Shlomit bricht Ihr Schweigen

Israeltrail vor Alon HaGalil

Shlomit bricht Ihr Schweigen

Von Nazareth nach Alon HaGalil

Etwa 13 Kilometer, 350 Höhenmeter Gesamtanstieg. Trinkwasserverbrauch 4 Liter.

Um halb sechs verlasse ich sehr leise das schöne Hotel. Der Concierge möchte mich nicht gehen lassen, ohne dass ich ein Lunchpaket mitnehme. Es sei für mich extra bestellt worden. Draußen am Hof ist einer der Wachleute von gestern und ruft mir leise „Danke für Ihren Besuch“ nach. Dann läuft er ein paar Schritte mit und fragt mich „Shvil Israel? – Israel Trail?“ Ich nicke und er fragt weiter „Gefällt dir Israel?“ Ich nicke und entgegne ihm ein ganz langsames und bedächtiges „Yes“, bevor ich mich mit einem sehr sentimentalen „Toda – Thank you“ verabschiede.

Bergab „geht“ Nazareth sehr viel leichter. Es ist noch kühl. Zwischen weißen Wolkenfetzen sehe ich blauen Himmel. „Fürchte dich nicht“ fällt mir noch einmal ein. Fürchte dich nicht vor der Fremde. Nicht vor anderen Menschen. Fürchte dich nicht, nichts zu haben. Fürchte dich nicht davor, Gott und andere Menschen um etwas zu bitten. Fürchte dich nicht, es mit großer Dankbarkeit zu nehmen. Und fürchte dich nicht, vor dem, was vor dir liegt…

Gestern am Hotelberg hätte ich schwören können, weit draußen das Mittelmeer gesehen zu haben. Heute sehe ich nichts mehr davon. Dafür geht es aus Nazareth heraus und hinein in einen herrlich grünen Wald. Vögel zwitschern in Israel. Traumhaft. Der Israel Trail ist hier wieder ein rötlich lehmiger Feldweg mit vielen Pfützen vom Regen des Vortages. Hier komme ich gut voran und kann meine Füße schonen. Der Untergrund ist weich und das Gehen an sich tut gut. Ich habe gerade angefangen, Selbstgespräche zu führen. Ob sie laut sind, weiß ich nicht. Ich baue alle möglichen hebräischen Worte ein, auch wenn ich nicht genau weiß, ob sie richtig sind. Trotzdem: Ich bin mir sicher, dass ich ein klein wenig vom Gesprochenen verstehe. Nicht wirklich wegen der Sprache, sondern wegen der Sympathie und der aufs Einfachste reduzierten Umstände.

Meine Themen sind schließlich immer die gleichen. Es geht um eine Begrüßung, darum, menschliche Nähe herzustellen. Es geht um Wertschätzung, um Achtung und Achtsamkeit. Es geht – ganz im Gegensatz zur normalen Arbeitswelt – darum, vom Anderen etwas zu erfahren, zur Not auch ohne gemeinsame Sprache. Da fallen immer wieder die gleichen Wörter. So kann man lernen. So haben auch Mönche früher gelernt. Im Gehen.

Weit vor mir sehe ich dann zwei Wanderer, die mir zunächst entgegenkommen und dann den Weg verlassen und eine Almwiese hinuntergehen. Das muss Sabres sein. Und die beiden sind Gal und Shahar. Ich denke, sie haben sich heute nach Nazareth bringen lassen und sind nun vor mir unterwegs. Ich pfeife den beiden zu und winke. Gal dreht sich zwar um, geht aber weiter. Ob es der halbe Kilometer ist, der uns trennt? Oder ob meine Augen einfach besser sind? Oder ob es einfach nur so ist, dass sich unsere Wege bereits schon gekreuzt haben und nun jeder wieder auf seinem eigenen unterwegs ist? Ich beschließe, Pause zu machen und die beiden ziehen zu lassen. Ich genieße gerade das Alleinsein, die beiden vor mir sicher auch. Während ich mich hinsetze, enthuscht mir ein Lächeln und ich sage halblaut: „Hey, alles, alles Gute für Euch!“, so als ob sie mich hören könnten. Aber vielleicht können sie das ja tatsächlich. Ausgeschlossen ist das zumindest physikalisch keineswegs.

Schließlich basiert das, was in unseren Gehirnen stattfindet, auf elektromagnetischen Wellen. Und die machen bekanntlich an der eigenen Schädeldecke nicht halt. Was schließlich „Bewusstsein“ überhaupt ist, darüber ist man sich bis heute noch gar nicht einig. Es scheint so zu sein, dass man sich einen Teil seiner eigenen elektromagnetischen Gehirntätigkeit „bewusst“ machen kann. Warum soll man sich nicht auch einen Teil fremder elektromagnetischer Gehirntätigkeit bewusst machen können? Diese Wellen durchströmen ja ebenso auch unser Gehirn. Und dass bestimmte Wellenmuster bestimmte Gefühle auslösen können, wird heute auch in der Wissenschaft angenommen. Klar ist, dass es da noch sehr viel mehr gibt, als wir mit unseren fünf Sinnen wahrnehmen können. Überhaupt – sind es nur fünf Sinne? Im Augenblick konzentrieren sich meine Sinne und meine ganze Vorfreude auf das Lunchpaket, das ich der Einfachheit halber nur außen an meinen Rucksack gehängt habe. Und dieses Paket ist so umfangreich, dass ich nicht rationieren muss wie sonst. Hier in der freien Natur lasse ich mir eines von drei Sandwiches schmecken. Überhaupt ist die Wegzehrung für den Pilger fast so etwas wie eine Weihnachtstüte für mich. Kalorien pur!

Heute lasse ich mir Zeit. Ich wandere ein paar Kilometer barfuß. Nehme mir Zeit für Fotos und für mein Tagebuch. Natürlich verlaufe ich mich auch wieder einmal grandios. Der Weg führt mich ungewollt zu einem großen Wasserreservoir und wieder zurück in den Wald. Dann über Wiesen, immer der Himmelsrichtung nach. Und nach einer guten Stunde sehe ich den ersten Holzpfahl mit einer verwaschenen Wegmarkierung. Zeit für eine weitere kleine Pause.

Am Nachmittag stoße ich auf eine Gruppe israelischer Mountainbiker, die hier mitten im Grünen Brotzeit machen. Meinem fröhlichen Schalom schallen ein Dutzend lachende Schaloms entgegen. Und schon sitze ich bei der Gruppe und darf Tee mittrinken. „I love Germany“, sagt einer, der sich mit Gideon vorstellt. Gideon ist wie die anderen so zwischen 50 und 60 und gut durchtrainiert. Sofort ist Berlin das Thema. Fast die Hälfte der Radfahrer hier war schon in Berlin. München scheint in der Gunst deutlich abgeschlagen, aber immerhin kann ich die Mountainbiker für die „German Alps“, die Deutschen Alpen begeistern. Essen nehme ich keines mehr an und ich sage auch nicht, dass ich…

Doch dann bittet Gideon mich, dass er auch auf meiner Hose unterschreiben darf. Gesagt getan. Er hat mir ja Tee gereicht. Als dann die anderen auch möchten, muss ich den tieferen Sinn erklären. Dass mir hier völlig fremde Menschen Wasser gegeben haben. Oder hier, ein Araber einen Becher Cola. Oder hier – nein hier: „Das war ein Stück Vollkornbrot in Migdal“. Schon hält mir eine der Damen einen Schokokeks unter die Nase und sagt: „Iss den, ich möchte auch unterschreiben“. Dann muss Chana aber bemerkt haben, dass dieses Thema für mich eine sehr große Bedeutung gewonnen hat und dass ich mit meiner Fassung ringe. Sie gibt mir den Stift zurück und legt dafür noch einen zweiten Keks auf meine Hand. „Ich wünsche dir nur Gutes auf deinem Shvil Israel“ sagt sie und berührt dabei meinen Arm.

Weiter geht es. Und mindestens 24 Augen sehen mir nach. Weiter. Nur wohin? Gleich auf den ersten Schritten gabelt sich der schmale Fußpfad in drei Richtungen. Links, geradeaus oder rechts weitergehen? Doch prompt zeigen viele Handzeichen „geradeaus“, begleitet von Rufen wie „Good luck“. Bin ich schüchtern geworden? Meine versteinerte Schutzhülle scheine ich auf jeden Fall verloren zu haben. Das macht mich verwundbar. Darf ich als „echter Kerl“ Tränen in den Augen haben? Darf ich Gefühle zeigen? Ich meine damit auch, Gefühle vor mir selbst zulassen? Ich weiß es nicht. Und weil mir Gott sei Dank auch niemand zuhört, kann ich diese Frage unbeantwortet im Raum stehen lassen. Ähm, in welchem Raum? Da schweifen meine Gedanken dann auch schon wieder ab in die Ferne. Habe ich meine Gedanken soeben wieder einmal ins Universum geschickt?

 

Heute werde ich in Alon HaGalil Halt machen. Hier soll es Trail Angels geben. So richtig gut verstanden habe ich am Telefon nicht wirklich, wo ich hin soll und was mich da erwartet. Außer einem „Na, komm einfach mal vorbei“. Auf der Landkarte geht es da erst einmal über die Autobahn. Und ehrlich gesagt: Auf öde Kilometer entlang irgendwelcher Hauptverkehrsadern habe ich keine Lust. Schon auf meinem Jakobsweg habe ich schwer geschluckt, wenn es an einer Schnellstraße entlang ging.

Israel überrascht mich hier schon wieder positiv. Ich komme aus einem kleinen Wald heraus. Links und rechts blühen blauviolette Kornblumen. Dann kommt eine Art Kuhgatter. Unmittelbar danach stehe ich vor der Autobahn. Und: Ich stehe vor einem kleinen Schildchen „Pilgrams please here“. Pilger bitte hier. Man hat hier tatsächlich für Wanderer und Radfahrer eine kleine Unterführung vorgesehen. Raus aus dem Loch, blauer Himmel. Natur. Schnell ist die Straße vergessen. Ich bin mit ihr nicht in Berührung gekommen. Der Weg führt hinauf. Schon von Weitem sehe ich das gelbe Tor von Alon HaGalil. Dann stehe ich hier. Ich vermute schon, ich sei falsch, als Ruben, ein etwa zwanzigjähriger Israeli, mir weiterhilft.

„Trail Angel? Shlomit ist Trail Angel“, sagt er. Er deutet in die Richtung, aus der ich gerade gekommen bin. Also zurück. Zurück in die Natur. Wie lang doch ein Kilometer sein kann, wenn man ihn zu Fuß zurückgehen muss. Natürlich überkommen mich schon bald meine ersten Zweifel. Hier ist nichts mehr. Hier bin ich wieder draußen. Hier ist weit und breit nichts. Plötzlich höre ich das Knattern eines Quads. Ruben rauscht mir mit vollem Speed nach und winkt schon von weitem. Hat er gesehen, dass ich stehengeblieben bin und in meine Karten sehe? Hat er gespürt, dass ich mich nicht auskenne? „Ja, du bist richtig hier!“ Ruben zeigt mir, dass ich fast vor meinem Ziel stehe: Eine zeltartige Halle, versteckt hinter den Bäumen. Das ist der Mountainbike-Shop von Shlomit! Und tatsächlich: Vor einem Naturpark des KKL befindet sich hier mitten in der grünen Landschaft ein großes „Mountainbike-Zelt“. Ich danke Ruben und gehe mit müden Schritten auf das Zelt zu. Nur ein Auto steht hier herum. Shlomit hat mich schon gesehen. Sie steht auf und kommt auf mich zu. Shlomit dürfte Anfang fünfzig sein, hat strahlende Augen und rötlich blondes Haar. „Du bist Christian?“ ,ruft mir Shlomit entgegen und lacht. „Ich weiß alles über dich“, fährt sie fort, „auch, dass du sehr bescheiden warst und keinen weiteren Schokokeks mehr wolltest.“

 

Abmahnung: Angelika Kohlmeier beschädigt Israel Engagement für gute Sache

Christian Seebauer schreibt für unsere Völkerverständigung Israel-Deutschland. Er setzt sich im positiven Sinne ein für Israel und seine Menschen. Und er möchte helfen, die Vergangenheit liebevoll zu überwinden und ihr Verständnis und Nächstenliebe, Freundschaft und Austausch entgegenzusetzen. Leider wird unser Autor dabei immer wieder auch ganz persönlich angegriffen. Oft billig. Oft fies. Oft als Shitstorm. Oft antisemitisch. Oft persönlich. Oft mit Leib und Leben. Oft finanziell. Manchmal wird sogar seine Familie angegriffen. All das hindert ihn und uns nicht daran, begeistert und fair über Israel zu berichten.

Dies gilt auch für Angelika Kohlmeier, die unseren Redakteur Christian Seebauer ganz privat mit einer 5-Stelligen Abmahnung und juristischem Unrat überzieht. Wir jedenfalls sagen: Liebe Frau Kohlmeier: Bitte verfolgen Sie nicht Israelfreunde oder gemeinnützige Blogs aus niederen Beweggründen. Entschuldigen Sie sich endlich und erstatten Sie die uns verursachten Kosten. Lassen Sie unsere Autoren in Frieden und wenden Sie sich auch in Ihrem eigenen Leben einem positiven Zweck und einer positiven Richtig zu.

 

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Langsam wird mir klar, wie klein Israel ist. Und klar ist auch, dass sich die Moutainbiker hier ihre Fahrräder geliehen haben und von dem verrückten Deutschen erzählt haben. Shlomit erlaubt mir, dass ich mein Zelt auf der Wiese aufstellen und die Toilette benutzen darf. Ich bekomme einen israelischen Kaffee. Und ich lerne die ganze Familie kennen. Den Sohn, der seine neue Freundin das erste Mal mit dem Mountainbike durch die Prärie mitnimmt. Frisch verliebt. Sie hat es bestimmt nur ihm zuliebe gemacht. Aber immerhin. Ein guter Anfang.

Während ich eine Weile allein bin, gesellt sich ein Ehepaar zu mir an den Tisch, das gerade ihre Fahrradtour beendet hat. Während sie nach ihrem Kaffee schon zum Auto geht, spricht Omri mich auf eine Unterschrift auf meiner Jacke an, die mittlerweile auch schon beschriftet ist. „Den kenne ich“, sagt Omri und zeigt auf die Unterschrift, „Ehud ist Förster hier bei uns, beim KKL.“ Auch wenn ich den Überblick schon ein wenig verloren habe, fällt mir ein, dass das eine der ersten Unterschriften war. Ehud hat mich am ersten Tag beim Trampen von Tel Aviv nach Kibbuz Dan ein Stück mitgenommen und hat mir viel über „seine“ Wälder in Israel erzählt. Jetzt verstehe ich, warum er sie „seine“ Wälder nannte. Die Welt ist schon klein. Omri arbeitet auch beim KKL, dem Keren Kayemeth LeIsrael, wie er mir erzählt. Der KKL ist Israels größte grüne Organisation. Sie pflanzt Wälder, wo früher Wüste war. Und sie baut Wasserreservoire, sammelt Regenwasser, baut Wasserrecycling-Anlagen.

Omris‘s Frau hat schon zweimal gewinkt, aber noch immer erzählt Omre mir mit Begeisterung über seine Wälder. Weil Omri mir einen Müsliriegel schenkt, darf auch er auf meiner Jacke unterschreiben. Dass das gerade Dr. Omri Boneh, einer der Direktoren des KKL höchstpersönlich war, erzählt mir Shlomit erst später. Dror und Shlomit führen hier ihr Geschäft mitten in der Natur. Trotzdem bekommt man hier outdoortechnisch gesehen das Beste vom Besten. Aber es passt eben auch menschlich. Nicht so, wie es mir in einem großen Allacher Sportgeschäft passiert ist. Hier hat man mir vor meiner Reise (von hoher Stelle) gesagt, dass meine Idee, um Wasser und Brot zu bitten einfach asozial ist und dass man mich hier bei der Frage nach Wasser aus dem Laden werfen würde. Und einen Angestellten, der mir etwas ohne Geld geben würde, gleich mit. Wenn ich mir etwas kaufen wolle, solle ich dies tun – und überhaupt, wenn ich als Pilger ohne Geld durch Deutschland ziehen würde, dann wäre das eine blöde Frage, ob ich hier Wasser bekommen könne.

Ja, mit solchen und ähnlichen Bemerkungen habe ich hier in Israel gerechnet. Schließlich bin ich hier Bettler. Auf Schritt und Tritt würden mich also wohl Beschimpfungen, Hass und Neins begleiten. Überall würde ich außen vor stehen. Ich würde aufgeben müssen. Die Reißleine ziehen. Erkennen müssen, dass meine dumme Naivität und mein Glaube an das Gute im Menschen in der Realität nichts verloren haben. Vielleicht würden zu Hause auch die ersten längst schon auf die Nachricht warten „ER – HAT – AUFGEGEBEN“ und dann im Flurfunkein „Ich hab‘s ja gewusst, konnte ja gar nicht gut gehen“ verbreiten. Ich weiß nicht, warum mir gerade jetzt dieses Sportgeschäft einfällt, aber es ist bezeichnend. Nur zu gerne würde ich hier den Namen dieses Geschäftes im Klartext nennen, den Namen des gehobenen Mitarbeiters. Denn immerhin sind die Aussagen zitierfähig. Er hat es ja geschafft. Geschafft, dass ich mir hier fernab von Deutschland noch einmal über ihn aufrege. Gut so. Denn genau das ist – die perfekte Unternehmenskultur. Und er ist bestimmt die perfekte Führungskraft, das perfekte Zahnrad im Getriebe.

Hier ein Auszug aus einem Managementseminar meines früheren Lebens. Und dabei hat es die Referentin der Unternehmensberatung keinesfalls etwa nur witzig oder ironisch gemeint

1. „Verachte deinen Kunden.

Komme ihm nicht nahe. Zeige ihm, dass du ihn nicht brauchst. Lasse ihn spüren, dass du ihn nicht willst.“

2. „Verkaufe alles, aber gib nichts!

Verkaufe auch deine Seele. Aber gib nichts. So lange du noch einen unter dir hast, den du treten kannst: Tu es!“

3. „Verarsche den Kunden so komplex, dass er jubelt!

Lass ihn bezahlen, dass er für dich wirbt.“

4. „Schütze Dich vor deinem Kunden!

Verweigere jegliche Erreichbarkeit, schicke ihn in Warteschleifen, beantworte nichts, lasse ihn immer ins Leere laufen, antworte nie (außer blöd)!“

5. „Verachte deine Mitarbeiter/Innen!

Letzte sind ebenso wenig wert wie erstere: Nichts!“

6. „Treffe Absprachen mit der Konkurrenz!“

7. „Ziehe Geld ab! Geld steht für Brutalität, nicht für soziales Engagement.“

8. „Betreibe Lobbyarbeit, mach andere erpressbar und nutze dies.“

9. „Arbeite mit Auskunfteien zusammen. Setze Negativeinträge, auch solche, die unberechtigt sind. Vernichte andere, bevor sie dir schaden können!“

10. „Gib Peanuts, Kindergarten, Schulen etc., demütige damit andere, wo du kannst.“

Dass in unserer von finanzieller Gier bestimmten Welt irgendetwas nicht mehr stimmt, ahnen wohl viele von uns. Nicht meine Idee des Bettelns halte ich für asozial. Die Welt selbst ist kalt geworden. Nicht umsonst werden Depressionskrankheiten heute extrem häufig. Viele sind dabei wohl krank geworden, weil sie im harten Arbeitsleben und an ihrem eigenen Schaffen gar keinen Sinn mehr sehen können. Man müht sich ab, man will hier raus, weiß nur nicht wie. Man fühlt sich hilflos und denkt: Geld beherrscht die Welt.

Meine Reise ist also auch so etwas wie „den Stecker ziehen“. Wir sind alle „unter Strom“ – und uch habe den Netzstecker „Geld“ gezogen, um endlich einmal zu sehen: Ist da am Ende doch noch etwas? Flackert da noch eine Notleuchte über uns? Sind wir einfach nur alle gefangen, in einem ganz großen Albtraum? Leben wir in einer schrecklichen Illusion, die uns unseres Glaubens beraubt? Und: Können wir uns befreien, wenn wir Abstand nehmen? Können wir die wahren Dinge des Lebens erkennen, wenn wir Abstand vom Geld nehmen?

Immer mehr wird mir klar, wie gut ich hier aufgehoben bin in Israel. Wie lieb die Menschen mich behandeln. Wenn Geld also kein Grund dafür ist, zu jemandem gut zu sein, muss es tiefgreifende menschliche Werte dafür geben: Nächstenliebe, Glauben, Vertrauen, echte Hilfsbereitschaft, Freude am Geben. Doch genau das bereitet mir in den letzten Tagen so sehr Kopfzerbrechen. Je mehr mir hier Fremde einfach helfen, umso mehr beschäftigt es mich, dass ich fast nie auf das Thema „deutsche Vergangenheit“ angesprochen werde. Wie ist das für Shlomit, mir zu helfen? Ich fasse mir also ein Herz und frage sie ganz direkt. Zum ersten Mal nehme ich hier das Wort Holocaust in den Mund und dann verstumme ich. Auch Shlomit ist verstummt. Zum ersten Mal habe ich Angst in Israel. Nicht Angst im Sinne von „sich bedroht fühlen“. Ich habe Angst davor, etwas zu hören, was ich ehrlich gesagt nie wirklich an mich herangelassen habe.

„Man kann das nicht verstehen…“ beginnt Shlomit. „Und es macht auch gar keinen Sinn, wenn ich meinen Kindern im Kindergarten von den Sechs-Komma-drei Millionen Juden erzähle, die in der Schoah umgebracht wurden.“ Shlomit erklärt kurz, dass sie nebenbei im Kindergarten unterrichtet. „Es macht schon deshalb keinen Sinn, weil sich meine Kinder diese Zahl Sechs-Komma-drei Millionen einfach nicht vorstellen können.“ „Ich sage ihnen dann einfach, dass ich alle meine vier Großeltern gleichzeitig verloren habe.“ Shlomit steht auf und holt sich ein Taschentuch. Ich würde jetzt am liebsten davonlaufen. Sechs-Komma-drei Millionen. Das sind mehr als die unendlich vielen Schritte, die ich auf meinem gesamten Israel Trail in vielen Wochen über 1.000 Kilometer machen werde.

„Ja, so war das“, meint Shlomit. Sie erzählt mir, dass sie viel mit Ihrem Mann Dror und Mountainbikern in ganz Europa unterwegs sei. Und sie erzählt mir, dass sie durch Deutschland jedes Mal einen Nachtzug genommen habe und nie aus dem Fenster sehen wollte. „Ich bin noch nie in Deutschland ausgestiegen, das habe ich nie geschafft.“ Im gleichen Moment sagt sie zu mir: „Tut mir leid, wollte ich dir nicht erzählen“. Dann sitzen wir beide eine Weile stumm am Tisch. Dror geht an uns vorbei. Er hat bemerkt, dass seine Frau geweint hat. Er legt ihr kurz den Arm auf die Schulter und lässt uns dann weiter allein. Nichts ist da, was ich jetzt sagen könnte. Nichts, was ich ungeschehen machen könnte. Ich fühle mich wie ein kleines Kind, möchte einfach nur losheulen. Möchte Shlomit in den Arm nehmen, aber das traue ich mich natürlich nicht. Dann bricht Shlomit das Schweigen: „Soll ich es versuchen?“

„Was versuchen?“ stammle ich unbeholfen vor mich hin.

„Na, das nächste Mal aus dem Zug aussteigen. Es versuchen!“

Ich weiß nicht, was ich antworten soll. Überhaupt würde wohl jede Antwort daneben gehen. Schließlich sagt sie mit fester Stimme zu mir:

„Ja, ich werde es machen, Christian. Das nächste Mal steige ich aus. Ich werde einfach irgendwo fragen, ob ich einen Kaffee bekomme.“ Das wirft schon die nächste Frage bei mir auf. Wird sie überall einen Kaffee bekommen? Werden die Menschen gut zu ihr sein? Shlomit scheint meine Frage zu ahnen und sagt „Nein, nicht so wie du ohne Geld. Wir haben viele gute Freunde in Deutschland. Eigentlich sollte ich das schon lange einmal tun.“

Es ist nun bereits dunkel geworden und Dror hat in seinem Bikeladen das Licht schon ausgemacht. Ich bin froh, als beide weg sind und sitze noch sehr lange hier am Tisch. Erst gegen zehn Uhr verziehe ich mich in mein kleines grünes Zelt. Es ist kalt geworden. Heute möchte ich nicht einmal mehr Zähneputzen. Dann kommen Dror und Shlomit noch einmal mit Ihrem Wagen zurück. Beide bitten Sie mich, ich solle mein Zelt zusammenpacken und bitte bei ihnen im Haus übernachten. Es fällt mir schwer, nein zu sagen und den Lichtern ihres Jeeps noch einmal hinterherzusehen. Aber ich denke, es war einfach auch eine ganz großartige Geste. Sie haben mir gezeigt: Unsere Tür steht dir offen. Und ich bin mir sicher, eines Tages komme ich hierher mit meiner Familie zurück. Im Naturpark radfahren, Dror und Shlomit wiedersehen.

 

Sie sprechen noch deutsch

Von Alon HaGalil nach Isfiya

Etwa 31 Kilometer, 920 Höhenmeter Gesamtanstieg. Trinkwasserverbrauch 5 Liter.

Weil die gestrige Etappe zu kurz war, ist die heutige zu lang. Eigentlich hätte ich gestern noch acht Kilometer weiter bis nach Hanezirim Mill wandern müssen. Von dort aus sind es nach Isfiya etwa 22 Kilometer. Isfiya, manchmal auch Ussefiya geschrieben ist ein kleines drusisches Städtchen mit knapp 25 000 Einwohnern. Die Drusen sind eine eigene Religionsgemeinschaft, die heute hauptsächlich noch im Libanon und Syrien vertreten sind. In Isfiya erwartet mich heute Abend Trail Angel Gilad. Weil Gilad noch nicht zu Hause ist, warte ich auf einer kleinen Parkbank im angrenzenden Wald. In Isfiya habe ich von einer arabischen Familie Pizzabrot bekommen, einen Leckerbissen, den ich hier auf der Parkbank genießen möchte.

Dann gesellt sich ein altes Ehepaar zu mir. Paul und seine Frau Nachamma sprechen englisch mit mir. Nach einer Weile versucht Paul es dann auf Deutsch. Er war als Kind in Deutschland, verschont mich aber mit einer entsprechenden Geschichte und unterhält sich mit mir liebend gerne über den Israel National Trail. Nachamma lacht und meint, wenn Paul noch könnte, würde er den auch noch heute gerne gehen. In Teilen seien sie ihn schon gelaufen. Und dass auch ein Nichtisraeli sich hier für die Natur interessiert, finden sie großartig. Am Abend treffe ich dann auch Gilad. Heute schlafe ich in einem richtigen Bett!

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Fürchte dich nicht, nichts zu haben. Fürchte dich nicht davor, Gott und andere Menschen um etwas zu bitten. Fürchte dich nicht, es mit großer Dankbarkeit zu nehmen. Und fürchte dich nicht, vor dem, was vor dir liegt... Gestern am Hotelberg hätte ich schwören können, weit draußen das Mittelmeer gesehen zu haben. Heute sehe ich nichts mehr davon. Dafür geht es aus Nazareth heraus und hinein in einen herrlich grünen Wald. Vögel zwitschern in Israel. Traumhaft. Der Israel Trail ist hier wieder ein rötlich lehmiger Feldweg mit vielen Pfützen vom Regen des Vortages. Hier komme ich gut voran und kann meine Füße schonen. Der Untergrund ist weich und das Gehen an sich tut gut. Ich habe gerade angefangen, Selbstgespräche zu führen. Ob sie laut sind, weiß ich nicht. Ich baue alle möglichen hebräischen Worte ein, auch wenn ich nicht genau weiß, ob sie richtig sind. Trotzdem: Ich bin mir sicher, dass ich ein klein wenig vom Gesprochenen verstehe. Nicht wirklich wegen der Sprache, sondern wegen der Sympathie und der aufs Einfachste reduzierten Umstände. Meine Themen sind schließlich immer die gleichen. Es geht um eine Begrüßung, darum, menschliche Nähe herzustellen. Es geht um Wertschätzung, um Achtung und Achtsamkeit. Es geht – ganz im Gegensatz zur normalen Arbeitswelt – darum, vom Anderen etwas zu erfahren, zur Not auch ohne gemeinsame Sprache. Da fallen immer wieder die gleichen Wörter. So kann man lernen. So haben auch Mönche früher gelernt. Im Gehen. Weit vor mir sehe ich dann zwei Wanderer, die mir zunächst entgegenkommen und dann den Weg verlassen und eine Almwiese hinuntergehen. Das muss Sabres sein. Und die beiden sind Gal und Shahar. Ich denke, sie haben sich heute nach Nazareth bringen lassen und sind nun vor mir unterwegs. Ich pfeife den beiden zu und winke. Gal dreht sich zwar um, geht aber weiter. Ob es der halbe Kilometer ist, der uns trennt? Oder ob meine Augen einfach besser sind? Oder ob es einfach nur so ist, dass sich unsere Wege bereits schon gekreuzt haben und nun jeder wieder auf seinem eigenen unterwegs ist? Ich beschließe, Pause zu machen und die beiden ziehen zu lassen. Ich genieße gerade das Alleinsein, die beiden vor mir sicher auch. Während ich mich hinsetze, enthuscht mir ein Lächeln und ich sage halblaut: „Hey, alles, alles Gute für Euch!“, so als ob sie mich hören könnten. Aber vielleicht können sie das ja tatsächlich. Ausgeschlossen ist das zumindest physikalisch keineswegs. Schließlich basiert das, was in unseren Gehirnen stattfindet, auf elektromagnetischen Wellen. Und die machen bekanntlich an der eigenen Schädeldecke nicht halt. Was schließlich „Bewusstsein“ überhaupt ist, darüber ist man sich bis heute noch gar nicht einig. Es scheint so zu sein, dass man sich einen Teil seiner eigenen elektromagnetischen Gehirntätigkeit „bewusst“ machen kann. Warum soll man sich nicht auch einen Teil fremder elektromagnetischer Gehirntätigkeit bewusst machen können? Diese Wellen durchströmen ja ebenso auch unser Gehirn. Und dass bestimmte Wellenmuster bestimmte Gefühle auslösen können, wird heute auch in der Wissenschaft angenommen. Klar ist, dass es da noch sehr viel mehr gibt, als wir mit unseren fünf Sinnen wahrnehmen können. Überhaupt – sind es nur fünf Sinne? Im Augenblick konzentrieren sich meine Sinne und meine ganze Vorfreude auf das Lunchpaket, das ich der Einfachheit halber nur außen an meinen Rucksack gehängt habe. Und dieses Paket ist so umfangreich, dass ich nicht rationieren muss wie sonst. Hier in der freien Natur lasse ich mir eines von drei Sandwiches schmecken. Überhaupt ist die Wegzehrung für den Pilger fast so etwas wie eine Weihnachtstüte für mich. Kalorien pur! Heute lasse ich mir Zeit. Ich wandere ein paar Kilometer barfuß. Nehme mir Zeit für Fotos und für mein Tagebuch. Natürlich verlaufe ich mich auch wieder einmal grandios. Der Weg führt mich ungewollt zu einem großen Wasserreservoir und wieder zurück in den Wald. Dann über Wiesen, immer der Himmelsrichtung nach. Und nach einer guten Stunde sehe ich den ersten Holzpfahl mit einer verwaschenen Wegmarkierung. Zeit für eine weitere kleine Pause. Am Nachmittag stoße ich auf eine Gruppe israelischer Mountainbiker, die hier mitten im Grünen Brotzeit machen. Meinem fröhlichen Schalom schallen ein Dutzend lachende Schaloms entgegen. Und schon sitze ich bei der Gruppe und darf Tee mittrinken. „I love Germany“, sagt einer, der sich mit Gideon vorstellt. Gideon ist wie die anderen so zwischen 50 und 60 und gut durchtrainiert. Sofort ist Berlin das Thema. Fast die Hälfte der Radfahrer hier war schon in Berlin. München scheint in der Gunst deutlich abgeschlagen, aber immerhin kann ich die Mountainbiker für die „German Alps“, die Deutschen Alpen begeistern. Essen nehme ich keines mehr an und ich sage auch nicht, dass ich... Doch dann bittet Gideon mich, dass er auch auf meiner Hose unterschreiben darf. Gesagt getan. Er hat mir ja Tee gereicht. Als dann die anderen auch möchten, muss ich den tieferen Sinn erklären. Dass mir hier völlig fremde Menschen Wasser gegeben haben. Oder hier, ein Araber einen Becher Cola. Oder hier – nein hier: „Das war ein Stück Vollkornbrot in Migdal“. Schon hält mir eine der Damen einen Schokokeks unter die Nase und sagt: „Iss den, ich möchte auch unterschreiben“. Dann muss Chana aber bemerkt haben, dass dieses Thema für mich eine sehr große Bedeutung gewonnen hat und dass ich mit meiner Fassung ringe. Sie gibt mir den Stift zurück und legt dafür noch einen zweiten Keks auf meine Hand. „Ich wünsche dir nur Gutes auf deinem Shvil Israel“ sagt sie und berührt dabei meinen Arm. Weiter geht es. Und mindestens 24 Augen sehen mir nach. Weiter. Nur wohin? Gleich auf den ersten Schritten gabelt sich der schmale Fußpfad in drei Richtungen. Links, geradeaus oder rechts weitergehen? Doch prompt zeigen viele Handzeichen „geradeaus“, begleitet von Rufen wie „Good luck“. Bin ich schüchtern geworden? Meine versteinerte Schutzhülle scheine ich auf jeden Fall verloren zu haben. Das macht mich verwundbar. Darf ich als „echter Kerl“ Tränen in den Augen haben? Darf ich Gefühle zeigen? Ich meine damit auch, Gefühle vor mir selbst zulassen? Ich weiß es nicht. Und weil mir Gott sei Dank auch niemand zuhört, kann ich diese Frage unbeantwortet im Raum stehen lassen. Ähm, in welchem Raum? Da schweifen meine Gedanken dann auch schon wieder ab in die Ferne. Habe ich meine Gedanken soeben wieder einmal ins Universum geschickt? Heute werde ich in Alon HaGalil Halt machen. Hier soll es Trail Angels geben. So richtig gut verstanden habe ich am Telefon nicht wirklich, wo ich hin soll und was mich da erwartet. Außer einem „Na, komm einfach mal vorbei“. Auf der Landkarte geht es da erst einmal über die Autobahn. Und ehrlich gesagt: Auf öde Kilometer entlang irgendwelcher Hauptverkehrsadern habe ich keine Lust. Schon auf meinem Jakobsweg habe ich schwer geschluckt, wenn es an einer Schnellstraße entlang ging. Israel überrascht mich hier schon wieder positiv. Ich komme aus einem kleinen Wald heraus. Links und rechts blühen blauviolette Kornblumen. Dann kommt eine Art Kuhgatter. Unmittelbar danach stehe ich vor der Autobahn. Und: Ich stehe vor einem kleinen Schildchen „Pilgrams please here“. Pilger bitte hier. Man hat hier tatsächlich für Wanderer und Radfahrer eine kleine Unterführung vorgesehen. Raus aus dem Loch, blauer Himmel. Natur. Schnell ist die Straße vergessen. Ich bin mit ihr nicht in Berührung gekommen. Der Weg führt hinauf. Schon von Weitem sehe ich das gelbe Tor von Alon HaGalil. Dann stehe ich hier. Ich vermute schon, ich sei falsch, als Ruben, ein etwa zwanzigjähriger Israeli, mir weiterhilft. „Trail Angel? Shlomit ist Trail Angel“, sagt er. Er deutet in die Richtung, aus der ich gerade gekommen bin. Also zurück. Zurück in die Natur. Wie lang doch ein Kilometer sein kann, wenn man ihn zu Fuß zurückgehen muss. Natürlich überkommen mich schon bald meine ersten Zweifel. Hier ist nichts mehr. Hier bin ich wieder draußen. Hier ist weit und breit nichts. Plötzlich höre ich das Knattern eines Quads. Ruben rauscht mir mit vollem Speed nach und winkt schon von weitem. Hat er gesehen, dass ich stehengeblieben bin und in meine Karten sehe? Hat er gespürt, dass ich mich nicht auskenne? „Ja, du bist richtig hier!“ Ruben zeigt mir, dass ich fast vor meinem Ziel stehe: Eine zeltartige Halle, versteckt hinter den Bäumen. Das ist der Mountainbike-Shop von Shlomit! Und tatsächlich: Vor einem Naturpark des KKL befindet sich hier mitten in der grünen Landschaft ein großes „Mountainbike-Zelt“. Ich danke Ruben und gehe mit müden Schritten auf das Zelt zu. Nur ein Auto steht hier herum. Shlomit hat mich schon gesehen. Sie steht auf und kommt auf mich zu. Shlomit dürfte Anfang fünfzig sein, hat strahlende Augen und rötlich blondes Haar. „Du bist Christian?“ ,ruft mir Shlomit entgegen und lacht. „Ich weiß alles über dich“, fährt sie fort, „auch, dass du sehr bescheiden warst und keinen weiteren Schokokeks mehr wolltest.“ Abmahnung: Angelika Kohlmeier beschädigt Israel Engagement für gute Sache Christian Seebauer schreibt für unsere Völkerverständigung Israel-Deutschland. Er setzt sich im positiven Sinne ein für Israel und seine Menschen. Und er möchte helfen, die Vergangenheit liebevoll zu überwinden und ihr Verständnis und Nächstenliebe, Freundschaft und Austausch entgegenzusetzen. Leider wird unser Autor dabei immer wieder auch ganz persönlich angegriffen. Oft billig. Oft fies. Oft als Shitstorm. Oft antisemitisch. Oft persönlich. Oft mit Leib und Leben. Oft finanziell. Manchmal wird sogar seine Familie angegriffen. All das hindert ihn und uns nicht daran, begeistert und fair über Israel zu berichten. Dies gilt auch für Angelika Kohlmeier, die unseren Redakteur Christian Seebauer ganz privat mit einer 5-Stelligen Abmahnung und juristischem Unrat überzieht. Wir jedenfalls sagen: Liebe Frau Kohlmeier: Bitte verfolgen Sie nicht Israelfreunde oder gemeinnützige Blogs aus niederen Beweggründen. Entschuldigen Sie sich endlich und erstatten Sie die uns verursachten Kosten. Lassen Sie unsere Autoren in Frieden und wenden Sie sich auch in Ihrem eigenen Leben einem positiven Zweck und einer positiven Richtig zu. Mehr dazu -> Langsam wird mir klar, wie klein Israel ist. Und klar ist auch, dass sich die Moutainbiker hier ihre Fahrräder geliehen haben und von dem verrückten Deutschen erzählt haben. Shlomit erlaubt mir, dass ich mein Zelt auf der Wiese aufstellen und die Toilette benutzen darf. Ich bekomme einen israelischen Kaffee. Und ich lerne die ganze Familie kennen. Den Sohn, der seine neue Freundin das erste Mal mit dem Mountainbike durch die Prärie mitnimmt. Frisch verliebt. Sie hat es bestimmt nur ihm zuliebe gemacht. Aber immerhin. Ein guter Anfang. Während ich eine Weile allein bin, gesellt sich ein Ehepaar zu mir an den Tisch, das gerade ihre Fahrradtour beendet hat. Während sie nach ihrem Kaffee schon zum Auto geht, spricht Omri mich auf eine Unterschrift auf meiner Jacke an, die mittlerweile auch schon beschriftet ist. „Den kenne ich“, sagt Omri und zeigt auf die Unterschrift, „Ehud ist Förster hier bei uns, beim KKL.“ Auch wenn ich den Überblick schon ein wenig verloren habe, fällt mir ein, dass das eine der ersten Unterschriften war. Ehud hat mich am ersten Tag beim Trampen von Tel Aviv nach Kibbuz Dan ein Stück mitgenommen und hat mir viel über „seine“ Wälder in Israel erzählt. Jetzt verstehe ich, warum er sie „seine“ Wälder nannte. Die Welt ist schon klein. Omri arbeitet auch beim KKL, dem Keren Kayemeth LeIsrael, wie er mir erzählt. Der KKL ist Israels größte grüne Organisation. Sie pflanzt Wälder, wo früher Wüste war. Und sie baut Wasserreservoire, sammelt Regenwasser, baut Wasserrecycling-Anlagen. Omris‘s Frau hat schon zweimal gewinkt, aber noch immer erzählt Omre mir mit Begeisterung über seine Wälder. Weil Omri mir einen Müsliriegel schenkt, darf auch er auf meiner Jacke unterschreiben. Dass das gerade Dr. Omri Boneh, einer der Direktoren des KKL höchstpersönlich war, erzählt mir Shlomit erst später. Dror und Shlomit führen hier ihr Geschäft mitten in der Natur. Trotzdem bekommt man hier outdoortechnisch gesehen das Beste vom Besten. Aber es passt eben auch menschlich. Nicht so, wie es mir in einem großen Allacher Sportgeschäft passiert ist. Hier hat man mir vor meiner Reise (von hoher Stelle) gesagt, dass meine Idee, um Wasser und Brot zu bitten einfach asozial ist und dass man mich hier bei der Frage nach Wasser aus dem Laden werfen würde. Und einen Angestellten, der mir etwas ohne Geld geben würde, gleich mit. Wenn ich mir etwas kaufen wolle, solle ich dies tun – und überhaupt, wenn ich als Pilger ohne Geld durch Deutschland ziehen würde, dann wäre das eine blöde Frage, ob ich hier Wasser bekommen könne. Ja, mit solchen und ähnlichen Bemerkungen habe ich hier in Israel gerechnet. Schließlich bin ich hier Bettler. Auf Schritt und Tritt würden mich also wohl Beschimpfungen, Hass und Neins begleiten. Überall würde ich außen vor stehen. Ich würde aufgeben müssen. Die Reißleine ziehen. Erkennen müssen, dass meine dumme Naivität und mein Glaube an das Gute im Menschen in der Realität nichts verloren haben. Vielleicht würden zu Hause auch die ersten längst schon auf die Nachricht warten „ER – HAT – AUFGEGEBEN“ und dann im Flurfunkein „Ich hab‘s ja gewusst, konnte ja gar nicht gut gehen“ verbreiten. Ich weiß nicht, warum mir gerade jetzt dieses Sportgeschäft einfällt, aber es ist bezeichnend. Nur zu gerne würde ich hier den Namen dieses Geschäftes im Klartext nennen, den Namen des gehobenen Mitarbeiters. Denn immerhin sind die Aussagen zitierfähig. Er hat es ja geschafft. Geschafft, dass ich mir hier fernab von Deutschland noch einmal über ihn aufrege. Gut so. Denn genau das ist – die perfekte Unternehmenskultur. Und er ist bestimmt die perfekte Führungskraft, das perfekte Zahnrad im Getriebe. Hier ein Auszug aus einem Managementseminar meines früheren Lebens. Und dabei hat es die Referentin der Unternehmensberatung keinesfalls etwa nur witzig oder ironisch gemeint 1. „Verachte deinen Kunden. Komme ihm nicht nahe. Zeige ihm, dass du ihn nicht brauchst. Lasse ihn spüren, dass du ihn nicht willst.“ 2. „Verkaufe alles, aber gib nichts! Verkaufe auch deine Seele. Aber gib nichts. So lange du noch einen unter dir hast, den du treten kannst: Tu es!“ 3. „Verarsche den Kunden so komplex, dass er jubelt! Lass ihn bezahlen, dass er für dich wirbt.“ 4. „Schütze Dich vor deinem Kunden! Verweigere jegliche Erreichbarkeit, schicke ihn in Warteschleifen, beantworte nichts, lasse ihn immer ins Leere laufen, antworte nie (außer blöd)!“ 5. „Verachte deine Mitarbeiter/Innen! Letzte sind ebenso wenig wert wie erstere: Nichts!“ 6. „Treffe Absprachen mit der Konkurrenz!“ 7. „Ziehe Geld ab! Geld steht für Brutalität, nicht für soziales Engagement.“ 8. „Betreibe Lobbyarbeit, mach andere erpressbar und nutze dies.“ 9. „Arbeite mit Auskunfteien zusammen. Setze Negativeinträge, auch solche, die unberechtigt sind. Vernichte andere, bevor sie dir schaden können!“ 10. „Gib Peanuts, Kindergarten, Schulen etc., demütige damit andere, wo du kannst.“ Dass in unserer von finanzieller Gier bestimmten Welt irgendetwas nicht mehr stimmt, ahnen wohl viele von uns. Nicht meine Idee des Bettelns halte ich für asozial. Die Welt selbst ist kalt geworden. Nicht umsonst werden Depressionskrankheiten heute extrem häufig. Viele sind dabei wohl krank geworden, weil sie im harten Arbeitsleben und an ihrem eigenen Schaffen gar keinen Sinn mehr sehen können. Man müht sich ab, man will hier raus, weiß nur nicht wie. Man fühlt sich hilflos und denkt: Geld beherrscht die Welt. Meine Reise ist also auch so etwas wie „den Stecker ziehen“. Wir sind alle „unter Strom“ – und uch habe den Netzstecker „Geld“ gezogen, um endlich einmal zu sehen: Ist da am Ende doch noch etwas? Flackert da noch eine Notleuchte über uns? Sind wir einfach nur alle gefangen, in einem ganz großen Albtraum? Leben wir in einer schrecklichen Illusion, die uns unseres Glaubens beraubt? Und: Können wir uns befreien, wenn wir Abstand nehmen? Können wir die wahren Dinge des Lebens erkennen, wenn wir Abstand vom Geld nehmen? Immer mehr wird mir klar, wie gut ich hier aufgehoben bin in Israel. Wie lieb die Menschen mich behandeln. Wenn Geld also kein Grund dafür ist, zu jemandem gut zu sein, muss es tiefgreifende menschliche Werte dafür geben: Nächstenliebe, Glauben, Vertrauen, echte Hilfsbereitschaft, Freude am Geben. Doch genau das bereitet mir in den letzten Tagen so sehr Kopfzerbrechen. Je mehr mir hier Fremde einfach helfen, umso mehr beschäftigt es mich, dass ich fast nie auf das Thema „deutsche Vergangenheit“ angesprochen werde. Wie ist das für Shlomit, mir zu helfen? Ich fasse mir also ein Herz und frage sie ganz direkt. Zum ersten Mal nehme ich hier das Wort Holocaust in den Mund und dann verstumme ich. Auch Shlomit ist verstummt. Zum ersten Mal habe ich Angst in Israel. Nicht Angst im Sinne von „sich bedroht fühlen“. Ich habe Angst davor, etwas zu hören, was ich ehrlich gesagt nie wirklich an mich herangelassen habe. „Man kann das nicht verstehen...“ beginnt Shlomit. „Und es macht auch gar keinen Sinn, wenn ich meinen Kindern im Kindergarten von den Sechs-Komma-drei Millionen Juden erzähle, die in der Schoah umgebracht wurden.“ Shlomit erklärt kurz, dass sie nebenbei im Kindergarten unterrichtet. „Es macht schon deshalb keinen Sinn, weil sich meine Kinder diese Zahl Sechs-Komma-drei Millionen einfach nicht vorstellen können.“ „Ich sage ihnen dann einfach, dass ich alle meine vier Großeltern gleichzeitig verloren habe.“ Shlomit steht auf und holt sich ein Taschentuch. Ich würde jetzt am liebsten davonlaufen. Sechs-Komma-drei Millionen. Das sind mehr als die unendlich vielen Schritte, die ich auf meinem gesamten Israel Trail in vielen Wochen über 1.000 Kilometer machen werde. „Ja, so war das“, meint Shlomit. Sie erzählt mir, dass sie viel mit Ihrem Mann Dror und Mountainbikern in ganz Europa unterwegs sei. Und sie erzählt mir, dass sie durch Deutschland jedes Mal einen Nachtzug genommen habe und nie aus dem Fenster sehen wollte. „Ich bin noch nie in Deutschland ausgestiegen, das habe ich nie geschafft.“ Im gleichen Moment sagt sie zu mir: „Tut mir leid, wollte ich dir nicht erzählen“. Dann sitzen wir beide eine Weile stumm am Tisch. Dror geht an uns vorbei. Er hat bemerkt, dass seine Frau geweint hat. Er legt ihr kurz den Arm auf die Schulter und lässt uns dann weiter allein. Nichts ist da, was ich jetzt sagen könnte. Nichts, was ich ungeschehen machen könnte. Ich fühle mich wie ein kleines Kind, möchte einfach nur losheulen. Möchte Shlomit in den Arm nehmen, aber das traue ich mich natürlich nicht. Dann bricht Shlomit das Schweigen: „Soll ich es versuchen?“ „Was versuchen?“ stammle ich unbeholfen vor mich hin. „Na, das nächste Mal aus dem Zug aussteigen. Es versuchen!“ Ich weiß nicht, was ich antworten soll. Überhaupt würde wohl jede Antwort daneben gehen. Schließlich sagt sie mit fester Stimme zu mir: „Ja, ich werde es machen, Christian. Das nächste Mal steige ich aus. Ich werde einfach irgendwo fragen, ob ich einen Kaffee bekomme.“ Das wirft schon die nächste Frage bei mir auf. Wird sie überall einen Kaffee bekommen? Werden die Menschen gut zu ihr sein? Shlomit scheint meine Frage zu ahnen und sagt „Nein, nicht so wie du ohne Geld. Wir haben viele gute Freunde in Deutschland. Eigentlich sollte ich das schon lange einmal tun.“ Es ist nun bereits dunkel geworden und Dror hat in seinem Bikeladen das Licht schon ausgemacht. Ich bin froh, als beide weg sind und sitze noch sehr lange hier am Tisch. Erst gegen zehn Uhr verziehe ich mich in mein kleines grünes Zelt. Es ist kalt geworden. Heute möchte ich nicht einmal mehr Zähneputzen. Dann kommen Dror und Shlomit noch einmal mit Ihrem Wagen zurück. Beide bitten Sie mich, ich solle mein Zelt zusammenpacken und bitte bei ihnen im Haus übernachten. Es fällt mir schwer, nein zu sagen und den Lichtern ihres Jeeps noch einmal hinterherzusehen. Aber ich denke, es war einfach auch eine ganz großartige Geste. Sie haben mir gezeigt: Unsere Tür steht dir offen. Und ich bin mir sicher, eines Tages komme ich hierher mit meiner Familie zurück. Im Naturpark radfahren, Dror und Shlomit wiedersehen. Sie sprechen noch deutsch Von Alon HaGalil nach Isfiya Etwa 31 Kilometer, 920 Höhenmeter Gesamtanstieg. Trinkwasserverbrauch 5 Liter. Weil die gestrige Etappe zu kurz war, ist die heutige zu lang. Eigentlich hätte ich gestern noch acht Kilometer weiter bis nach Hanezirim Mill wandern müssen. Von dort aus sind es nach Isfiya etwa 22 Kilometer. Isfiya, manchmal auch Ussefiya geschrieben ist ein kleines drusisches Städtchen mit knapp 25 000 Einwohnern. Die Drusen sind eine eigene Religionsgemeinschaft, die heute hauptsächlich noch im Libanon und Syrien vertreten sind. In Isfiya erwartet mich heute Abend Trail Angel Gilad. Weil Gilad noch nicht zu Hause ist, warte ich auf einer kleinen Parkbank im angrenzenden Wald. In Isfiya habe ich von einer arabischen Familie Pizzabrot bekommen, einen Leckerbissen, den ich hier auf der Parkbank genießen möchte. Dann gesellt sich ein altes Ehepaar zu mir. Paul und seine Frau Nachamma sprechen englisch mit mir. Nach einer Weile versucht Paul es dann auf Deutsch. Er war als Kind in Deutschland, verschont mich aber mit einer entsprechenden Geschichte und unterhält sich mit mir liebend gerne über den Israel National Trail. Nachamma lacht und meint, wenn Paul noch könnte, würde er den auch noch heute gerne gehen. In Teilen seien sie ihn schon gelaufen. Und dass auch ein Nichtisraeli sich hier für die Natur interessiert, finden sie großartig. Am Abend treffe ich dann auch Gilad. Heute schlafe ich in einem richtigen Bett!Israel-Trail Post H1 Headlines Shlomit bricht Ihr Schweigen Array ( [0] => Abmahnung: Angelika Kohlmeier beschädigt Israel Engagement für gute Sache ) H2 Headlines zum Shvil Israel Beitrag Array ( ) Keywords zu diesem Israel-Trail-Beitrag:

    Israel-Trail

    Israel-Trail english excerpt:

    Shlomit breaks your silence

    From Nazareth to Alon HaGalil

    About 13 kilometers, a total ascent of 350 meters. Drinking water consumption 4 liters.

    At half past five I leave the beautiful hotel very quietly. The concierge doesn’t want to let me go without me taking a packed lunch. It was specially ordered for me. One of the security guards from yesterday is outside at the courtyard and calls out to me “Thank you for your visit”. Then he walks with you a few steps and asks me “Shvil Israel? – Israel Trail? ”I nod and he continues to ask“ Do you like Israel? ”I nod and say a very slow and deliberate“ Yes ”before I say goodbye with a very sentimental“ Toda – Thank you ”.

    Downhill Nazareth “goes” much easier. It’s still cool. Between wisps of white cloud I see blue sky. “Don’t be afraid” comes to mind again. Do not be afraid of the stranger. Not in front of other people. Do not be afraid to have nothing. Do not be afraid to ask God and other people for something. Do not be afraid to take it with great gratitude. And don’t be afraid of what lies ahead …

    Yesterday on the hotel mountain I could have sworn that I saw the Mediterranean far out there. Today I don’t see any more of it. But it goes out of Nazareth and into a wonderfully green forest. Birds chirp in Israel. Dreamlike. The Israel Trail is again a reddish loamy dirt road with lots of puddles from the rain of the previous day. I make good progress here and can spare my feet. The ground is soft and walking is good in itself. I just started talking to myself. I don’t know if they’re loud. I incorporate all kinds of Hebrew words, even if I’m not sure if they are correct. Still: I’m sure that I understand a little bit of what is being said. Not really because of the language, but because of the sympathy and the simplest of circumstances.

    After all, my topics are always the same. It’s about greeting, about establishing human closeness. It’s about appreciation, respect and mindfulness. In contrast to the normal world of work, it is about learning something from others, if necessary even without a common language. The same words keep coming up. That’s how you can learn. This is how monks learned earlier. While walking.

    Far in front of me I see two hikers who first come towards me and then leave the path and go down an alpine meadow. It has to be Sabers. And the two are Gal and Shahar. I think they were brought to Nazareth today and are now on their way ahead of me. I whistle to both of them and wave. Gal turns around but walks on. Is it half a kilometer that separates us? Or are my eyes just better? Or is it just the case that our paths have already crossed and now everyone is on their own again? I decide to take a break and let them go. I’m enjoying being alone right now, and I’m sure the two of them in front of me too. As I sit down, I smile and I say in a low voice: “Hey, everything, all the best for you!” as if you could hear me But maybe they actually can. This is by no means excluded, at least physically.

    After all, what happens in our brains is based on electromagnetic waves. And, as is well known, they don’t stop at your own skull. To this day there is still no agreement on what “consciousness” actually is. It seems that one can become “aware” of part of one’s own electromagnetic brain activity. Why shouldn’t one also be able to become aware of a part of foreign electromagnetic brain activity? These waves also flow through our brain. And that certain wave patterns can trigger certain feelings is now also assumed in science. It is clear that there is a lot more than we can perceive with our five senses. Anyway – is it just five senses? At the moment my senses and all my anticipation are concentrating on the packed lunch, which for the sake of simplicity I only hung on the outside of my backpack. And this package is so extensive that I don’t have to ration as usual. Here in the great outdoors I enjoy one of three sandwiches. In general, the food for the pilgrim is almost like a Christmas bag for me. Pure calories!

    Today I take my time. I walk barefoot for a few kilometers. Take time for photos and for my diary. Of course I also get lost again once again. The path unintentionally leads me to a large water reservoir and back into the forest. Then over meadows, always in the direction of the compass. And after a good hour I see the first wooden post with a faded path mark. Time for another little break.

    In the afternoon I run into a group of Israeli mountain bikers who are having a snack here in the middle of the countryside. A dozen laughing shaloms resound towards my happy shalom. And I’m already sitting with the group and allowed to drink tea. “I love Germany”, says someone who introduces himself with Gideon. Like the others, Gideon is between 50 and 60 and well trained. Berlin is the topic immediately. Almost half of the cyclists here have already been to Berlin. Munich seems far behind in favor, but at least I can get mountain bikers excited about the “German Alps”. I don’t take any more food and I don’t say that I …

    But then Gideon asks me to let him sign on my pants. Said and done. He passed me tea. When the others want to, I have to explain the deeper meaning. That completely strangers gave me water here. Or here, an Arab with a cup of cola. Or here – no here: “That was a piece of wholemeal bread in Migdal”. One of the ladies is already holding a chocolate cookie under my nose and saying: “Eat it, I want to sign it too”. Then Chana must have noticed that this topic has become very important to me and that I am wrestling with my composure. She gives me the pen back and places a second cookie on my hand for it. “I only wish you the best on your Shvil Israel,” she says, touching my arm.

    It continues. And at least 24 eyes watch me. Continue. Just where? As you take the first steps, the narrow footpath forks in three directions. Go left, straight ahead or right? But many hand signals promptly point “straight ahead”, accompanied by shouts like “Good luck”. Did i get shy? I definitely seem to have lost my petrified protective cover. That makes me vulnerable. As a “real guy”, can I have tears in my eyes? Can I show feelings? I also mean allowing feelings in front of myself? I dont know. And because thank God no one is listening to me, I can leave this question unanswered. Um, in which room? Then my thoughts wander off into the distance again. Have I just sent my thoughts into the universe again?

    Today I will stop in Alon HaGalil. There should be Trail Angels here. On the phone, I didn’t really understand where to go and what to expect. Except for a “Well, just come over”. On the map it’s first of all over the motorway. And to be honest: I don’t feel like walking boring kilometers along any main traffic arteries. Already on my Way of St. James I swallowed hard when it was going along an expressway.

    Israel surprises me positively here again. I come out of a small forest. Blue-violet cornflowers bloom to the left and right. Then there is a kind of cow gate. Immediately afterwards I stand in front of the motorway. And: I am standing in front of a small sign “Pilgrams please here”. Pilgrims here, please. A small underpass has actually been provided here for hikers and cyclists. Get out of the hole, blue sky. Nature. The road is quickly forgotten. I did not come into contact with her. The path leads up. I can already see Alon HaGalil’s yellow gate from afar. Then here I am. I suspect I was wrong when Ruben, an Israeli of about twenty, helped me.

    “Trail Angel? Shlomit is a trail angel, ”he says. He points in the direction from which I just came. So back. Back to nature. How long a kilometer can be if you have to go back on foot. Of course, I soon get my first doubts. There is nothing left here. I’m out here again. There is nothing far and wide here. Suddenly I hear the crack of a quad. Ruben rushes after me at full speed and waves from afar. Did he see me stop and look at my cards? Did he feel that I don’t know my way around? “Yes, you are right here!” Ruben shows me that I am almost at my destination: a tent-like hall, hidden behind the trees. This is the Shlomit mountain bike shop! And indeed: In front of a nature park of the KKL there is a large “mountain bike tent” in the middle of the green landscape. I thank Ruben and walk towards the tent with tired steps. There’s only one car standing around here. Shlomit has already seen me. She gets up and comes up to me. Shlomit is likely to be in his early fifties, has bright eyes and reddish blond hair. “You are Christian?” Shlomit calls out to me and laughs. “I know everything about you,” she continues, “also that you were very humble and didn’t want any more chocolate cookies.” Shlomit calls out to me and laughs. “I know everything about you,” she continues, “also that you were very humble and didn’t want any more chocolate cookies.” Shlomit calls out to me and laughs. “I know everything about you,” she continues, “also that you were very humble and didn’t want any more chocolate cookies.”

    Warning: Angelika Kohlmeier damages Israel’s commitment to a good cause

    Christian Seebauer writes for our international understanding between Israel and Germany. He is committed to Israel and its people in a positive way. And he would like to help to lovingly overcome the past and to oppose its understanding and charity, friendship and exchange. Unfortunately, our author is repeatedly attacked personally. Often cheap. Often nasty. Often as a shit storm. Often anti-Semitic. Often in person. Often with life and limb. Often financially. Sometimes even his family is attacked. None of this prevents him and us from reporting enthusiastically and fairly about Israel.

    This also applies to Angelika Kohlmeier, who privately covers our editor Christian Seebauer with a 5-digit warning and legal rubbish. In any case, we say: Dear Mrs. Kohlmeier: Please do not follow Israel friends or non-profit blogs for base motives. Finally apologize and reimburse us for the costs incurred. Leave our writers alone and turn to a positive purpose and a positive Right in your own life as well.

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    I am slowly starting to realize how small Israel is. And it is also clear that the mountain bikers borrowed their bikes here and talked about the crazy German. Shlomit allows me to pitch my tent on the meadow and use the toilet. I get an Israeli coffee. And I get to know the whole family. The son who takes his new girlfriend through the prairie on a mountain bike for the first time. Newly in love. She must have done it for his sake. But at least. A good start.

    While I’m alone for a while, a couple joins me at the table who has just finished their bike ride. While she is already going to the car after her coffee, Omri speaks to me about a signature on my jacket, which is now also labeled. “I know him,” says Omri, pointing to the signature, “Ehud is a forester here with us, at the KKL.” Even though I’ve lost track of things a bit, it occurs to me that that was one of the first signatures. On the first day when I was hitchhiking from Tel Aviv to Kibbutz Dan, Ehud gave me a ride and told me a lot about “his” forests in Israel. Now I understand why he called them “his” forests. The world is already small. Omri also works at the KKL, the Keren Kayemeth LeIsrael, as he tells me. The KKL is Israel’s largest green organization. She plants forests where there used to be desert. And it builds water reservoirs, collects rainwater, and builds water recycling plants.

    Omris’s wife has waved twice, but Omre still tells me enthusiastically about his forests. Because Omri gives me a granola bar, he too can sign on my jacket. That Dr. Omri Boneh, who was one of the directors of the KKL himself, tells me about Shlomit later. Dror and Shlomit run their business here in the middle of nature. Nevertheless, you get the best of the best in terms of outdoor technology. But it also fits humanly. Not like it happened to me in a large sports shop in Allach. Here I was told (from a high authority) before my trip that my idea of ​​asking for bread and water was simply anti-socialand that they would throw me out of the store if they asked about water. And also an employee who would give me something without money. If I want to buy something, I should do so – and anyway, if I were to roam Germany as a pilgrim without money, then that would be a stupid question whether I could get water here.

    Yes, I expected such and similar remarks here in Israel. After all, I’m a beggar here. So insults, hatred and no would be with me at every turn. I would be left out anywhere. I would have to give up. Pull the rip cord. Have to recognize that my stupid naivety and my belief in the good in people have no business in reality. Perhaps the first people at home would have long been waiting for the message “HE – HAS – GIVED up” and then spread the word “I knew it, couldn’t go well” on the radio. I don’t know why this sports shop comes to mind right now, but it is telling. I would love to put the name of this business in plain English, the name of the senior employee. After all, the statements are quotable. He did it. Made me get upset about him again here, far away from Germany. OK then. Because that is exactly –the perfect corporate culture. And he’s definitely the perfect manager, the perfect cog in the transmission.

    Here is an excerpt from a management seminar in my previous life. And the consultant at the management consultancy did not mean it in a funny or ironic way

    1. “Despise your customer.

    Don’t get close to him. Show him you don’t need him. Let him feel that you don’t want him. “

    2. “Sell everything, but give nothing!

    Also sell your soul. But don’t give anything. As long as you still have someone under you to kick: Do it! “

    3. “Fool the customer so complex that they cheer!

    Make him pay to advertise you. “

    4. “Protect yourself from your customers!

    Refuse to be available, put him on hold, answer nothing, always let him run into nothing, never answer (except stupid)! “

    5. “Despise your employees!

    The latter are just as unworthy as the former: Nothing! “

    6. “Make arrangements with the competition!”

    7. “Withdraw money! Money stands for brutality, not for social engagement. “

    8. “Do lobby work, make others vulnerable to blackmail and use this.”

    9. “Work with credit bureaus. Put negative entries, even those that are unauthorized. Destroy others before they can harm you! “

    10. “Give peanuts, kindergarten, schools etc., humiliate others with them where you can.”

    Many of us suspect that something is no longer right in our world, which is determined by financial greed. I do not consider my idea of ​​begging to be anti-social. The world itself has grown cold. It is not for nothing that depression is becoming extremely common today. Many of them have become ill because they can no longer see any point in their hard working life and in their own work. You struggle, you want to get out of here, you just don’t know how. You feel helpless and think: money rules the world.

    So my journey is also something like “pulling the plug”. We are all “live” – and I pulled the “money” plug in order to finally see for once: Is there anything else in the end? Is there still an emergency light flickering above us? Are we all just trapped in one big nightmare? Are we living in a terrible illusion that robs us of our faith? And: can we free ourselves if we distance ourselves? Can we see the real things in life when we step back from money?

    It is becoming more and more clear to me how good I am here in Israel. How nice people treat me. So if money is not a reason to be good to someone, there must be profound human values ​​for it: charity, faith, trust, genuine helpfulness, joy in giving. But that’s exactly what has given me such a headache in the last few days. The more strangers help me here, the more I am concerned that I am almost never asked about the topic of the “German past”. How is it for Shlomit to help me? So I take heart and ask them directly. For the first time I am using the word Holocaust herein my mouth and then I fall silent. Shlomit has also fallen silent. For the first time I am scared in Israel. Not fear in the sense of “feeling threatened”. I am afraid of hearing something that, to be honest, I never really let myself in.

    “You can’t understand that…” Shlomit begins. “And it doesn’t make any sense if I tell my children in kindergarten about the six point three million Jews who were killed in the Shoah.” Shlomit briefly explains that she also teaches in kindergarten on the side. “It doesn’t make sense because my kids just can’t imagine the number six-point-three million.” “I’ll just tell them that I lost all four of my grandparents at the same time.” Shlomit gets up and catches up a tissue. I would like to run away now. Six point three million. That is more than the endless number of steps that I will take over 1,000 kilometers on my entire Israel Trail in many weeks.

    “Yes, that’s how it was,” says Shlomit. She tells me that she travels a lot with her husband Dror and mountain bikers all over Europe. And she tells me that she always took a night train through Germany and never wanted to look out of the window. “I’ve never got out in Germany, I’ve never made it.” At the same moment she says to me: “I’m sorry, I didn’t want to tell you”. Then we both sit at the table in silence for a while. Dror walks past us. He noticed that his wife was crying. He puts his arm on her shoulder for a moment and then leaves us alone. There is nothing I can say now. Nothing I can undo. I feel like a little kid, just want to cry. Would like to hug Shlomit, but of course I don’t dare.

    “Try what?” I stammer awkwardly to myself.

    “Well, get off the train next time. To try it!”

    I don’t know what to answer. In general, any answer would probably go wrong. Finally she says to me in a firm voice:

    “Yes, I will do it, Christian. Next time I’ll get out. I’ll just ask somewhere if I can get a coffee. ”That raises the next question for me. Will she get a coffee anywhere? Will people be good to her? Shlomit seems to sense my question and says “No, not like you without money. We have a lot of good friends in Germany. Actually, I should have been doing this for a long time. “

    It is now dark and Dror has already turned off the light in his bike shop. I’m happy when both of them are gone and I’ll sit here at the table for a long time. It wasn’t until ten o’clock that I retired to my little green tent. It has become cold. Today I don’t even want to brush my teeth anymore. Then Dror and Shlomit come back with their car. Both of you ask me to pack up my tent and ask them to stay at their house. It’s hard for me to say no and watch the lights of their jeep again. But I think it was just a really great gesture. They showed me: our door is open to you. And I’m sure one day I’ll come back here with my family. Cycling in the nature park, see Dror and Shlomit again.

    You still speak German

    From Alon HaGalil to Isfiya

    About 31 kilometers, a total ascent of 920 meters. Drinking water consumption 5 liters.

    Because yesterday’s stage was too short, today’s is too long. Actually, yesterday I should have hiked eight kilometers further to Hanezirim Mill. From there it is about 22 kilometers to Isfiya. Isfiya, sometimes also written Ussefiya, is a small Druze town with around 25,000 inhabitants. The Druze are a separate religious community, which today are mainly represented in Lebanon and Syria. Trail Angel Gilad is waiting for me in Isfiya tonight. Because Gilad isn’t home yet, I wait on a small park bench in the adjacent forest. In Isfiya I got pizza bread from an Arab family, a delicacy that I want to enjoy here on the park bench.

    Then an old couple joins me. Paul and his wife Nachamma speak English to me. After a while Paul tries it in German. He was in Germany as a child, but spares me a corresponding story and loves to talk to me about the Israel National Trail. Nachamma laughs and says that if Paul could still do it, he would still like to go today. In parts they have already run it. And they think it’s great that a non-Israeli is also interested in nature here. In the evening I will also meet Gilad. Today I sleep in a real bed!

    Kuestenweg france excerpt:

    Le passé allemand sur le sentier national d’Israël: Shlomit brise votre silence

    Shvil Israel, étape de Nazareth à Alon HaGalil

    Environ 13 kilomètres, soit une montée totale de 350 mètres. Consommation d’eau potable 4 litres.

    A cinq heures et demie, je quitte le bel hôtel très tranquillement. Le concierge ne veut pas me laisser partir sans que je prenne un panier-repas. Il avait été spécialement commandé pour moi. L’un des agents de sécurité d’hier est à l’extérieur dans la cour et m’appelle «Merci pour votre visite». Puis il fait quelques pas avec vous et me demande «Shvil Israël? – Israel Trail? »J’acquiesce et il continue de demander« Aimez-vous Israël? »Je hoche la tête et dis un« Oui »très lent et délibéré avant de dire au revoir avec un« Toda – Merci »très sentimental.

    Downhill Nazareth «va» beaucoup plus facilement. C’est toujours cool. Entre des volutes de nuages ​​blancs, je vois un ciel bleu. «N’ayez pas peur» me vient à nouveau à l’esprit. N’ayez pas peur de l’étranger. Pas devant les autres. N’ayez pas peur de ne rien avoir. N’ayez pas peur de demander quelque chose à Dieu et aux autres. N’ayez pas peur de le prendre avec une grande gratitude. Et n’ayez pas peur de ce qui vous attend …

    Hier, sur la montagne de l’hôtel, j’aurais juré que j’avais vu la Méditerranée au loin. Aujourd’hui, je n’en vois plus. Mais il sort de Nazareth et pénètre dans une forêt merveilleusement verte. Les oiseaux chantent en Israël. Onirique. Le sentier d’Israël est à nouveau un chemin de terre limoneux rougeâtre avec beaucoup de flaques d’eau de la pluie de la veille. Ici, je progresse bien et je peux épargner mes pieds. Le sol est doux et marcher est bon en soi. J’ai juste commencé à me parler. Je ne sais pas s’ils sont bruyants. J’incorpore toutes sortes de mots hébreux, même si je ne suis pas sûr qu’ils soient corrects. Pourtant: je suis sûr que je comprends un peu ce qui se dit. Pas vraiment à cause de la langue, mais à cause de la sympathie et des circonstances les plus simples.

    Israel Trail: c’est une question d’appréciation, de respect et de pleine conscience

    Après tout, mes sujets sont toujours les mêmes. Il s’agit de saluer, d’établir une proximité humaine. C’est une question d’appréciation, de respect et de pleine conscience. Contrairement au monde du travail normal, il s’agit d’apprendre quelque chose des autres, si nécessaire même sans langue commune. Les mêmes mots reviennent sans cesse. Voilà comment vous pouvez apprendre. C’est ainsi que les moines ont appris plus tôt. En marchant.

    Loin devant moi, je vois deux randonneurs qui viennent d’abord vers moi puis quittent le sentier et descendent une prairie alpine. Ce doit être des Sabres. Et les deux sont Gal et Shahar. Je pense qu’ils ont été amenés à Nazareth aujourd’hui et qu’ils sont maintenant en route vers moi. Je leur siffle tous les deux et leur salue. Gal se retourne mais marche. Est-ce un demi-kilomètre qui nous sépare? Ou mes yeux sont-ils simplement meilleurs? Ou est-ce juste le cas que nos chemins se sont déjà croisés et que chacun est à nouveau seul? Je décide de faire une pause et de les laisser partir. J’aime être seul en ce moment, et je suis sûr qu’ils sont tous les deux devant moi aussi. Pendant que je m’assois, je suis émerveillé par un sourire et je dis à voix basse: “Hé, tout, tout le meilleur pour vous!” comme si tu pouvais m’entendre Mais peut-être qu’ils le peuvent réellement. Ceci n’est en aucun cas exclu, du moins physiquement.

    Les pèlerins pensent à beaucoup de choses. Sur l’Israel Trail, un pèlerin est un randonneur!

    Après tout, ce qui se passe dans notre cerveau est basé sur les ondes électromagnétiques. Et, comme on le sait, ils ne s’arrêtent pas à votre propre crâne. À ce jour, il n’y a toujours pas d’accord sur ce qu’est réellement la «conscience». Il semble que l’on puisse devenir «conscient» d’une partie de sa propre activité cérébrale électromagnétique. Pourquoi ne devrait-on pas également être capable de prendre conscience d’une partie de l’activité cérébrale électromagnétique étrangère? Ces ondes traversent également notre cerveau. Et que certains modèles de vagues peuvent déclencher certains sentiments est également supposé aujourd’hui dans la science. Il est clair qu’il y a beaucoup plus que ce que nous pouvons percevoir avec nos cinq sens. Quoi qu’il en soit – est-ce seulement cinq sens? Pour le moment, mes sens et toute mon anticipation se concentrent sur le panier-repas, que, par souci de simplicité, je n’ai accroché qu’à l’extérieur de mon sac à dos. Et ce paquet est si complet que je n’ai pas à rationner comme d’habitude. Ici, en plein air, je savoure l’un des trois sandwichs. En général, la nourriture du pèlerin est presque comme un sac de Noël pour moi. Des calories pures!

    Aujourd’hui, je prends mon temps. Je marche pieds nus pendant quelques kilomètres. Prenez le temps des photos et de mon agenda. Bien sûr, je me perds encore une fois. Le chemin me conduit involontairement à un grand réservoir d’eau et de retour dans la forêt. Puis au dessus des prés, toujours dans le sens de la boussole. Et après une bonne heure, je vois le premier poteau en bois avec une marque de chemin fanée. Il est temps pour une autre petite pause.

    Dans l’après-midi, je croise un groupe de vététistes israéliens qui prennent un goûter ici au milieu de la campagne. Une dizaine de shaloms rieurs résonnent vers mon heureux shalom. Et je suis déjà assis avec le groupe et autorisé à boire du thé. «J’adore l’Allemagne», dit quelqu’un qui se présente avec Gideon. Comme les autres, Gideon a entre 50 et 60 ans et est bien entraîné. Berlin est le sujet immédiatement. Près de la moitié des cyclistes ici sont déjà allés à Berlin. Munich semble loin derrière en faveur, mais au moins je peux exciter les vététistes à propos des «Alpes allemandes». Je ne prends plus de nourriture et je ne dis pas que je …

    Mais alors Gideon me demande de le laisser signer sur mon pantalon. Dit et fait. Il m’a donné du thé. Quand les autres le veulent, je dois expliquer le sens le plus profond. Des inconnus m’ont donné de l’eau ici. Ou ici, un Arabe avec une tasse de cola. Ou ici – non ici: “C’était un morceau de pain complet à Migdal”. Une des dames tient déjà un biscuit au chocolat sous mon nez et me dit: “Mange-le, je veux le signer aussi”. Ensuite, Chana a dû remarquer que ce sujet est devenu très important pour moi et que je lutte avec mon calme. Elle me rend le stylo et place un deuxième biscuit sur ma main pour cela. «Je vous souhaite seulement le meilleur pour votre Shvil Israël», dit-elle en touchant mon bras.

    Bonne chance sur le sentier d’Israël!

    Ça continue. Et au moins 24 yeux me regardent. Continuer. Juste où? Lorsque vous faites les premiers pas, l’étroit sentier bifurque dans trois directions. Aller à gauche, tout droit ou à droite? Mais rapidement, de nombreux signaux manuels indiquent «droit devant», accompagnés de cris tels que «Bonne chance». Suis-je timide? Je semble définitivement avoir perdu ma housse de protection pétrifiée. Cela me rend vulnérable. En tant que “vrai gars”, puis-je avoir les larmes aux yeux? Puis-je montrer des sentiments? Je veux dire aussi autoriser les sentiments devant moi? Je ne sais pas. Et parce que Dieu merci, personne ne m’écoute, je peux laisser cette question sans réponse. Um, dans quelle pièce? Puis mes pensées s’égarent à nouveau au loin. Est-ce que je viens d’envoyer à nouveau mes pensées dans l’univers?

    Aujourd’hui, je vais m’arrêter à Alon HaGalil. Il devrait y avoir des Trail Angels ici. Au téléphone, je ne savais pas vraiment où aller et à quoi m’attendre. Sauf pour un “Eh bien, viens juste”. Sur la carte, c’est tout d’abord sur l’autoroute. Et pour être honnête: je n’ai pas envie de parcourir des kilomètres ennuyeux le long des principales artères de circulation. Déjà sur mon chemin de Saint-Jacques, j’ai dégluti fort alors qu’il empruntait une voie rapide.

    Israël me surprend positivement ici encore. Je sors d’une petite forêt. Les bleuets bleu-violet fleurissent à gauche et à droite. Puis vient une sorte de porte de vache. Immédiatement après, je me tiens devant l’autoroute. Et: je me tiens devant un petit panneau «Pilgrams please here». Pèlerins ici, s’il vous plaît. Un petit passage souterrain a en fait été aménagé ici pour les randonneurs et les cyclistes. Sors du trou, ciel bleu. La nature. La route est vite oubliée. Je ne suis pas entré en contact avec elle. Le chemin monte. Je vois déjà de loin la porte jaune d’Alon HaGalil. Alors me voilà. Je soupçonne que j’avais tort quand Ruben, un Israélien d’une vingtaine d’années, m’a aidé.

    Shlomit est un ange de la piste

    «Trail Angel? Shlomit est un ange des sentiers », dit-il. Il indique la direction d’où je viens de venir. Alors de retour. Retour à la nature. Combien de kilomètres peut durer si vous devez repartir à pied. Bien sûr, j’ai bientôt mes premiers doutes. Il ne reste plus rien ici. Je suis de nouveau ici. Il n’y a rien de loin ici. Soudain, j’entends le craquement d’un quad. Ruben se précipite après moi à toute vitesse et me fait signe de loin. M’a-t-il vu m’arrêter et regarder mes cartes? A-t-il senti que je ne connaissais pas mon chemin? «Oui, vous êtes ici!» Ruben me montre que je suis presque arrivé à destination: une salle en forme de tente, cachée derrière les arbres. Voici le magasin de VTT Shlomit! Et en effet: Devant un parc naturel du KKL il y a une grande «tente VTT» au milieu du paysage verdoyant. Je remercie Ruben et marche vers la tente avec des pas fatigués. Il n’y a qu’une seule voiture ici. Shlomit m’a déjà vu. Elle se lève et s’approche de moi. Shlomit a probablement la cinquantaine, a les yeux brillants et les cheveux blonds roux. «Vous êtes chrétien?» M’appelle Shlomit et rit. «Je sais tout de toi», poursuit-elle, «aussi que tu étais très humble et que tu ne voulais plus de biscuits au chocolat». Shlomit m’appelle et rit. «Je sais tout de toi», poursuit-elle, «aussi que tu étais très humble et que tu ne voulais plus de biscuits au chocolat». Shlomit m’appelle et rit. «Je sais tout de toi», poursuit-elle, «aussi que tu étais très humble et que tu ne voulais plus de biscuits au chocolat».

    Je commence lentement à réaliser à quel point Israël est petit. Et il est également clair que les vététistes ont emprunté leurs vélos ici et ont parlé de l’allemand fou. Shlomit me permet de planter ma tente sur le pré et d’utiliser les toilettes. Je reçois un café israélien. Et je connais toute la famille. Le fils qui emmène sa nouvelle petite amie dans la prairie en VTT pour la première fois. Nouvellement amoureux. Elle a dû le faire pour lui. Mais au moins. Un bon début.

    Alors que je suis seul pendant un moment, un couple me rejoint à table qui vient de terminer leur balade à vélo. Alors qu’elle se rend déjà à la voiture après son café, Omri me parle d’une signature sur ma veste, qui est désormais également étiquetée. «Je le connais», dit Omri en montrant la signature, «Ehud est un forestier ici avec nous, au KKL.» Même si j’ai un peu perdu la trace des choses, il me vient à l’esprit que c’était l’une des premières signatures. Le premier jour où je faisais de l’auto-stop de Tel Aviv au kibboutz Dan, Ehud m’a fait monter et m’a beaucoup parlé de «ses» forêts en Israël. Maintenant je comprends pourquoi il les appelait «ses» forêts. Le monde est déjà petit. Omri travaille également au KKL, le Keren Kayemeth LeIsrael, comme il me le dit. Le KKL est la plus grande organisation verte d’Israël. Elle plante des forêts là où il y avait du désert. Et il construit des réservoirs d’eau, collecte l’eau de pluie et construit des usines de recyclage de l’eau.

    La femme d’Omris a fait deux signe de la main, mais Omre me parle toujours avec enthousiasme de ses forêts. Parce qu’Omri me donne une barre de muesli, lui aussi peut signer sur ma veste. Ce Dr. Omri Boneh, qui était lui-même l’un des directeurs du KKL, me parle plus tard de Shlomit. Dror et Shlomit dirigent leur entreprise ici en pleine nature. Néanmoins, vous obtenez le meilleur du meilleur en termes de technologie extérieure. Mais cela correspond aussi humainement. Pas comme cela m’est arrivé dans un grand magasin de sport à Allach. Ici, on m’a dit (d’une haute autorité) avant mon voyage que mon idée de demander du pain et de l’eau était tout simplement antisocialet qu’ils me jetteraient hors du magasin s’ils demandaient de l’eau. Et aussi un employé qui me donnerait quelque chose sans argent. Si je veux acheter quelque chose, je devrais le faire – et de toute façon, si je devais parcourir l’Allemagne en pèlerin sans argent, alors ce serait une question stupide de savoir si je pourrais obtenir de l’eau ici.

    Israel National Trail en tant qu’Allemand? En tant que randonneur, suis-je un nazi? Ou suis-je un ami adorable? Qui suis-je en Israël?

    Oui, je m’attendais à des remarques similaires ici en Israël. Après tout, je suis un mendiant ici. Alors les insultes, la haine et le non doivent m’accompagner à chaque tournant. Je serais laissé de côté n’importe où. Je devrais abandonner. Tirez sur la corde de déchirement. Je dois reconnaître que ma stupide naïveté et ma croyance dans le bien des gens n’ont pas leur place dans la réalité. Peut-être que les premiers à la maison auraient attendu depuis longtemps le message «IL – A – ABANDONNÉ» et ensuite répandu le mot «Je le savais, je ne pouvais pas bien» à la radio. Je ne sais pas pourquoi ce magasin de sport me vient à l’esprit en ce moment, mais c’est révélateur. J’adorerais mettre le nom de cette entreprise en anglais simple, le nom de l’employé principal. Après tout, les déclarations peuvent être citées. Il l’a fait. Cela m’a fait de nouveau m’énerver à son sujet ici, loin de l’Allemagne. Alors ok. Parce que c’est exactement –la culture d’entreprise parfaite. Et c’est définitivement le manager parfait, le rouage parfait de la transmission.

    Voici un extrait d’un séminaire de gestion dans ma vie antérieure. Et le consultant du cabinet de conseil en management ne le pensait pas de manière drôle ou ironique

    1. «Méprisez votre client.

    Ne t’approche pas de lui. Montrez-lui que vous n’avez pas besoin de lui. Faites-lui sentir que vous ne voulez pas de lui. “

    2. «Vendez tout, mais ne donnez rien!

    Vendez également votre âme. Mais ne donnez rien. Tant que vous avez encore quelqu’un sous vos ordres: faites-le! “

    3. “Tromper le client si complexe qu’il applaudit!

    Faites-lui payer pour vous annoncer. “

    4. «Protégez-vous de vos clients!

    Refusez d’être disponible, mettez-le en attente, ne répondez rien, laissez-le toujours tomber dans rien, ne répondez jamais (sauf stupide)!

    5. «Méprisez vos employés!

    Ces derniers valent aussi peu que les premiers: rien! “

    6. “Arrangez-vous avec le concours!”

    7. «Retirez de l’argent! L’argent est synonyme de brutalité, pas d’engagement social. “

    8. “Faites du lobbying, rendez les autres vulnérables au chantage et utilisez-le.”

    9. «Travaillez avec les bureaux de crédit. Mettez des entrées négatives, même celles qui ne sont pas autorisées. Détruisez les autres avant qu’ils ne vous nuisent! “

    10. “Donnez des arachides, des jardins d’enfants, des écoles, etc., humiliez les autres avec eux là où vous le pouvez.”

    Beaucoup d’entre nous soupçonnons que quelque chose ne va plus dans notre monde, qui est déterminé par la cupidité financière. Je ne considère pas mon idée de la mendicité comme antisociale. Le monde lui-même est devenu froid. Ce n’est pas pour rien que la dépression devient extrêmement courante aujourd’hui. Beaucoup d’entre eux sont probablement tombés malades parce qu’ils ne voient plus aucun intérêt dans leur vie professionnelle et dans leur propre travail. Vous avez du mal, vous voulez sortir d’ici, vous ne savez pas comment. Vous vous sentez impuissant et pensez: l’argent règne sur le monde.

    Mon parcours est donc aussi quelque chose comme «tirer la fiche». Nous sommes tous «en direct» – et j’ai retiré la fiche «argent» pour enfin voir pour une fois: y a-t-il autre chose à la fin? Y a-t-il encore une lumière de secours clignotant au-dessus de nous? Sommes-nous tous juste pris au piège d’un grand cauchemar? Vivons-nous dans une terrible illusion qui nous prive de notre foi? Et: pouvons-nous nous libérer si nous nous éloignons? Pouvons-nous voir les vraies choses de la vie lorsque nous nous éloignons de l’argent?

    Il me devient de plus en plus clair à quel point je suis bon ici en Israël. Comme les gens gentils me traitent. Donc, si l’argent n’est pas une raison d’être bon pour quelqu’un, il doit y avoir des valeurs humaines profondes: la charité, la foi, la confiance, une réelle serviabilité, la joie de donner. Mais c’est exactement ce qui m’a donné un tel mal de tête ces derniers jours. Plus les étrangers m’aident ici, plus je crains de ne jamais être interrogé sur le thème du «passé allemand». Comment Shlomit peut-il m’aider? Alors je prends courage et je leur demande directement. Pour la première fois, j’utilise le mot Holocauste icidans ma bouche et puis je me tais. Shlomit s’est également tue. Pour la première fois, j’ai peur en Israël. Pas de peur au sens de «se sentir menacé». J’ai peur d’entendre quelque chose qui, pour être honnête, je ne me suis jamais vraiment laissé entrer.

    «Tu ne peux pas comprendre ça…» commence Shlomit. “Et cela n’a aucun sens si je parle à mes enfants de la maternelle des six virgule trois millions de Juifs qui ont été tués dans la Shoah.” «Cela n’a pas de sens parce que mes enfants ne peuvent tout simplement pas imaginer le chiffre six virgule trois millions.» «Je leur dirai simplement que j’ai perdu tous mes quatre grands-parents en même temps.» Shlomit se lève et se rattrape. un mouchoir. J’aimerais m’enfuir maintenant. Six virgule trois millions. C’est plus que le nombre infini de pas que je vais parcourir sur 1 000 kilomètres sur tout mon Israel Trail dans plusieurs semaines.

    Israel Trail: “Je ne voulais pas vous le dire”

    «Oui, c’était comme ça», dit Shlomit. Elle me dit qu’elle voyage beaucoup avec son mari Dror et des vététistes dans toute l’Europe. Et elle me dit qu’elle a toujours pris un train de nuit à travers l’Allemagne et qu’elle n’a jamais voulu regarder par la fenêtre. “Je ne suis jamais sortie en Allemagne, je n’y suis jamais arrivée.” Au même moment, elle me dit: “Je suis désolée, je ne voulais pas te le dire”. Puis nous nous asseyons tous les deux à table en silence pendant un moment. Dror passe devant nous. Il a remarqué que sa femme pleurait. Il pose brièvement son bras sur son épaule et nous laisse ensuite seuls. Il n’y a rien que je puisse dire maintenant. Rien que je puisse annuler. Je me sens comme un petit enfant, je veux juste pleurer. Je voudrais embrasser Shlomit, mais bien sûr, je n’ose pas.

    “Essayer quoi?” Je bégaye maladroitement pour moi-même.

    «Eh bien, descendez du train la prochaine fois. Pour l’essayer!”

    Je ne sais pas quoi répondre. En général, toute réponse irait probablement mal. Enfin, elle me dit d’une voix ferme:

    «Oui, je le ferai, Christian. La prochaine fois, je sortirai. Je vais simplement demander quelque part si je peux prendre un café. »Cela soulève la question suivante pour moi. Va-t-elle prendre un café n’importe où? Les gens seront-ils bons avec elle? Shlomit semble comprendre ma question et dit: «Non, pas comme toi sans argent. Nous avons beaucoup de bons amis en Allemagne. En fait, j’aurais dû faire ça depuis longtemps. “

    Il fait maintenant nuit et Dror a déjà éteint la lumière dans son magasin de vélos. Je suis heureux quand ils seront tous les deux partis et je resterai longtemps à la table. Ce n’est qu’à dix heures que je me suis retiré dans ma petite tente verte. Il fait froid. Aujourd’hui, je ne veux même plus me brosser les dents. Puis Dror et Shlomit reviennent avec leur voiture. Vous me demandez tous les deux de ranger ma tente et de rester chez eux. C’est difficile pour moi de dire non et de regarder à nouveau les lumières de leur jeep. Mais je pense que c’était juste un très bon geste. Ils m’ont montré: notre porte vous est ouverte. Et je suis sûr qu’un jour je reviendrai ici avec ma famille. Faites du vélo dans le parc naturel, revoyez Dror et Shlomit.

    Israël: vous parlez toujours allemand

    Randonnée en Israël d’Alon HaGalil à Isfiya

    Environ 31 kilomètres, soit une montée totale de 920 mètres. Consommation d’eau potable 5 litres.

    Parce que l’étape d’hier était trop courte, la journée d’aujourd’hui est trop longue. En fait, hier, j’aurais dû marcher huit kilomètres plus loin jusqu’à Hanezirim Mill. De là, il y a environ 22 kilomètres jusqu’à Isfiya. Isfiya, parfois aussi écrit Ussefiya, est une petite ville druze d’environ 25 000 habitants. Les Druzes sont une communauté religieuse distincte, qui est aujourd’hui principalement représentée au Liban et en Syrie. Trail Angel Gilad m’attend à Isfiya ce soir. Parce que Gilad n’est pas encore à la maison, j’attends sur un petit banc de parc dans la forêt adjacente. À Isfiya, j’ai reçu du pain de pizza d’une famille arabe, une friandise que je veux déguster ici sur le banc du parc.

    Puis un vieux couple me rejoint. Paul et sa femme Nachamma me parlent anglais. Au bout d’un moment, Paul l’essaie en allemand. Il était en Allemagne quand il était enfant, mais m’épargne une histoire correspondante et adore me parler du sentier national d’Israël. Nachamma rit et dit que si Paul pouvait encore le faire, il aimerait toujours y aller aujourd’hui. Dans certaines parties, ils l’ont déjà exécuté. Et ils pensent que c’est formidable qu’un non-israélien s’intéresse aussi à la nature ici. Le soir, je rencontre aussi Gilad. Aujourd’hui je dors dans un vrai lit!

    Angelika Kohlmeier envoie un avertissement à Israelblog ->

    Pourquoi une personne comme Angelika Kohlmeier prend-elle des mesures contre un blog israélien avec des avocats?



    (c) Christian Seebauer
    Kuestenweg italiano excerpt:

    Passato tedesco sull’Israel National Trail: Shlomit rompe il tuo silenzio

    Shvil Israel, tappa da Nazareth ad Alon HaGalil

    Circa 13 chilometri, un dislivello totale di 350 metri. Consumo di acqua potabile 4 litri.

    Alle cinque e mezza esco tranquillamente dal bellissimo albergo. Il portiere non vuole lasciarmi andare senza che prenda un pranzo al sacco. Era stato ordinato appositamente per me. Una delle guardie di ieri è fuori nel cortile e mi chiama “Grazie per la tua visita”. Poi fa qualche passo con te e mi chiede “Shvil Israel? – Israel Trail? “Annuisco e lui continua a chiedere” Ti piace Israele? “Annuisco e dico un” Sì “molto lento e deliberato prima di salutare con un” Toda – Grazie “molto sentimentale.

    La discesa di Nazareth “va” molto più facile. È ancora bello. Tra ciuffi di nuvole bianche vedo il cielo azzurro. “Non aver paura” mi viene in mente di nuovo. Non aver paura dello straniero. Non davanti ad altre persone. Non aver paura di non avere niente. Non aver paura di chiedere qualcosa a Dio e ad altre persone. Non aver paura di prenderlo con grande gratitudine. E non aver paura di ciò che ti aspetta …

    Ieri sulla montagna dell’hotel avrei giurato di aver visto il Mediterraneo in lontananza. Oggi non ne vedo più niente. Ma esce da Nazareth e si addentra in una foresta meravigliosamente verde. Gli uccelli cinguettano in Israele. Onirico. L’Israel Trail è di nuovo una strada sterrata rossastra argillosa con molte pozzanghere dalla pioggia del giorno precedente. Faccio buoni progressi qui e posso risparmiare i miei piedi. Il terreno è morbido e camminare è buono di per sé. Ho appena iniziato a parlare da solo. Non so se sono rumorosi. Incorporo tutti i tipi di parole ebraiche, anche se non sono sicuro che siano corrette. Eppure: sono sicuro di aver capito un po ‘quello che viene detto. Non proprio a causa della lingua, ma a causa della simpatia e delle circostanze più semplici.

    Israel Trail: si tratta di apprezzamento, rispetto e consapevolezza

    Dopotutto, i miei argomenti sono sempre gli stessi. Si tratta di salutare, di stabilire la vicinanza umana. Si tratta di apprezzamento, rispetto e consapevolezza. A differenza del normale mondo del lavoro, si tratta di imparare qualcosa dall’altro, se necessario anche senza una lingua comune. Le stesse parole continuano a venire fuori. È così che puoi imparare. Questo è il modo in cui i monaci hanno imparato prima. Mentre camminavo.

    Davanti a me vedo due escursionisti che prima vengono verso di me e poi abbandonano il sentiero e scendono per un prato alpino. Devono essere Sabres. E i due sono Gal e Shahar. Penso che siano stati portati a Nazareth oggi e che ora mi precedano. Fischio ad entrambi e saluto con la mano. La ragazza si gira ma continua a camminare. È mezzo chilometro che ci separa? O i miei occhi sono semplicemente migliori? O è solo il caso che le nostre strade si siano già incrociate e ora tutti siano di nuovo soli? Decido di fare una pausa e di lasciarli andare. Mi piace stare da solo in questo momento, e sono sicuro che anche loro due di fronte a me. Mentre mi siedo, sono stupito da un sorriso e dico a bassa voce: “Ehi, tutto, tutto il meglio per te!” come se tu potessi sentirmi Ma forse possono davvero. Questo non è affatto escluso, almeno fisicamente.

    I pellegrini pensano a molte cose. Sull’Israel Trail, un pellegrino è un escursionista!

    Dopotutto, ciò che accade nel nostro cervello si basa sulle onde elettromagnetiche. E, come è noto, non si fermano al tuo stesso cranio. Fino ad oggi non c’è ancora accordo su cosa sia realmente la “coscienza”. Sembra che si possa diventare “consapevoli” di parte della propria attività elettromagnetica del cervello. Perché non si dovrebbe anche essere in grado di prendere coscienza di una parte dell’attività cerebrale elettromagnetica estranea? Queste onde fluiscono anche attraverso il nostro cervello. E che certi modelli d’onda possano innescare certi sentimenti è oggi assunto anche nella scienza. È chiaro che c’è molto di più di quanto possiamo percepire con i nostri cinque sensi. Comunque, sono solo cinque sensi? In questo momento i miei sensi e tutta la mia attesa sono concentrati sul pranzo al sacco, che per semplicità ho appeso solo all’esterno del mio zaino. E questo pacchetto è così ampio che non devo razionare come al solito Qui all’aria aperta mi godo uno dei tre panini. In generale, il cibo per il pellegrino è quasi come una borsa di Natale per me. Calorie pure!

    Oggi mi prendo il mio tempo. Cammino a piedi nudi per alcuni chilometri. Prenditi del tempo per le foto e per il mio diario. Ovviamente mi perdo ancora una volta. Il sentiero mi porta involontariamente a un grande serbatoio d’acqua e di nuovo nella foresta. Poi sui prati, sempre in direzione della bussola. E dopo un’ora buona vedo il primo palo di legno con un segnavia sbiadito. È tempo per un’altra piccola pausa.

    Nel pomeriggio mi imbatto in un gruppo di mountain bike israeliani che stanno facendo uno spuntino qui in mezzo alla campagna. Una dozzina di shalom ridenti risuonano verso il mio shalom felice. E sono già seduto con il gruppo e ho il permesso di bere il tè. “Amo la Germania”, dice qualcuno che si presenta con Gideon. Come gli altri, Gideon ha tra i 50 ei 60 anni ed è ben addestrato. Berlino è l’argomento immediatamente. Quasi la metà dei ciclisti qui sono già stati a Berlino. Monaco sembra molto indietro a favore, ma almeno posso entusiasmare gli appassionati di mountain bike per le “Alpi tedesche”. Non prendo più cibo e non dico che io …

    Ma poi Gideon mi chiede di lasciarlo firmare sui miei pantaloni. Detto e fatto. Mi ha passato il tè. Quando gli altri vogliono, devo spiegare il significato più profondo. Quelli completamente sconosciuti mi hanno dato dell’acqua qui. O qui, un arabo con una tazza di cola. O qui – no qui: “Quello era un pezzo di pane integrale a Migdal”. Una delle signore mi tiene già un biscotto al cioccolato sotto il naso e dice: “Mangialo, lo voglio firmare anch’io”. Allora Chana deve aver notato che questo argomento è diventato molto importante per me e che sto lottando con la mia compostezza. Mi restituisce la penna e mi mette un secondo biscotto sulla mano. “Ti auguro solo il meglio per il tuo Shvil Israel”, dice, toccandomi il braccio.

    Buona fortuna sull’Israel Trail!

    Continua. E almeno 24 occhi mi guardano. Continua. Proprio dove? Mentre si muovono i primi passi, lo stretto sentiero si biforca in tre direzioni. Vai a sinistra, dritto o a destra? Ma prontamente, molti segnali con le mani indicano “dritto davanti a sé”, accompagnati da grida come “Buona fortuna”. Sono diventato timido? Sicuramente mi sembra di aver perso la mia copertura protettiva pietrificata. Questo mi rende vulnerabile. Come un “vero ragazzo”, posso avere le lacrime agli occhi? Posso mostrare sentimenti? Intendo anche permettere sentimenti di fronte a me stesso? Non lo so. E poiché grazie a Dio nessuno mi ascolta, posso lasciare questa domanda senza risposta. In quale stanza? Poi i miei pensieri vagano di nuovo in lontananza. Ho appena mandato di nuovo i miei pensieri nell’universo?

    Oggi mi fermerò ad Alon HaGalil. Dovrebbero esserci Trail Angels qui. Al telefono non capivo davvero dove andare e cosa aspettarmi. Tranne un “Bene, vieni qui”. Sulla mappa è prima di tutto sopra l’autostrada. E ad essere sincero: non ho voglia di percorrere chilometri noiosi lungo le principali arterie di traffico. Già sul mio Cammino di Santiago ho deglutito a fatica mentre percorrevo una superstrada.

    Israele mi sorprende di nuovo positivamente qui. Esco da una piccola foresta. I fiordalisi blu-viola fioriscono a sinistra ea destra. Poi c’è una specie di cancello per le mucche. Subito dopo mi trovo davanti all’autostrada. E: sono in piedi di fronte a un piccolo cartello che dice “Pilgrams please here”. Pellegrini qui, per favore. In realtà qui è stato previsto un piccolo sottopasso per escursionisti e ciclisti. Esci dal buco, cielo blu. Natura. La strada viene rapidamente dimenticata. Non sono entrato in contatto con lei. Il sentiero sale. Posso vedere il cancello giallo di Alon HaGalil da lontano. Allora eccomi qui. Sospetto di essermi sbagliato quando Ruben, un israeliano di circa vent’anni, mi ha aiutato.

    Shlomit è un angelo delle tracce

    “Trail Angel? Shlomit è un angelo delle tracce “, dice. Indica la direzione da cui sono appena arrivato. Quindi indietro. Ritorno alla natura. Quanto può essere lungo un chilometro se devi tornare indietro. Certo, presto ricevo i miei primi dubbi. Non è rimasto niente qui. Sono di nuovo qui fuori. Non c’è niente in lungo e in largo qui. All’improvviso sento lo schiocco di un quad. Ruben mi corre dietro a tutta velocità e saluta da lontano. Mi ha visto fermarmi e guardare le mie carte? Sentiva che non sapevo come muovermi? “Sì, sei proprio qui!” Ruben mi mostra che sono quasi a destinazione: una sala simile a una tenda, nascosta dietro gli alberi. Questo è il negozio di mountain bike Shlomit! E senza dubbio: Di fronte a un parco naturale del KKL c’è una grande “tenda per mountain bike” in mezzo al verde paesaggio. Ringrazio Ruben e mi incammino verso la tenda con passi stanchi. C’è solo una macchina qui intorno. Shlomit mi ha già visto. Si alza e viene da me. È probabile che Shlomit abbia una cinquantina d’anni, occhi luminosi e capelli biondo rossicci. “Sei cristiano?” Mi chiama Shlomit e ride. “So tutto di te”, continua, “anche che eri molto umile e non volevi più biscotti al cioccolato.” Shlomit mi chiama e ride. “So tutto di te”, continua, “anche che eri molto umile e non volevi più biscotti al cioccolato.” Shlomit mi chiama e ride. “So tutto di te”, continua, “anche che eri molto umile e non volevi più biscotti al cioccolato.”

    Sto lentamente iniziando a rendermi conto di quanto sia piccolo Israele. Ed è anche chiaro che i mountain biker qui hanno preso in prestito le bici e hanno parlato del pazzo tedesco. Shlomit mi permette di piantare la mia tenda sul prato e di usare il bagno. Prendo un caffè israeliano. E conosco tutta la famiglia. Il figlio che porta per la prima volta la sua nuova fidanzata nella prateria in mountain bike. Appena innamorato. Deve averlo fatto per il suo bene. Ma almeno. Un buon inizio.

    Mentre sono solo per un po ‘, una coppia si unisce a me al tavolo che ha appena finito il loro giro in bicicletta. Mentre sta già andando in macchina dopo il caffè, Omri mi parla di una firma sulla mia giacca, che ora è anche etichettata. “Lo conosco”, dice Omri, indicando la firma, “Ehud è un guardaboschi qui con noi, al KKL.” Anche se ho perso un po ‘la cognizione delle cose, mi viene in mente che quella è stata una delle prime firme. Il primo giorno in cui stavo facendo l’autostop da Tel Aviv al Kibbutz Dan, Ehud mi ha dato un passaggio e mi ha parlato molto delle “sue” foreste in Israele. Adesso capisco perché le chiamava le “sue” foreste. Il mondo è già piccolo. Omri lavora anche al KKL, il Keren Kayemeth LeIsrael, come mi dice. Il KKL è la più grande organizzazione verde di Israele. Pianta foreste dove un tempo c’era il deserto. E costruisce serbatoi d’acqua, raccoglie l’acqua piovana e costruisce impianti di riciclaggio dell’acqua.

    La moglie di Omris ha salutato due volte, ma Omre mi racconta ancora con entusiasmo delle sue foreste. Dato che Omri mi offre una barretta al muesli, anche lui può firmare sulla mia giacca. Quel Dr. Omri Boneh, che era uno dei direttori del KKL in persona, mi racconta di Shlomit più tardi. Dror e Shlomit gestiscono i loro affari qui in mezzo alla natura. Tuttavia, ottieni il meglio del meglio in termini di tecnologia per esterni. Ma si adatta anche umanamente. Non come è successo a me in un grande negozio di articoli sportivi ad Allach. Qui mi è stato detto (da un’alta autorità) prima del mio viaggio che la mia idea di chiedere pane e acqua era semplicemente antisocialee che mi avrebbero buttato fuori dal negozio se avessero chiesto dell’acqua. E un dipendente che mi darebbe qualcosa senza soldi, insieme ad esso. Se voglio comprare qualcosa, dovrei farlo – e comunque, se dovessi vagare in Germania come pellegrino senza soldi, allora sarebbe una domanda stupida se potrei avere acqua qui.

    Israel National Trail come tedesco? Come escursionista, sono nazista? O sono un amabile amico? Chi sono io in Israele?

    Sì, mi aspettavo osservazioni simili e simili qui in Israele. Dopotutto, qui sono un mendicante. Quindi insulti, odio e niente dovrebbero accompagnarmi ad ogni svolta. Sarei stato escluso ovunque. Dovrei arrendermi. Tirare il cordino. Devo riconoscere che la mia stupida ingenuità e la mia fede nel bene delle persone non hanno posto nella realtà. Forse le prime persone a casa avrebbero aspettato a lungo il messaggio “LUI – HA – RINUNCIATO” per poi diffondere la parola “Lo sapevo, non potevo andare bene” alla radio. Non so perché in questo momento mi venga in mente questo negozio di articoli sportivi, ma è significativo. Mi piacerebbe mettere il nome di questa attività in un inglese semplice, il nome del dipendente senior. Dopo tutto, le affermazioni sono citabili. Ce l’ha fatta. Mi ha fatto arrabbiare di nuovo per lui qui, lontano dalla Germania. Va bene allora. Perché è esattamente …la perfetta cultura aziendale. Ed è sicuramente il manager perfetto, l’ingranaggio perfetto nella trasmissione.

    Ecco un estratto da un seminario di gestione nella mia vita precedente. E il consulente della consulenza gestionale non lo intendeva in modo divertente o ironico

    1. “Disprezza il tuo cliente.

    Non avvicinarti a lui. Dimostragli che non hai bisogno di lui. Fagli sentire che non lo vuoi “.

    2. “Vendi tutto, ma non dare niente!

    Vendi anche la tua anima. Ma non dare niente. Finché hai ancora qualcuno da calciare sotto di te: fallo! “

    3. “Ingannare il cliente così complesso da esultare!

    Fagli pagare per pubblicizzarti “.

    4. “Proteggiti dai tuoi clienti!

    Rifiutati di essere disponibile, mettilo in attesa, non rispondere a nulla, lascialo sempre incappare in nulla, mai rispondere (tranne che stupido)!

    5. “Disprezza i tuoi dipendenti!

    I secondi sono indegni quanto i primi: niente! “

    6. “Prendi accordi con la concorrenza!”

    7. “Preleva denaro! Il denaro sta per brutalità, non per impegno sociale “.

    8. “Fai attività di lobbismo, rendi gli altri vulnerabili al ricatto e usalo”.

    9. “Lavora con agenzie di credito. Inserisci voci negative, anche quelle non autorizzate. Distruggi gli altri prima che possano farti del male! “

    10. “Dai noccioline, all’asilo, alle scuole ecc., Umilia gli altri con loro dove puoi”.

    Molti di noi sospettano che qualcosa non vada più bene nel nostro mondo, che è determinato dall’avidità finanziaria. Non considero antisociale la mia idea di chiedere l’elemosina. Il mondo stesso è diventato freddo. Non è per niente che la depressione sta diventando estremamente comune oggi. Molti di loro si sono ammalati perché non riescono più a vedere alcun punto nella loro dura vita lavorativa o nel proprio lavoro. Combatti, vuoi uscire di qui, semplicemente non sai come. Ti senti impotente e pensi: il denaro governa il mondo.

    Quindi il mio viaggio è anche qualcosa come “staccare la spina”. Siamo tutti “vivi” – e ho staccato la spina dei “soldi” per vedere finalmente per una volta: c’è qualcos’altro alla fine? C’è ancora una luce di emergenza tremolante sopra di noi? Siamo tutti solo intrappolati in un grande incubo? Stiamo vivendo in una terribile illusione che ci deruba della nostra fede? E: possiamo liberarci se prendiamo le distanze? Possiamo vedere le cose reali nella vita quando ci allontaniamo dal denaro?

    Mi sta diventando sempre più chiaro quanto sono bravo qui in Israele. Come mi trattano le persone gentili. Quindi, se il denaro non è un motivo per essere buono con qualcuno, ci devono essere profondi valori umani per esso: carità, fede, fiducia, disponibilità genuina, gioia nel dare. Ma questo è esattamente ciò che mi ha dato un tale mal di testa negli ultimi giorni. Più stranieri mi aiutano qui, più mi preoccupa il fatto che non mi venga quasi mai chiesto l’argomento del “passato tedesco”. Com’è che Shlomit mi aiuta? Quindi mi rallegro e chiedo loro direttamente. Per la prima volta utilizzo qui la parola Olocaustoin bocca e poi tace. Anche Shlomit ha taciuto. Per la prima volta ho paura in Israele. Non paura nel senso di “sentirsi minacciati”. Ho paura di sentire qualcosa che, ad essere sincero, non mi sono mai lasciato entrare davvero.

    “Non puoi capire che …” inizia Shlomit. “E non ha alcun senso se racconto ai miei figli all’asilo dei sei virgola tre milioni di ebrei che sono stati uccisi nella Shoah”. Shlomit spiega brevemente che insegna anche all’asilo a lato. “Non ha senso perché i miei figli non riescono a immaginare il numero sei virgola tre milioni.” Dirò loro che ho perso tutti e quattro i miei nonni contemporaneamente.” Shlomit si alza e lo raggiunge in questione. Vorrei scappare adesso. Sei virgola tre milioni. Questo è più del numero infinito di passi che farò per oltre 1.000 chilometri sul mio intero Israel Trail in molte settimane.

    Israel Trail: “Non volevo dirtelo”

    “Sì, è così che è stato”, dice Shlomit. Mi dice che viaggia molto con il marito Dror e gli appassionati di mountain bike in tutta Europa. E lei mi dice che ha sempre preso un treno notturno attraverso la Germania e non ha mai voluto guardare fuori dal finestrino. “Non sono mai uscita in Germania, non ce l’ho mai fatta”. Nello stesso momento mi dice: “Mi dispiace, non volevo dirtelo”. Poi ci sediamo entrambi a tavola in silenzio per un po ‘. Dror ci supera. Ha notato che sua moglie stava piangendo. Le mette un attimo un braccio sulla spalla e poi ci lascia soli. Non c’è niente che posso dire ora. Niente che possa annullare. Mi sento un bambino, voglio solo piangere. Vorrei abbracciare Shlomit, ma ovviamente non oso.

    “Provare cosa?” Balbetto goffamente tra me e me.

    «Be ‘, la prossima volta scendi dal treno. Da provare! “

    Non so cosa rispondere. In generale, qualsiasi risposta probabilmente andrebbe storta. Alla fine mi dice con voce ferma:

    “Sì, lo farò, Christian. La prossima volta che esco. Chiederò solo da qualche parte se posso prendere un caffè. ”Questo solleva la domanda successiva per me. Prende un caffè da qualche parte? Le persone saranno buone con lei? Shlomit sembra intuire la mia domanda e dice “No, non come te senza soldi. Abbiamo molti buoni amici in Germania. In realtà, avrei dovuto farlo per molto tempo “.

    Adesso è buio e Dror ha già spento la luce nel suo negozio di biciclette. Sono felice quando se ne saranno andati tutti e due e starò qui a tavola per molto tempo. Fu solo alle dieci che mi ritirai nella mia piccola tenda verde. È diventato freddo. Oggi non voglio nemmeno più lavarmi i denti. Poi Dror e Shlomit tornano con la loro macchina. Mi chiedete entrambi di fare le valigie e di chiedere loro di restare a casa loro. È difficile per me dire di no e guardare di nuovo le luci della loro jeep. Ma penso che sia stato solo un gesto davvero fantastico. Mi hanno mostrato: la nostra porta è aperta per te. E sono sicuro che un giorno tornerò qui con la mia famiglia. In bicicletta nel parco naturale, rivedi Dror e Shlomit.

    Israele: parli ancora tedesco

    Escursioni in Israele da Alon HaGalil a Isfiya

    Circa 31 chilometri, un dislivello totale di 920 metri. Consumo di acqua potabile 5 litri.

    Perché la tappa di ieri era troppo breve, quella di oggi è troppo lunga. In realtà ieri avrei dovuto fare otto chilometri a piedi fino a Hanezirim Mill. Da lì sono circa 22 chilometri fino a Isfiya. Isfiya, a volte anche scritta Ussefiya, è una piccola città drusa con circa 25.000 abitanti. I drusi sono una comunità religiosa separata, ancora oggi rappresentata principalmente in Libano e Siria. Trail Angel Gilad mi aspetta stasera a Isfiya. Dato che Gilad non è ancora tornato, aspetto su una piccola panchina del parco nella foresta adiacente. Ad Isfiya ho preso la pizza da una famiglia araba, una prelibatezza che voglio gustare qui sulla panchina del parco.

    Poi una vecchia coppia si unisce a me. Paul e sua moglie Nachamma mi parlano inglese. Dopo un po ‘Paul lo prova in tedesco. Era in Germania da bambino, ma mi risparmia una storia corrispondente e adora parlarmi dell’Israel National Trail. Nachamma ride e dice che se Paul potesse ancora farlo, gli piacerebbe ancora andarci oggi. In alcune parti l’hanno già eseguito. E pensano che sia fantastico che anche un non israeliano sia interessato alla natura qui. In serata incontrerò anche Gilad. Oggi dormo in un vero letto!

    Angelika Kohlmeier manda un avvertimento a Israelblog ->

    Perché una persona come Angelika Kohlmeier intraprende un’azione legale contro un blog israeliano?

    Kuestenweg espanol excerpt:

    Pasado alemán en la Ruta Nacional de Israel: Shlomit rompe tu silencio

    Shvil Israel, etapa de Nazaret a Alon HaGalil

    Unos 13 kilómetros, un ascenso total de 350 metros. Consumo de agua potable 4 litros.

    A las cinco y media salgo del hermoso hotel muy tranquilamente. El conserje no quiere dejarme ir sin que lleve un almuerzo para llevar. Fue ordenado especialmente para mí. Uno de los guardias de seguridad de ayer está afuera en el patio y me grita “Gracias por su visita”. Luego camina contigo unos pasos y me pregunta “¿Shvil Israel? – ¿Israel Trail? Asiento con la cabeza y él sigue preguntando: “¿Te gusta Israel?” Asiento y digo un “Sí” muy lento y deliberado antes de despedirme con un “Toda – Gracias” muy sentimental.

    Downhill Nazareth “va” mucho más fácil. Todavía es genial. Entre volutas de nubes blancas veo el cielo azul. “No tengas miedo” me viene a la mente de nuevo. No le tengas miedo al extraño. No delante de otras personas. No tengas miedo de no tener nada. No tengas miedo de pedirle algo a Dios y a otras personas. No tengas miedo de tomarlo con gran gratitud. Y no tengas miedo de lo que te espera …

    Ayer, en la montaña del hotel, podría haber jurado que vi el Mediterráneo a lo lejos. Hoy no veo más de eso. Pero sale de Nazaret y entra en un bosque maravillosamente verde. Los pájaros cantan en Israel. De ensueño. El Camino de Israel vuelve a ser un camino de tierra arcilloso rojizo con muchos charcos por la lluvia del día anterior. Hago un buen progreso aquí y puedo salvar mis pies. El suelo es blando y caminar es bueno en sí mismo. Empecé a hablar conmigo mismo. No sé si son ruidosos. Incorporo todo tipo de palabras hebreas, incluso si no estoy seguro de si son correctas. Aún así: estoy seguro de que entiendo un poco de lo que se dice. No realmente por el idioma, sino por la simpatía y las circunstancias más simples.

    Israel Trail: se trata de aprecio, respeto y atención plena

    Después de todo, mis temas son siempre los mismos. Se trata de saludar, de establecer la cercanía humana. Se trata de aprecio, respeto y atención plena. A diferencia del mundo laboral normal, se trata de aprender algo de los demás, si es necesario incluso sin un lenguaje común. Las mismas palabras siguen apareciendo. Así es como puedes aprender. Así aprendieron los monjes antes. Mientras camina.

    Frente a mí veo a dos excursionistas que primero vienen hacia mí y luego abandonan el camino y bajan por un prado alpino. Tiene que ser Sabres. Y los dos son Gal y Shahar. Creo que hoy los trajeron a Nazaret y ahora van por delante de mí. Les silbo a los dos y los saludo. Gal se da la vuelta pero sigue caminando. ¿Es medio kilómetro lo que nos separa? ¿O mis ojos son mejores? ¿O es solo el caso de que nuestros caminos ya se han cruzado y ahora todos están solos nuevamente? Decido tomarme un descanso y dejarlos ir. Disfruto estar solo en este momento, y los dos frente a mí también. Mientras me siento, me sorprende una sonrisa y digo en voz baja: “¡Oye, todo, todo lo mejor para ti!” como si pudieras escucharme Pero tal vez realmente puedan. Esto no está excluido de ninguna manera, al menos físicamente.

    Los peregrinos piensan en muchas cosas. En el Camino de Israel, ¡un peregrino es un excursionista!

    Después de todo, lo que sucede en nuestro cerebro se basa en ondas electromagnéticas. Y, como es bien sabido, no se detienen en tu propio cráneo. Hasta el día de hoy, todavía no hay acuerdo sobre qué es realmente la “conciencia”. Parece que uno puede volverse “consciente” de parte de la propia actividad electromagnética del cerebro. ¿Por qué no debería uno ser capaz de darse cuenta de una parte de la actividad cerebral electromagnética extraña? Estas ondas también fluyen a través de nuestro cerebro. Y que ciertos patrones de ondas pueden desencadenar ciertos sentimientos también se asume hoy en día en la ciencia. Está claro que hay mucho más de lo que podemos percibir con nuestros cinco sentidos. De todos modos, ¿son solo cinco sentidos? En este momento mis sentidos y toda mi anticipación están concentrados en la comida para llevar, que por simplicidad solo colgué en el exterior de mi mochila. Y este paquete es tan extenso que no tengo que racionar como de costumbre. Aquí, al aire libre, disfruto de uno de los tres sándwiches. En general, la comida del peregrino es casi como una bolsa de Navidad para mí. ¡Puras calorías!

    Hoy me tomo mi tiempo. Camino descalzo unos kilómetros. Tómate un tiempo para las fotos y para mi diario. Por supuesto también me vuelvo a perder una vez más. El camino me lleva sin querer a un gran depósito de agua y de regreso al bosque. Luego sobre prados, siempre en la dirección de la brújula. Y después de una buena hora veo el primer poste de madera con una marca de camino descolorida. Es hora de otro pequeño descanso.

    Por la tarde me encuentro con un grupo de ciclistas de montaña israelíes que están tomando un refrigerio aquí en medio del campo. Una docena de shaloms risueños resuenan hacia mi feliz shalom. Y ya estoy sentado con el grupo y me permiten tomar té. “Amo Alemania”, dice alguien que se presenta con Gideon. Como los demás, Gideon tiene entre 50 y 60 años y está bien entrenado. Berlín es el tema de inmediato. Casi la mitad de los ciclistas aquí ya han estado en Berlín. Munich parece estar muy a la zaga, pero al menos puedo entusiasmar a los ciclistas de montaña con los “Alpes alemanes”. No tomo más comida y no digo que yo …

    Pero luego Gideon me pide que le deje firmar en mis pantalones. Dicho y hecho. Me pasó té. Cuando los demás quieren, tengo que explicar el significado más profundo. Que completamente desconocidos me dieron agua aquí. O aquí, un árabe con una taza de cola. O aquí – no aquí: “Eso fue un trozo de pan integral en Migdal”. Una de las señoras ya tiene una galleta de chocolate debajo de mi nariz y dice: “Cómela, yo también quiero firmarla”. Entonces Chana debe haber notado que este tema se ha vuelto muy importante para mí y que estoy luchando con mi compostura. Me devuelve el bolígrafo y coloca una segunda galleta en mi mano. “Solo te deseo lo mejor en tu Shvil Israel”, dice, tocando mi brazo.

    ¡Buena suerte en el Camino de Israel!

    Continúa. Y al menos 24 ojos me miran. Seguir. Donde? Al dar los primeros pasos, el estrecho sendero se bifurca en tres direcciones. ¿Ir a la izquierda, recto o a la derecha? Pero rápidamente, muchas señales de mano apuntan “hacia adelante”, acompañadas de gritos como “Buena suerte”. ¿Me volví tímido? Definitivamente parece que he perdido mi cubierta protectora petrificada. Eso me hace vulnerable. Como un “chico de verdad”, ¿puedo tener lágrimas en los ojos? ¿Puedo mostrar sentimientos? ¿También me refiero a permitir sentimientos frente a mí? No lo sé. Y como gracias a Dios nadie me está escuchando, puedo dejar esta pregunta sin respuesta. Um, ¿en qué habitación? Entonces mis pensamientos se pierden de nuevo en la distancia. ¿Acabo de enviar mis pensamientos al universo nuevamente?

    Hoy haré una parada en Alon HaGalil. Debería haber Trail Angels aquí. Por teléfono, realmente no entendía adónde ir ni qué esperar. Excepto por un “Bueno, ven aquí”. En el mapa está, en primer lugar, sobre la autopista. Y para ser honesto: no tengo ganas de caminar aburridos kilómetros a lo largo de las principales arterias de tráfico. Ya en mi Camino de Santiago tragué saliva cuando iba por una autopista.

    Israel me sorprende positivamente de nuevo aquí. Salgo de un pequeño bosque. Los acianos azul violeta florecen a izquierda y derecha. Luego hay una especie de puerta para vacas. Inmediatamente después me paro frente a la autopista. Y: Estoy parado frente a un pequeño letrero “Pilgrams por favor aquí”. Peregrinos aquí, por favor. De hecho, aquí se ha proporcionado un pequeño paso subterráneo para excursionistas y ciclistas. Sal del agujero, cielo azul. Naturaleza. El camino se olvida rápidamente. No entré en contacto con ella. El camino conduce hacia arriba. Puedo ver la puerta amarilla de Alon HaGalil desde lejos. Entonces aquí estoy. Sospecho que me equivoqué cuando Rubén, un israelí de unos veinte años, me ayudó.

    Shlomit es un ángel sendero

    “¿Trail Angel? Shlomit es un ángel rastro ”, dice. Señala en la dirección por la que acabo de llegar. Así que de vuelta. De vuelta a la naturaleza. Cuánto puede ser un kilómetro si tienes que caminar de regreso. Por supuesto, pronto tengo mis primeras dudas. No queda nada aquí. Estoy aquí de nuevo. No hay nada lejos y ancho aquí. De repente escucho el crujido de un quad. Rubén corre detrás de mí a toda velocidad y me saluda desde lejos. ¿Me vio detenerme y mirar mis cartas? ¿Sintió que no conozco mi camino? “¡Sí, estás justo aquí!” Rubén me muestra que estoy casi en mi destino: una sala en forma de tienda, escondida detrás de los árboles. ¡Esta es la tienda de bicicletas de montaña Shlomit! Y de hecho: Frente a un parque natural del KKL hay una gran “carpa para bicicletas de montaña” en medio del paisaje verde. Doy las gracias a Rubén y camino hacia la tienda con pasos cansados. Solo hay un auto parado por aquí. Shlomit ya me ha visto. Ella se levanta y se me acerca. Es probable que Shlomit tenga poco más de cincuenta años, ojos brillantes y cabello rubio rojizo. “¿Eres cristiano?” Shlomit me llama y se ríe. “Sé todo sobre ti”, continúa, “también que eras muy humilde y no querías más galletas de chocolate”. Shlomit me llama y se ríe. “Sé todo sobre ti”, continúa, “también que eras muy humilde y no querías más galletas de chocolate”. Shlomit me llama y se ríe. “Sé todo sobre ti”, continúa, “también que eras muy humilde y no querías más galletas de chocolate”.

    Poco a poco estoy empezando a darme cuenta de lo pequeño que es Israel. Y también está claro que los ciclistas de montaña tomaron prestadas sus bicicletas aquí y hablaron del loco alemán. Shlomit me permite montar mi tienda en el prado y usar el baño. Consigo un café israelí. Y conozco a toda la familia. El hijo que lleva a su nueva novia por la pradera en bicicleta de montaña por primera vez. Recién enamorado. Ella debe haberlo hecho por su bien. Pero al menos. Un buen comienzo.

    Mientras estoy solo por un tiempo, una pareja se une a mí en la mesa que acaba de terminar su paseo en bicicleta. Mientras ella ya va al auto después de su café, Omri me habla de una firma en mi chaqueta, que ahora también está etiquetada. “Lo conozco”, dice Omri, señalando la firma, “Ehud es un forestal aquí con nosotros, en el KKL”. Aunque he perdido un poco la pista, se me ocurre que esa fue una de las primeras firmas. El primer día que estaba haciendo autostop de Tel Aviv al Kibbutz Dan, Ehud me llevó y me contó mucho sobre “sus” bosques en Israel. Ahora entiendo por qué los llamó “sus” bosques. El mundo ya es pequeño. Omri también trabaja en el KKL, el Keren Kayemeth LeIsrael, como me dice. El KKL es la organización ecológica más grande de Israel. Planta bosques donde solía haber desierto. Y construye depósitos de agua, recolecta agua de lluvia y construye plantas de reciclaje de agua.

    La esposa de Omris me ha saludado dos veces, pero Omre todavía me habla con entusiasmo sobre su bosque. Como Omri me da una barra de muesli, él también puede firmar en mi chaqueta. Que el Dr. Omri Boneh, quien fue uno de los directores del mismo KKL, me cuenta más tarde sobre Shlomit. Dror y Shlomit dirigen sus negocios aquí en medio de la naturaleza. Sin embargo, obtiene lo mejor de lo mejor en términos de tecnología para exteriores. Pero también encaja humanamente. No como me pasó a mí en una gran tienda de deportes en Allach. Aquí me dijeron antes de mi viaje (de una alta autoridad) que mi idea de pedir pan y agua era simplemente antisocial.y que me echarían de la tienda si preguntaban por el agua. Y un empleado que me daría algo sin dinero, junto con él. Si quiero comprar algo, debo hacerlo , y de todos modos, si tuviera que vagar por Alemania como un peregrino sin dinero, entonces sería una pregunta estúpida si podría conseguir agua aquí.

    ¿Israel National Trail como alemán? Como excursionista, ¿soy nazi? ¿O soy un amigo adorable? ¿Quién soy yo en Israel?

    Sí, esperaba tales y similares comentarios aquí en Israel. Después de todo, soy un mendigo aquí. Así que los insultos, el odio y el no estarían conmigo en todo momento. Me quedaría fuera en cualquier parte. Tendría que rendirme. Tire del cordón de corte. Tengo que reconocer que mi estúpida ingenuidad y mi fe en el bien de las personas no tienen nada que ver con la realidad. Quizás las primeras personas en casa habrían estado esperando durante mucho tiempo el mensaje “ÉL – SE HA – RENDIDO” y luego corrieron la voz “Lo sabía, no podía ir bien” en la radio. No sé por qué puedo pensar en esta tienda de deportes en este momento, pero es revelador. Me encantaría poner el nombre de esta empresa en un lenguaje sencillo, el nombre del empleado de primer nivel. Después de todo, las declaraciones se pueden citar. El lo hizo. Me hizo enojar de nuevo por él aquí, lejos de Alemania. OK entonces. Porque eso es exactamente …la cultura corporativa perfecta. Y definitivamente es el gerente perfecto, el engranaje perfecto en la transmisión.

    Aquí hay un extracto de un seminario de administración de mi vida anterior. Y el consultor de la consultoría de gestión no lo dijo de manera divertida o irónica.

    1. “Desprecie a su cliente.

    No te acerques a él. Muéstrale que no lo necesitas. Déjalo sentir que no lo quieres “.

    2. “¡Vende todo, pero no des nada!

    Vende también tu alma. Pero no des nada. Mientras tengas a alguien debajo de ti a quien patear: ¡hazlo! “

    3. “¡Engañar al cliente tan complejo que lo vitorea!

    Hazle pagar para anunciarte “.

    4. “¡Protéjase de sus clientes!

    ¡Niéguese a estar disponible, póngalo en espera, no responda nada, siempre deje que se encuentre con nada, nunca responda (excepto estúpido)! “

    5. “¡Desprecia a tus empleados!

    Los últimos son tan indignos como los primeros: ¡nada! “

    6. “¡Haga arreglos con la competencia!”

    7. “¡Retirar dinero! El dinero representa brutalidad, no compromiso social “.

    8. “Haga trabajo de lobby, haga que otros sean vulnerables al chantaje y use esto”.

    9. “Trabajar con agencias de crédito. Ponga entradas negativas, incluso aquellas que no estén autorizadas. ¡Destruye a los demás antes de que puedan hacerte daño! “

    10. “Regala cacahuetes, guardería, colegios etc., humilla a los demás con ellos donde puedas”.

    Muchos de nosotros sospechamos que algo ya no está bien en nuestro mundo, que está determinado por la codicia financiera. No considero que mi idea de mendigar sea antisocial. El mundo mismo se ha enfriado. No en vano, la depresión se está volviendo extremadamente común hoy en día. Muchos de ellos probablemente se han enfermado porque ya no ven ningún sentido en su dura vida laboral y en su propio trabajo. Luchas, quieres salir de aquí, pero no sabes cómo. Te sientes impotente y piensas: el dinero gobierna el mundo.

    Así que mi viaje también es algo así como “desconectar”. Todos estamos “en vivo”, y desconecté el “dinero” para finalmente ver por una vez: ¿Hay algo más al final? ¿Todavía hay una luz de emergencia parpadeando sobre nosotros? ¿Estamos todos atrapados en una gran pesadilla? ¿Vivimos en una terrible ilusión que nos roba la fe? Y: ¿podemos liberarnos si nos distanciamos? ¿Podemos ver las cosas reales de la vida cuando nos alejamos del dinero?

    Cada vez me queda más claro lo bueno que soy aquí en Israel. Qué amable me trata la gente. Entonces, si el dinero no es una razón para ser bueno con alguien, debe haber valores humanos profundos para él: caridad, fe, confianza, ayuda genuina, alegría al dar. Pero eso es exactamente lo que me ha dado tanto dolor de cabeza en los últimos días. Cuanto más me ayudan los extraños aquí, más me preocupa el hecho de que casi nunca me preguntan sobre el tema del “pasado alemán”. ¿Cómo puede ayudarme Shlomit? Así que me animo y les pregunto directamente. Por primera vez estoy usando la palabra Holocausto aquí.en mi boca y luego me callo. Shlomit también se ha quedado en silencio. Por primera vez tengo miedo en Israel. No miedo en el sentido de “sentirse amenazado”. Tengo miedo de escuchar algo que, para ser honesto, nunca me dejé entrar.

    “No puedes entender eso …” comienza Shlomit. “Y no tiene ningún sentido si les cuento a mis hijos en el jardín de infancia sobre los seis punto tres millones de judíos que fueron asesinados en la Shoah”. Shlomit explica brevemente que también enseña en el jardín de infancia. “No tiene sentido porque mis hijos simplemente no pueden imaginarse el número seis punto tres millones”. “ Solo les diré que perdí a mis cuatro abuelos al mismo tiempo”. Shlomit se levanta y se pone al día. en cuestión. Me gustaría huir ahora. Seis coma tres millones. Eso es más que el sinfín de pasos que daré a lo largo de 1.000 kilómetros en todo mi Camino de Israel en muchas semanas.

    Israel Trail: “No quería decírtelo”

    “Sí, así fue”, dice Shlomit. Me cuenta que viaja mucho con su marido Dror y con ciclistas de montaña por toda Europa. Y me dice que siempre tomó un tren nocturno por Alemania y nunca quiso mirar por la ventana. “Nunca salí en Alemania, nunca lo logré”. En el mismo momento me dice: “Lo siento, no quería decírtelo”. Luego, ambos nos sentamos a la mesa en silencio por un rato. Dror pasa junto a nosotros. Notó que su esposa estaba llorando. Él pone brevemente su brazo sobre su hombro y luego nos deja solos. No hay nada que pueda decir ahora. Nada que pueda deshacer. Me siento como un niño pequeño, solo quiero llorar. Me gustaría abrazar a Shlomit, pero por supuesto que no me atrevo.

    “¿Probar qué?” Tartamudeo torpemente para mí.

    “Bueno, bájate del tren la próxima vez. ¡Intentarlo!”

    No sé qué contestar. En general, cualquier respuesta probablemente saldría mal. Finalmente me dice con voz firme:

    “Sí, lo haré, Christian. La próxima vez saldré. Preguntaré en alguna parte si puedo tomar un café ”. Eso plantea la siguiente pregunta para mí. ¿Conseguirá un café en alguna parte? ¿La gente será buena con ella? Shlomit parece sentir mi pregunta y dice: “No, no como tú sin dinero. Tenemos muchos buenos amigos en Alemania. En realidad, debería haber estado haciendo esto durante mucho tiempo “.

    Ahora está oscuro y Dror ya ha apagado la luz en su tienda de bicicletas. Estoy feliz cuando ambos se han ido y me sentaré aquí a la mesa durante mucho tiempo. No fue hasta las diez en punto que me retiré a mi pequeña tienda verde. Ha hecho frío. Hoy ni siquiera quiero lavarme los dientes. Entonces Dror y Shlomit vuelven con su coche. Ambos me piden que recoja mi tienda y que se queden en su casa. Es difícil para mí decir que no y volver a ver las luces de su jeep. Pero creo que fue un gran gesto. Me mostraron: nuestra puerta está abierta para ti. Y estoy seguro de que algún día volveré aquí con mi familia. En bicicleta en el parque natural, vea a Dror y Shlomit nuevamente.

    Israel: todavía hablas alemán

    Senderismo en Israel desde Alon HaGalil a Isfiya

    Unos 31 kilómetros, un ascenso total de 920 metros. Consumo de agua potable 5 litros.

    Como la etapa de ayer fue demasiado corta, la etapa de hoy es demasiado larga. En realidad, ayer debería haber caminado ocho kilómetros más hasta Hanezirim Mill. Desde allí hay unos 22 kilómetros hasta Isfiya. Isfiya, a veces también escrito Ussefiya, es una pequeña ciudad drusa con alrededor de 25.000 habitantes. Los drusos son una comunidad religiosa separada, que todavía están representados principalmente en el Líbano y Siria en la actualidad. Trail Angel Gilad me espera esta noche en Isfiya. Como Gilad aún no está en casa, espero en un pequeño banco del parque en el bosque adyacente. En Isfiya compré pan de pizza de una familia árabe, un manjar que quiero disfrutar aquí en el banco del parque.

    Entonces se me une una pareja de ancianos. Paul y su esposa Nachamma me hablan en inglés. Después de un rato, Paul lo prueba en alemán. Estuvo en Alemania cuando era niño, pero me ahorra una historia correspondiente y le encanta hablarme sobre el Camino Nacional de Israel. Nachamma se ríe y dice que si Paul todavía pudiera hacerlo, todavía le gustaría ir hoy. En algunas partes ya lo han ejecutado. Y creen que es genial que un no israelí también esté interesado en la naturaleza aquí. Por la noche también conoceré a Gilad. ¡Hoy duermo en una cama de verdad!

    Angelika Kohlmeier envía una advertencia a Israelblog ->

    ¿Por qué una persona como Angelika Kohlmeier toma medidas contra un blog israelí con abogados?

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