono in movimento. Sta scendendo. E vedo ogni piccolo passo come un passo simbolico.

    Dopo appena dieci metri di quota, la discesa nell’inferno del cratere sembra di immergersi sotto la superficie dell’acqua. Ti manca l’aria. Completamente esausto, i motivi dei dipinti dell’età della pietra mi attraversano la testa. Non sento più niente come il vento e l’aria. All’improvviso era inesorabilmente caldo e completamente calmo. Benvenuto su Marte!

     

    Libro e poster sono disponibili qui:

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