Interview mit der Präsidentin des JNF-KKL Deutschland

Präsidentin Jaffa Flohr

Bäume, Wasser, soziales Engagement: Der Jüdische Nationalfonds Keren Kayemeth LeIsrael – oder kurz: JNF-KKL – ist Israels größte grüne Organisation. Gerade in Deutschland, Österreich und der Schweiz hat der KKL viele treue Unterstützer. Spenderinnen und Spender, die die gemeinnützige Arbeit fördern. Ohne die es auch gar nicht geht, oder?

Das und vieles andere frage ich die neue Deutschland-Präsidentin des Jüdischen Nationalfonds, Jaffa Flohr.

Interview Christian Seebauer mit Jaffa Flohr

 

Christian Frau Flohr, vor gemeinnütziger Tätigkeit ziehe ich meinen Hut. Das hält unsere Gesellschaft zusammen und leistet, was die Politik nicht immer kann. Aber zuerst meinen ganz herzlichen Glückwunsch zu Ihrem neuen Amt innerhalb des KKL. Wirklich neu sind Sie ja beim KKL nicht … (schmunzelt)
Jaffa Flohr Stimmt, der Jüdische Nationalfonds begleitet mich schon seit meiner Kindheit. Aber mehr noch: Er gibt mir seit meiner Kindheit so viel, dass ich selbst auch etwas geben möchte. Hier in Deutschland bin ich seit 1996 als aktives Mitglied mit großer Begeisterung und auch großer Dankbarkeit dabei. Es ist wunderbar, Teil gemeinsamer Anstrengungen sein zu dürfen und miterleben zu können, wie aus der aktiven Arbeit all unserer Freunde etwas sehr Nachhaltiges entsteht. Mit Freunden meine ich sowohl unsere langjährigen Spenderinnen und Spender als auch alle, die gerade erst damit beginnen, sich für Israel und unsere Arbeit zu interessieren.

https://www.jnf-kkl.de/abba/123_KKL_Logo_70_kkl.jpgVielleicht sind es ja gerade diejenigen, die noch nie in ihrem Leben einen Baum gepflanzt haben. Oder diejenigen, die noch nie eine positive Meinung über Israel hatten, die wir mit unserer Arbeit und unserer Leidenschaft anstecken können. Wir dürfen uns nicht mit dem Erreichten zufriedengeben, sondern müssen täglich dafür eintreten, dass unsere Welt ein klein bisschen besser wird. Gerade Israel hat das verdient!

Und hier danke ich auch unserem Team, unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die so unermüdlich kraftvoll und positiv für unsere Anliegen und Projekte eintreten. Ohne sie könnten wir nichts erreichen.

Ein Baum-Setzling wird in Israel gepflanzt, Foto KKL Archiv

“Es geht darum, Menschen immer wieder aufs Neue zu beweisen, dass Sie mit Ihrer Freundschaft zum KKL und zu Israel nicht nur im Kleinen, sondern auch im ganz Großen etwas zum Besseren bewegen können”

Christian Sie kennen viele der Menschen, die sich für Israel und den KKL einsetzen, seit Jahren auch persönlich. Wie wichtig sind Unterstützer hier in Deutschland, um etwas zu bewegen? Und wie wichtig ist ein freundschaftliches Miteinander?
Jaffa Flohr Darf ich gleich mit der zweiten Frage beginnen? Nur in einem ehrlichen Umfeld, geprägt von freundschaftlichem Respekt und echtem Interesse gedeihen echte Visionen! So wie ein Baum eingeht, wenn man ihm kein Wasser schenkt, ist es auch mit uns Menschen, mit unseren Ideen und unserer Bereitschaft, etwas gerne anzupacken. Deshalb ist es mir sehr wichtig, Menschen zuzuhören. Es ist sehr schön, jemanden schon lange zu kennen. Ganz besonders dann, wenn man weiß, dass er/sie sich für Israel und den KKL einsetzt. Wichtig sind aber auch all jene Unterstützerinnen und Unterstützer, die wir heute noch gar nicht kennen und um die wir werben.

Kurzum: Es geht darum, Menschen immer wieder aufs Neue zu beweisen, dass Sie mit Ihrer Freundschaft zum KKL und zu Israel nicht nur im Kleinen, sondern auch im ganz Großen etwas zum Besseren bewegen können.

 

Christian Sie sind in Israel geboren, haben Ihr Abitur in Deutschland gemacht und hier Architektur studiert. Lebt man dann in zwei Welten? Vermissen Sie Israel, wenn Sie gerade in Düsseldorf sind?
Jaffa Flohr Meine Kindheit habe ich bis zu meinem zehnten Lebensjahr in Israel verbracht. Das steht für mich – wie für die allermeisten Menschen, die sich an ihre Kindheit gerne erinnern – für absolute Geborgenheit, Sehnsucht und Liebe. Das sind meine Wurzeln.

Hier in Deutschland ist meine Familie, mein tägliches Glück, mein Leben. Ich vermisse nichts hier, außer…wenn es in Düsseldorf eine Woche am Stück in Strömen regnet, würde ich gerne meine Koffer packen, den Regen mitnehmen und Israel schenken. Denn da würden alle jubeln, die Wasserbecken würden sich füllen, die Wälder würden aufatmen, der Negev würde erblühen…

Was hier in Deutschland alles selbstverständlich ist, ist in Israel oft purer Luxus. Viele Menschen führen ein außerordentlich hartes Leben und freuen sich über unsere Unterstützung. Wir müssen es nur tun!

Anpacken für den KKL: Eine Israel-Trail Wanderreise mit dem KKL, Schechinger-Tours und Christian Seebauer

Christian Jeder von uns beiden hat ja zwei Kinder, im Gegensatz zu Ihnen muss ich allerdings auf Enkelkinder wohl noch eine Weile warten. Kinder sehen unsere Welt mit ganz anderen Augen. Sie können sich auch Dinge vorstellen, an die Erwachsene gar nicht mehr denken. Wo können wir von unseren Kindern (und Enkelkindern) lernen? Haben Sie selbst noch eine Vision?
Jaffa Flohr „Mama, ich werde Feuerwehrmann! Und ich werde Polizist, oder Arzt, oder Astronautin…“ Ja, das kenne ich (schmunzelt und wir dann nachdenklich)

Aber genau darum geht es doch in unserem Leben: dass wir Träume haben und sie uns von niemandem zerstören lassen. In der Kindheit sind es vielleicht die falschen Freunde, die Dir einen Traum ausreden, später vielleicht die falschen Lehrer. Und noch später womöglich die Nachrichten im Fernsehen.

Ja, Kinder können sich einfach alles vorstellen. Alles! Und warum soll es nicht klappen? Uns Erwachsenen täte es gut, uns hin und wieder an unsere eigene Kindheit zu erinnern.

Ob ich selbst eine Vision habe? Klares Ja! Sie spielt irgendwo da draußen. Die Menschen fangen damit an, sich wieder mehr füreinander zu interessieren. Sie stellen gute Fragen und finden neue Antworten.

Hier in Deutschland wünsche ich mir, dass das Positive lauter wird als das Negative. Im Stillen spenden ist gut. Verbundenheit zeigen ist gut. Wir brauchen aber auch junge Menschen, die auf allen (neuen) Kanälen für uns etwas tun. Von ihnen müssen wir lernen. Wir müssen sie machen lassen, ihnen Verantwortung übergeben! Wir dürfen das Feld nicht denen überlassen, die mit blindem Hass, großer Lautstärke und Fake Accounts das Gute verhöhnen.

Das gemeinnützige Engagement des KKL ist ein guter Zugangsweg auch für junge Menschen, die Israel kennenlernen und verstehen möchten. Den gilt es auszubauen, sei es in Jugendarbeit, Workshops, Vorträgen, Jugendaustausch, Studentenprojekten. Von unseren Kindern können wir nicht nur lernen, wir sollten sie bitten, mitzumachen!

Christian Im Herbst durfte ich zusammen mit Katja Tsafrir (Delegierte, JNF-KKL München) eine Wandergruppe begleiten. Wir sind auf den Spuren des Israel National Trail gewandert und stießen nahezu täglich überall in Israel auf Projekte des KKL. Da war die positive Kraft des JNF-KKL deutlich zu sehen!

Berührend war, dass erwachsene Menschen beim Pflanzen eines Baums feuchte Augen bekamen und von ihren Gefühlen überwältigt wurden. Eine sehr menschliche, aber heutzutage auch sehr außergewöhnliche Erfahrung. Was bedeutet es Ihnen selbst, einen Baum zu pflanzen oder nach Jahren einen Wald vorzufinden, wo früher nichts war?

 

Wie alles einmal anfing: Kinder pflanzen Bäume zu TuBischwat, Foto: JNF-KKL Archiv.

Jaffa Flohr Als kleines Kind durfte ich jedes Jahr zu Tu Bischwat (das jüdische Neujahrsfest der Bäume, Anm. d. Red.) mit dem KKL in die Wälder fahren. Wir bekamen einen kleinen Setzling, den wir ganz alleine einpflanzen durften. Diesen Moment vergisst man nie! Ich denke heute noch oft daran, was wohl aus „meinen“ kleinen Bäumchen über die Jahre geworden ist und ob ich sie noch finden würde. Heute wachsen ja durch die Arbeit des KKL oft ganze Wälder, wo früher nur karges, sandiges Land war. Das bewegt mich sehr, denn ich weiß, hinter jedem einzelnen Baum stehen einzelne Menschen, die sie Israel geschenkt haben. Das versteht man auch schon als Kind: Du darfst etwas pflanzen, was Dir ein anderer geschenkt hat, der an Israel glaubt! Schöner kann man Glück, Vertrauen und Geborgenheit nicht empfinden.

Obwohl ich schon so lange beim KKL bin, ist das Pflanzen eines Bäumchens für mich auch heute noch ein sehr emotionaler Moment, bei dem ich manchmal auch gerne etwas allein sein möchte. Wenn wir mit Freunden in Israel sind, lasse ich sie in solch stillen Momenten auch immer allein.

Christian Viele denken ja, der KKL steht „nur“ für Bäume. Für was steht er noch?
Jaffa Flohr „Nur“ Bäume muss man schon mal differenzierter sehen: sie verhindern an vielen Stellen die Ausbreitung der Wüste; spezielle Sicherheitsbäume bieten gefährdeten Orten und Zufahrtsstrassen, auf die leider immer wieder geschossen wird, Schutz; unsere Arbeit an den bestehenden Wäldern dient der Vermeidung von Waldbränden und dem Erhalt älterer Waldstücke; wir setzen uns für die Artenvielfalt und das Wiedererstarken von einheimischen Laubbaumarten ein, außerdem verdienen die Bewohner Israels, die oft in beengten Verhältnissen und ohne direkten Zugang zur Natur leben, erholsame Plätze unter Bäumen, an denen sie sich und ihren Kindern auch mal eine Auszeit gönnen können. Wir stehen mittlerweile aber auch für Wissenstransfer in andere wüstenreiche Länder, die von unserem Expertenwissen profitieren können.

Weiterhin setzt der KKL Wasserprojekte um und kümmert sich um Infrastrukturhilfe im ökologischen Bereich, wie beispielsweise durch Therapiergärten für soziale Einrichtungen oder Waldspielplätze, um der nächsten Generation den Wert der Natur zu vermitteln.

 

“Es geht um Jüdisches Leben in Deutschland, in Israel und der ganzen Welt, das wir schützen, fördern und ausbauen müssen”

Frisch angepflanzt im Carmel, Foto Esther Hazan

Christian Was haben Sie sich vorgenommen? Was ist Ihr größter Wunsch und was möchten Sie in Ihr neues Amt als Präsidentin einbringen?
Jaffa Flohr Herzblut, Begeisterung, Liebe, Zeit, Verantwortung.

Aber auch den Mut, Dinge voranzubringen. Ich möchte, wie ich das zuvor schon gesagt habe, unseren Freunden, Ideengebern, Mitarbeitern, aber auch Email-Schreibern, Influencern, Followern und jedem, der etwas beitragen möchte… ZUHÖREN!

Ich wünsche mir, dass Dinge stets klar, offen und ehrlich kommuniziert werden. Die Zukunft liegt vor uns, wir müssen also auch nach vorne gehen!

Es geht um Jüdisches Leben in Deutschland, in Israel und der ganzen Welt, das wir schützen, fördern und ausbauen müssen. Und es geht um ein faires Bild von Israel und seinen Menschen, ohne das wir keinen Meter vorankommen. Wir brauchen mehr Menschen, die ihre Scheuklappen ablegen und sich selbst auf die Reise machen. Sei es in Gedanken oder in der Realität. Und dann geht es um das ganz Große: Um Frieden und eine bessere Welt.

Als Präsidentin möchte ich ein Stück des Weges vorausgehen. Ich möchte Israel-Neulinge begeistern, treue Seelen mitnehmen, wertschätzen. Aber Vorsicht: wer mit mir unterwegs ist, dem fordere ich viel ab! Denn es geht niemals um mich, sondern immer darum, dass wir alle gemeinsam wirklich weiterkommen!

 

Infos zum JNF-KKL erwünscht?

Hier kannst Du/ können Sie sich völlig unverbindlich Infomaterial vom JNF-KKL per Post zuschicken lassen.



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Besondere Wünsche?

Los geht's:

Die Baumgrenze zum Negev (Yatir Forest) bei Amassa rückt Dank Spendern immer weiter vor in die Wüste

Katja Tsafrir, Assessorin jur.
Delegierte des JNF-KKL für Bayern & Baden-Württemberg und KKL Fotograf Yoav

Pablo erklärt mit Begeisterung die Baumschule des KKL

 

Christian Kenne ich vom Wandern in der Gruppe (lacht). Welche Botschaft haben Sie an die langjährigen Spenderinnen und Spender? Und was sagen Sie einer/einem, der den KKL noch nicht kennt?
Jaffa Flohr Den langjährigen Spenderinnen und Spender des KKL bin ich auf jeden Fall zutiefst dankbar für die Treue. Und ich schätze die Offenheit für Neues, für Ideen, für Wegweiser. Für alles, was uns voranbringt. Mein Wunsch und meine Botschaft an alle guten Freunde des Jüdischen Nationalfonds ist deshalb: verschenkt viel mehr Bäume an Eure Kinder und Enkelkinder, an Verwandte und gute Freunde, um das Feuer der Begeisterung an andere weiterzugeben.

Wer den KKL noch nicht kennt, aber zum Geburtstag statt irgendeinem unnützen Geschenk eine Urkunde für einen in Israel gepflanzten Baum bekommt, wird früher oder später auch einmal nach „Israel“ googeln…

Die Liebe beginnt immer mit dem ersten Blick. Warum soll das nicht für ein Land und seine Menschen oder einen Baum gelten?

Jeder ist wichtig! Beim KKL geht es immer um gemeinnützigeTeamarbeit

Jaffa Flohr wird im Präsidium des JNF-KKL von den Vizepräsidenten Prof. Dr. Guy Katz, Mirko Freitag, Imrich Donath und Prof. Dr. Leo Latasch sowie Schatzmeister Beni Bloch, Schriftführer RA Marc Grünbaum und den Mitgliedern Ayala Nagel und Amnon Orbach unterstützt. Was ihr besonders am Herzen liegt, sind die vielen Mitarbeiter/Innen, die einzelnen Teams und die einzelnen Menschen, die hinter der gemeinsamen Arbeit stehen.

“Das große Ganze ist das Resultat unserer gemeinsamen Anstrengungen”

Christian Haben Sie auch eine Botschaft an Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter? Denn das sind ja diejenigen, die sich tagtäglich mit großem Fleiß, unerschütterlicher Begeisterung und den Glauben an das Gute für das große Ganze einsetzen…
Jaffa Flohr Tag und Nacht! Genau so ist es. Das große Ganze ist das Resultat unserer gemeinsamen Anstrengungen. Damit meine ich: Verdienste, Einsatz und Resultate – und seien sie noch so klein – bringen uns als gemeinnützigen Verein alle auch gemeinsam nach vorn. Dabei möchte ich niemals aus den Augen verlieren, dass die einzelnen Fortschritte tatsächlich von einzelnen Mitarbeiter/Innen, einzelnen Teams, einzelnen Menschen kommen. Es sind die vielen Visionen und die vielen Schweißperlen einzelner Köpfe, die uns stark machen. Deshalb gilt meine vollste Aufmerksamkeit und Anerkennung all denen, die sich für das Gemeinsame einsetzen. Es geht mir nicht um die Größe der Verantwortung, sondern um jeden Schritt nach vorne!

Ich möchte jeden einzelnen dazu auffordern, sich für Israel, seine Menschen, für Israels Ruf, für das Judentum, den Frieden – und den KKL einzusetzen. Jede Idee ist willkommen. Jede konstruktive Kritik ist willkommen. Ich danke allen Mitarbeiter/Innen für das bisher Erreichte und ich freue mich auf das vor uns liegende Wegstück. Das Team ist perfekt! Besser könnte es nicht sein.

Christian Und was sagen Sie eigentlich denen, die dem KKL und allem Israelischen ablehnend gegenüberstehen?
Jaffa Flohr Gar nichts!

Aber ich zeige ihnen, dass ich Israel liebe! Und ich zeige ihnen, dass ich in mir selbst ruhe. Ich zeige ihnen auch, dass ich offen bin, wenn sie es wollen. Und genau dann beginnt das Gespräch! Dann beginnt vielleicht sogar Veränderung. Wer weiß?

Auf jeden Fall zeige ich ihnen Normalität und hin und wieder eine andere Welt. Es geht nicht ums Rechthaben. Damit gewinnt man nichts. Es geht darum, die Herzen zu gewinnen.

Ein gutes Buch, dazu ist ja der „Israel Trail mit Herz“ (schweigt) … wenn sich ständig wildfremde Menschen in der Wüste begegnen, egal ob Jude, Muslime, Christ oder Atheist…

 

I love Israel-Motiv: Für den JNF-KKL kann jeder für ganz wenig Geld einen Baum spenden

Christian Ich selbst habe Israel als Wanderer und als Bettler kennen gelernt. Es war mein ganz großer Wunsch, Israel und seine Menschen so kennen zu lernen, wie sie wirklich sind. Jeder hat mir geholfen. Das hat mich sehr demütig und verletzlich gemacht. Meine eigenen Themen wurden da so verdammt klein und unwichtig. Viele Menschen in Israel träumen einfach „nur“ von einer friedlichen Welt. Was können wir dafür tun?
Jaffa Flohr Zuhören. Und eine eigene Geschichte draufsetzen!

Wer will schon Diskussionen über Antisemitismus führen, wenn das Gegenüber gar nicht weiß, wovon es spricht? Überhaupt. Eine gewonnene Diskussion ist oft ein verlorenes Verständnis.

Lassen Sie die anderen ausreden. Hören Sie zu. Und erzählen Sie einfach Ihre eigene Geschichte über Israel. Erzählen Sie, dass Sie einen Baum gespendet haben! Dass es Ihnen um das Gute geht! Dass Israelis tolle Menschen sind, die das Leben lieben.

Wenn wir Israel wirklich kennen lernen möchten, gibt es ohnehin nur eins: Flug buchen, kennenlernen! Und wenn wir das Judentum und das Zusammenlaben in Deutschland fördern möchten, dann bieten sich zahlreiche Feste, Vorträge und Veranstaltungen an, die man besuchen kann. „Bist Du dabei?“ Diese Frage bewirkt oft Wunder!

Und was wir tun können, ist ganz klar: Israel zu unterstützen.

Judith Perl-Strasser vom JNF-KKL mit Botschafter Dr. Clemens von Goetze und Außenminister Heiko Maas, Foto: Rafi Ben Hakoon, KKL-JNF Photo Archive Jerusalem

 
Ein Symbol der Verbundenheit: während seines Israelbesuches setzte der Außenminister gemeinsam mit dem KKL ein grünes Zeichen.
 
Den Originalbeitrag lesen Sie
direkt auf jnf-kkl.de 
hier ->
Christian Kürzlich habe ich eine Israel-Veranstaltung besucht. Das Publikum war „gefühlt“ durchweg über 70 Jahre alt. Auf meinem letzten Vortrag beim Alpenverein über den Israel Trail war jung und alt vertreten. Was können wir gemeinsam tun, um konsequent alle Altersschichten anzusprechen und auch junge Menschen für den KKL zu begeistern? Oder solche, die sich bisher noch nie für Israel interessiert haben?
Jaffa Flohr Viele unserer stärksten Unterstützer – wenn man das einmal rein finanziell sieht – sind statistisch gesehen schon in der zweiten Lebenshälfte. Das bedeutet jedoch keinesfalls, dass sich junge Menschen nicht für Israel oder den KKL interessieren oder engagieren. Als Student hat man kein Geld und sieht die Welt. Später fängt man womöglich an, sie anders zu sehen und denkt dennoch immer gerne zurück an „damals“. Wie gesagt, die Liebe beginnt mit dem ersten Blick!

Es geht aber auch darum, Israel nicht immer nur auf Begriffe wie das „Heilige Land“ zu reduzieren oder zu vermitteln, Israel wäre nur etwas für ältere Bildungstouristen, die sich mit dem Bus von Denkmal zu Denkmal bringen lassen wollen.

Israel ist vielmehr ein quicklebendiges Land. Ein Land für junge Ideen, Startups, Fortschritt. Israel steht für Internationalität, Demokratie, Freiheit. Es steht für Bildung und es steht für Sicherheit. Natürlich auch für Jahrtausende alte Kultur, für Wüstenmarathons und Tauchen, für gesunde, spannende Küche und für ganz viel mehr.

Zusammen tanzen, wandern, essen, lachen oder auch Bäume pflanzen: Das bringt Menschen wirklich zusammen!

 

Beni Salzberg und Christian Seebauer in einer Baumschule des JNF-KKL

Interessant für Israel-Trail Wanderer: Den neuen offiziellen Israel Hiking Passport gibt es künftig auf Wunsch inlusive einer Baumspende für den JNF-KKL hier ->

Am Israel Trail begegnet man dem KKL auf Schritt und Tritt. Der neue Shvil Israel Hiking Passport ist auf Wunsch inkl. einer Baumspende (zu beziehen bei Shvil-Israel.org). Die Original-Baumspenden-Urkunde kommt direkt vom JNF-KKL

 

 

Christian Frau Flohr, Sie kennen Israel wie Ihre Westentasche, sind aber bisher noch nie ein paar zusammenhängende Tage am Shvil Israel gewandert. Ich wüsste da ein paar traumhafte Etappen, bei denen wir auch an vielen KKL-Projekten vorbeikommen (lacht).

Egal wann, egal wo: würden Sie mich eines Tages für ein paar Stunden am Shvil begleiten, damit ich mit Ihnen einige dieser unglaublich schönen Momente da draußen teilen kann? Ich meine das ernst!

Jaffa Flohr In Ihrem Buch habe ich Sie ja literarisch bereits begleitet und oft das Gefühl gehabt, ich bin wirklich mit dabei. Auch mit meinen Gefühlen. Ich glaube, ich komme ja gar nicht aus (lacht). Klar bin ich dabei! Ich möchte Ihnen aber dann auch ein etwas von MEINEM Israel zeigen und erzählen. Wir können dann ja unser Gespräch fortsetzen…

 

Christian Was treibt Sie an?
Jaffa Flohr Das Kind, das noch immer in mir steckt! Ich möchte andere mit meiner Freude anstecken!

 

Wald der Deutschen Länder

Ihre Freudschaft kommt an!

 

 

 

 

 

 

 

 

Link Jetzt spenden
Kontakt zum KKL: www.jnf-kkl.de
Jetzt spenden ->

Liebe Präsidentin, liebe Frau Flohr, ich wünsche Ihnen für Ihr Amt alles erdenklich Gute, Kraft und Gottes Segen!

 

Fotos (c) Rafi Ben Hakoon, KKL-JNF Photo Archive Jerusalem, KKL Archiv, Christian Seebauer, Markus Gebauer, Katja Tsafrir, Johannes Guagnin, Esther Hazan. Danke auch an Stephanie Reisinger.

 

Leseprobe aus dem Buch Israel Trail mit Herz:

 

„Du bist also der deutsche Wanderer“, begrüßt er mich in gutem Deutsch und strahlt mich gelassen an. „Ich bin Elias. Aber Eli ist auch gut. Komm rein!“ Zum ersten Mal in meinem Leben höre ich, wie Jiddisch gesprochen wird. Es hört sich an wie ein deutscher Dialekt und ich kann einiges verstehen. Eli scheint ein Herz für mich zu haben und gibt mir ein schönes Zimmer im dritten Stock. Auch frühstücken dürfe ich morgen noch, bevor ich aufbreche.
Dann erzähle ich Eli, dass ich morgen nicht weit wandern werde, sondern vorhabe, bei KKL, Israels größter grüner Organisation, einen Baum zu pflanzen. Eli horcht auf: „Das machen viele hier, wenn sie in Israel sind, aber die meisten, die allermeisten, sehen sich nur den See Genezareth an.“ Eli erzählt mir, dass Israel in den letzten drei Generationen richtig grün geworden sei und dass es zuvor viel weniger Wälder gegeben habe. Plötzlich scheine ich für Eli kein bloßer Durchreisender mehr zu sein und er erklärt mir, wie wichtig es sei, auf dieser Welt etwas Sinnvolles zu hinterlassen. Und sei es nur, einen Baum für die nächsten Generationen zu pflanzen.
Heute gehe ich nur noch ins Bett und freue mich auf meinen morgigen Tag – der einzige, den ich schon von Deutschland aus mehr oder weniger organisiert habe. Wenn alles gut geht, dann werde ich mich morgen mit Avi von KKL treffen.

 …

 

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Ein Kommentar

  • Heinz, Berlin

    Dankeschön für dieses wunderbare und extrem menschliche und ehrliche Interview! Es spricht mich an. Gehört habe ich vom KKL schon ein paar Mal. Ich werde heute meinen ersten Baum spenden!

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