Der Israel National Trail

ERF Lesezeichen Israel Trail mit Herz (1/3)

Foto Israel National Trail, Beitrag ERF Lesezeichen Israel Trail mit Herz (1/3)

Israel-Trail. Unbeholfen. Unvorbereitet auf das, was kommt. So starte ich meinen Israel Trail. Die Menschen in Israel überwältigen mich mit ihrer unglaublichen Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe. Nichts davon habe ich je in meinem Leben so intensiv erlebt. Von Ido (23) muss ich erst einmal lernen, fundamental loszulassen, um den Israel National überhaupt starten zu können. Ich lasse mich darauf ein und lerne Israel und seinen lieben Menwschen zu vertrauen….

Der ERF Plus bietet Dir ein christliches 24-Stunden Radioprogramm mit Anspruch. Du findest hier herausfordernde und inspirierende Impulse zum Leben mit Gott.

In der Rubrik Lesezeichen spricht der ERF regelmäßig über empfehlenswerte Literatur. In diesem Beitrag stellen wir Dir den Beitrag ERF Lesezeichen Israel Trail mit Herz (1/3) vor.

 

ERF Plus: Israel Trail mit Herz (1/3)

30:05 Minuten Israel-Trail – Klicken und anhören!

Mit freundlicher Genehmigung des ERF. Gesprochen von Andreas Odrich.

Link zu ERF: https://www.erf.de/erf-plus/audiothek/lesezeichen/israel-trail-mit-herz-1-3/3680-1646

 

 

Kurz nach Mitternacht stehe ich bepackt mit einem viel zu schweren Rucksack vor einem grimmig blickenden Zollbeamten am Ben Gurion Flughafen in Tel Aviv. Lisa war vor mir und ist schon durch die Kontrolle. Der Zöllner fragt mich nach meinem Reiseziel und sein Blick wechselt dabei ständig zwischen dem Passport und meinem Gesicht hin und her. Ich bin jedoch zu müde, um nervös zu sein. „Israel National Trail“ sage ich ihm und dann schallt mir ein erstauntes „Wow“ entgegen. Ich muss es gerade mit diesem Stichwort geschafft haben, ihn aus seiner gewohnten Abfertigungsroutine herauszureißen. Ganz langsam wiederholt er „Shvil Israel“, so nennen die Einheimischen ihren „ Israel Weg“. Seine undefinierbare Mimik wechselt spontan in einen aufmerksamen und begeisterten Zustand: „Fantastic!“ Sofort knallt er kraftvoll seinen Stempel wie einen Akt der ganz persönlichen Begrüßung in den Ausweis, beugt sich vor und sagt in akzentfreiem Deutsch: „Herzlich willkommen in Israel! Alles Gute am Shvil Israel!“

Keine zwanzig Minuten hat es gedauert vom Flugzeug bis zum Ausgang des Flughafens. Hier draußen atme ich erst einmal tief durch. Die Luft ist kühl und feucht und es ist erstaunlich ruhig im Freien. Worauf habe ich mich da eingelassen? Die letzten Fluggäste, die mit mir gerade den Airport verlassen, werden alle irgendwie von Familien und Freunden abgeholt. Auch Lisa sehe ich noch, wie sie von Freunden umarmt wird und dann in einen wartenden Pickup einsteigt. Jeder Ankommende scheint hier abgeholt zu werden und hat wohl eine feste Bleibe. Ich selbst muss mich auf einen Kontakt verlassen, den ich gestern Abend noch im Internet geknüpft habe. „Ido Ben“ heißt der – zumindest im Internet. Er ist Couchsurfer, also jemand, der Durchreisenden ein Bett zur Verfügung stellt. Und er hat mir gestern geschrieben, wenn er Zeit hat, wird er mich gegen Mitternacht am Flughafen „eventuell“ abholen. Mehr habe ich nicht in petto und so kann ich nur hoffen und warten, auf einen gewissen Ido, den ich ebensowenig kenne wie er mich.

Der Vorplatz des Flughafens leert sich vor meinen Augen und das erste Mal überkommen mich Zweifel über mein Vorhaben. Klar, ein Teil meines Bekanntenkreises hat mich für verrückt erklärt. Aussagen wie „Das schaffst du niemals!“ habe ich immer wieder zu hören bekommen. Nur dieses Mal war es noch schlimmer. Da gab es auch die, die meiner Frau gegenüber sagten, ich sei absolut verantwortungslos. Zwei kleine Kinder und ausgerechnet Israel, wo es doch so unsicher sei – und so weiter und so fort. Mit jeder Minute fühle ich mich schlechter und mir wird klar,dass ich nun so ziemlich der letzte bin, bevor die Lichter ausgehen. Warum auch sollte irgendein Couchsurfer weit nach der vereinbarten Zeit einen fremden Reisenden noch von hier abholen?

Doch wie aus dem Nichts erscheint tatsächlich gegen halb zwei ein klappriger blauer Mitsubishi und ein junger Mann steigt aus. Das muss Ido sein! Ist er es wirklich? Habe ich tatsächlich so viel Glück? Der junge Mann mit Wollmütze ruft laut fragend über den Vorplatz: „Chris-ti-an?“ zu mir hinüber und ich kann mein Glück kaum fassen. Meine erste Nacht scheint gerettet zu sein. Zumindest ist also hier meine Reise noch nicht zu Ende. Auch ich habe nun, wie all die anderen Passagiere, eine liebe Seele gefunden, die mich hier im fremden Heiligen Land ganz persönlich in Empfang nimmt.

„Ist doch selbstverständlich“, meint Ido fröhlich. Trotzdem kommt mir noch immer alles wie in einem guten Traum vor. Dass es wirklich ist, fällt mir schwer zu glauben. Und genau darum wird es in den nächsten zwei Monaten gehen: Glauben!

Je länger wir nun mit dem Auto aus Tel Aviv in Richtung Süden – also der für mich falschen Richtung – herausfahren, umso hilfloser fühle ich mich allerdings. Denn Ido lebt gar nicht in Tel Aviv sondern 40 Autominuten außerhalb in der absoluten Pampa. Jede Minute Nachtfahrt bringt mich nun erst einmal fort von meinem geplanten Startpunkt im äußersten Norden Israels und stellt mich vor ein neues Problem. Wie soll ich hier vom Land wieder wegkommen? Gegen halb zwei Uhr nachts erreichen Ido und ich ein kleines Kibbuz im Nirgendwo. Ich habe noch nie ein Kibbuz gesehen. Es gleicht einem kleinen Dorf, ist jedoch eingezäunt und hinein geht es durch ein großes gelbes Tor. Erst einmal bin ich sehr froh, dass ich hier eine Bleibe gefunden habe. Auch wenn die Bibel sagt: „Kein Fremder durfte draußen zur Nacht bleiben, sondern meine Tür tat ich dem Wanderer auf.“ (Hiob 31,32) kommt mir mein Start schon sehr surrealistisch vor.

Ido ist etwa 25 Jahre alt und lebt noch bei seinen Eltern. Sein Zimmer besteht im Wesentlichen aus zwei Matratzen am Boden, einem selbst zusammengeschraubten PC mit offenem Gehäuse und einer Stereoanlage aus vergangenen Zeiten. Ido ist Weltenbummler und selbst viel mit dem Rucksack unterwegs, zuletzt mehrere Monate in Kanada, erzählt er mir. Weil er Wandererfahrung hat, glaube ich ihm sofort, dass mein Rucksack viel zu schwer ist. Aber das soll mich heute nicht mehr interessieren. Ido besorgt uns im Elternhaus noch Brot, eine vegane Wurst und dann macht er frischen Pfefferminztee. Und zwar wirklich frisch, nämlich mit dem, was im Vorgarten wächst. Kurz darauf überfällt mich die Müdigkeit und es stört mich nicht im Geringsten, dass Ido ein Nachtmensch ist und noch mit irgendwem am Computer chattet.

Am nächsten Morgen habe ich meine liebe Mühe und vor allem ein schlechtes Gewissen, Ido aufzuwecken. Ich will endlich los. Doch Ido schläft wie ein Murmeltier. Meine ersten verbalen Versuche („Hey Ido!“) helfen rein gar nichts. Also warte ich erst einmal ein wenig. Hat Ido gestern nicht ausdrücklich gesagt: „Du kannst mich wecken, wenn du los willst“. Hat er. Aber andererseits sind zwischen dem Pfefferminztee und dem Erwachen wohl gerade eben zwei, höchstens zweieinhalb Stunden vergangen. Aber ich kann doch jetzt nicht hier neben einem schlafenden Unbekannten vor mich hin warten, wo ich doch meine Reise beginnen möchte.

Noch einmal rufe ich ein wenig lauter: „Ido, Idooo“ und rüttle ich ihn dann ein wenig an seiner Schulter. Ido öffnet ein Auge, sieht mich musternd an und meint: „Good morning, Christian. How are you?“ Und schon dreht er sich um und schnarcht wieder tief und fest. Ich will los, schnell raus aus der Bude von Ido. Also nehme ich mein Zeug und gehe vor die Tür. Hier wird mir schnell klar, dass ich mit all dem schweren Gepäck keinen Meter weit kommen werde. Ich habe viel zu viel mitgenommen. Beherzt entleere ich auf der Terrasse von Idos Eltern meinen kompletten Rucksack und meine zwei Plastiktüten, die ich zu Hause mit allerlei Proviant gefüllt habe. Auf den bunten Steinplatten verteilt sieht mein Gepäck aus, als wolle eine vierköpfige Familie vier Wochen Urlaub machen. Jedenfalls kommt es mir so vor. Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass ich so nicht die geringste Chance habe. Ein wenig deprimiert blicke ich auf all meine Utensilien, als plötzlich Ido hinter mir steht und lautstark zu lachen anfängt. „Das alles willst du mitnehmen? Hast du einen Esel mit dabei?“ Ido fragt mich weiter, ob ich durch Island oder Alaska will? Ob ich Angst vor dem Erfrieren hätte? Wäre alles nicht so schlimm für mich, würde ich jetzt wohl auch loslachen. Ich fühle mich aber hilflos. Was soll ich tun?

„Komm, ich helfe dir“, sagt Ido, während er mir auf die Schulter klopft. Ido war schon viel unterwegs in der Welt. Immer zu Fuß. Immer mit seinem Rucksack. Immer mit ganz wenig Geld. Und immer mit dem Optimismus eines Menschen, den ich bisher als naiven Dümmling bezeichnet hätte.

„Du brauchst nichts!“, beginnt Ido seine Lebensweisheit. „Nichts, außer dem Glauben an Gott!“ Und weiter: „Das viele Geld, also ich meine das viele Gepäck, das zieht dich wie Blei nach unten. Du kannst entweder hier sitzen bleiben und es bewachen, oder du befreist dich von ihm. Nur dann kannst du den ersten Schritt nach vorne machen.“

„Hier in Israel brauchst du vor allem Wasser“, meint Ido. „Wo bringst du dein Wasser unter?“ Ich zeige ihm ein paar stabile Plastikflaschen und sehe schon an seiner Mimik, dass er mich nicht mehr ganz ernst nimmt. Ido bringt mich zu einem kleinen Holzschuppen im hinteren Garten. Hier bewahrt er seine Wanderausrüstung auf. Ich sehe, dass Ido kein Geld besitzt und seine Ausrüstung spärlicher nicht sein könnte. Aber sie ist gut sortiert und wohl erprobt. Muss ich mir jetzt von diesem jungen Burschen helfen lassen? Im Augenblick habe ich wohl keine andere Option, als mich zu schämen und die Hilfe von Ido dankbar anzunehmen. Annehmen zu müssen trifft es vielleicht besser. Ido zaubert ein Wassersystem für meinen Rucksack hervor, in das schon einmal drei Liter passen. Dann gehen wir zusammen jeden einzelnen Gegenstand durch, der hier so am Boden ausgebreitet ist.

Zwei lange Hosen und eine Regenhose findet Ido übertrieben. Lieber wäre mir gewesen, er hätte mich ausgelacht. Aber so ernst, wie Ido mich anblickt, interpretiere ich es eher als Mitleid. Ich trenne mich also von einer langen Hose und meiner schwarzen Regenhose. Meine Regenjacke lege ich auch gleich noch beiseite, als Ido anfängt zu lachen: „Ja, für Kanada ist das gut“, wiederholt er schmunzelnd und erzählt mir gleich von seinem regenreichen Kanada-Trip, der drei Monate dauerte. Jetzt, nach seinem Lachen geht es mir besser.

Ob er sich vorstellen könne, dass ich ohne Geld durch Israel komme, frage ich ihn und erwarte als Antwort einen weiteren Brüller, oder wenigstens ein sachliches Nein. Sofort blickt Ido mich wieder ernst an und antwortet wie aus der Pistole geschossen: „Yes of course, klar geht das. Und natürlich geht das in Israel.“ Hier helfe jeder jedem gern. Ich frage gleich weiter, ob das für einen Deutschen auch gelte, und wieder sieht Ido mich ganz ernst an und erwidert mit einem klaren: „Ja, natürlich,“ und ergänzt noch: „We love the Germans!“

Für mein Gepäck gibt es jetzt eine Radikalkur. Kurzum, alles ab der Primzahl „drei“ muss hierbleiben. Denn „drei“ ist mindestens „eins“ zu viel. Das dritte T-Shirt, die dritte Unterhose, das dritte Paar Sportsocken und so weiter. In meiner Plastiktüte habe ich auch noch ein Buch zum Lesen mit dabei. Es ist eines über den Glauben. Meine Mutter hat es mir geschenkt. Am Flughafen von Istanbul habe ich es „überflogen“. Ich kann es aber nicht mitnehmen und ich hoffe, meine Mutter verzeiht mir das. Weg damit!

Und Lebensmittel, die lange reichen würden, mich aber nach wenigen Kilometern unter ihrem Gewicht erdrücken würden. Auch weg damit. Auch Sandalen als Reserveschuhe fallen der Tabula-rasa-Aktion zum Opfer. Für Ido scheint all das normal zu sein. „Du kannst es wieder abholen, wenn du möchtest“.

„Nein“, antworte ich Ido und schüttle den Kopf.

Foto Israel National Trail, Beitrag ERF Lesezeichen Israel Trail mit Herz (1/3)

Ido Ben schenkt mir seine alte Wasserblase für meinen Israel Trail

Dann befüllt Ido erstmals meine Wasserflaschen und das Wassersystem und ich sattle mein Gepäck. Obwohl ich nun einiges aussortiert habe, schlagen die acht Liter Wasser voll zu Buche. Noch einmal nehme ich den Rucksack ab und stelle ihn bei Idos Eltern im Badezimmer auf die Waage. 26 Kilogramm. Immer noch viel zu viel. Dann sagt Ido herzlich, aber bestimmt zu mir: „Du musst jetzt los“ und begleitet mich noch heraus aus dem Kibbuz bis zur ersten Straße. Unterwegs ist er recht schweigsam. Erst, als wir das Tor des Kibbuz durchschreiten, fängt er an zu reden. Er erzählt mir, dass es im Leben immer um die Arbeit gehe. Seine Eltern stehen früh um fünf auf, um den ganzen Tag zu arbeiten. Und so geht das jeden Tag, jede Woche, jeden Monat, jedes Jahr. „So lange, bis am Ende nichts mehr von dir übriggeblieben ist und du dich fragst, warum du das alles tust. Und dann ist es zu spät, dir Gedanken über den Sinn des Lebens zu machen. In deinen Kindern steckst du dann nicht mehr drin. Und es schmerzt dich, wenn die es anders machen, und es schmerzt dich noch mehr, wenn du es nicht verstehst. Dann flüchtest du wieder in deine Arbeit und wirst verbittert und es geht immer so weiter.“ Ido zieht sich seine Wollmütze, die er heute wieder auf hat, noch tiefer in sein Gesicht. Dann wendet er sich zu mir, und sagt, indem er jedes einzelne Wort betont: Und Reisen durchbricht diesen Kreislauf!

Fast unbemerkt haben wir nun eine kleine Nebenstraße erreicht und Ido hält das erstbeste Auto für mich an. „Einfach den Arm herausstrecken. Aber nicht den Daumen heben.“ So richtig getrampt bin ich noch nie in meinem Leben.

Nun sitze ich einem Minibus mit älteren Menschen, die mich zur nächsten Kreuzung bringen. Zum Erzählen bleibt nicht viel Zeit, aber alle sind super nett und möchten mehr über mich erfahren. Dabei weiß ich eigentlich selbst so wenig über mich. Immerhin, für einen Smalltalk reicht es. Nach zwei Stunden sitze ich nun schon im vierten Fahrzeug und habe schon einiges über die Hilfsbereitschaft hier im Lande erfahren. Jeder nimmt dich hier mit. Und wenn es am Ende nur ein paar Kilometer sind und du danach wieder am Straßenrand deiner nächsten Mitfahrgelegenheit entgegensiehst. Was ich hier zu spüren bekomme, sind Optimismus, eine liebenswerte Neugierde und eine Art Selbstverständlichkeit, hier keinen im Regen, Pardon, in der Sonne stehen zu lassen. Und die zeigt mir mittlerweile recht unmissverständlich, dass ich mich im Mittelmeerraum befinde. Es ist heiß geworden am Straßenrand und immer mehr kommt mir mein Vorhaben nun naiv und undurchführbar vor. Und das, obwohl es bis jetzt immer wieder weiter geht. Schon jetzt kommt mir meine kurze Reise wie eine Ewigkeit vor und plötzlich kann ich mir meine lange Wanderung am Israel-National-Trail nicht mehr richtig vorstellen. Immerhin liegen da gut 1 000 Kilometer und über 20 000 Höhenmeter Gesamtanstiegi vor mir. Zu Fuß und ohne Geld. Ganz nebenbei geht es dann auch noch durch die heiße Wüste. Und: Ich laufe den Trail in der falschen Richtung. Und: Hebräisch verstehe ich nicht. Untrainiert bin ich auch. Und überhaupt: Ich habe Angst. Und, und und?

Foto Israel National Trail, Beitrag ERF Lesezeichen Israel Trail mit Herz (1/3)

Ido Ben erklärt mir, wie es in Israel läuft

Tatsächlich hat nun schon seit einer geschlagenen halben Stunde kein Auto mehr angehalten, der Platz hier auf einer vereinsamten Kreuzung ist auch nicht gerade optimal. Bis auf ein paar Lkws war hier noch nicht viel los. Ich erinnere mich an Ido’s Worte: „Du musst viel trinken hier.“ Sofort wende mich dem für mich neuartigen Wassersystem im Rucksack zu. Und der fühlt sich unten sehr sehr nass an. Kein gutes Zeichen. Natürlich werden meine Befürchtungen wahr, dass Ido’s altes Wassersystem schon vor der ersten Benutzung seinen Geist aufgegeben hat. Alles ist nass im Rucksack. Im Wasserbeutel selbst ist kaum mehr Flüssigkeit vorhanden.

Genau jetzt, als sämtliche Einzelteile meines Gepäcks vor mir am Straßenrand ausgebreitet vor meinen Füßen liegen und ich gerade wirklich nicht an ein Weiterkommen denke, hält ein alter, weißer PKW gut 100 Meter weiter an und hupt. Der Fahrer scheint mich zu meinen und winkt mich aus dem offenen Fenster her zu sich. Hektisch stopfe ich alles so gut es geht in meinen Rucksack und nehme Schlafsack, Jacke und zwei Tüten unter meine Arme. Unterwegs fällt mir dann mein Waschbeutel heraus und Zahnbürste, Zahnpasta, sowie die Nagelschere verteilen sich auf dem Asphalt. Die runde Dose Hirschhorntalg für meine Füße rollt in absurden Schlangenlinien Richtung Fahrzeug und veranstaltet direkt unter dem Auspuff eine Art immer schneller werdenden Kreiseltanz. Der Fahrer sitzt immer noch geduldig in seinem Auto und dann ruft er mir durch das geöffnete Beifahrerfenster etwas auf Hebräisch entgegen. Offensichtlich hat er mich nicht als Ausländer erkannt. Gut, oder nicht gut, frage ich mich und dann sage ich ihm auf Englisch, wohin ich will.

Angespannt sitze ich neben einem älteren Herrn, so um die 65. Der ist, im Gegensatz zu mir, die Ruhe selbst. Auch dass mein Rucksack nass ist, stört ihn nicht im Geringsten. Er spricht eine ganze Weile mit mir auf Englisch über den Israel National Trail, den er selbst leider nie gemacht habe, aber auf dem er nächste Woche mit einer Gruppe eine kleine Etappe wandern möchte. Schließlich möchte auch er einen Teil seines Heimatlandes mit eigenen Füßen durchwandern, auch wenn er eigentlich schon alles kenne, fügt er an. „Die jungen Leute, die machen das alle. Das ist eine gute Tradition, nach dem Militärdienst das Land ohne Waffe zu durchqueren und es von seiner schönsten Seite kennen zu lernen. Du wirst hier auch Arabern und Beduinen begegnen. Und du wirst sehen: Sie helfen dir ganz genauso.“

Ob ich Wasser möchte, fragt er mich und unterbricht seine Erzählung kurz. „Gerne“, antworte ich ihm und er erzählt mir, obwohl er selbst ja noch nie da war, „weißt du, auf dem Shvil Israel sind wir alle gleich. Da gibt es keine Religion. Aber da gibt es Gott. Und wenn du ihn findest, dann ist es ein guter Gott, der wenigstens unseren Kindern ein besseres Leben schenkt.“

Es vergehen ein paar Minuten ganz ohne Reden und irgendwie schnürt es mir die Kehle zu. Dann fängt er wieder an, weiter zu erzählen: „Ich meine alle Kinder. Egal, wo sie herkommen. Sie alle sollten diesen Weg gehen und sehen, dass sie in derselben Welt leben. Und ich denke, sie tun es. Es wird besser, mit unseren Kindern. – Hast du Kinder?“

Ja, zwei Töchter“, antworte ich. Als ich ihn frage, wie er heißt, antwortet er mir:

„Meinrad – das ist doch ein deutscher Name.“ Dann schweigt er ein paar lange Minuten. „Woher kommst du?“ und er ahnt es schon …

„Aus Dachau“ sage ich ihm und schweige nun auch. Doch Meinrad durchbricht Gott sei Dank schnell das beklemmende Schweigen und sagt fast väterlich zu mir „Und nun gehst du den Israel Trail. Gut. Das finde ich toll. Es wird dir gefallen. Du wirst viel Kraft finden für deine Familie“. Nach einer kurzen Pause und einigen weiteren Kilometern sieht mich Meinrad an und sagt auf Deutsch „Vielleicht begegnest du Gott?“ Meinrad erzählt mir erst später, dass er aus Essen stammt und als kleines Kind hierherkam. Seine Eltern hat er beide im Holocaust verloren. „Aber das ist lange her,“ schiebt er sofort nach, „und heute sind die jungen Leute aus Israel und Deutschland miteinander befreundet.“ Nach einer weiteren guten halben Stunde setzt mich Meinrad an einer gut befahrenen Kreuzung ab, steigt aus und schreibt mir einen Zettel auf Hebräisch, „damit dir andere auch helfen können.“ Meinrad umarmt mich und sagt „Danke, es war schön, dass du mit mir mitgefahren bist. Ich wünsche dir viel Glück auf deiner Reise. Du wirst sehen, jeder wird dir hier gerne helfen!“ Meinrad steigt ein und fährt ganz langsam los, nicht ohne noch einmal zu hupen und zu winken. Ich sehe ihn noch lange, bis er dann doch irgendwann im Flirren der heißen Luft in der Ferne entschwindet.

Und dann bricht es über mich herein. Ich spüre das Alleinsein und ich spüre plötzlich, dass wieder Menschen an mich herankommen. Und das mit voller Wucht. Da war keine Spur von Hass bei Meinrad. Kein Geschichtsunterricht. Keine Schuldzuweisungen. Nur Güte und eine große Herzenswärme. Was er mich spüren ließ, war diese unglaubliche Nächstenliebe, die mich hier in Israel seit der ersten Minute zu behüten scheint. Alles ist ganz anders, als ich es mir vorgestellt habe und dabei habe ich ja noch gar nicht viel erlebt.

Zwei weitere Autofahrer bringen mich ein weiteres Stück in Richtung Kibbuz Dan, dem nördlichen Ausgangspunkt des Israel Trails. Dann stehe ich am frühen Nachmittag eine ganze Weile in der brütenden Mittagshitze herum und bekomme Durst. Noch nie habe ich in meinem Leben versucht, Nahrung und Wasser umsonst zu bekommen. Zu erbetteln! Heute werde ich es versuchen. Zur Not habe ich ja noch immer Wasser und Verpflegung in meinem Rucksack. Mit meinem Gepäck in der Hand betrete ich eine kleine Bar am Rande dieser Kreuzung. Sofort sehen mich alle in der Erwartung an, ich werde ihnen gleich meine Geschichte erzählen. Und das tue ich.

„Hallo, ich bin Christian aus Deutschland. Und ich mache den Israel Trail.“ Rasch füge ich noch mit ersten Zweifeln hinzu: „Äh, ohne Geld.“ Dabei rast mein Puls sofort so, als stünde ich gerade vor einem gefährlichen prähistorischen Raubtier mit übergroßen Zähnen. Zur Flucht nach draußen fehlt mir der Antrieb. Die Stresshormone, die gerade meinen Körper durchfluten, lähmen mich. „Schockstarre“ beschreibt es irgendwie ganz gut. Dabei sieht mein Gegenüber absolut zuvorkommend und freundlich aus.

„Brauchst Du Wasser?“, fragt die adrette Chefin hinter der Theke und lächelt mich sehr sympathisch an, während sie auf meine Antwort wartet. „Das wäre großartig“, sage ich und wiederhole sicherheitshalber noch einmal, dass ich ohne Geld unterwegs bin.

„Hab’ schon verstanden“, meint Sarah und bittet mich höflich, Platz zu nehmen. Sofort ist das Thema der Israel Trail und Sarah sagt: „Wer den Shvil geht, muss lernen, anzunehmen“. Ich müsse mich nicht schämen, nach Wasser und Brot zu fragen. Es sei ihr eine Ehre, mir etwas zu geben. Noch lieber würde sie für ein paar Tage mitkommen und mich auf meiner Reise begleiten, damit mir nichts passiere. Auch Sarah fragt mich, ob ich Familie habe und ich hole mein kleines schwarzes Tagebuch heraus, was mir meine Kinder ein wenig ausgeschmückt haben. Ich zeige Sarah das eingeklebte Foto von meiner Familie. Und dann wische ich mir zum ersten Mal ein paar Tränen aus den Augen.

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Herzensgut: Israelis begleiten Dich auf Deinem Israel Trail garantiert mit Emotionen und Wohlwollen!

Sarah ist genauso bewegt wie ich und setzt sich für einen Moment hin zu mir, obwohl andere Kunden an der Theke warten. Sarah gibt ihnen zu verstehen, dass sie gerade nicht kann und sagt auf Hebräisch irgendwas wie „Rega, Rega“ und „Schwil ’Sra-äl“. Dabei legt sie ihre Arme um mich, steht dann aber doch auf und bedient die anderen. „Rega, Rega“ bedeutet wohl so viel wie „Warte, warte“, oder „Gleich, gleich“. Ich weiß es noch nicht, aber auch ganz ohne Lexikon erschließt sich mir die Bedeutung – ein Sinngehalt, der es gut mit mir meint. Ich bekomme ein großes Glas Wasser und Sarah füllt mir meine Trinkflaschen auf. Dann zeige ich ihr den leckgeschlagenen Wasserbeutel von Ido und bringe Sarah damit richtig zum Lachen. Ich darf den Beutel hier entsorgen und bekomme dafür zwei volle eineinhalb-Literflaschen Sprudelwasser. Und nun werde ich noch mit richtig gutem, öligen Blätterteig-Gebäck verwöhnt und bekomme für meine Weiterreise sogar noch etwas davon abgepackt mit auf den Weg. Mehr noch als Essen und Trinken motiviert mich jetzt gerade, dass stockfremde Menschen nicht nur an mich selbst glauben, sondern auch felsenfest davon überzeugt sind, dass meine Reise hier in Israel, rein basierend auf Nächstenliebe, mit absoluter Sicherheit funktionieren wird. Schnell steckt mir Sarah noch die Visitenkarte der Bar zu und sagt: „Falls du irgendwann Hilfe benötigst oder dich jemand nicht versteht, dann rufe mich an.“ So gestärkt gehe ich ein paar Meter zurück zur Hauptstraße und weiß nun: Heute werde ich noch im Kibbuz Dan ankommen!

 

Noch 200 Kilometer sollen es von hier aus sein, bis zum Ausgangspunkt des Trails in der Nähe der libanesischen Grenze. Und wieder erfahre ich unverhofft Hilfe. Dieses Mal erneut von einem jungen Burschen, schwarz gekleidet mit Hut. Ganz so, wie man es aus dem Fernsehen kennt. Ein ultraorthodoxer Jude wird das wohl sein. Natürlich habe ich noch nicht die geringste Ahnung, was das bedeutet, merke aber, dass er mich mag und dass er mir gerne hilft. Das genügt fürs erste. Jitzchak versucht gerade selbst zu trampen. Allerdings in die andere Richtung. Er steht nun auf meiner Seite und zeigt mir, wie das geht. Er scheint mit seinem dreimaligen Tippen in die Luft tatsächlich so etwas wie einen Zauberspruch ausgestoßen zu haben, denn bereits das erste Auto macht gleich eine heftige Vollbremsung. Dann rennt Jitzchak vor und erklärt dem Fahrer – so verstehe ich es zumindest – dass er mich mitnehmen muss.

Weiter geht es also ein Stück weit dem unbekannten Ziel entgegen.

(…)

 

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Ganz herzlichen Dank für die liebevolle und unglaublich gute Umsetzung dieses Beitrags an Ute Heuser-Ludwig, Moderatorin und Redakteurin, ERF

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    Textauszug Israel-Trail.com ERF Lesezeichen Israel Trail mit Herz (1/3) Israel-Trail. Unbeholfen. Unvorbereitet auf das, was kommt. So starte ich meinen Israel Trail. Die Menschen in Israel überwältigen mich mit ihrer unglaublichen Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe. Nichts davon habe ich je in meinem Leben so intensiv erlebt. Von Ido (23) muss ich erst einmal lernen, fundamental loszulassen, um den Israel National überhaupt starten zu können. Ich lasse mich darauf ein und lerne Israel und seinen lieben Menwschen zu vertrauen.... Der ERF Plus bietet Dir ein christliches 24-Stunden Radioprogramm mit Anspruch. Du findest hier herausfordernde und inspirierende Impulse zum Leben mit Gott. In der Rubrik Lesezeichen spricht der ERF regelmäßig über empfehlenswerte Literatur. In diesem Beitrag stellen wir Dir den Beitrag ERF Lesezeichen Israel Trail mit Herz (1/3) vor. ERF Plus: Israel Trail mit Herz (1/3) 30:05 Minuten Israel-Trail - Klicken und anhören! 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Mit jeder Minute fühle ich mich schlechter und mir wird klar,dass ich nun so ziemlich der letzte bin, bevor die Lichter ausgehen. Warum auch sollte irgendein Couchsurfer weit nach der vereinbarten Zeit einen fremden Reisenden noch von hier abholen? Doch wie aus dem Nichts erscheint tatsächlich gegen halb zwei ein klappriger blauer Mitsubishi und ein junger Mann steigt aus. Das muss Ido sein! Ist er es wirklich? Habe ich tatsächlich so viel Glück? Der junge Mann mit Wollmütze ruft laut fragend über den Vorplatz: „Chris-ti-an?“ zu mir hinüber und ich kann mein Glück kaum fassen. Meine erste Nacht scheint gerettet zu sein. Zumindest ist also hier meine Reise noch nicht zu Ende. Auch ich habe nun, wie all die anderen Passagiere, eine liebe Seele gefunden, die mich hier im fremden Heiligen Land ganz persönlich in Empfang nimmt. „Ist doch selbstverständlich“, meint Ido fröhlich. Trotzdem kommt mir noch immer alles wie in einem guten Traum vor. Dass es wirklich ist, fällt mir schwer zu glauben. Und genau darum wird es in den nächsten zwei Monaten gehen: Glauben! Je länger wir nun mit dem Auto aus Tel Aviv in Richtung Süden – also der für mich falschen Richtung – herausfahren, umso hilfloser fühle ich mich allerdings. Denn Ido lebt gar nicht in Tel Aviv sondern 40 Autominuten außerhalb in der absoluten Pampa. Jede Minute Nachtfahrt bringt mich nun erst einmal fort von meinem geplanten Startpunkt im äußersten Norden Israels und stellt mich vor ein neues Problem. Wie soll ich hier vom Land wieder wegkommen? Gegen halb zwei Uhr nachts erreichen Ido und ich ein kleines Kibbuz im Nirgendwo. Ich habe noch nie ein Kibbuz gesehen. Es gleicht einem kleinen Dorf, ist jedoch eingezäunt und hinein geht es durch ein großes gelbes Tor. Erst einmal bin ich sehr froh, dass ich hier eine Bleibe gefunden habe. Auch wenn die Bibel sagt: „Kein Fremder durfte draußen zur Nacht bleiben, sondern meine Tür tat ich dem Wanderer auf.“ (Hiob 31,32) kommt mir mein Start schon sehr surrealistisch vor. Ido ist etwa 25 Jahre alt und lebt noch bei seinen Eltern. Sein Zimmer besteht im Wesentlichen aus zwei Matratzen am Boden, einem selbst zusammengeschraubten PC mit offenem Gehäuse und einer Stereoanlage aus vergangenen Zeiten. Ido ist Weltenbummler und selbst viel mit dem Rucksack unterwegs, zuletzt mehrere Monate in Kanada, erzählt er mir. Weil er Wandererfahrung hat, glaube ich ihm sofort, dass mein Rucksack viel zu schwer ist. Aber das soll mich heute nicht mehr interessieren. Ido besorgt uns im Elternhaus noch Brot, eine vegane Wurst und dann macht er frischen Pfefferminztee. Und zwar wirklich frisch, nämlich mit dem, was im Vorgarten wächst. Kurz darauf überfällt mich die Müdigkeit und es stört mich nicht im Geringsten, dass Ido ein Nachtmensch ist und noch mit irgendwem am Computer chattet. Am nächsten Morgen habe ich meine liebe Mühe und vor allem ein schlechtes Gewissen, Ido aufzuwecken. Ich will endlich los. Doch Ido schläft wie ein Murmeltier. Meine ersten verbalen Versuche („Hey Ido!“) helfen rein gar nichts. Also warte ich erst einmal ein wenig. Hat Ido gestern nicht ausdrücklich gesagt: „Du kannst mich wecken, wenn du los willst“. Hat er. Aber andererseits sind zwischen dem Pfefferminztee und dem Erwachen wohl gerade eben zwei, höchstens zweieinhalb Stunden vergangen. Aber ich kann doch jetzt nicht hier neben einem schlafenden Unbekannten vor mich hin warten, wo ich doch meine Reise beginnen möchte. Noch einmal rufe ich ein wenig lauter: „Ido, Idooo“ und rüttle ich ihn dann ein wenig an seiner Schulter. Ido öffnet ein Auge, sieht mich musternd an und meint: „Good morning, Christian. How are you?“ Und schon dreht er sich um und schnarcht wieder tief und fest. Ich will los, schnell raus aus der Bude von Ido. Also nehme ich mein Zeug und gehe vor die Tür. Hier wird mir schnell klar, dass ich mit all dem schweren Gepäck keinen Meter weit kommen werde. Ich habe viel zu viel mitgenommen. Beherzt entleere ich auf der Terrasse von Idos Eltern meinen kompletten Rucksack und meine zwei Plastiktüten, die ich zu Hause mit allerlei Proviant gefüllt habe. Auf den bunten Steinplatten verteilt sieht mein Gepäck aus, als wolle eine vierköpfige Familie vier Wochen Urlaub machen. Jedenfalls kommt es mir so vor. Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass ich so nicht die geringste Chance habe. Ein wenig deprimiert blicke ich auf all meine Utensilien, als plötzlich Ido hinter mir steht und lautstark zu lachen anfängt. „Das alles willst du mitnehmen? Hast du einen Esel mit dabei?“ Ido fragt mich weiter, ob ich durch Island oder Alaska will? Ob ich Angst vor dem Erfrieren hätte? Wäre alles nicht so schlimm für mich, würde ich jetzt wohl auch loslachen. Ich fühle mich aber hilflos. Was soll ich tun? „Komm, ich helfe dir“, sagt Ido, während er mir auf die Schulter klopft. Ido war schon viel unterwegs in der Welt. Immer zu Fuß. Immer mit seinem Rucksack. Immer mit ganz wenig Geld. Und immer mit dem Optimismus eines Menschen, den ich bisher als naiven Dümmling bezeichnet hätte. „Du brauchst nichts!“, beginnt Ido seine Lebensweisheit. „Nichts, außer dem Glauben an Gott!“ Und weiter: „Das viele Geld, also ich meine das viele Gepäck, das zieht dich wie Blei nach unten. Du kannst entweder hier sitzen bleiben und es bewachen, oder du befreist dich von ihm. Nur dann kannst du den ersten Schritt nach vorne machen.“ „Hier in Israel brauchst du vor allem Wasser“, meint Ido. „Wo bringst du dein Wasser unter?“ Ich zeige ihm ein paar stabile Plastikflaschen und sehe schon an seiner Mimik, dass er mich nicht mehr ganz ernst nimmt. Ido bringt mich zu einem kleinen Holzschuppen im hinteren Garten. Hier bewahrt er seine Wanderausrüstung auf. Ich sehe, dass Ido kein Geld besitzt und seine Ausrüstung spärlicher nicht sein könnte. Aber sie ist gut sortiert und wohl erprobt. Muss ich mir jetzt von diesem jungen Burschen helfen lassen? Im Augenblick habe ich wohl keine andere Option, als mich zu schämen und die Hilfe von Ido dankbar anzunehmen. Annehmen zu müssen trifft es vielleicht besser. Ido zaubert ein Wassersystem für meinen Rucksack hervor, in das schon einmal drei Liter passen. Dann gehen wir zusammen jeden einzelnen Gegenstand durch, der hier so am Boden ausgebreitet ist. Zwei lange Hosen und eine Regenhose findet Ido übertrieben. Lieber wäre mir gewesen, er hätte mich ausgelacht. Aber so ernst, wie Ido mich anblickt, interpretiere ich es eher als Mitleid. Ich trenne mich also von einer langen Hose und meiner schwarzen Regenhose. Meine Regenjacke lege ich auch gleich noch beiseite, als Ido anfängt zu lachen: „Ja, für Kanada ist das gut“, wiederholt er schmunzelnd und erzählt mir gleich von seinem regenreichen Kanada-Trip, der drei Monate dauerte. Jetzt, nach seinem Lachen geht es mir besser. Ob er sich vorstellen könne, dass ich ohne Geld durch Israel komme, frage ich ihn und erwarte als Antwort einen weiteren Brüller, oder wenigstens ein sachliches Nein. Sofort blickt Ido mich wieder ernst an und antwortet wie aus der Pistole geschossen: „Yes of course, klar geht das. Und natürlich geht das in Israel.“ Hier helfe jeder jedem gern. Ich frage gleich weiter, ob das für einen Deutschen auch gelte, und wieder sieht Ido mich ganz ernst an und erwidert mit einem klaren: „Ja, natürlich,“ und ergänzt noch: „We love the Germans!“ Für mein Gepäck gibt es jetzt eine Radikalkur. Kurzum, alles ab der Primzahl „drei“ muss hierbleiben. Denn „drei“ ist mindestens „eins“ zu viel. Das dritte T-Shirt, die dritte Unterhose, das dritte Paar Sportsocken und so weiter. In meiner Plastiktüte habe ich auch noch ein Buch zum Lesen mit dabei. Es ist eines über den Glauben. Meine Mutter hat es mir geschenkt. Am Flughafen von Istanbul habe ich es „überflogen“. Ich kann es aber nicht mitnehmen und ich hoffe, meine Mutter verzeiht mir das. Weg damit! Und Lebensmittel, die lange reichen würden, mich aber nach wenigen Kilometern unter ihrem Gewicht erdrücken würden. Auch weg damit. Auch Sandalen als Reserveschuhe fallen der Tabula-rasa-Aktion zum Opfer. Für Ido scheint all das normal zu sein. „Du kannst es wieder abholen, wenn du möchtest“. „Nein“, antworte ich Ido und schüttle den Kopf. Dann befüllt Ido erstmals meine Wasserflaschen und das Wassersystem und ich sattle mein Gepäck. Obwohl ich nun einiges aussortiert habe, schlagen die acht Liter Wasser voll zu Buche. Noch einmal nehme ich den Rucksack ab und stelle ihn bei Idos Eltern im Badezimmer auf die Waage. 26 Kilogramm. Immer noch viel zu viel. Dann sagt Ido herzlich, aber bestimmt zu mir: „Du musst jetzt los“ und begleitet mich noch heraus aus dem Kibbuz bis zur ersten Straße. Unterwegs ist er recht schweigsam. Erst, als wir das Tor des Kibbuz durchschreiten, fängt er an zu reden. Er erzählt mir, dass es im Leben immer um die Arbeit gehe. Seine Eltern stehen früh um fünf auf, um den ganzen Tag zu arbeiten. Und so geht das jeden Tag, jede Woche, jeden Monat, jedes Jahr. „So lange, bis am Ende nichts mehr von dir übriggeblieben ist und du dich fragst, warum du das alles tust. Und dann ist es zu spät, dir Gedanken über den Sinn des Lebens zu machen. In deinen Kindern steckst du dann nicht mehr drin. Und es schmerzt dich, wenn die es anders machen, und es schmerzt dich noch mehr, wenn du es nicht verstehst. Dann flüchtest du wieder in deine Arbeit und wirst verbittert und es geht immer so weiter.“ Ido zieht sich seine Wollmütze, die er heute wieder auf hat, noch tiefer in sein Gesicht. Dann wendet er sich zu mir, und sagt, indem er jedes einzelne Wort betont: „Und Reisen durchbricht diesen Kreislauf!“ Fast unbemerkt haben wir nun eine kleine Nebenstraße erreicht und Ido hält das erstbeste Auto für mich an. „Einfach den Arm herausstrecken. Aber nicht den Daumen heben.“ So richtig getrampt bin ich noch nie in meinem Leben. Nun sitze ich einem Minibus mit älteren Menschen, die mich zur nächsten Kreuzung bringen. Zum Erzählen bleibt nicht viel Zeit, aber alle sind super nett und möchten mehr über mich erfahren. Dabei weiß ich eigentlich selbst so wenig über mich. Immerhin, für einen Smalltalk reicht es. Nach zwei Stunden sitze ich nun schon im vierten Fahrzeug und habe schon einiges über die Hilfsbereitschaft hier im Lande erfahren. Jeder nimmt dich hier mit. Und wenn es am Ende nur ein paar Kilometer sind und du danach wieder am Straßenrand deiner nächsten Mitfahrgelegenheit entgegensiehst. Was ich hier zu spüren bekomme, sind Optimismus, eine liebenswerte Neugierde und eine Art Selbstverständlichkeit, hier keinen im Regen, Pardon, in der Sonne stehen zu lassen. Und die zeigt mir mittlerweile recht unmissverständlich, dass ich mich im Mittelmeerraum befinde. Es ist heiß geworden am Straßenrand und immer mehr kommt mir mein Vorhaben nun naiv und undurchführbar vor. Und das, obwohl es bis jetzt immer wieder weiter geht. Schon jetzt kommt mir meine kurze Reise wie eine Ewigkeit vor und plötzlich kann ich mir meine lange Wanderung am Israel-National-Trail nicht mehr richtig vorstellen. Immerhin liegen da gut 1 000 Kilometer und über 20 000 Höhenmeter Gesamtanstiegi vor mir. Zu Fuß und ohne Geld. Ganz nebenbei geht es dann auch noch durch die heiße Wüste. Und: Ich laufe den Trail in der falschen Richtung. Und: Hebräisch verstehe ich nicht. Untrainiert bin ich auch. Und überhaupt: Ich habe Angst. Und, und und? Tatsächlich hat nun schon seit einer geschlagenen halben Stunde kein Auto mehr angehalten, der Platz hier auf einer vereinsamten Kreuzung ist auch nicht gerade optimal. Bis auf ein paar Lkws war hier noch nicht viel los. Ich erinnere mich an Ido’s Worte: „Du musst viel trinken hier.“ Sofort wende mich dem für mich neuartigen Wassersystem im Rucksack zu. Und der fühlt sich unten sehr sehr nass an. Kein gutes Zeichen. Natürlich werden meine Befürchtungen wahr, dass Ido’s altes Wassersystem schon vor der ersten Benutzung seinen Geist aufgegeben hat. Alles ist nass im Rucksack. Im Wasserbeutel selbst ist kaum mehr Flüssigkeit vorhanden. Genau jetzt, als sämtliche Einzelteile meines Gepäcks vor mir am Straßenrand ausgebreitet vor meinen Füßen liegen und ich gerade wirklich nicht an ein Weiterkommen denke, hält ein alter, weißer PKW gut 100 Meter weiter an und hupt. Der Fahrer scheint mich zu meinen und winkt mich aus dem offenen Fenster her zu sich. Hektisch stopfe ich alles so gut es geht in meinen Rucksack und nehme Schlafsack, Jacke und zwei Tüten unter meine Arme. Unterwegs fällt mir dann mein Waschbeutel heraus und Zahnbürste, Zahnpasta, sowie die Nagelschere verteilen sich auf dem Asphalt. Die runde Dose Hirschhorntalg für meine Füße rollt in absurden Schlangenlinien Richtung Fahrzeug und veranstaltet direkt unter dem Auspuff eine Art immer schneller werdenden Kreiseltanz. Der Fahrer sitzt immer noch geduldig in seinem Auto und dann ruft er mir durch das geöffnete Beifahrerfenster etwas auf Hebräisch entgegen. Offensichtlich hat er mich nicht als Ausländer erkannt. Gut, oder nicht gut, frage ich mich und dann sage ich ihm auf Englisch, wohin ich will. Angespannt sitze ich neben einem älteren Herrn, so um die 65. Der ist, im Gegensatz zu mir, die Ruhe selbst. Auch dass mein Rucksack nass ist, stört ihn nicht im Geringsten. Er spricht eine ganze Weile mit mir auf Englisch über den Israel National Trail, den er selbst leider nie gemacht habe, aber auf dem er nächste Woche mit einer Gruppe eine kleine Etappe wandern möchte. Schließlich möchte auch er einen Teil seines Heimatlandes mit eigenen Füßen durchwandern, auch wenn er eigentlich schon alles kenne, fügt er an. „Die jungen Leute, die machen das alle. Das ist eine gute Tradition, nach dem Militärdienst das Land ohne Waffe zu durchqueren und es von seiner schönsten Seite kennen zu lernen. Du wirst hier auch Arabern und Beduinen begegnen. Und du wirst sehen: Sie helfen dir ganz genauso.“ Ob ich Wasser möchte, fragt er mich und unterbricht seine Erzählung kurz. „Gerne“, antworte ich ihm und er erzählt mir, obwohl er selbst ja noch nie da war, „weißt du, auf dem Shvil Israel sind wir alle gleich. Da gibt es keine Religion. Aber da gibt es Gott. Und wenn du ihn findest, dann ist es ein guter Gott, der wenigstens unseren Kindern ein besseres Leben schenkt.“ Es vergehen ein paar Minuten ganz ohne Reden und irgendwie schnürt es mir die Kehle zu. Dann fängt er wieder an, weiter zu erzählen: „Ich meine alle Kinder. Egal, wo sie herkommen. Sie alle sollten diesen Weg gehen und sehen, dass sie in derselben Welt leben. Und ich denke, sie tun es. Es wird besser, mit unseren Kindern. – Hast du Kinder?“ Ja, zwei Töchter“, antworte ich. Als ich ihn frage, wie er heißt, antwortet er mir: „Meinrad – das ist doch ein deutscher Name.“ Dann schweigt er ein paar lange Minuten. „Woher kommst du?“ und er ahnt es schon ... „Aus Dachau“ sage ich ihm und schweige nun auch. Doch Meinrad durchbricht Gott sei Dank schnell das beklemmende Schweigen und sagt fast väterlich zu mir „Und nun gehst du den Israel Trail. Gut. Das finde ich toll. Es wird dir gefallen. Du wirst viel Kraft finden für deine Familie“. Nach einer kurzen Pause und einigen weiteren Kilometern sieht mich Meinrad an und sagt auf Deutsch „Vielleicht begegnest du Gott?“ Meinrad erzählt mir erst später, dass er aus Essen stammt und als kleines Kind hierherkam. Seine Eltern hat er beide im Holocaust verloren. „Aber das ist lange her,“ schiebt er sofort nach, „und heute sind die jungen Leute aus Israel und Deutschland miteinander befreundet.“ Nach einer weiteren guten halben Stunde setzt mich Meinrad an einer gut befahrenen Kreuzung ab, steigt aus und schreibt mir einen Zettel auf Hebräisch, „damit dir andere auch helfen können.“ Meinrad umarmt mich und sagt „Danke, es war schön, dass du mit mir mitgefahren bist. Ich wünsche dir viel Glück auf deiner Reise. Du wirst sehen, jeder wird dir hier gerne helfen!“ Meinrad steigt ein und fährt ganz langsam los, nicht ohne noch einmal zu hupen und zu winken. Ich sehe ihn noch lange, bis er dann doch irgendwann im Flirren der heißen Luft in der Ferne entschwindet. Und dann bricht es über mich herein. Ich spüre das Alleinsein und ich spüre plötzlich, dass wieder Menschen an mich herankommen. Und das mit voller Wucht. Da war keine Spur von Hass bei Meinrad. Kein Geschichtsunterricht. Keine Schuldzuweisungen. Nur Güte und eine große Herzenswärme. Was er mich spüren ließ, war diese unglaubliche Nächstenliebe, die mich hier in Israel seit der ersten Minute zu behüten scheint. Alles ist ganz anders, als ich es mir vorgestellt habe und dabei habe ich ja noch gar nicht viel erlebt. Zwei weitere Autofahrer bringen mich ein weiteres Stück in Richtung Kibbuz Dan, dem nördlichen Ausgangspunkt des Israel Trails. Dann stehe ich am frühen Nachmittag eine ganze Weile in der brütenden Mittagshitze herum und bekomme Durst. Noch nie habe ich in meinem Leben versucht, Nahrung und Wasser umsonst zu bekommen. Zu erbetteln! Heute werde ich es versuchen. Zur Not habe ich ja noch immer Wasser und Verpflegung in meinem Rucksack. Mit meinem Gepäck in der Hand betrete ich eine kleine Bar am Rande dieser Kreuzung. Sofort sehen mich alle in der Erwartung an, ich werde ihnen gleich meine Geschichte erzählen. Und das tue ich. „Hallo, ich bin Christian aus Deutschland. Und ich mache den Israel Trail.“ Rasch füge ich noch mit ersten Zweifeln hinzu: „Äh, ohne Geld.“ Dabei rast mein Puls sofort so, als stünde ich gerade vor einem gefährlichen prähistorischen Raubtier mit übergroßen Zähnen. Zur Flucht nach draußen fehlt mir der Antrieb. Die Stresshormone, die gerade meinen Körper durchfluten, lähmen mich. „Schockstarre“ beschreibt es irgendwie ganz gut. Dabei sieht mein Gegenüber absolut zuvorkommend und freundlich aus. „Brauchst Du Wasser?“, fragt die adrette Chefin hinter der Theke und lächelt mich sehr sympathisch an, während sie auf meine Antwort wartet. „Das wäre großartig“, sage ich und wiederhole sicherheitshalber noch einmal, dass ich ohne Geld unterwegs bin. „Hab’ schon verstanden“, meint Sarah und bittet mich höflich, Platz zu nehmen. Sofort ist das Thema der Israel Trail und Sarah sagt: „Wer den Shvil geht, muss lernen, anzunehmen“. Ich müsse mich nicht schämen, nach Wasser und Brot zu fragen. Es sei ihr eine Ehre, mir etwas zu geben. Noch lieber würde sie für ein paar Tage mitkommen und mich auf meiner Reise begleiten, damit mir nichts passiere. Auch Sarah fragt mich, ob ich Familie habe und ich hole mein kleines schwarzes Tagebuch heraus, was mir meine Kinder ein wenig ausgeschmückt haben. Ich zeige Sarah das eingeklebte Foto von meiner Familie. Und dann wische ich mir zum ersten Mal ein paar Tränen aus den Augen. Sarah ist genauso bewegt wie ich und setzt sich für einen Moment hin zu mir, obwohl andere Kunden an der Theke warten. Sarah gibt ihnen zu verstehen, dass sie gerade nicht kann und sagt auf Hebräisch irgendwas wie „Rega, Rega“ und „Schwil ’Sra-äl“. Dabei legt sie ihre Arme um mich, steht dann aber doch auf und bedient die anderen. „Rega, Rega“ bedeutet wohl so viel wie „Warte, warte“, oder „Gleich, gleich“. Ich weiß es noch nicht, aber auch ganz ohne Lexikon erschließt sich mir die Bedeutung – ein Sinngehalt, der es gut mit mir meint. Ich bekomme ein großes Glas Wasser und Sarah füllt mir meine Trinkflaschen auf. Dann zeige ich ihr den leckgeschlagenen Wasserbeutel von Ido und bringe Sarah damit richtig zum Lachen. Ich darf den Beutel hier entsorgen und bekomme dafür zwei volle eineinhalb-Literflaschen Sprudelwasser. Und nun werde ich noch mit richtig gutem, öligen Blätterteig-Gebäck verwöhnt und bekomme für meine Weiterreise sogar noch etwas davon abgepackt mit auf den Weg. Mehr noch als Essen und Trinken motiviert mich jetzt gerade, dass stockfremde Menschen nicht nur an mich selbst glauben, sondern auch felsenfest davon überzeugt sind, dass meine Reise hier in Israel, rein basierend auf Nächstenliebe, mit absoluter Sicherheit funktionieren wird. Schnell steckt mir Sarah noch die Visitenkarte der Bar zu und sagt: „Falls du irgendwann Hilfe benötigst oder dich jemand nicht versteht, dann rufe mich an.“ So gestärkt gehe ich ein paar Meter zurück zur Hauptstraße und weiß nun: Heute werde ich noch im Kibbuz Dan ankommen! Noch 200 Kilometer sollen es von hier aus sein, bis zum Ausgangspunkt des Trails in der Nähe der libanesischen Grenze. Und wieder erfahre ich unverhofft Hilfe. Dieses Mal erneut von einem jungen Burschen, schwarz gekleidet mit Hut. Ganz so, wie man es aus dem Fernsehen kennt. Ein ultraorthodoxer Jude wird das wohl sein. Natürlich habe ich noch nicht die geringste Ahnung, was das bedeutet, merke aber, dass er mich mag und dass er mir gerne hilft. Das genügt fürs erste. Jitzchak versucht gerade selbst zu trampen. Allerdings in die andere Richtung. Er steht nun auf meiner Seite und zeigt mir, wie das geht. Er scheint mit seinem dreimaligen Tippen in die Luft tatsächlich so etwas wie einen Zauberspruch ausgestoßen zu haben, denn bereits das erste Auto macht gleich eine heftige Vollbremsung. Dann rennt Jitzchak vor und erklärt dem Fahrer – so verstehe ich es zumindest – dass er mich mitnehmen muss. Weiter geht es also ein Stück weit dem unbekannten Ziel entgegen. (...) Mehr zum Israel Trail anhören Ganz herzlichen Dank für die liebevolle und unglaublich gute Umsetzung dieses Beitrags an Ute Heuser-Ludwig, Moderatorin und Redakteurin, ERF Israel-Trail Post H1 Headlines ERF Lesezeichen Israel Trail mit Herz (1/3) Array ( [0] => ERF Plus: Israel Trail mit Herz (1/3) ) H2 Headlines zum Shvil Israel Beitrag Array ( [0] => 30:05 Minuten Israel-Trail - Klicken und anhören! ) Keywords zu diesem Israel-Trail-Beitrag:

    Israel-Trail

    Israel-Trail english excerpt:

    Israel National Trail: Arrival in Israel

    Israel Trail. Awkward. Unprepared for what’s to come. This is how I start my Israel Trail. The people in Israel overwhelm me with their incredible willingness to help and charity. I have never experienced any of these so intensely in my life. From Ido (23) I first have to learn to let go fundamentally in order to be able to start the Israel National at all. I get involved and learn to trust Israel and its dear people….

    The ERF Plus offers you a Christian 24-hour radio program with high standards. Here you will find challenging and inspiring impulses for living with God.

    In the bookmark section, the ERF regularly talks about recommended literature. In this article we present the article ERF Bookmark Israel Trail with Heart (1/3).

    ERF Plus: Israel Trail with a Heart (1/3)

    30:05 minutes Israel Trail – click and listen!

    Courtesy of the ERF. Voiced by Andreas Odrich.

    Link to ERF: https://www.erf.de/erf-plus/audiothek/lesezeichen/israel-trail-mit-herz-1-3/3680-1646

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    Israeli couch surfer picks me up

    Shortly after midnight, I am packed with a backpack that is much too heavy in front of a grim-looking customs officer at Ben Gurion Airport in Tel Aviv. Lisa was in front of me and is already through the control. The customs officer asks me about my destination and his gaze is constantly changing between the passport and my face. However, I am too tired to be nervous. I tell him “Israel National Trail” and then I hear an astonished “Wow”. I must have just managed to pull him out of his usual handling routine with this keyword. Very slowly he repeats “Shvil Israel”, as the locals call their “Israel way”. His indefinable facial expressions spontaneously change into an attentive and enthusiastic state: “Fantastic! “Immediately he slams his stamp powerfully into the ID card like an act of very personal greeting, leans forward and says in accent-free German:” Welcome to Israel! All the best to Shvil Israel! “

    It took less than twenty minutes from the plane to the exit of the airport. Out here I take a deep breath first. The air is cool and humid and it is surprisingly calm outside. What did I get myself into? The last passengers who are just leaving the airport with me are all somehow picked up by families and friends. I can still see Lisa as she is hugged by friends and then gets into a waiting pickup. Everyone who arrives seems to be picked up here and has a permanent place to stay. I myself have to rely on a contact I made last night on the Internet. “Ido Ben” is the name – at least on the Internet. He’s a couch surfer, someone who provides a bed for those who are passing through. And he wrote to me yesterday when he has time he will “possibly” pick me up at the airport around midnight. I don’t have any more up my sleeve and so I can only hope and wait for a certain Ido, whom I don’t know any more than he knows me.

    The forecourt of the airport is emptying before my eyes and for the first time I have doubts about my plan. Sure, some of my friends said I was crazy. I kept hearing statements like “You can never do that!”. Only this time it was worse. There were also those who told my wife that I was absolutely irresponsible. Two small children and Israel of all people, where it is so unsafe – and so on and so forth. I feel worse every minute and I realize that I’ll be pretty much the last before the lights go out. Why should any couch surfer pick up a stranger from here long after the agreed time?

    But out of nowhere, a rickety blue Mitsubishi actually appears around half past one and a young man gets out. That must be Ido! Is it really he? Am I really that lucky? The young man with a woolly hat calls out to me across the forecourt: “Chris-ti-an?” And I can hardly believe my luck. My first night seems saved. So at least my journey doesn’t end here. Like all the other passengers, I have now found a dear soul who welcomes me here in the strange Holy Land.

    “It goes without saying,” says Ido happily. Even so, everything still feels like a good dream to me. I find it hard to believe that it is real. And that’s exactly what the next two months will be about: Faith!

    The longer we drive south from Tel Aviv by car – the wrong direction for me – the more helpless I feel, however. Because Ido doesn’t even live inTel Aviv but 40 minutes by car outside in the absolute pampas. Every minute of the night drive takes me away from my planned starting point in the far north of Israel and presents me with a new problem. How am I supposed to get away from the country? Around half past one at night, Ido and I reach a small kibbutz in the middle of nowhere. I’ve never seen a kibbutz before. It looks like a small village, but is fenced in and you enter through a large yellow gate. First of all, I’m very happy that I found a place to stay here. Even if the Bible says: “No stranger was allowed to stay outside at night, I opened my door to the wanderer.” (Job 31:32), my start seems very surreal to me.

    Ido is around 25 years old and still lives with his parents. His room essentially consists of two mattresses on the floor, a self-screwed PC with an open case and a stereo from bygone times. Ido is a globetrotter and backpacks a lot himself, most recently in Canada for several months, he tells me. Because he has hiking experience, I immediately believe that my backpack is way too heavy. But that should no longer interest me today. Ido gets us some bread and a vegan sausage at home and then he makes fresh mint tea. And really fresh, namely with what grows in the front yard. Shortly afterwards I feel tired and it doesn’t bother me in the least that Ido is a night owl and still chats with someone on the computer.

    Israel Trail: I finally want to go

    The next morning I have a lot of trouble and, above all, a bad conscience to wake Ido. I finally want to go. But Ido sleeps like a marmot. My first verbal attempts (“Hey Ido!”) Do not help at all. So I’ll wait a little first. Didn’t Ido explicitly say yesterday: “You can wake me up if you want to go”. He has. But on the other hand, between the mint tea and waking up there must have been two, at most two and a half hours. But I can’t wait here next to a sleeping stranger when I want to start my journey.

    Once again I shout a little louder: “Ido, Idooo” and then I shake him a little on his shoulder. Ido opens one eye, looks at me critically and says: “Good morning, Christian. How are you? ”And then he turns around and snores deeply and firmly again. I want to go, quickly out of Ido’s booth. So I take my stuff and go out the door. Here I quickly realize that I won’t get a meter with all the heavy luggage. I took way too much with me. I cheerfully empty my entire rucksack and two plastic bags that I filled with all kinds of provisions at home on Ido’s parents’ terrace. Spread out on the colorful stone slabs, my luggage looks like a family of four is going on a four-week vacation. Or so it seems to me. Somehow I get the feeling that I don’t have the slightest chance I look a little depressed at all my utensils when suddenly Ido stands behind me and starts laughing loudly. “Do you want to take all of this with you? Do you have a donkey with you? ”Ido asks me whether I want to go to Iceland or Alaska? Would I be afraid of freezing to death? If everything weren’t so bad for me, I would probably start laughing too. But I feel helpless. What should I do? But I feel helpless. What should I do? But I feel helpless. What should I do?

    “Come on, I’ll help you,” says Ido, while he pats me on the shoulder. Ido has traveled the world a lot. Always on foot. Always with his backpack. Always with very little money. And always with the optimism of someone whom I would have previously described as a naive stupid.

    “You don’t need anything!” Ido begins his wisdom. “Nothing, except believing in God!” And further: “All the money, I mean all the luggage, that pulls you down like lead. You can either sit here and guard it, or you can break free of it. Only then can you take the first step forward. “

    Above all, here in Israel you need water

    “Above all, here in Israel you need water,” says Ido. “Where do you put your water?” I show him a couple of sturdy plastic bottles and can already see from his facial expressions that he no longer takes me very seriously. Ido takes me to a small woodshed in the back garden. This is where he keeps his hiking equipment. I see that Ido has no money and that his equipment couldn’t be more sparse. But it is well sorted and well tested. Do I have to let this young fellow help me now? Right now I don’t think I have any other option than to be ashamed and gratefully accept Ido’s help. Having to accept might be better. Ido conjures up a water system for my backpack that can hold three liters. Then we go through every single item together,

    Ido thinks two long trousers and rain trousers are excessive. I would have preferred he laughed at me. But as seriously as Ido looks at me, I interpret it more as pity. So I part with long pants and my black rain pants. I put my rain jacket aside when Ido starts to laugh: “Yes, that’s good for Canada”, he repeats with a smile and tells me about his rainy trip to Canada, which lasted three months. Now, after his laugh, I feel better.

    I ask him whether he can imagine that I can get through Israel without money and expect another screamer in response, or at least a factual no. Immediately Ido looks at me seriously again and answers like a shot from the pistol: “Yes of course, of course it works. And of course it works in Israel.” I immediately ask if that also applies to a German, and again Ido looks at me very seriously and replies with a clear: “Yes, of course,” and adds: “We love the Germans!”

    Israel Trail: Little weight is good.

    There is now a radical cure for my luggage. In short, everything from the prime number “three” must stay here. Because “three” is at least “one” too many. The third t-shirt, the third pair of underpants, the third pair of sports socks, and so on. In my plastic bag I also have a book with me to read. It’s about belief. My mother gave it to me. At the airport of Istanbul I “flew over” it. But I can’t take it with me and I hope my mother will forgive me for that. Get rid of it!

    And food that would last a long time, but would crush me under their weight after a few kilometers. Away with it too. Sandals as spare shoes also fall victim to the tabula rasa campaign. All of this seems normal to Ido. “You can pick it up again if you want”.

    “No,” I answer Ido and shake my head.

    Photo Israel National Trail, contribution ERF Bookmark Israel Trail with a heart (1/3)

    Ido Ben gives me his old water bladder for my Israel Trail

    Then Ido fills my water bottles and the water system for the first time and I saddle up my luggage. Although I have sorted out quite a bit now, the eight liters of water make a huge difference. I take the backpack off again and put it on the scales in Ido’s parents’ bathroom. 26 kilograms. Still way too much. Then Ido says warmly but firmly to me: “You have to go now” and accompanies me out of the kibbutz to the first street. On the way he is quite silent. Only when we pass through the gate of the kibbutz does he start talking. He tells me that life is always about work. His parents get up at five early to work all day. And so it goes every day, every week, every month, every year. “Until there is nothing left of you in the end and you ask yourself why you are doing all this. And then it’s too late to worry about the meaning of life. Then you are no longer in your children. And it hurts you when they do it differently, and it hurts you even more when you don’t understand. Then you flee back to your work and get bitter and it goes on and on. ”Ido pulls his woolen hat, which he has on again today, even deeper into his face. Then he turns to me and says, emphasizing every single word: which he has opened again today, even deeper in his face. Then he turns to me and says, emphasizing every single word: which he has opened again today, even deeper in his face. Then he turns to me and says, emphasizing every single word: And travel breaks this cycle!

    Almost unnoticed, we have now reached a small side street and Ido stops the first car that comes up for me. “Just stick out your arm. But don’t lift your thumb. “I’ve never really hitchhiked in my life.

    Israel Trail: Hitchhiking to Kibbutz Dan

    Now I’m sitting in a minibus with older people who take me to the next intersection. There’s not much time to tell, but everyone is super nice and wants to find out more about me. I actually know so little about myself myself.At least it is enough for a small talk. After two hours I’m already sitting in the fourth vehicle and have already learned a lot about the helpfulness here in the country. Everyone takes you here. And when it’s only a few kilometers at the end and then you’re back to the roadside to look forward to your next ride. What I get to feel here are optimism, a lovable curiosity and a kind of matter of course not to leave anyone here in the rain, sorry, in the sun. And meanwhile it shows me quite clearly that I am in the Mediterranean. It has gotten hot on the side of the road and my project seems to me more and more naive and impracticable. And that, although it goes on again and again until now. After all, there are a good 1,000 kilometers and a total ascent of over 20,000 meters in front of me. On foot and without money. By the way, it also goes through the hot desert. And: I’m running the trail in the wrong direction. And: I don’t understand Hebrew. I’m untrained too. And anyway: I’m scared. And and and?

    Photo Israel National Trail, contribution ERF Bookmark Israel Trail with a heart (1/3)

    Ido Ben explains how things are going in Israel

    In fact, no car has stopped for half an hour now, and the space here on a lonely intersection is not exactly ideal either. Except for a few trucks, there wasn’t much going on here. I remember Ido’s words: “You have to drink a lot here.” Immediately I turn to the water system in the backpack, which is new to me. And it feels very, very wet at the bottom. Not a good sign. Of course, my fears come true that Ido’s old water system has given up the ghost before it was first used. Everything is wet in the backpack. There is hardly any liquid left in the water bag itself.

    Right now, when all the individual parts of my luggage are spread out in front of me on the roadside in front of my feet and I’m really not thinking of getting any further, an old, white car stops a good 100 meters away and honks the horn. The driver seems to mean me and waves me over from the open window. I frantically stuff everything into my backpack as best I can and take my sleeping bag, jacket and two bags under my arms. On the way, my washing bag falls out and the toothbrush, toothpaste and nail scissors are spread across the asphalt. The round can of deer horn tallow for my feet rolls in absurd serpentine lines towards the vehicle and organizes a kind of ever faster spinning circle directly under the exhaust. The driver is still sitting patiently in his car and then he calls something to me in Hebrew through the open passenger window. Obviously he didn’t recognize me as a foreigner. Good or not good, I ask myself, and then I’ll tell him where I want to go in English.

    I sit tense next to an older gentleman, around 65. Unlike me, he is calm. Even the fact that my backpack is wet doesn’t bother him in the least. He talks to me for a while in English about the Israel National Trail, which he unfortunately never did himself, but on which he would like to hike a small section with a group next week. After all, he too would like to wander through part of his home country on his own, even if he already knows everything, he adds. “The young people, they all do it. It is a good tradition to cross the country without a weapon after military service and to get to know it from its most beautiful side. You will also meet Arabs and Bedouins here. And you will see: They help you in exactly the same way. “

    German past … Welcome to Israel without prejudice!

    He asks me if I want water and briefly interrupts his story. “Gladly”, I answer him and he tells me, although he has never been there himself, “you know, we are all the same on Shvil Israel. There is no religion there. But there is God. And if you find him, then it will be a good God who will at least give our children a better life. “

    A few minutes pass without talking and somehow my throat constricts. Then he starts to tell again: “I mean all children. No matter where they come from. They should all walk this path and see that they live in the same world. And I think they do. It gets better with our children. – Do you have children?”

    Yes, two daughters, ”I answer. When I ask his name, he answers me:

    “Meinrad – that’s a German name.” Then he is silent for a few long minutes. “Where are you from?” And he already suspects it …

    “From Dachau” I tell him and now also keep quiet. But thank God Meinrad quickly breaks the oppressive silence and says to me in an almost fatherly manner, “And now you are walking the Israel Trail. Well. I think it’s great. You’ll love it. You will find a lot of strength for your family ”. After a short break and a few more kilometers, Meinrad looks at me and says in German “Maybe you will meet God?” Meinrad tells me later that he comes from Essen and came here as a small child. He lost both of his parents in the Holocaust. “But that was a long time ago,” he adds immediately, “and today the young people from Israel and Germany are friends with each other.” After another good half hour, Meinrad drops me off at a busy intersection, gets out and writes me a message Note in Hebrew, “So that others can help you too.” Meinrad hugs me and says “Thank you, it was nice that you went with me. I wish you the best of luck on your journey. You will see, everyone will be happy to help you here! ”Meinrad gets in and drives off slowly, not without honking and waving again. I see him for a long time until he eventually disappears in the shimmering hot air in the distance.

    And then it breaks down on me. I feel alone and suddenly I feel that people are approaching me again. And with full force. There was no trace of hatred at Meinrad. No history class. No blame. Just kindness and a great warmth of heart. What he made me feel was this incredible charity that seems to have protected me here in Israel from the very first minute. Everything is very different from what I imagined and I haven’t seen much of it yet.

    Two more drivers take me a little further towards Kibbutz Dan, the northern starting point of the Israel Trail. Then in the early afternoon I stand around in the brooding midday heat for a while and get thirsty. Never in my life have I tried to get food and water for free. To beg! Today I will try. In a pinch, I still have water and food in my backpack. With my luggage in hand, I walk into a small bar on the edge of this intersection. Immediately everyone looks at me in the expectation that I’ll tell them my story in a moment. And I do.

    “Hello, I’m Christian from Germany. And I’ll do the Israel Trail. ”With my first doubts, I quickly add:“ Uh, no money. ”My pulse immediately races as if I were standing in front of a dangerous prehistoric predator with oversized teeth. I don’t have the drive to escape outside. The stress hormones that are flooding my body are paralyzing me. “Rigid shock” somehow describes it very well. My counterpart looks absolutely courteous and friendly.

    Shvil Israel: Do you need water?

    “Do you need water?” Asks the neat boss behind the counter and smiles very sympathetically at me while she waits for my answer. “That would be great,” I say, and just to be on the safe side I repeat that I’m traveling without money.

    “I understand,” says Sarah and politely asks me to take a seat. Immediately the subject is the Israel Trail and Sarah says: “Whoever walks the Shvil must learn to accept”. I don’t have to be ashamed to ask for bread and water. It will be her honor to give me something. She would even rather come with me for a few days and accompany me on my journey so that nothing happens to me. Sarah also asks me if I have a family and I take out my little black diary, which my children have embellished for me a little. I show Sarah the pasted photo of my family. And then for the first time I wipe a few tears from my eyes.

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    Kind of heart: Israelis are guaranteed to accompany you on your Israel Trail with emotions and goodwill!

    Sarah is just as moved as I am and sits down next to me for a moment, although other customers are waiting at the counter. Sarah lets them know that she can’t and says something in Hebrew like “Rega, Rega” and “Schwil ‘Sra-äl”. She puts her arms around me, but then gets up and serves the others. “Rega, Rega” means something like “wait, wait” or “soon, soon”. I don’t know yet, but the meaning becomes clear to me even without a dictionary – a meaning that means well to me. I get a large glass of water and Sarah fills my water bottles for me. Then I show her the leaked water bag from Ido and make Sarah laugh with it. I can dispose of the bag here and get two full one and a half liter bottles of sparkling water for it. And now I’m spoiled with really good, oily puff pastry and even get some of it packed with me for my onward journey. Even more than food and drink, I am motivated right now that total strangers not only believe in myself, but are also absolutely convinced that my trip here in Israel, based purely on charity, will work with absolute certainty. Sarah quickly gives me the bar’s business card and says: “If you need help at some point or someone doesn’t understand you, call me.” So strengthened, I walk a few meters back to the main street and now know: Today I’ll be in the Kibbutz Dan arrive! Even more than food and drink, I am motivated right now that total strangers not only believe in myself, but are also absolutely convinced that my trip here in Israel, based purely on charity, will work with absolute certainty. Sarah quickly gives me the bar’s business card and says: “If you need help at some point or someone doesn’t understand you, call me.” So strengthened, I walk a few meters back to the main street and now know: Today I’ll be in the Kibbutz Dan arrive! More than just eating and drinking, I am motivated right now by the fact that total strangers not only believe in myself, but are also firmly convinced that my trip here in Israel, based purely on charity, will work with absolute certainty. Sarah quickly slips me the bar’s business card and says: “If you need help at some point or someone doesn’t understand you, call me.” So strengthened, I walk a few meters back to the main street and now know: Today I’ll be in the Kibbutz Dan arrive!

    It should be another 200 kilometers from here, to the starting point of the trail near the Lebanese border. And again I get unexpected help. This time again by a young fellow, dressed in black with a hat. Just like you know it from television. That would be an ultra-Orthodox Jew. Of course I haven’t the slightest idea what that means, but I can tell that he likes me and that he is happy to help. That’s enough for now. Yitzchak is trying to hitchhike himself. But in the other direction. He’s on my side now and shows me how to do it. With his three taps in the air he actually seems to have cast something like a magic spell, because the first car already hits the brakes hard.must .

    So it goes a little further towards the unknown destination.

    (…)

    Kuestenweg france excerpt:

    Sentier national d’Israël: arrivée en Israël

    Sentier d’Israël. Gênant. Pas préparé à ce qui va arriver. C’est ainsi que je commence mon Israel Trail. Les gens en Israël me submergent par leur incroyable serviabilité et leur charité. Je n’ai jamais vécu aucun de ces événements aussi intensément de ma vie. Depuis Ido (23 ans), je dois d’abord apprendre à lâcher prise fondamentalement pour pouvoir démarrer le National Israel National. Je m’implique et apprends à faire confiance à Israël et à son cher peuple….

    L’ ERF Plus vous propose une émission de radio chrétienne de 24 heures avec des standards élevés. Ici, vous trouverez des impulsions stimulantes et inspirantes pour vivre avec Dieu.

    Dans la section des signets, l’ERF parle régulièrement de la littérature recommandée. Dans cet article, nous présentons l’article ERF Bookmark Israel Trail with Heart (1/3).

    ERF Plus: Israël Trail with a Heart (1/3)

    30:05 minutes Israel Trail – cliquez et écoutez!

    Gracieuseté de l’ERF. Exprimé par Andreas Odrich.

    Lien vers ERF: https://www.erf.de/erf-plus/audiothek/lesezeichen/israel-trail-mit-herz-1-3/3680-1646

    Lecteur audio

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    Un internaute israélien vient me chercher

    Peu de temps après minuit, je suis emballé avec un sac à dos beaucoup trop lourd devant un douanier sinistre à l’aéroport Ben Gourion de Tel Aviv. Lisa était devant moi et est déjà à travers le contrôle. Le douanier m’interroge sur ma destination et son regard change constamment entre le passeport et mon visage. Cependant, je suis trop fatigué pour être nerveux. Je lui dis “Israel National Trail” et j’entends un “Wow” étonné. Je dois juste avoir réussi à le sortir de sa routine de manipulation habituelle avec ce mot-clé. Très lentement, il répète «Shvil Israël», comme les habitants appellent leur «voie d’Israël». Ses expressions faciales indéfinissables se transforment spontanément en un état attentif et enthousiaste: «Fantastique! “Immédiatement, il claque son tampon avec force sur la carte d’identité comme un acte de salutation très personnel, se penche en avant et dit en allemand sans accent:” Bienvenue en Israël! Tous mes meilleurs vœux à Shvil Israel! “

    Il a fallu moins de vingt minutes entre l’avion et la sortie de l’aéroport. Ici, je prends d’abord une profonde inspiration. L’air est frais et humide et il est étonnamment calme à l’extérieur. Dans quoi est-ce que je me suis engagé? Les derniers passagers qui quittent juste l’aéroport avec moi sont tous pris en charge par des familles et des amis. Je peux encore voir Lisa alors qu’elle est embrassée par des amis et entre dans un pick-up en attente. Tous ceux qui arrivent semblent être pris en charge ici et ont un logement permanent. Je dois moi-même me fier à un contact que j’ai pris hier soir sur Internet. “Ido Ben” est le nom – au moins sur Internet. C’est un surfeur de canapé, quelqu’un qui fournit un lit à ceux qui sont de passage. Et il m’a écrit hier quand il a le temps il viendra «peut-être» me chercher à l’aéroport vers minuit. Je n’en ai plus dans ma manche et je ne peux donc qu’espérer et attendre un certain Ido, que je ne connais pas plus qu’il ne me connaît.

    Le parvis de l’aéroport se vide sous mes yeux et pour la première fois j’ai des doutes sur mon projet. Bien sûr, certains de mes amis ont dit que j’étais fou. J’ai continué à entendre des déclarations comme «Vous ne pouvez jamais faire ça!». Seulement cette fois, c’était pire. Il y avait aussi ceux qui ont dit à ma femme que j’étais absolument irresponsable. Deux petits enfants et Israël parmi tous les peuples, où la sécurité est si dangereuse – et ainsi de suite. Je me sens plus mal à chaque minute et je réalise que je serai à peu près le dernier avant que les lumières ne s’éteignent. Pourquoi un surfeur de canapé devrait-il chercher un inconnu d’ici longtemps après l’heure convenue?

    Mais de nulle part, une Mitsubishi bleue branlante apparaît vers une heure et demie et un jeune homme en sort. Ça doit être Ido! Est-ce vraiment lui? Suis-je vraiment chanceux? Le jeune homme au chapeau de laine m’appelle de l’autre côté du parvis: “Chris-ti-an?” Et j’ai du mal à croire à ma chance. Ma première nuit semble sauvée. Donc au moins mon voyage ne s’arrête pas là. Comme tous les autres passagers, j’ai maintenant trouvé une âme chère qui m’accueille ici en Terre Sainte étrangère.

    «Cela va sans dire», dit joyeusement Ido. Même ainsi, tout me semble être un bon rêve. J’ai du mal à croire que c’est réel. Et c’est exactement ce que seront les deux prochains mois: Faith!

    Plus nous roulons au sud de Tel Aviv en voiture – la mauvaise direction pour moi – plus je me sens impuissant, cependant. Parce que Ido ne vivent même pas dansTel Aviv mais 40 minutes en voiture à l’extérieur dans la pampa absolue. Chaque minute de conduite de nuit m’éloigne de mon point de départ prévu dans l’extrême nord d’Israël et me pose un nouveau problème. Comment suis-je censé m’éloigner du pays? Vers une heure et demie du soir, Ido et moi atteignons un petit kibboutz au milieu de nulle part. Je n’ai jamais vu de kibboutz auparavant. Cela ressemble à un petit village, mais il est clôturé et vous entrez par un grand portail jaune. Tout d’abord, je suis très heureux d’avoir trouvé un endroit où séjourner ici. Même si la Bible dit: “Aucun étranger n’était autorisé à rester dehors la nuit, j’ai ouvert ma porte au vagabond.” (Job 31:32), mon départ me semble très surréaliste.

    Ido a environ 25 ans et vit toujours avec ses parents. Sa chambre se compose essentiellement de deux matelas au sol, d’un PC auto-vissé avec un boîtier ouvert et d’une chaîne stéréo d’autrefois. Ido est un globe-trotter et fait beaucoup de sac à dos lui-même, le plus récemment au Canada depuis plusieurs mois, me dit-il. Parce qu’il a de l’expérience en randonnée, je pense immédiatement que mon sac à dos est bien trop lourd. Mais cela ne devrait plus m’intéresser aujourd’hui. Ido nous apporte du pain et une saucisse végétalienne à la maison, puis il prépare du thé à la menthe fraîche. Et vraiment frais, notamment avec ce qui pousse dans la cour avant. Peu de temps après, je me sens fatigué et cela ne me dérange pas du tout qu’Ido soit un oiseau de nuit et discute toujours avec quelqu’un sur l’ordinateur.

    Israel Trail: je veux enfin y aller

    Le lendemain matin, j’ai beaucoup de mal et surtout une mauvaise conscience pour réveiller Ido. Je veux enfin y aller. Mais Ido dort comme une marmotte. Mes premières tentatives verbales («Hey Ido!») N’aident pas du tout. Alors j’attendrai un peu avant. Je n’ai pas dit explicitement hier: «Tu peux me réveiller si tu veux y aller». Il possède. Mais d’un autre côté, entre le thé à la menthe et le réveil, il doit y avoir eu deux, au plus deux heures et demie. Mais je ne peux pas attendre ici à côté d’un inconnu endormi quand je veux commencer mon voyage.

    Encore une fois j’appelle un peu plus fort: “Ido, Idooo” et puis je le secoue un peu sur son épaule. Ido ouvre un œil, me regarde d’un œil critique et dit: «Bonjour, Christian. Comment vas-tu? »Et puis il se retourne et ronfle profondément et fermement à nouveau. Je veux sortir rapidement du stand d’Ido. Alors je prends mes affaires et je sors. Ici, je me rends vite compte que je n’aurai pas un mètre avec tous les bagages lourds. J’en ai trop emporté avec moi. Je vide joyeusement tout mon sac à dos et deux sacs en plastique que j’ai remplis de toutes sortes de provisions chez moi sur la terrasse des parents d’Ido. Répartis sur les dalles de pierre colorées, mes bagages ressemblent à une famille de quatre personnes en vacances de quatre semaines. Ou du moins il me semble. D’une manière ou d’une autre, j’ai le sentiment que je n’ai pas la moindre chance J’ai l’air un peu déprimé par tous mes ustensiles quand soudain Ido se tient derrière moi et se met à rire bruyamment. «Voulez-vous emporter tout cela avec vous? As-tu un âne avec toi? »Ido me demande si je veux aller en Islande ou en Alaska? Aurais-je peur de mourir de froid? Si tout n’était pas si mal pour moi, je commencerais probablement à rire aussi. Mais je me sens impuissant. Que devrais-je faire? Mais je me sens impuissant. Que devrais-je faire? Mais je me sens impuissant. Que devrais-je faire?

    «Allez, je vais t’aider», dit Ido en me tapotant l’épaule. Ido a beaucoup voyagé dans le monde. Toujours à pied. Toujours avec son sac à dos. Toujours avec très peu d’argent. Et toujours avec l’optimisme d’une personne que j’aurais précédemment qualifiée de stupide naïf.

    «Vous n’avez besoin de rien!», Ido commence sa sagesse. «Rien, sauf croire en Dieu!» Et plus loin: «Tout cet argent, je veux dire tout ce bagage, qui vous tire vers le bas comme du plomb. Vous pouvez soit vous asseoir ici et le garder, soit vous en libérer. Ce n’est qu’alors que vous pourrez faire le premier pas en avant. “

    Surtout, ici en Israël, vous avez besoin d’eau

    «Par dessus tout, ici en Israël, vous avez besoin d’eau», dit Ido. «Où mettez-vous votre eau?» Je lui montre quelques bouteilles en plastique solides et je vois déjà à ses expressions faciales qu’il ne me prend plus très au sérieux. Ido m’emmène dans un petit bûcher dans le jardin arrière. C’est là qu’il garde son matériel de randonnée. Je vois qu’Ido n’a pas d’argent et que son équipement ne pourrait pas être plus rare. Mais il est bien trié et bien testé. Dois-je laisser ce jeune homme m’aider maintenant? Pour le moment, je ne pense pas avoir d’autre choix que d’avoir honte et d’accepter avec gratitude l’aide d’Ido. Il serait peut-être préférable de devoir accepter. Ido évoque un système d’eau pour mon sac à dos qui peut contenir trois litres. Ensuite, nous parcourons chaque élément ensemble,

    Ido pense que deux pantalons longs et pantalons de pluie sont excessifs. J’aurais préféré qu’il se moque de moi. Mais aussi sérieusement qu’Ido me regarde, je l’interprète plus comme de la pitié. Je me sépare donc d’un pantalon long et de mon pantalon de pluie noir. J’ai mis ma veste de pluie de côté quand Ido se met à rire: «Oui, c’est bon pour le Canada», répète-t-il en souriant et me raconte son voyage pluvieux au Canada, qui a duré trois mois. Maintenant, après son rire, je me sens mieux.

    Je lui demande s’il peut imaginer que je peux traverser Israël sans argent et attendre un autre cri en réponse, ou du moins un non factuel. Immédiatement, Ido me regarde à nouveau sérieusement et répond comme un coup de pistolet: “Oui bien sûr, bien sûr ça marche. Et bien sûr ça marche en Israël.” Tout le monde ici est heureux d’aider tout le monde. Je demande aussitôt si cela s’applique également à un Allemand, et encore une fois Ido me regarde très sérieusement et répond par un clair: “Oui, bien sûr”, et ajoute: “Nous aimons les Allemands!”

    Israel Trail: Peu de poids, c’est bien.

    Il existe maintenant un remède radical pour mes bagages. En bref, tout, à partir du nombre premier «trois», doit rester ici. Parce que «trois» est au moins «un» de trop. Le troisième t-shirt, la troisième paire de caleçons, la troisième paire de chaussettes de sport, etc. Dans mon sac en plastique, j’ai aussi un livre avec moi à lire. C’est une question de croyance. Ma mère me l’a donné. A l’aéroport d’Istanbul, je l’ai «survolé». Mais je ne peux pas l’emporter avec moi et j’espère que ma mère me le pardonnera.

    Et de la nourriture qui durerait longtemps, mais qui m’écraserait sous leur poids au bout de quelques kilomètres. Loin de là aussi. Les sandales comme chaussures de rechange sont également victimes de la campagne tabula rasa. Tout cela semble normal pour Ido. “Tu peux le reprendre si tu veux”.

    “Non,” je réponds à Ido et secoue la tête.

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    Ido Ben me donne sa vieille vessie pour mon Israel Trail

    Ensuite, Ido remplit mes bouteilles d’eau et le système d’eau pour la première fois et je selle mes bagages. Bien que j’aie pas mal réglé un peu, les huit litres d’eau font une grande différence. Je retire le sac à dos et le mets sur la balance dans la salle de bain des parents d’Ido. 26 kilogrammes. Encore beaucoup trop. Puis Ido me dit chaleureusement mais fermement: «Tu dois y aller maintenant» et m’accompagne hors du kibboutz jusqu’à la première rue. Sur le chemin, il est assez silencieux. Ce n’est que lorsque nous franchissons la porte du kibboutz qu’il commence à parler. Il me dit que la vie est toujours une question de travail. Ses parents se lèvent à cinq heures tôt pour travailler toute la journée. Et ainsi de suite, chaque jour, chaque semaine, chaque mois, chaque année. «Jusqu’à ce qu’il ne reste plus rien de vous à la fin et que vous vous demandiez pourquoi vous faites tout cela. Et puis il est trop tard pour s’inquiéter du sens de la vie. Vous n’êtes alors plus dans vos enfants. Et ça vous fait mal quand ils le font différemment, et ça vous fait encore plus mal quand vous ne comprenez pas. Puis tu t’enfuis de nouveau à ton travail et tu deviens amer et ça continue encore et encore. »Ido enfile son bonnet de laine, qu’il porte encore aujourd’hui, encore plus profondément dans son visage. Puis il se tourne vers moi et dit, en insistant sur chaque mot: qu’il a rouvert aujourd’hui, encore plus profondément dans son visage. Puis il se tourne vers moi et dit, en insistant sur chaque mot: qu’il a rouvert aujourd’hui, encore plus profondément dans son visage. Puis il se tourne vers moi et dit, en insistant sur chaque mot: « Et le voyage rompt ce cycle!

    Presque inaperçu, nous avons maintenant atteint une petite rue latérale et Ido arrête la première voiture qui monte pour moi. «Sortez simplement votre bras. Mais ne lève pas ton pouce. «Je n’ai jamais vraiment fait de l’auto-stop de ma vie.

    Israel Trail: faire de l’auto-stop jusqu’au kibboutz Dan

    Maintenant, je suis assis dans un minibus avec des personnes âgées qui m’emmènent à la prochaine intersection. Il n’y a pas beaucoup de temps à dire, mais tout le monde est super gentil et veut en savoir plus sur moi. Je sais en fait si peu de choses sur moi-même.Au moins, cela suffit pour une petite conversation. Au bout de deux heures, je suis déjà assis dans le quatrième véhicule et j’ai déjà beaucoup appris sur l’utilité ici dans le pays. Tout le monde vous emmène ici. Et quand il ne reste que quelques kilomètres à la fin et que vous êtes de retour sur le bord de la route pour vous attendre à votre prochaine sortie. Ce que je ressens ici, c’est de l’optimisme, une curiosité aimable et une sorte de logique de ne laisser personne ici sous la pluie, pardonnez-moi, au soleil. Et pendant ce temps, cela me montre clairement que je suis en Méditerranée. Il a fait chaud sur le bord de la route et mon projet me semble de plus en plus naïf et irréalisable. Et cela, même si cela continue encore et encore jusqu’à présent. Après tout, il y a un bon 1.000 kilomètres et une ascension totale de plus de 20.000 mètres en face de moi. À pied et sans argent. À propos, il traverse également le désert chaud. Et: je cours la piste dans la mauvaise direction. Et: je ne comprends pas l’hébreu. Je n’ai pas non plus de formation. Et de toute façon: j’ai peur. Et et et?

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    Ido Ben explique comment les choses se passent en Israël

    En fait, aucune voiture ne s’est arrêtée depuis une demi-heure maintenant, et l’espace ici sur une intersection solitaire n’est pas non plus tout à fait idéal. À part quelques camions, il ne se passait pas grand-chose ici. Je me souviens des paroles d’Ido: «Il faut boire beaucoup ici.» Immédiatement je me tourne vers le système d’eau dans le sac à dos, ce qui est nouveau pour moi. Et c’est très, très humide au fond. Pas bon signe. Bien sûr, mes craintes se réalisent que l’ancien système d’eau d’Ido ait abandonné son fantôme avant la première utilisation. Tout est mouillé dans le sac à dos. Il ne reste pratiquement plus de liquide dans la poche à eau elle-même.

    En ce moment, alors que toutes les parties individuelles de mes bagages sont étalées devant moi sur le bord de la route devant mes pieds et que je ne pense vraiment pas à aller plus loin, une vieille voiture blanche s’arrête à 100 mètres et klaxonne. Le chauffeur semble vouloir dire moi et me fait signe de la fenêtre ouverte. Je fourre frénétiquement tout dans mon sac à dos du mieux que je peux et prends mon sac de couchage, ma veste et deux sacs sous mes bras. En chemin, mon sac de lavage tombe et ma brosse à dents, mon dentifrice et mes ciseaux à ongles sont étalés sur l’asphalte. La boîte ronde de suif de corne de cerf pour mes pieds roule en lignes serpentines absurdes vers le véhicule et organise une sorte de cercle de rotation toujours plus rapide directement sous l’échappement. Le conducteur est toujours assis patiemment dans sa voiture, puis il m’appelle quelque chose en hébreu par la fenêtre ouverte du passager. De toute évidence, il ne m’a pas reconnu comme étranger. Bon ou pas bon, je me demande, puis je lui dirai où je veux aller en anglais.

    Je m’assois tendu à côté d’un homme âgé, vers 65 ans. Contrairement à moi, il est calme, même le fait que mon sac à dos soit mouillé ne le dérange pas du tout. Il me parle pendant un moment en anglais de l’Israel National Trail, ce qu’il n’a malheureusement jamais fait lui-même, mais sur lequel il aimerait parcourir un petit tronçon avec un groupe la semaine prochaine. Après tout, lui aussi aimerait se promener seul dans une partie de son pays d’origine, même s’il sait déjà tout, ajoute-t-il. «Les jeunes, ils le font tous. C’est une bonne tradition de traverser le pays sans arme après le service militaire et de le connaître sous son plus beau côté. Vous rencontrerez également des Arabes et des Bédouins ici. Et vous verrez: ils vous aident exactement de la même manière. “

    Passé allemand … Bienvenue en Israël sans préjugés!

    Il me demande si je veux de l’eau et interrompt brièvement son histoire. «Heureusement», je lui réponds et il me dit, bien qu’il n’y soit jamais allé lui-même, «vous savez, nous sommes tous les mêmes sur Shvil Israël. Il n’y a pas de religion là-bas. Mais il y a Dieu. Et si vous le trouvez, alors ce sera un bon Dieu qui donnera au moins une vie meilleure à nos enfants. “

    Quelques minutes passent sans parler et ma gorge se serre. Puis il recommence à dire: «Je veux dire tous les enfants. Peu importe d’où ils viennent. Ils devraient tous suivre ce chemin et voir qu’ils vivent dans le même monde. Et je pense qu’ils le font. Ça va mieux avec nos enfants. – Avez-vous des enfants?”

    Oui, deux filles », répondis-je. Quand je demande son nom, il me répond:

    “Meinrad – c’est un nom allemand.” Puis il se tut pendant quelques longues minutes. “D’où venez-vous?” Et il le soupçonne déjà …

    «De Dachau» lui dis-je et maintenant aussi tais-toi. Mais grâce à Dieu, Meinrad rompt rapidement le silence oppressant et me dit d’une manière presque paternelle: «Et maintenant vous marchez sur le sentier d’Israël. Bien. Je pense que c’est super. Tu vas l’adorer. Vous trouverez beaucoup de force pour votre famille ». Après une courte pause et quelques kilomètres de plus, Meinrad me regarde et me dit en allemand «Peut-être que tu vas rencontrer Dieu?» Meinrad me dit plus tard qu’il vient d’Essen et est venu ici comme un petit enfant. Il a perdu ses deux parents pendant l’Holocauste. «Mais c’était il y a longtemps», ajoute-t-il immédiatement, «et aujourd’hui, les jeunes d’Israël et d’Allemagne sont amis.» Après une autre bonne demi-heure, Meinrad me dépose à un carrefour très fréquenté, sort et m’écrit une lettre Remarque en hébreu, «Pour que les autres puissent vous aider aussi.» Meinrad me serre dans ses bras et me dit «Merci, c’était bien que tu sois avec moi. Je vous souhaite la meilleure des chances dans votre voyage. Vous verrez, tout le monde sera heureux de vous aider ici! »Meinrad entre et repart lentement, non sans klaxonner et saluer à nouveau. Je le vois depuis longtemps, jusqu’à ce qu’à un moment donné il disparaisse dans l’air chaud chatoyant au loin.

    Et puis ça me tombe dessus. Je me sens seul et soudain je sens que les gens m’approchent à nouveau. Et avec force. Il n’y avait aucune trace de haine à Meinrad. Pas de cours d’histoire. Pas de blâme. Juste de la gentillesse et une grande chaleur de cœur. Ce qu’il m’a fait ressentir, c’est cette incroyable charité qui semble m’avoir protégé ici en Israël dès la première minute. Tout est très différent de ce que j’imaginais et je n’en ai pas encore beaucoup vu.

    Deux autres pilotes m’emmènent un peu plus loin vers le kibboutz Dan, le point de départ nord de l’Israel Trail. Puis, en début d’après-midi, je reste un moment dans la chaleur étouffante de midi et j’ai soif. Jamais de ma vie je n’ai essayé d’obtenir de la nourriture et de l’eau gratuitement. À mendier! Aujourd’hui, je vais essayer. À la rigueur, j’ai encore de l’eau et de la nourriture dans mon sac à dos. Avec mes bagages à la main, j’entre dans un petit bar au bord de cette intersection. Immédiatement, tout le monde me regarde dans l’attente que je leur raconte mon histoire dans un instant. Et je fais.

    «Bonjour, je suis Christian d’Allemagne. Et je vais faire l’Israel Trail. »Avec mes premiers doutes, j’ajoute rapidement:« Euh, pas d’argent. »Mon pouls s’emballe immédiatement comme si je me tenais devant un dangereux prédateur préhistorique aux dents surdimensionnées. Je n’ai pas la volonté de m’échapper dehors. Les hormones du stress qui inondent mon corps me paralysent. «Choc rigide» le décrit en quelque sorte très bien. Mon homologue a l’air absolument courtois et sympathique.

    Shvil Israel: Avez-vous besoin d’eau?

    «Avez-vous besoin d’eau?», Demande la gentille patronne derrière le comptoir et me sourit très sympathiquement en attendant ma réponse. «Ce serait génial», dis-je, et juste pour être prudent, je répète que je voyage sans argent.

    «Je comprends», dit Sarah et me demande poliment de m’asseoir. Immédiatement, le sujet est l’Israel Trail et Sarah dit: “Quiconque marche le Shvil doit apprendre à accepter”. Je n’ai pas à avoir honte de demander du pain et de l’eau. Ce sera son honneur de me donner quelque chose. Elle préférerait même venir avec moi quelques jours et m’accompagner dans mon voyage pour que rien ne m’arrive. Sarah me demande aussi si j’ai une famille et je sors mon petit journal noir, que mes enfants m’ont un peu décoré. Je montre à Sarah la photo collée de ma famille. Et puis pour la première fois, j’essuie quelques larmes de mes yeux.

    Photo Israel National Trail, contribution ERF Bookmark Israel Trail with a heart (1/3)

    Genre de cœur: les Israéliens sont assurés de vous accompagner sur votre Israel Trail avec émotions et bonne volonté!

    Sarah est aussi émue que moi et s’assied à côté de moi pendant un moment, même si d’autres clients attendent au comptoir. Sarah leur fait savoir qu’elle ne peut pas et dit quelque chose en hébreu comme «Rega, Rega» et «Schwil ‘Sra-äl». Elle met ses bras autour de moi, puis se lève et sert les autres. «Rega, Rega» signifie probablement quelque chose comme «attendez, attendez» ou «bientôt, bientôt». Je ne sais pas encore, mais le sens me devient clair même sans lexique – un sens qui compte bien pour moi. Je prends un grand verre d’eau et Sarah remplit mes bouteilles d’eau pour moi. Ensuite, je lui montre le sac d’eau d’Ido qui fuit et je fais rire Sarah avec. Je peux jeter le sac ici et obtenir deux bouteilles pleines d’un litre et demi d’eau pétillante. Et maintenant, je suis gâté avec une très bonne pâte feuilletée grasse et j’en ai même une partie avec moi pour mon voyage. Plus que simplement manger et boire, je suis motivé en ce moment par le fait que les inconnus ne croient pas seulement en moi, mais sont aussi fermement convaincus que mon voyage ici en Israël, basé uniquement sur la charité, fonctionnera avec une certitude absolue. Sarah me donne rapidement la carte de visite du bar et me dit: «Si tu as besoin d’aide à un moment donné ou si quelqu’un ne te comprend pas, appelle-moi.» Alors renforcée, je marche quelques mètres jusqu’à la rue principale et je sais maintenant: aujourd’hui je serai dans le Le kibboutz Dan arrive! Encore plus que la nourriture et les boissons, je suis motivé en ce moment par le fait que les inconnus ne croient pas seulement en moi, mais sont aussi absolument convaincus que mon voyage ici en Israël, basé uniquement sur la charité, fonctionnera avec une certitude absolue. Sarah me donne rapidement la carte de visite du bar et me dit: «Si tu as besoin d’aide à un moment donné ou si quelqu’un ne te comprend pas, appelle-moi.» Alors renforcée, je marche quelques mètres jusqu’à la rue principale et je sais maintenant: aujourd’hui je serai dans le Le kibboutz Dan arrive! Encore plus que la nourriture et les boissons, je suis motivé en ce moment par le fait que les inconnus ne croient pas seulement en moi, mais sont aussi absolument convaincus que mon voyage ici en Israël, basé uniquement sur la charité, fonctionnera avec une certitude absolue. Sarah me donne rapidement la carte de visite du bar et me dit: «Si tu as besoin d’aide à un moment donné ou si quelqu’un ne te comprend pas, appelle-moi.» Alors renforcée, je marche quelques mètres jusqu’à la rue principale et je sais maintenant: aujourd’hui je serai dans le Le kibboutz Dan arrive!

    Cela devrait être encore 200 kilomètres d’ici, jusqu’au point de départ du sentier près de la frontière libanaise. Et encore une fois, je reçois une aide inattendue. Cette fois encore par un jeune homme vêtu de noir avec un chapeau. Tout comme vous le savez à la télévision. Ce serait un juif ultra-orthodoxe. Bien sûr, je n’ai toujours pas la moindre idée de ce que cela signifie, mais je peux voir qu’il m’aime bien et qu’il est heureux de m’aider. Cela suffit pour le moment. Yitzchak essaie de faire de l’auto-stop. Mais dans l’autre sens. Il est de mon côté maintenant et me montre comment le faire. Avec ses trois coups en l’air, il semble en fait avoir jeté quelque chose comme un sort magique, car la première voiture frappe déjà fort les freins.doit .

    Alors ça va un peu plus loin vers la destination inconnue.

    (…)



    (c) Christian Seebauer
    Kuestenweg italiano excerpt:

    Israel National Trail: arrivo in Israele

    Israel Trail. Imbarazzante. Non preparato per quello che verrà. È così che inizio il mio Israel Trail. Le persone in Israele mi travolgono con la loro incredibile disponibilità ad aiutare e carità. Non ho mai sperimentato nulla di tutto questo così intensamente in vita mia. Da Ido (23) devo prima imparare a mollare fondamentalmente per poter iniziare la Nazionale Israeliana. Mi metto in gioco e imparo a fidarmi di Israele e della sua cara gente….

    L’ ERF Plus ti offre un programma radiofonico cristiano 24 ore su 24 con standard elevati. Qui troverai impulsi stimolanti e stimolanti per vivere con Dio.

    Nella sezione dei segnalibri, l’ERF parla regolarmente della letteratura consigliata. In questo articolo presentiamo l’articolo ERF Bookmark Israel Trail with Heart (1/3).

    ERF Plus: Israel Trail with a Heart (1/3)

    30:05 minuti Israel Trail – clicca e ascolta!

    Per gentile concessione dell’ERF. Doppiato da Andreas Odrich.

    Collegamento all’ERF: https://www.erf.de/erf-plus/audiothek/lesezeichen/israel-trail-mit-herz-1-3/3680-1646

    Lettore audio

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    Il couch surfer israeliano mi viene a prendere

    Poco dopo la mezzanotte, sono imballato con uno zaino troppo pesante di fronte a un ufficiale doganale dall’aria cupa all’aeroporto Ben Gurion di Tel Aviv. Lisa era di fronte a me ed è già attraverso il controllo. Il doganiere mi chiede della mia destinazione e il suo sguardo cambia continuamente tra il passaporto e il mio viso. Tuttavia, sono troppo stanco per essere nervoso. Gli dico “Israel National Trail” e poi sento uno stupito “Wow”. Devo essere appena riuscito a tirarlo fuori dalla sua solita routine di manipolazione con questa parola chiave. Molto lentamente ripete “Shvil Israel”, come la gente del posto chiama la loro “via d’Israele”. Le sue indefinibili espressioni facciali si trasformano spontaneamente in uno stato attento ed entusiasta: “Fantastico! “Immediatamente sbatte con forza il suo timbro sulla carta d’identità come un atto di saluto molto personale, si sporge in avanti e dice in tedesco senza accenti:” Benvenuto in Israele! Tutto il meglio a Shvil Israel! “

    Ci sono voluti meno di venti minuti dall’aereo all’uscita dell’aeroporto. Qui fuori faccio prima un respiro profondo. L’aria è fresca e umida e fuori è sorprendentemente calma. In cosa mi sono cacciato? Gli ultimi passeggeri che stanno lasciando l’aeroporto con me vengono tutti presi in qualche modo da famiglie e amici. Riesco ancora a vedere Lisa mentre viene abbracciata dagli amici e poi si mette in un pick-up in attesa. Tutti quelli che arrivano sembrano essere prelevati qui e hanno un posto fisso dove stare. Io stesso devo fare affidamento su un contatto che ho stabilito ieri sera su Internet. “Ido Ben” è il nome – almeno su Internet. È un couch surfer, qualcuno che fornisce un letto a coloro che sono di passaggio. E ieri mi ha scritto quando ha tempo “forse” verrà a prendermi all’aeroporto intorno a mezzanotte. Non ne ho più nella manica e quindi posso solo sperare e aspettare un certo Ido, che non conosco più di quanto lui conosca me.

    Il piazzale dell’aeroporto si sta svuotando davanti ai miei occhi e per la prima volta ho dubbi sul mio piano. Certo, alcuni della mia cerchia di conoscenti hanno detto che ero pazzo. Continuavo a sentire affermazioni come “Non puoi mai farlo!”. Solo che questa volta era peggio. C’erano anche quelli che dicevano a mia moglie che ero assolutamente irresponsabile. Due bambini piccoli e Israele di tutte le persone, dove è così pericoloso – e così via. Mi sento peggio ogni minuto e mi rendo conto che sarò praticamente l’ultimo prima che le luci si spengano. Perché un surfista sul divano dovrebbe prendere uno sconosciuto da qui molto dopo l’orario concordato?

    Ma dal nulla, una Mitsubishi blu sgangherata appare effettivamente intorno all’una e mezza e un giovane ne esce. Deve essere Ido! È davvero lui? Sono davvero così fortunato? Il giovane con un cappello di lana mi chiama dall’altra parte del piazzale: “Chris-ti-an?” E stento a credere alla mia fortuna. La mia prima notte sembra salvata. Quindi almeno il mio viaggio non finisce qui. Come tutti gli altri passeggeri, ora ho trovato una cara anima che mi accoglie qui nella strana Terra Santa.

    “Inutile dirlo”, dice Ido felicemente. Anche così, tutto sembra ancora un bel sogno per me. Trovo difficile credere che sia reale. Ed è esattamente di questo che parleranno i prossimi due mesi: Fede!

    Più a lungo andiamo in macchina a sud da Tel Aviv – la direzione sbagliata per me – più mi sento impotente, tuttavia. Perché Ido non ha nemmeno vivere inTel Aviv ma 40 minuti di macchina fuori nella pampa assoluta. Ogni minuto di guida notturna mi allontana dal punto di partenza previsto nell’estremo nord di Israele e mi presenta un nuovo problema. Come dovrei allontanarmi dal paese? Verso l’una e mezza di notte, Ido ed io raggiungiamo un piccolo kibbutz in mezzo al nulla. Non ho mai visto un kibbutz prima. Sembra un paesino, ma è recintato e si accede da un grande cancello giallo. Prima di tutto, sono molto felice di aver trovato un posto dove stare qui. Anche se la Bibbia dice: “Nessun estraneo poteva restare fuori la notte, ho aperto la mia porta al vagabondo”.

    Ido ha circa 25 anni e vive ancora con i suoi genitori. La sua stanza è composta essenzialmente da due materassi per terra, un PC autoavvitato con un involucro aperto e uno stereo dei tempi passati. Ido è un giramondo e fa molti zaini lui stesso, più recentemente in Canada per diversi mesi, mi dice. Dato che ha esperienza di escursionismo, credo subito che il mio zaino sia troppo pesante. Ma oggi non dovrebbe più interessarmi. Ido ci prende il pane, una salsiccia vegana a casa e poi prepara il tè alla menta fresca. E davvero fresco, vale a dire con ciò che cresce nel cortile anteriore. Poco dopo mi sento stanco e non mi da fastidio che Ido sia un nottambulo e chiacchiera ancora con qualcuno al computer.

    Israel Trail: finalmente voglio andare

    La mattina dopo ho molti guai e soprattutto una cattiva coscienza a svegliare Ido. Finalmente voglio andare. Ma Ido dorme come una marmotta. I miei primi tentativi verbali (“Hey Ido!”) Non aiutano affatto. Quindi aspetterò un po ‘prima. Ieri non ho detto esplicitamente: “Puoi svegliarmi se vuoi andare”. Lui ha. D’altra parte, probabilmente erano solo due, al massimo due ore e mezza, tra il tè alla menta e il risveglio. Ma non posso aspettare qui accanto a uno sconosciuto addormentato quando voglio iniziare il mio viaggio.

    Ancora una volta grido un po ‘più forte: “Ido, Idooo” e poi gli scuoto un po’ sulla spalla. Ido apre un occhio, mi guarda attentamente e dice: “Buongiorno, Christian. Come stai? ”E poi si volta e russa di nuovo profondamente e con fermezza. Voglio uscire velocemente dallo stand di Ido. Quindi prendo la mia roba e esco dalla porta. Qui mi rendo subito conto che non avrò un metro con tutti i bagagli pesanti. Ho preso troppo con me. Svuoto allegramente tutto il mio zaino e due buste di plastica che ho riempito di provviste di ogni genere a casa sulla terrazza dei genitori di Ido. Disteso sulle lastre di pietra colorate, il mio bagaglio sembra che una famiglia di quattro persone stia andando in vacanza di quattro settimane. O almeno così mi sembra. In qualche modo ho la sensazione che non ho la minima possibilità Sembro un po ‘depresso davanti a tutti i miei utensili quando improvvisamente Ido si mette dietro di me e inizia a ridere rumorosamente. “Vuoi portare tutto questo con te? Hai un asino con te? ”Ido mi chiede se voglio andare in Islanda o in Alaska? Avrei paura di morire congelato? Se tutto non fosse così male per me, probabilmente inizierei a ridere anch’io. Ma mi sento impotente. Cosa dovrei fare? Ma mi sento impotente. Cosa dovrei fare? Ma mi sento impotente. Cosa dovrei fare?

    “Dai, ti aiuto io” dice Ido, mentre mi dà una pacca sulla spalla. Ido ha viaggiato molto per il mondo. Sempre a piedi. Sempre con il suo zaino. Sempre con pochissimi soldi. E sempre con l’ottimismo di qualcuno che prima avrei descritto come un ingenuo stupido.

    “Non hai bisogno di niente!”, Inizia Ido con la sua saggezza. “Niente, tranne credere in Dio!” E ancora: “Tutti quei soldi, intendo tutti quei bagagli, che ti tira giù come il piombo. Puoi sederti qui e proteggerlo, oppure puoi liberartene. Solo allora potrai fare il primo passo avanti “.

    Soprattutto qui in Israele ci vuole l’acqua

    “Soprattutto, qui in Israele hai bisogno di acqua”, dice Ido. “Dove metti la tua acqua?” Gli mostro un paio di robuste bottiglie di plastica e già dalla sua espressione del viso posso vedere che non mi prende più molto sul serio. Ido mi porta in una piccola legnaia nel giardino sul retro. Qui è dove tiene la sua attrezzatura da escursionismo. Vedo che Ido non ha soldi e che la sua attrezzatura non potrebbe essere più scarsa. Ma è ben ordinato e ben testato. Devo lasciare che questo ragazzo mi aiuti adesso? Al momento non credo di avere altra scelta che vergognarmi e grato per l’aiuto di Ido. Dover accettare potrebbe essere meglio. Ido evoca un sistema idrico per il mio zaino che può contenere tre litri. Quindi esaminiamo insieme ogni singolo elemento,

    Ido pensa che due pantaloni lunghi e pantaloni impermeabili siano eccessivi. Avrei preferito che avesse riso di me. Ma per quanto mi guardi seriamente Ido, lo interpreto più come una pietà. Quindi mi separo dai pantaloni lunghi e dai miei pantaloni impermeabili neri. Metto da parte la giacca antipioggia quando Ido inizia a ridere: “Sì, va bene per il Canada”, ripete con un sorriso e mi racconta del suo viaggio piovoso in Canada, durato tre mesi. Adesso, dopo la sua risata, mi sento meglio.

    Gli chiedo se può immaginare che io possa attraversare Israele senza soldi e aspettarmi un altro urlatore in risposta, o almeno un no di fatto. Immediatamente Ido mi guarda di nuovo seriamente e risponde come un colpo di pistola: “Sì certo, certo che funziona. E ovviamente funziona in Israele.” Tutti qui sono felici di aiutare tutti. Chiedo subito se questo vale anche per un tedesco, e di nuovo Ido mi guarda molto seriamente e risponde con un chiaro: “Sì, certo” e aggiunge: “Amiamo i tedeschi!”

    Israel Trail: poco peso è un bene.

    Ora c’è una cura radicale per il mio bagaglio. In breve, tutto, dal numero primo “tre”, deve restare qui. Perché “tre” è almeno “uno” di troppo. La terza maglietta, il terzo paio di mutande, il terzo paio di calzini sportivi e così via. Nella mia busta di plastica ho anche un libro da leggere. Si tratta di credere. Me l’ha dato mia madre. All’aeroporto di Istanbul l’ho “sorvolato”. Ma non posso portarlo con me e spero che mia madre mi perdonerà per questo. Liberatene!

    E cibo che durerebbe a lungo, ma mi schiaccerebbe sotto il loro peso dopo pochi chilometri. Via anche lui. Anche i sandali come scarpe di ricambio stanno cadendo vittima della campagna della tabula rasa. Tutto questo sembra normale a Ido. “Puoi riprenderlo se vuoi”.

    “No,” rispondo a Ido e scuoto la testa.

    Foto Israel National Trail, contributo ERF Bookmark Israel Trail with a heart (1/3)

    Ido Ben mi regala la sua vecchia sacca d’acqua per il mio Israel Trail

    Poi Ido riempie per la prima volta le mie borracce e l’impianto idrico e io sellato i bagagli. Anche se ho risolto un bel po ‘, gli otto litri d’acqua fanno una grande differenza. Mi tolgo di nuovo lo zaino e lo metto sulla bilancia nel bagno dei genitori di Ido. 26 chilogrammi. Ancora troppo. Poi Ido mi dice con calore ma fermezza: “Adesso devi andare” e mi accompagna fuori dal kibbutz fino alla prima strada. Per strada è abbastanza silenzioso. Solo quando attraversiamo il cancello del kibbutz inizia a parlare. Mi dice che la vita è sempre questione di lavoro. I suoi genitori si alzano presto alle cinque per lavorare tutto il giorno. E così va ogni giorno, ogni settimana, ogni mese, ogni anno. “Finché non rimane più niente di te alla fine e ti chiedi perché stai facendo tutto questo. E poi è troppo tardi per preoccuparsi del significato della vita. Allora non sei più nei tuoi figli. E ti fa male quando lo fanno in modo diverso, e ti ferisce ancora di più quando non capisci. Poi ritorni al tuo lavoro e diventi amaro e va avanti all’infinito. ”Ido si tira il cappello di lana, che ha indossato di nuovo oggi, ancora più profondamente in faccia. Poi si volta verso di me e dice, sottolineando ogni singola parola: che ha riaperto oggi, ancora più profondamente in faccia. Poi si volta verso di me e dice, sottolineando ogni singola parola: che ha riaperto oggi, ancora più profondamente in faccia. Poi si volta verso di me e dice, sottolineando ogni singola parola: E il viaggio interrompe questo ciclo!

    Quasi inosservati, siamo ormai in una stradina laterale e Ido ferma la prima macchina che mi viene incontro. “Allunga solo il braccio. Ma non alzare i pollici. ”Non ho mai fatto l’autostop in vita mia.

    Israel Trail: Hitchhiking to Kibbutz Dan

    Ora sono seduto su un minibus con persone anziane che mi portano al prossimo incrocio. Non c’è molto tempo per raccontare, ma tutti sono super gentili e vogliono saperne di più su di me. In realtà so così poco di me stesso.Almeno è sufficiente per una chiacchierata. Dopo due ore sono già seduto nel quarto veicolo e ho già imparato molto sulla disponibilità qui nel paese. Tutti ti portano qui. E quando mancano solo pochi chilometri alla fine e poi torni sul ciglio della strada per aspettare con ansia la tua prossima corsa. Quello che sento qui sono ottimismo, un’amabile curiosità e una sorta di ovvio per non lasciare nessuno qui sotto la pioggia, scusatemi, sotto il sole. E intanto mi mostra abbastanza chiaramente che sono nel Mediterraneo. Si è fatto caldo sul ciglio della strada e il mio progetto mi sembra sempre più ingenuo e impraticabile. E questo, anche se continua ancora e ancora fino ad ora. Dopo tutto, ci sono ben 1.000 chilometri e un dislivello totale di oltre 20.000 metri di fronte a me. A piedi e senza soldi. A proposito, attraversa anche il deserto caldo. E: sto percorrendo il sentiero nella direzione sbagliata. E: non capisco l’ebraico. Anch’io non sono addestrato. E comunque: ho paura. E e e?

    Foto Israel National Trail, contributo ERF Bookmark Israel Trail with a heart (1/3)

    Ido Ben spiega come stanno andando le cose in Israele

    In effetti, nessuna macchina si ferma da mezz’ora ormai, e lo spazio qui su un incrocio solitario non è esattamente l’ideale. A parte alcuni camion, non c’era molto da fare qui. Ricordo le parole di Ido: “Qui devi bere molto”. Immediatamente mi rivolgo all’impianto dell’acqua nello zaino, che per me è nuovo. E sembra molto, molto bagnato in fondo. Non è un buon segno. Naturalmente, i miei timori si avverano che il vecchio sistema idrico di Ido abbia abbandonato il suo fantasma prima del primo utilizzo. È tutto bagnato nello zaino. Non è rimasto quasi alcun liquido nella sacca d’acqua stessa.

    In questo momento, quando tutte le singole parti del mio bagaglio sono sparse davanti a me sul ciglio della strada davanti ai miei piedi e non sto davvero pensando di andare oltre, una vecchia macchina bianca si ferma a 100 metri buoni e suona il clacson. L’autista sembra intendere me e mi fa cenno di avvicinarmi dal finestrino aperto. Metto freneticamente tutto nello zaino come meglio posso e prendo sacco a pelo, giacca e due sacchi sotto le ascelle. Lungo la strada, la mia borsa della biancheria cade e il mio spazzolino da denti, dentifricio e forbicine per unghie sono sparsi sull’asfalto. La lattina rotonda di sego di corno di cervo per i miei piedi rotola in assurde linee serpentine verso il veicolo e organizza una sorta di danza rotante sempre più veloce direttamente sotto lo scarico. L’autista è ancora seduto pazientemente nella sua macchina e poi mi chiama qualcosa in ebraico attraverso il finestrino del passeggero aperto. Ovviamente non mi ha riconosciuto come straniero. Buono o non buono, mi chiedo, e poi gli dirò dove voglio andare in inglese.

    Mi siedo teso accanto a un signore più anziano, sui 65 anni. A differenza di me, è calmo, il fatto che il mio zaino sia bagnato non lo disturba minimamente. Mi parla per un po ‘in inglese dell’Israel National Trail, che purtroppo non ha mai fatto da solo, ma su cui vorrebbe fare un piccolo tratto con un gruppo la prossima settimana. Dopotutto, anche lui vorrebbe vagare da solo per una parte del suo paese d’origine, anche se sa già tutto, aggiunge. “I giovani, lo fanno tutti. È una buona tradizione attraversare il paese senza armi dopo il servizio militare e conoscerlo dal suo lato più bello. Qui incontrerai anche arabi e beduini. E vedrai: ti aiutano esattamente allo stesso modo “.

    Passato tedesco … Benvenuti in Israele senza pregiudizi!

    Mi chiede se voglio dell’acqua e interrompe brevemente la sua storia. “Volentieri”, gli rispondo e lui, anche se non è mai stato lì, “sai, siamo tutti uguali su Shvil Israel. Non c’è religione lì. Ma c’è Dio. E se lo trovi, allora sarà un buon Dio che almeno darà ai nostri figli una vita migliore “.

    Passano alcuni minuti senza parlare e in qualche modo mi si stringe la gola. Poi ricomincia a dire: “Intendo tutti i bambini. Non importa da dove provengano. Dovrebbero tutti percorrere questo sentiero e vedere che vivono nello stesso mondo. E penso che lo facciano. Va meglio con i nostri figli. – Hai figli?”

    Sì, due figlie ”, rispondo. Quando gli chiedo il suo nome, mi risponde:

    “Meinrad – questo è un nome tedesco.” Quindi rimane in silenzio per alcuni lunghi minuti. “Da dove vieni?” E già lo sospetta …

    “Da Dachau” gli dico e ora tace anche io. Ma grazie a Dio Meinrad rompe rapidamente il silenzio opprimente e mi dice in modo quasi paterno: “E ora stai percorrendo il Sentiero di Israele. Bene. Penso sia grandioso. Ti piacerà. Troverai molta forza per la tua famiglia ”. Dopo una breve pausa e qualche altro chilometro, Meinrad mi guarda e dice in tedesco “Forse incontrerai Dio?” Meinrad mi dice più tardi che viene da Essen ed è venuto qui da bambino. Ha perso entrambi i suoi genitori nell’Olocausto. “Ma è stato tanto tempo fa”, aggiunge subito, “e oggi i giovani di Israele e Germania sono amici”. Dopo un’altra mezz’ora Meinrad mi lascia a un incrocio trafficato, scende e mi scrive un messaggio Nota in ebraico, “In modo che anche gli altri possano aiutarti.” Meinrad mi abbraccia e dice “Grazie, è stato bello che tu sia venuto con me. Ti auguro buona fortuna per il tuo viaggio. Vedrai, tutti saranno felici di aiutarti qui! ”Meinrad sale e se ne va lentamente, non senza suonare il clacson e salutare di nuovo. Lo vedo per molto tempo finché alla fine scompare nell’aria calda scintillante in lontananza.

    E poi si rompe su di me. Mi sento solo e all’improvviso sento che le persone si stanno avvicinando di nuovo a me. E con tutta la forza. Non c’era traccia di odio a Meinrad. Nessuna lezione di storia. Nessuna colpa. Solo gentilezza e un grande calore di cuore. Quello che mi ha fatto sentire è stata questa incredibile carità che sembra avermi protetto qui in Israele sin dal primo minuto. Tutto è molto diverso da quello che immaginavo e non ne ho ancora visto molto.

    Altri due conducenti mi portano un po ‘più in là verso il Kibbutz Dan, il punto di partenza nord dell’Israel Trail. Poi, nel primo pomeriggio, resto per un po ‘nel caldo cupo del mezzogiorno e ho sete. Mai nella mia vita ho provato a procurarmi cibo e acqua gratuitamente. Supplicare! Oggi proverò. In caso di emergenza, ho ancora acqua e cibo nello zaino. Con i bagagli in mano, entro in un piccolo bar sul bordo di questo incrocio. Immediatamente tutti mi guardano nell’attesa che io racconti loro la mia storia in un attimo. E io faccio.

    “Ciao, sono Christian dalla Germania. E farò l’Israel Trail. ”Con i miei primi dubbi, aggiungo subito:“ Uh, niente soldi ”. Il mio battito cardiaco accelera immediatamente come se fossi di fronte a un pericoloso predatore preistorico con denti sovradimensionati. Non ho la voglia di scappare fuori. Gli ormoni dello stress che stanno inondando il mio corpo mi stanno paralizzando. “Shock rigido” in qualche modo lo descrive molto bene. La mia controparte sembra assolutamente cortese e amichevole.

    Shvil Israel: hai bisogno di acqua?

    “Hai bisogno di acqua?” Chiede il capo ordinato dietro il bancone e mi sorride in modo molto comprensivo mentre aspetta la mia risposta. “Sarebbe fantastico”, dico, e giusto per essere sicuro ripeto che viaggio senza soldi.

    “Capisco”, dice Sarah e mi chiede educatamente di prendere posto. Immediatamente il soggetto è l’Israel Trail e Sarah dice: “Chi percorre lo Shvil deve imparare ad accettare”. Non devo vergognarmi per chiedere pane e acqua. Sarà un suo onore darmi qualcosa. Preferirebbe addirittura venire con me per qualche giorno e accompagnarmi nel mio viaggio in modo che non mi succeda nulla. Sarah mi chiede anche se ho una famiglia e tiro fuori il mio piccolo diario nero, che i miei figli hanno un po ‘abbellito per me. Mostro a Sarah la foto incollata della mia famiglia. E poi per la prima volta mi asciugo qualche lacrima dagli occhi.

    Foto Israel National Trail, contributo ERF Bookmark Israel Trail with a heart (1/3)

    Buon cuore: gli israeliani sono sicuri di accompagnarti nel tuo Israel Trail con emozioni e buona volontà!

    Sarah è commossa quanto me e si siede accanto a me per un momento, anche se altri clienti stanno aspettando allo sportello. Sarah fa capire loro che proprio non può e dice qualcosa in ebraico come “Rega, Rega” e “Schwil ‘Sra-äl”. Mi abbraccia, ma poi si alza e serve gli altri. “Rega, Rega” significa qualcosa come “aspetta, aspetta” o “presto, presto”. Non lo so ancora, ma il significato mi diventa chiaro anche senza un dizionario – un significato che significa bene per me. Prendo un grande bicchiere d’acqua e Sarah mi riempie le bottiglie d’acqua. Poi le mostro la sacca d’acqua fuoriuscita da Ido e faccio ridere Sarah con essa. Posso smaltire la borsa qui e prenderle due bottiglie piene da un litro e mezzo di acqua frizzante. E ora sono viziato con pasta sfoglia davvero buona e oleosa e ne prendo anche un po ‘impacchettata per il mio viaggio. Più che mangiare e bere, ciò che mi motiva in questo momento è il fatto che dei perfetti sconosciuti non solo credono in me stesso, ma sono anche fermamente convinti che il mio viaggio qui in Israele, basato esclusivamente sulla carità, funzionerà con assoluta certezza. Sarah mi dà subito il biglietto da visita del bar e dice: “Se hai bisogno di aiuto a un certo punto o qualcuno non ti capisce, chiamami”. Così rafforzato, cammino qualche metro indietro verso la strada principale e ora so: oggi sarò nel Kibbutz Dan arriva! Ancora più del cibo e delle bevande, in questo momento sono motivato dal fatto che dei perfetti sconosciuti non solo credono in me stesso, ma sono anche assolutamente convinto che il mio viaggio qui in Israele, basato esclusivamente sulla carità, funzionerà con assoluta certezza. Sarah mi dà subito il biglietto da visita del bar e dice: “Se hai bisogno di aiuto a un certo punto o qualcuno non ti capisce, chiamami”. Così rafforzato, cammino qualche metro indietro verso la strada principale e ora so: oggi sarò nel Kibbutz Dan arriva! Ancora più del cibo e delle bevande, in questo momento sono motivato dal fatto che dei perfetti sconosciuti non solo credono in me stesso, ma sono anche assolutamente convinto che il mio viaggio qui in Israele, basato esclusivamente sulla carità, funzionerà con assoluta certezza. Sarah mi dà subito il biglietto da visita del bar e dice: “Se hai bisogno di aiuto a un certo punto o qualcuno non ti capisce, chiamami”. Così rafforzato, cammino qualche metro indietro verso la strada principale e ora so: oggi sarò nel Kibbutz Dan arriva!

    Dovrebbero essere altri 200 chilometri da qui, al punto di partenza del sentiero vicino al confine libanese. E di nuovo ricevo un aiuto inaspettato. Questa volta ancora da un giovane, vestito di nero con un cappello. Proprio come lo sai dalla televisione. Sarebbe un ebreo ultraortodosso. Ovviamente non ho la minima idea di cosa significhi, ma posso dire che gli piaccio e che è felice di aiutare. Per ora basta. Yitzchak sta cercando di fare l’autostop. Ma nell’altra direzione. Adesso è dalla mia parte e mi mostra come farlo. Con i suoi tre colpi in aria sembra che abbia effettivamente lanciato qualcosa di simile a un incantesimo, perché la prima macchina colpisce già forte i freni.deve .

    Quindi va un po ‘più in là verso la destinazione sconosciuta.

    (…)

    Kuestenweg espanol excerpt:

    Sendero Nacional de Israel: Llegada a Israel

    Camino de Israel. Torpe. No preparado para lo que vendrá. Así es como comienzo mi Israel Trail. El pueblo de Israel me abruma con su increíble disposición a ayudar y caridad. Nunca he experimentado nada de esto con tanta intensidad en mi vida. De Ido (23) primero tengo que aprender a soltarme fundamentalmente para poder comenzar el Nacional de Israel. Me involucro y aprendo a confiar en Israel y su querido pueblo….

    El ERF Plus le ofrece un programa de radio cristiano de 24 horas con altos estándares. Aquí encontrará impulsos desafiantes e inspiradores para vivir con Dios.

    En la sección de marcadores, el ERF habla regularmente sobre la literatura recomendada. En este artículo presentamos el artículo ERF Bookmark Israel Trail with Heart (1/3).

    ERF Plus: Camino de Israel con corazón (1/3)

    30:05 minutos Israel Trail – ¡haga clic y escuche!

    Cortesía de ERF. Expresado por Andreas Odrich.

    Enlace a ERF: https://www.erf.de/erf-plus/audiothek/lesezeichen/israel-trail-mit-herz-1-3/3680-1646

    Reproductor de música

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    Surfista de sofá israelí me recoge

    Poco después de la medianoche, llevo una mochila demasiado pesada frente a un oficial de aduanas de aspecto sombrío en el aeropuerto Ben Gurion de Tel Aviv. Lisa estaba frente a mí y ya pasó por el control. El oficial de aduanas me pregunta por mi destino y su mirada cambia constantemente entre el pasaporte y mi cara. Sin embargo, estoy demasiado cansado para estar nervioso. Le digo “Sendero Nacional de Israel” y luego escucho un asombrado “Wow”. Debo haber logrado sacarlo de su rutina habitual de manejo con esta palabra clave. Muy lentamente repite “Shvil Israel”, como los lugareños llaman a su “camino de Israel”. Sus expresiones faciales indefinibles cambian espontáneamente a un estado atento y entusiasta: “¡Fantástico! “Inmediatamente golpea con fuerza su sello en la tarjeta de identificación como un acto de saludo muy personal, se inclina hacia adelante y dice en alemán sin acento:” ¡Bienvenido a Israel! ¡Todo lo mejor para Shvil Israel! “

    Fueron necesarios menos de veinte minutos desde el avión hasta la salida del aeropuerto. Aquí afuera tomo una respiración profunda primero. El aire es fresco y húmedo y afuera sorprendentemente tranquilo. ¿En qué me metí? Los últimos pasajeros que están saliendo del aeropuerto conmigo son recogidos de alguna manera por familiares y amigos. Todavía puedo ver a Lisa mientras sus amigos la abrazan y luego se mete en una camioneta que espera. Todo el que llega parece ser recogido aquí y tiene un lugar permanente para quedarse. Yo mismo tengo que confiar en un contacto que hice anoche en Internet. “Ido Ben” es el nombre, al menos en Internet. Es un surfista de sofá, alguien que proporciona una cama para los que están de paso. Y ayer me escribió cuando tiene tiempo “posiblemente” me recogerá en el aeropuerto alrededor de la medianoche. Ya no tengo más bajo la manga y sólo puedo esperar y esperar a cierto Ido, a quien no conozco más de lo que él me conoce a mí.

    La explanada del aeropuerto se va vaciando ante mis ojos y por primera vez tengo dudas sobre mi plan. Claro, algunos de mi círculo de conocidos dijeron que estaba loco. Seguí escuchando declaraciones como “¡Nunca puedes hacer eso!”. Solo que esta vez fue peor. También hubo quienes le dijeron a mi esposa que yo era absolutamente irresponsable. Dos niños pequeños e Israel de todas las personas, donde es tan inseguro, y así sucesivamente. Me siento peor cada minuto y me doy cuenta de que seré el último antes de que se apaguen las luces. ¿Por qué un surfista de sofá debería recoger a un extraño de aquí mucho después de la hora acordada?

    Pero de la nada, un Mitsubishi azul desvencijado aparece en realidad alrededor de la una y media y sale un joven. ¡Eso debe ser Ido! ¿Es realmente él? ¿De verdad soy tan afortunado? El joven del gorro de lana me grita al otro lado de la explanada: “¿Chris-ti-an?” Y apenas puedo creer mi suerte. Mi primera noche parece salvada. Entonces, al menos mi viaje no termina aquí. Como todos los demás pasajeros, ahora he encontrado un alma querida que me recibe aquí en la extraña Tierra Santa.

    “No hace falta decirlo”, dice Ido feliz. Aun así, todo me sigue pareciendo un buen sueño. Me cuesta creer que sea real. Y eso es exactamente de lo que se tratarán los próximos dos meses: ¡Fe!

    Sin embargo, cuanto más conducimos hacia el sur desde Tel Aviv en automóvil, en la dirección equivocada para mí, más impotente me siento. Porque yo ni siquiera vive enTel Aviv, pero 40 minutos en coche fuera en la pampa absoluta. Cada minuto del viaje nocturno me aleja de mi punto de partida planificado en el extremo norte de Israel y me presenta un nuevo problema. ¿Cómo se supone que voy a salir del país? Alrededor de la una y media de la noche, Ido y yo llegamos a un pequeño kibbutz en medio de la nada. Nunca antes había visto un kibutz. Parece un pueblo pequeño, pero está vallado y se entra por una gran puerta amarilla. En primer lugar, estoy muy feliz de haber encontrado un lugar para quedarme aquí. Incluso si la Biblia dice: “A ningún extraño se le permitió quedarse afuera por la noche, le abrí la puerta al vagabundo” (Job 31:32), mi comienzo me parece muy surrealista.

    Ido tiene alrededor de 25 años y aún vive con sus padres. Su habitación se compone esencialmente de dos colchones en el suelo, una PC auto-atornillada con una caja abierta y un estéreo de tiempos pasados. Ido es un trotamundos y él mismo hace muchas mochilas, más recientemente en Canadá durante varios meses, me dice. Debido a que tiene experiencia en caminatas, inmediatamente creo que mi mochila es demasiado pesada. Pero eso ya no debería interesarme hoy. Ido nos trae pan y una salchicha vegana en casa y luego hace té de menta fresca. Y realmente fresco, es decir, con lo que crece en el patio delantero. Poco tiempo después me siento cansado y no me molesta en lo más mínimo que Ido sea un noctámbulo y todavía charle con alguien en la computadora.

    Israel Trail: finalmente quiero ir

    A la mañana siguiente tengo muchos problemas y especialmente mala conciencia para despertar a Ido. Finalmente quiero ir. Pero Ido duerme como una marmota. Mis primeros intentos verbales (“¡Oye, sí!”) No ayudan en absoluto. Así que esperaré un poco primero. ¿No dije explícitamente ayer: “Puedes despertarme si quieres ir”? Él tiene. Pero por otro lado, entre el té de menta y el despertar debe haber pasado dos, como máximo dos horas y media. Pero no puedo esperar aquí junto a un extraño dormido cuando quiero comenzar mi viaje.

    Una vez más grito un poco más fuerte: “Ido, Idooo” y luego lo sacudo un poco en su hombro. Ido abre un ojo, me mira con atención y dice: “Buenos días, Christian. ¿Cómo estás? ”Y luego se da la vuelta y ronca profunda y firmemente de nuevo. Quiero irme rápidamente de la cabina de Ido. Así que tomo mis cosas y salgo por la puerta. Aquí me doy cuenta rápidamente de que no conseguiré un metro con todo el equipaje pesado. Me llevé demasiado. Alegremente vacío toda mi mochila y mis dos bolsas de plástico que llené con todo tipo de provisiones en casa en la terraza de los padres de Ido. Esparcido sobre las coloridas losas de piedra, mi equipaje parece una familia de cuatro personas que se va de vacaciones durante cuatro semanas. O eso me parece a mí. De alguna manera tengo la sensación que no tengo la menor posibilidad Un poco deprimido miro todos mis utensilios cuando de repente Ido se para detrás de mí y comienza a reír a carcajadas. “¿Quieres llevarte todo esto contigo? ¿Tienes un burro contigo? ”Ido me pregunta si quiero ir a Islandia o Alaska. ¿Tendría miedo de morir congelado? Si no todo fuera tan malo para mí, probablemente también me echaría a reír. Pero me siento impotente. ¿Qué tengo que hacer? Pero me siento impotente. ¿Qué tengo que hacer? Pero me siento impotente. ¿Qué tengo que hacer?

    “Vamos, te ayudaré”, dice Ido, mientras me da una palmada en el hombro. Ido ha viajado mucho por el mundo. Siempre a pie. Siempre con su mochila. Siempre con muy poco dinero. Y siempre con el optimismo de alguien a quien previamente hubiera calificado de ingenuo estúpido.

    “¡No necesitas nada!”, Ido comienza su sabiduría. “¡Nada, excepto creer en Dios!” Y además: “Todo el dinero, me refiero a todo el equipaje, que te arrastra como el plomo. Puede sentarse aquí y protegerlo, o puede liberarse de él. Sólo entonces podrás dar el primer paso hacia adelante “.

    Sobre todo, aquí en Israel necesitas agua

    “Sobre todo, aquí en Israel se necesita agua”, dice Ido. “¿Dónde pones tu agua?” Le muestro un par de robustas botellas de plástico y ya puedo ver por sus expresiones faciales que ya no me toma muy en serio. Ido me lleva a una pequeña leñera en el jardín trasero. Aquí es donde guarda su equipo de senderismo. Veo que Ido no tiene dinero y su equipo no podría ser más escaso. Pero está bien clasificado y probado. ¿Tengo que dejar que este joven me ayude ahora? Ahora mismo no creo que tenga otra opción que estar avergonzado y agradecido por la ayuda de Ido. Tener que aceptar podría ser mejor. Ido evoca un sistema de agua para mi mochila que puede contener tres litros. Luego, revisamos todos los elementos juntos,

    Ido cree que dos pantalones largos y unos pantalones para la lluvia son excesivos. Hubiera preferido que se riera de mí. Pero con la seriedad que Ido me mira, lo interpreto más como lástima. Así que me separé con pantalones largos y mis pantalones negros para la lluvia. Dejo mi impermeable a un lado cuando Ido comienza a reír: “Sí, eso es bueno para Canadá”, repite con una sonrisa y me cuenta de su lluvioso viaje a Canadá, que duró tres meses. Ahora, después de su risa, me siento mejor.

    Le pregunto si puede imaginar que puedo atravesar Israel sin dinero y esperar otro gritón en respuesta, o al menos un no de hecho. Inmediatamente Ido me vuelve a mirar seriamente y responde como un disparo de pistola: “Sí, por supuesto, por supuesto que funciona. Y por supuesto que funciona en Israel”. Todos aquí están felices de ayudar a todos. Inmediatamente pregunto si eso también se aplica a un alemán, y de nuevo Ido me mira muy seriamente y responde con un claro: “Sí, por supuesto”, y agrega: “¡Amamos a los alemanes!”

    Israel Trail: poco peso es bueno.

    Ahora existe una cura radical para mi equipaje. En resumen, todo, desde el número primo “tres” debe quedarse aquí. Porque “tres” es al menos “uno” de más. La tercera camiseta, el tercer par de calzoncillos, el tercer par de calcetines deportivos, etc. En mi bolsa de plástico también tengo un libro para leer. Se trata de creer. Mi madre me lo dio. En el aeropuerto de Estambul lo “volé”. Pero no puedo llevarlo conmigo y espero que mi madre me perdone por eso.

    Y comida que duraría mucho tiempo, pero que me aplastaría con su peso a los pocos kilómetros. Fuera con eso también. Las sandalias como zapatos de repuesto también son víctimas de la campaña de tabula rasa. Todo esto le parece normal a Ido. “Puedes volver a recogerlo si quieres”.

    “No,” respondo Ido y niego con la cabeza.

    Foto Sendero Nacional de Israel, contribución ERF Marcador Sendero de Israel con corazón (1/3)

    Ido Ben me da su vieja vejiga de agua para mi Israel Trail

    Luego, Ido llena mis botellas de agua y el sistema de agua por primera vez y ensillé mi equipaje. Aunque ya lo he resuelto bastante, los ocho litros de agua marcan una gran diferencia. Me quito la mochila de nuevo y la pongo en la balanza en el baño de los padres de Ido. 26 kilogramos. Todavía es demasiado. Entonces Ido me dice cálidamente pero con firmeza: “Tienes que irte ahora” y me acompaña fuera del kibutz hasta la primera calle. En el camino está bastante silencioso. Solo cuando pasamos por la puerta del kibutz comienza a hablar. Me dice que la vida siempre se trata de trabajo. Sus padres se levantan a las cinco temprano para trabajar todo el día. Y así sucede todos los días, todas las semanas, todos los meses, todos los años. “Hasta que al final no quede nada de ti y te preguntes por qué estás haciendo todo esto. Y luego es demasiado tarde para preocuparse por el significado de la vida. Entonces ya no estás en tus hijos. Y te duele cuando lo hacen de manera diferente, y te duele aún más cuando no entiendes. Luego huyes de nuevo a tu trabajo y te amargas y sigue y sigue ”. Ido se tira el gorro de lana, que se ha vuelto a poner hoy, aún más profundo en su rostro. Luego se vuelve hacia mí y dice, enfatizando cada palabra: que ha vuelto a abrir hoy, aún más profundo en su rostro. Luego se vuelve hacia mí y dice, enfatizando cada palabra: que ha vuelto a abrir hoy, aún más profundo en su rostro. Luego se vuelve hacia mí y dice, enfatizando cada palabra: “¡ Y viajar rompe este ciclo!

    Casi inadvertido, hemos llegado a una pequeña calle lateral e Ido detiene el primer coche que se acerca a mí. “Solo saca el brazo. Pero no levante el pulgar. “Nunca he hecho autostop en mi vida.

    Israel Trail: Autostop al Kibbutz Dan

    Ahora estoy sentado en un minibús con personas mayores que me llevan al siguiente cruce. No hay mucho tiempo para contarlo, pero todos son súper amables y quieren saber más sobre mí. De hecho, sé muy poco sobre mí.Al menos es suficiente para una pequeña charla. Después de dos horas ya estoy sentado en el cuarto vehículo y ya he aprendido mucho sobre la voluntad de ayudar aquí en el país. Todos te llevan aquí. Y cuando solo quedan unos pocos kilómetros al final y luego estás de regreso al borde de la carretera para esperar tu próximo viaje. Lo que llego a sentir aquí es optimismo, una adorable curiosidad y una especie de naturalidad para no dejar a nadie aquí bajo la lluvia, perdón, bajo el sol. Y mientras tanto me muestra con bastante claridad que estoy en la zona mediterránea. Se ha calentado a un lado de la carretera y mi proyecto me parece cada vez más ingenuo e impracticable. Y eso, aunque se repite una y otra vez hasta ahora. Después de todo, hay un buen 1.000 kilómetros y un ascenso total de más de 20.000 metros en frente de mí. A pie y sin dinero. Por cierto, también pasa por el desierto caluroso. Y: estoy corriendo por el camino en la dirección equivocada. Y: no entiendo hebreo. Yo tampoco estoy entrenado. Y de todos modos: tengo miedo. Y y y

    Foto Sendero Nacional de Israel, contribución ERF Marcador Sendero de Israel con corazón (1/3)

    Ido Ben explica cómo van las cosas en Israel

    De hecho, ningún automóvil se ha detenido durante media hora y el espacio aquí en una intersección solitaria tampoco es exactamente ideal. Excepto por algunos camiones, no pasaba mucho aquí. Recuerdo las palabras de Ido: “Aquí tienes que beber mucho”. Inmediatamente me dirijo al sistema de agua en la mochila, que es nuevo para mí. Y se siente muy, muy húmedo en el fondo. No es buena señal. Por supuesto, mis temores se hacen realidad de que el antiguo sistema de agua de Ido haya abandonado su fantasma antes del primer uso. Todo está mojado en la mochila. Apenas queda líquido en la bolsa de agua.

    En este momento, cuando todas las partes individuales de mi equipaje están extendidas frente a mí en el borde de la carretera, frente a mis pies y realmente no estoy pensando en ir más lejos, un automóvil viejo y blanco se detiene a unos 100 metros de distancia y toca la bocina. El conductor parece referirse a mí y me hace señas desde la ventana abierta. Me meto todo en la mochila lo mejor que puedo y me llevo un saco de dormir, una chaqueta y dos sacos debajo del brazo. En el camino, mi bolsa de lavado se cae y el cepillo de dientes, la pasta de dientes y las tijeras de uñas se esparcen por el asfalto. La lata redonda de sebo de cuerno de ciervo para mis pies rueda en absurdas líneas serpenteantes hacia el vehículo y organiza una especie de danza giratoria cada vez más rápida directamente debajo del escape. El conductor todavía está sentado pacientemente en su automóvil y luego me llama algo en hebreo a través de la ventanilla abierta del pasajero. Evidentemente no me reconoció como extranjero. Bueno o no bueno, me pregunto, y luego le diré a dónde quiero ir en inglés.

    Me siento tenso al lado de un señor mayor, de unos 65 años, a diferencia de mí, él es tranquilo, incluso el hecho de que mi mochila esté mojada no le molesta lo más mínimo. Me habla un rato en inglés sobre el Camino Nacional de Israel, que desafortunadamente nunca hizo él mismo, pero en el que le gustaría caminar una pequeña sección con un grupo la próxima semana. Después de todo, a él también le gustaría deambular por parte de su país de origen por su cuenta, incluso si ya lo sabe todo, agrega. “Los jóvenes, todos lo hacen. Es una buena tradición recorrer el país sin armas después del servicio militar y conocerlo desde su lado más hermoso. También conocerá a árabes y beduinos aquí. Y verás: te ayudan exactamente de la misma manera “.

    Pasado alemán … ¡Bienvenidos a Israel sin prejuicios!

    Me pregunta si quiero agua e interrumpe brevemente su historia. “Con mucho gusto”, le respondo y él me dice, aunque nunca ha estado allí, “ya ​​sabes, todos somos iguales en Shvil Israel. Allí no hay religión. Pero está Dios. Y si lo encuentras, entonces será un buen Dios quien al menos dará a nuestros hijos una vida mejor “.

    Pasan unos minutos sin hablar y de alguna manera mi garganta se contrae. Luego comienza a decir de nuevo: “Me refiero a todos los niños. No importa de donde vengan. Todos deben recorrer este camino y ver que viven en el mismo mundo. Y creo que lo hacen. Mejora con nuestros hijos. – ¿Tiene hijos?”

    Sí, dos hijas, respondo. Cuando le pregunto su nombre, me responde:

    “Meinrad, ese es un nombre alemán.” Luego se queda en silencio durante unos largos minutos. “¿De dónde eres?” Y ya lo sospecha …

    “De Dachau” le digo y ahora también callo. Pero gracias a Dios, Meinrad rompe rápidamente el opresivo silencio y me dice de una manera casi paternal: “Y ahora estás caminando por el Camino de Israel. Bien. Yo creo que es genial. Te encantará. Encontrarás mucha fuerza para tu familia ”. Después de un breve descanso y unos kilómetros más, Meinrad me mira y dice en alemán “¿Quizás te encuentres con Dios?” Meinrad me dice más tarde que él viene de Essen y vino aquí cuando era un niño pequeño. Perdió a sus dos padres en el Holocausto. “Pero eso fue hace mucho tiempo”, agrega inmediatamente, “y hoy los jóvenes de Israel y Alemania son amigos”. Después de otra media hora, Meinrad me deja en una intersección concurrida, sale y me escribe un mensaje. Nota en hebreo, “Para que otros también puedan ayudarte”. Meinrad me abraza y dice “Gracias, fue bueno que vinieras conmigo. Te deseo mucha suerte en tu viaje. Ya verás, ¡todos estarán felices de ayudarte aquí! ”Meinrad entra y se aleja lentamente, no sin tocar la bocina y saludar de nuevo. Lo veo durante mucho tiempo hasta que finalmente desaparece en el aire caliente brillante en la distancia.

    Y luego se derrumba sobre mí. Me siento solo y de repente siento que la gente se me acerca de nuevo. Y con toda su fuerza. No había rastro de odio en Meinrad. Sin clase de historia. Sin culpa. Solo amabilidad y una gran calidez de corazón. Lo que me hizo sentir fue esta caridad increíble que parece haberme protegido aquí en Israel desde el primer minuto. Todo es muy diferente a lo que imaginaba y todavía no he visto mucho.

    Dos conductores más me llevan un poco más hacia el Kibbutz Dan, el punto de partida norte de Israel Trail. Luego, a primera hora de la tarde, me quedo un rato en el inquietante calor del mediodía y me da sed. Nunca en mi vida he tratado de conseguir comida y agua gratis. ¡Rogar! Hoy lo intentaré. En caso de apuro, todavía tengo agua y comida en mi mochila. Con mi equipaje en la mano, entro en un pequeño bar al borde de esta intersección. Inmediatamente todos me miran con la expectativa de que les cuente mi historia en un momento. Y lo hago.

    “Hola, soy Christian de Alemania. Y haré el Camino de Israel ”. Con mis primeras dudas, agrego rápidamente:“ Uh, no hay dinero ”. Mi pulso se acelera inmediatamente como si estuviera parado frente a un depredador prehistórico peligroso con dientes de gran tamaño. No tengo el impulso para escapar afuera. Las hormonas del estrés que inundan mi cuerpo me paralizan. “Choque rígido” de alguna manera lo describe muy bien. Mi contraparte se ve absolutamente cortés y amigable.

    Shvil Israel: ¿Necesitas agua?

    “¿Necesitas agua?”, Pregunta la ordenada jefa detrás del mostrador y me sonríe con mucha simpatía mientras espera mi respuesta. “Eso sería genial”, digo, y para estar seguro, repito que estoy viajando sin dinero.

    “Entiendo”, dice Sarah y amablemente me pide que tome asiento. Inmediatamente el tema es el Camino de Israel y Sarah dice: “Quien camina por el Shvil debe aprender a aceptar”. No tengo que avergonzarme de pedir pan y agua. Será un honor para ella darme algo. Incluso preferiría venir conmigo unos días y acompañarme en mi viaje para que no me pase nada. Sarah también me pregunta si tengo familia y saco mi pequeño diario negro, que mis hijos me han embellecido un poco. Le muestro a Sarah la foto pegada de mi familia. Y luego, por primera vez, me limpio algunas lágrimas de los ojos.

    Foto Sendero Nacional de Israel, contribución ERF Marcador Sendero de Israel con corazón (1/3)

    Amable: ¡Los israelíes están garantizados para acompañarlo en su Camino de Israel con emociones y buena voluntad!

    Sarah está tan conmovida como yo y se sienta a mi lado por un momento, aunque hay otros clientes esperando en el mostrador. Sarah les deja entender que simplemente no puede y dice algo como “Rega, Rega” y “Schwil ‘Sra-äl” en hebreo. Me rodea con los brazos, pero luego se levanta y sirve a los demás. “Rega, Rega” significa algo como “espera, espera” o “pronto, pronto”. No lo sé todavía, pero incluso sin un léxico, el significado se vuelve claro para mí, un significado que significa bien para mí. Cojo un gran vaso de agua y Sarah llena mis botellas de agua. Luego le muestro la bolsa de agua filtrada de Ido y hago reír a Sarah con ella. Puedo deshacerme de la bolsa aquí y conseguir dos botellas llenas de un litro y medio de agua con gas. Y ahora me miman con un hojaldre aceitoso realmente bueno e incluso me llevo un poco para mi próximo viaje. Más que solo comer y beber, estoy motivado en este momento por el hecho de que los completos desconocidos no solo creen en mí, sino que también están firmemente convencidos de que mi viaje aquí en Israel, basado puramente en la caridad, funcionará con absoluta certeza. Sarah rápidamente me da la tarjeta de presentación del bar y dice: “Si necesitas ayuda en algún momento o alguien no te entiende, llámame”. Así fortalecido, camino unos metros de regreso a la calle principal y ahora sé: Hoy estaré en el ¡Llega el Kibbutz Dan! Más que solo comer y beber, me motiva en este momento el hecho de que los completos desconocidos no solo creen en mí, sino que también están firmemente convencidos de que mi viaje aquí en Israel, basado puramente en la caridad, funcionará con absoluta certeza. Sarah rápidamente me da la tarjeta de presentación del bar y dice: “Si necesitas ayuda en algún momento o alguien no te entiende, llámame”. Así fortalecido, camino unos metros de regreso a la calle principal y ahora sé: Hoy estaré en el ¡Llega el Kibbutz Dan! Incluso más que comida y bebida, me motiva en este momento que los completos desconocidos no solo crean en mí, sino que también están absolutamente convencidos de que mi viaje aquí en Israel, basado puramente en la caridad, funcionará con absoluta certeza. Sarah rápidamente me da la tarjeta de presentación del bar y dice: “Si necesitas ayuda en algún momento o alguien no te entiende, llámame”. Así fortalecido, camino unos metros de regreso a la calle principal y ahora sé: hoy estaré en el ¡Llega el Kibbutz Dan!

    Deberían ser otros 200 kilómetros desde aquí hasta el punto de inicio del sendero cerca de la frontera con Líbano. Y nuevamente recibo ayuda inesperada. Esta vez de nuevo por un joven, vestido de negro con sombrero. Tal como lo conoces por la televisión. Ese sería un judío ultraortodoxo. Por supuesto que no tengo la menor idea de lo que eso significa, pero puedo decir que le gusto y que está feliz de ayudar. Es suficiente por ahora. Itzjak está tratando de hacer autostop él mismo. Pero en la otra dirección. Ahora está de mi lado y me muestra cómo hacerlo. Con sus tres toques en el aire, parece haber lanzado algo así como un hechizo mágico, porque el primer automóvil ya frena con fuerza.debe .

    Entonces va un poco más hacia el destino desconocido.

    (…)

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