Israel National Trail: Als Penner am Poleg Beach

Israel Trail zum Poleg Beach

Als Penner am Poleg Beach

Strandlauf von Jisr a-Zarka nach Poleg Beach (Netanja).

Etwa 38 Kilometer, ca. 280 Höhenmeter Gesamtanstieg. Trinkwasserverbrauch 7 Liter. 35 Grad Lufttemperatur.

Wow, was für ein schöner Tag! Im ersten Morgenlicht verlasse ich „Brücke über den blauen Fluss“. Für mich war es die Brücke in eine andere Welt. Und doch gehe ich heute ganz anders durch die Straßen hier. Mich auf Fremdes einzulassen, war es wert. Heute erscheinen mir die finsteren Blicke von gestern alle fröhlich. Ein kleiner Junge äugt hinter einem Zaun hervor. Als er sieht, dass ich ihn entdeckt habe, winkt er mir zu. Auch Erwachsene winken mir, was ich so eher nicht kenne. Auf dem Weg heraus höre ich immer wieder „Welcome“. Und die Rapper von gestern erscheinen mir heute Morgen eher als Jugendliche, aus denen noch etwas werden kann. Ein paar von Ihnen hupen mich an und grüßen. Es ist ein schöner Abschied.

Nach nur einem Kilometer erreiche ich wieder den Strandabschnitt, an dem ich gestern schon war. Ich kann es kaum glauben, dass der Israel Trail hier einfach völlig wild über den herrlichen Sandstrand verläuft. Die kleinen Holzboote in Fishermen’s Village liegen noch ganz ruhig auf dem spiegelglatten Wasser. Der Fischer von gestern ist wieder hier. Auch er winkt mir zu und deutet mit seinem Arm nach links: „Da geht’s weiter.“

Vor mir liegt ein weiter, völlig unverbauter Strand. Idyllisch. Das Hinterland säumt eine hohe Düne. Sandig, aber auch grün. Am Strand laufen weit entfernt einige Menschen umher. Manche lassen ihre Hunde laufen, andere joggen hier das Ufer entlang. Fröhlich geht es hier zu, und ganz gemischt. Trotzdem ist es sehr überschaubar und besinnlich. So wie irgendwo anders außerhalb der Saison, wo sich nur ganz wenige an den Strand verirren. Schon lange habe ich mich auf diese Strecke an der Meeresküste gefreut. Nach den gebirgigen letzten Etappen in Israels Norden endlich einmal flach. Andererseits habe ich mir zu Hause eine dicht besiedelte Küste vorgestellt, an der man tagelang auf geteerten Strandpromenaden wandern muss. Weit gefehlt! Ohne jetzt Länder zu nennen, wo ich schon am Strand laufen wollte, überrascht mich Israel hier absolut positiv.

In vielen Ländern der Welt ist es ja noch nicht einmal möglich, überhaupt am Strand zu wandern, weil überall irgendwelche Clubs einzäunen, was nur geht. Oder man wird auf Schritt und Tritt belästigt. Oder alles ist zugebaut, Hotel an Hotel. Nun, das kann ja noch kommen. Aber fürs Erste genieße ich diese riesengroße Freiheit, die ich hier verspüre. Nur in einem Punkt habe ich mich getäuscht: Dass es leicht sein würde, am flachen Strand zu laufen. Heute habe ich bisher fünf Kilometer zurückgelegt. Vielleicht sind es auch sieben oder acht. Und es ist sehr, sehr anstrengend. Meine Füße sinken hier mit jedem Schritt ein. Mein Rucksack bäumt sich auf zur Überlast. Und schlagartig schnellt die Temperatur in die Höhe und zeigt mir, wo ich bin: In Israel!

Ich wünsche mir sofort die kühlen Wälder und Berge zurück. Hier am Strand leide ich mit jedem Meter. Andererseits ist die Kulisse vor mir so unwirklich schön, dass es mir die Sprache verschlägt. Ich führe auch gerade keine Selbstgespräche! Hier her werde ich mit meiner Familie in den Urlaub fahren. Genau hierher! Wie könnten meine Kinder hier im Sand spielen und frei herumtoben! Hier muss niemand sein Claim abstecken. Oder mit einem Handtuch etwas reservieren. Nein, hier ist die Traumküste einfach so da. Für jedermann.

Körperlich ist es für mich gerade recht anstrengend. Ich bekomme einen kleinen Hinweis, was Hitze und Sand bedeuten können. Es ist ein Hinweis mit dem Vorschlaghammer. Gerade kommt mir eine junge Joggerin mit hochgesteckten blonden Haaren entgegen. Sie hat Stöpsel im Ohr und trägt ihr Handy als Bordcomputer am Arm. Egal, ob ich sie störe. Ich halte sie an und frage sie, ob sie ein Foto von mir machen kann. Sie lacht und wischt sich erst einmal den Schweiß von der Stirn. Klar macht sie ein Foto von mir und verschwindet dann ebenso schnell in der Ferne des Strandes wieder. Zu Hause hätte sie mir wohl den Atem verschlagen und den Kopf verdreht. Bestimmt hätte ich es mit irgendeinem blöden Spruch versucht. Und ebenso sicher hätte ich mich garantiert lächerlich gemacht als hormongesteuerter Papagallo, wäre abgeblitzt oder im schlimmsten Fall gar nicht erst beachtet worden.

Die, die da gerade vor mir stand, könnte definitiv in jedem Film mitspielen oder von jedem Prospekt herunter lächeln. Und sie hat mich angelächelt. Für einen kurzen Augenblick hat sie mich elektrisiert. Nur eben, dass ich ihr hier nicht als „Mann“ begegnet bin. Das Wandern macht den großen Unterschied. „Mann“ ist von einer anderen Welt. „Mann“ ist reduziert auf das Gehen, auf Trinken, Schlafen und Essen. In genau dieser Reihenfolge. Und „Mann“ ist erschöpft. So erschöpft, dass „Mann“ sich endlich auch nach außen hin aufgeben darf. „Mann“ muss nicht mehr irgendeine blöde Rolle spielen. „Mann“ muss sich nicht mehr wie ein bunter Papagei präsentieren, nicht mehr unter Strom stehen und den anderen die perfekte Show abliefern. Nein: Hier muss man gar nichts liefern.

Shvil Israel Trail Logo blau

Als Wanderer folgst Du 1.000km orange blau weiß: Shvil Israel Logo, Israel National Trail Logo blau.

Hier ist „Mann“ zur Ruhe gekommen. Und genau das spüren wohl andere auch. Es ist schön, keine Mauer mehr um sich zu haben. Es ist wunderbar, ein Lächeln zu schenken, anstatt blöde Phrasen zu labern. Und es ist so wertvoll, ein solches zurückzubekommen. Nicht als Idiot mit der Rolex am Handgelenk. Auch nicht als Trottel, der seinen Arm lässig aus dem Autofenster hängen lässt. Nein, ein Lächeln für dich als Penner. Ein Lächeln für dich als Clochard, als Bettler. Ein Lächeln für dich als letztes Glied in der Kette. Für dich, als Person, die keinerlei Macht und keinerlei Status mehr hat.

Du kannst hier kostenfrei lesen. Ich stelle viele meiner Inhalte hier auch ohne Geld zur Verfügung. Ganz einfach, weil ich Israel helfen möchte! Wenn Du uns alle bei unserem Engagement unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über einen virtuellen Kaffee! Im Ernst: Dein beherzter Klick und Deine Spende sind für uns in der Redaktion etwas ganz Besonderes. Wir sehen leider nicht, wer Du bist, aber wir sehen, dass es Dich gibt. Danke Dir!

Nein, Selbstgespräche habe ich heute noch nicht geführt. Aber ich drehe mich gerade mit weit ausgebreiteten Armen um meine eigene Achse. Kein Tango, kein geordneter Tanzschritt. Aber ja, es ist ein Freudentanz, weil ich mein Leben wieder als ganz echt, als völlig unverfälscht wahrnehme. Gott, ich danke dir. Ich fühle wieder. Ich bin glücklich mit mir selbst. Glücklich, so glücklich wie ein kleines Kind.

Irgendwann stoße ich dann auf eine große Gruppe israelischer Wanderer, die gerade in einer einsamen Bucht Brotzeit machen. Bestimmt sind es hundert, vielleicht sogar zweihundert Leute. Und sie sind ganz gemischt. Kinder sind dabei, sehr viele Jugendliche, aber auch Alte, ganz alte. Das Geschehen ist bunt. Je näher ich komme, um so lauter, umso fröhlicher wird es. Dann schallt es mir entgegen „Shvil Israel?“. „Yes“ rufe ich fröhlich zurück. Aus der Masse kommt einer auf mich zu, der viel ruhiger und gelassener ist als die anderen. Es ist Denny, der Tourguide. Denny erklärt mir, dass sich hier mehrere Gruppen zur Brotzeit treffen und dann als verschiedene Gruppen wieder weiter gehen. Drei Tage werden sie unterwegs sein. Gepäck wird gefahren. Für Verpflegung wird gesorgt. Gehen müssen sie aber alle selbst, sagt er und lacht laut. Denny reicht mir sein Sandwich, in das er gerade selbst rein gebissen hat. „Nimm!“ meint er. „Magst du Thunfisch?“ Und wie ich Thunfisch mag. Ein paar Kalorien kann ich dringend gebrauchen. Und so einen Wanderausflug für ein paar Tage zusammen mit anderen könnte ich mir auch vorstellen. Bestimmt eine schöne Sache. Gut gestärkt gehe ich weiter im Sand. Ich genieße das Alleinsein. Und ich genieße die Weite, die sich da vor mir auftut.



 

Am Nachmittag erreiche ich dann den Küstenstreifen von Netanja. Im Flirren der heißen Luft tauchen Hochhäuser auf. Netanja hat knapp 180 000 Einwohner und liegt zwischen Hadera und Tel Aviv. Das Klima ist subtropisch. Trotzdem kann ich weiter am Strand laufen. Auch hier in Netanja sind die Strände frei und weitläufig. Es ist heiß geworden. Langsam neigt sich mein Wasservorrat dem Ende zu. Sieben Liter habe ich bis jetzt schon getrunken. Mein persönlicher Rekord, würde ich sagen. Trotz alledem war ich nur ein einziges Mal Wasser lassen. So wie am Miami Beach stehen hier Holztürme der Rettungsschwimmer. Und gleich den ersten nehme ich mir vor. Ich steige hinauf und klopfe an. Jethro öffnet mir die klapprige Holztüre, mustert mich und meint „Israel Trail?“ Jethro fragt mich sofort, was er für mich tun könne, woher ich käme und ob ich baden möchte. Ich frage Jethro nach Wasser. Er lacht und witzelt „Salzwasser? Oder echtes Wasser zum Trinken?“

Jethro begleitet mich von seinem Holzturm herunter und führt mich gut 50 Meter hin zu einem kleinen Wasserhahn, an dem man sich die Füße abspülen kann. Als ob er meine Frage geahnt hat, entreißt er mir meine erste Trinkflasche, befüllt sie kurz und trinkt dann selbst daraus. „Du kannst es trinken. Du kannst das Wasser in Israel überall trinken. Du brauchst keine Chlortabletten!“ Jethro labert nicht nur so dahin. Er macht es mir einfach vor. Ganz so, wie man einem kleinen Kind irgendetwas vormacht, damit man es auch macht. Ich muss grinsen, bin aber echt beeindruckt. Zusammen mit ihm trinke ich abwechselnd meine erste Flasche leer.

Jethro verabschiedet sich rasch von mir, weil er wieder auf seinen Posten muss. Ich fülle alle Wasserflaschen wieder auf und mache meinen Rucksack somit zehn Kilogramm schwerer. Schon nach fünf Minuten weiß ich: Das schaffe ich nicht, in der Wüste aber muss ich es schaffen. Hier bin ich noch nicht soweit. Und ich bin auch noch nicht soweit von der Zivilisation entfernt, dass ich heute Nachmittag noch zehn Liter Wasser benötigen würde. Daher nehme ich meinen Rucksack wieder ab und leere einige Flaschen aus. Dabei habe ich ein unglaublich schlechtes Gewissen, weil ich gerade von einer älteren Frau beobachtet werde, die ihren Kopf schüttelt. Was Wasser hier in Israel bedeutet, werde ich erst später erfahren.

Am Spätnachmittag erreiche ich Poleg Beach. Der Strand ist bekannt für seine Schönheit und für die Kitesurfer, die hier akrobatische Kunststücke vollführen. Ich muss erst einmal stehen bleiben und an meinem Fuß die erste Blase auf meiner Reise verarzten. Dann geht es von einer Anhöhe abwärts zum Poleg Beach. Ein wenig erinnert mich die Kulisse an den Varadero Beach in Kuba. Weißer Sand, Dünen und karibisches Flair.

In einem kleinen Strandrestaurant frage ich, ob ich etwas Wasser bekommen kann und ob ich hier windgeschützt mein kleines Zelt aufschlagen darf. Die nette Kellnerin nickt und nimmt meine leere Plastikflasche entgegen. Was nun folgt, ist exakt die Szene, die ich aus dem Allacher Sportgeschäft schon kenne. In der Theorie, als Déjà-vu-Erlebnis, sozusagen. Sogar die beiden Chefs scheinen äußerlich wie innerlich exakt identisch zu sein. Das Blut stockt mir in den Adern. Schlagartig fühle ich mich unwohl. Wie in Zeitlupe spielt sich alles ab. Wie in einem schlechten Film. Der Chef dreht sich mit einem verächtlichen Blick kurz zu mir, dann zur Kellnerin mit der Wasserflasche in der Hand. Er packt sie brutal an der Hand, zeigt mit der anderen auf mich. Die Plastikflasche fällt zu Boden. „Raus hier, verschwinde“, scheint er auf hebräisch zu sagen. Ich verstehe es ganz genau. Jedes Wort. Und in schlechtem Englisch ruft er mir nach: „Kein Wasser hier! Kein Zelt! Verpiss dich!“.

Sofort gehe ich, lasse die Plastikflasche zurück. Doch dann folgt mir einer der Gäste. Er bringt mir meine leere Flasche. Er ist Russe. Und mit starkem russischen Akzent sagt er zu mir: „Auch Russe, aber Arschloch. Ist Geld in Kopf gestiegen, ist Schande. Wir nicht so!“

Dimitri, so heißt er, sagt mir, dass ich hier – einige hundert Meter weiter – warten soll. Dann kommt er zurück, mit seiner Frau oder Freundin, einer Flasche Wodka und drei Gläsern. Mit Dimitri und Lena sitze ich nun hier am Strand. Was uns verbindet, ist fürs erste nur der Alkohol. Dimitri ist wohl einer der Superreichen. Er lebt in einer völlig anderen Welt. Dennoch scheint er so etwas wie ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsgefühl zu haben. Oder Mitleid. Ich weiß es nicht. Dimitri erzählt mir jedenfalls, dass er früher nichts hatte. So wie ich, merkt er an. Ausgelacht worden sei er, überall abgewiesen worden sei er mit seinen Ideen. Dann lacht er selbst, mit seiner rauen Stimme. „Heute bin ich der, der lacht. Na zdoróv’je!“

Eine Einladung zu Dimitri nach Hause lehne ich ab. Ich möchte hier in meinem Zelt schlafen. Auf die Frage, ob ich hier mein Zelt aufstellen kann, meint Dimitri „Israel sicheres Land. Gutes Land.“ Dann sagt er: „Wenn dir was tut, morgen tot.“ Dimitri lacht schallend. Er hat einen schwarzen Humor, oder eben eine Macht, die in meiner doch recht beschaulichen Welt gar nicht vorstellbar ist. Gut, dass Dimitri sich selbst zehnmal so oft nachschenkt, wie mir. Und so gehe ich kurz vor Sonnenuntergang beschwipst, aber nicht betrunken, weiter am Strand. Kitesurfer haben mir noch ein paar getrocknete Bananen geschenkt.

Immer wieder wird unser Engagement leider auch angegriffen. z.B. Über die Abmahnung der Angelika Kohlmeier gegen unsen Israel-Trail Redakteur

Mit einem Kaffee kannst Du uns helfen, ein Zeichen zu setzen und uns ideell ermuntern, weiter zu machen! Danke! Danke! Danke! Und Toda Raba!

Mein Zeltplatz ist heute an Idylle durch nichts mehr zu überbieten. Ich blicke auf einen Traumstrand, der sich im Abendlicht golden färbt. Nur noch ein Kitesurfer zieht da auf dem Wasser seine kunstvollen Bahnen. Er fasziniert mich. Erst als er an Land kommt, sehe ich, dass „er“ eine „sie“ ist. Es wird Zeit für meine getrockneten Bananen und für meine kleinen Pitabrote. Schnell wird mir kalt. Ich verkrieche mich mein Zelt und fühle mich geborgen. Dimitri hat schon Recht, wenn er sagt, Israel sei ein sicheres Land. Hier kann man im Freien schlafen. Sicherlich auch als Frau. Niemand würde dir hier etwas tun oder dich gar bestehlen. Israelis sehen in dir als erstes einen Menschen, den man fragt, ob er Hilfe braucht. Sich gegenseitig zu helfen, scheint eines der elementaren Werte zu sein, auf das ich hier täglich stoße.

Dass ich heute einem „Arschloch“ begegnet bin, wie Dimitri es gesagt hat, sehe ich so gar nicht. Ich bin da heute eher einem begegnet, der gefangen ist in seiner Welt des Raffens und Nehmens, in einer Welt der Gier. Aber ihm selbst wird es nicht besser gehen, als es mir heute ergangen ist. So wie er mich heute behandelt hat, wird er selbst wohl von seinen Geschäftspartnern und seinen Banken behandelt. Er kennt es nicht anders. Und trotzdem ist er hier auf dieser Welt, um eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen, um einen Sinn zu finden. Vielleicht muss er heute mehr leiden, als ich selbst. Vielleicht bin nicht ich das Opfer in Person. Womöglich ist er es selbst. Seine Verzweiflung, zu raffen, zu funktionieren, zu liefern. Vielleicht hat er in mir sein Spiegelbild gesehen. Eins, das ihm voraus ist. Ein spiegelverkehrtes Bild, das ihm zeigt: „Hey, hier draußen ist die Welt. Und hier draußen ist die Liebe!“

Ich habe kein gutes Gefühl, wenn ich meine Gedanken Revue passieren lasse. Ich kann mich nicht über ihn erheben, als etwas Besseres darstellen. Ganz im Gegenteil. Der „Chef“ war ein Spiegel für mich. Er hat mich in den hässlichen Teil meines Ichs blicken lassen. Mit Abstand, aber doch in aller Deutlichkeit. Dafür danke ich ihm.

Nein, nicht Dimitri war in diesem Spiel der Gute. Und auch nicht ich. Vielleicht war er der Gute. Der, der mit seinen Gefühlen kämpft. Der, der spürt, dass Kälte ihn selbst zerfrisst. Und der, der spürt, dass er seinen Weg noch nicht gefunden hat. Eines Tages wird er selbst den Israel Trail beschreiten. Bis dahin wird er vielleicht noch viele Seelen abweisen. Doch eines Tages wird er sich selbst auf den Weg machen. Suchen, was all die anderen vor ihm schon gesucht haben: Sich selbst. Er wird erkennen, wie klein er wird. Wie dankbar er für ein Lächeln ist. Er wird lernen, wie zerbrechlich er ist, hinter seiner Gucci-Brille. Und er wird sehen, wie verdammt schwer es ist, andere um Brot und Wasser zu bitten. Um Hilfe zu bitten, für die es keinen Gegenwert im marktwirtschaftlichen Sinne gibt. Aber er wird auch zu den gleichen Schlüssen kommen wie ich. Dass man für die, die einem geholfen haben, beten kann. Und dass man, wenn man sich überwindet, auch damit beginnt, für die anderen zu beten. Für die, die einfach noch nicht über ihren Schatten springen konnten, aber es innerlich irgendwann möchten.

Es war ja nicht einfach ein gleichgültiges Nein. Es war ein wutentbranntes, selbst-zerfressenes Nein. Ein Nein, das in ihm selbst viel mehr Schaden anrichtet, als in mir, der statt seinem Wasser nun einen Wodka bekam. Während ich einschlafen will, bin ich ihm – dem Chef – irgendwie verbunden. Ich möchte mich bei ihm bedanken. Ich bete für ihn. Und ich schicke ihm gute Wünsche für sich und seine Familie in das Universum.

Das Buch: Israel Trail mit Herz. Das Heilige Land zu Fuß, allein und ohne Geld

“Bestseller – und das für Israel! Glückwunsch!” – so lautet eine der Rezensionen zum Buch Israel Trail mit Herz.

 

Buch und Poster gibt es hier:

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    Was andere sagen ->

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    Textauszug Israel-Trail.com Israel National Trail: Als Penner am Poleg Beach Als Penner am Poleg Beach Strandlauf von Jisr a-Zarka nach Poleg Beach (Netanja). Etwa 38 Kilometer, ca. 280 Höhenmeter Gesamtanstieg. Trinkwasserverbrauch 7 Liter. 35 Grad Lufttemperatur. Wow, was für ein schöner Tag! Im ersten Morgenlicht verlasse ich „Brücke über den blauen Fluss“. Für mich war es die Brücke in eine andere Welt. Und doch gehe ich heute ganz anders durch die Straßen hier. Mich auf Fremdes einzulassen, war es wert. Heute erscheinen mir die finsteren Blicke von gestern alle fröhlich. Ein kleiner Junge äugt hinter einem Zaun hervor. Als er sieht, dass ich ihn entdeckt habe, winkt er mir zu. Auch Erwachsene winken mir, was ich so eher nicht kenne. Auf dem Weg heraus höre ich immer wieder „Welcome“. Und die Rapper von gestern erscheinen mir heute Morgen eher als Jugendliche, aus denen noch etwas werden kann. Ein paar von Ihnen hupen mich an und grüßen. Es ist ein schöner Abschied. Nach nur einem Kilometer erreiche ich wieder den Strandabschnitt, an dem ich gestern schon war. Ich kann es kaum glauben, dass der Israel Trail hier einfach völlig wild über den herrlichen Sandstrand verläuft. Die kleinen Holzboote in Fishermen’s Village liegen noch ganz ruhig auf dem spiegelglatten Wasser. Der Fischer von gestern ist wieder hier. Auch er winkt mir zu und deutet mit seinem Arm nach links: „Da geht’s weiter.“ Vor mir liegt ein weiter, völlig unverbauter Strand. Idyllisch. Das Hinterland säumt eine hohe Düne. Sandig, aber auch grün. Am Strand laufen weit entfernt einige Menschen umher. Manche lassen ihre Hunde laufen, andere joggen hier das Ufer entlang. Fröhlich geht es hier zu, und ganz gemischt. Trotzdem ist es sehr überschaubar und besinnlich. So wie irgendwo anders außerhalb der Saison, wo sich nur ganz wenige an den Strand verirren. Schon lange habe ich mich auf diese Strecke an der Meeresküste gefreut. Nach den gebirgigen letzten Etappen in Israels Norden endlich einmal flach. Andererseits habe ich mir zu Hause eine dicht besiedelte Küste vorgestellt, an der man tagelang auf geteerten Strandpromenaden wandern muss. Weit gefehlt! Ohne jetzt Länder zu nennen, wo ich schon am Strand laufen wollte, überrascht mich Israel hier absolut positiv. In vielen Ländern der Welt ist es ja noch nicht einmal möglich, überhaupt am Strand zu wandern, weil überall irgendwelche Clubs einzäunen, was nur geht. Oder man wird auf Schritt und Tritt belästigt. Oder alles ist zugebaut, Hotel an Hotel. Nun, das kann ja noch kommen. Aber fürs Erste genieße ich diese riesengroße Freiheit, die ich hier verspüre. Nur in einem Punkt habe ich mich getäuscht: Dass es leicht sein würde, am flachen Strand zu laufen. Heute habe ich bisher fünf Kilometer zurückgelegt. Vielleicht sind es auch sieben oder acht. Und es ist sehr, sehr anstrengend. Meine Füße sinken hier mit jedem Schritt ein. Mein Rucksack bäumt sich auf zur Überlast. Und schlagartig schnellt die Temperatur in die Höhe und zeigt mir, wo ich bin: In Israel! Ich wünsche mir sofort die kühlen Wälder und Berge zurück. Hier am Strand leide ich mit jedem Meter. Andererseits ist die Kulisse vor mir so unwirklich schön, dass es mir die Sprache verschlägt. Ich führe auch gerade keine Selbstgespräche! Hier her werde ich mit meiner Familie in den Urlaub fahren. Genau hierher! Wie könnten meine Kinder hier im Sand spielen und frei herumtoben! Hier muss niemand sein Claim abstecken. Oder mit einem Handtuch etwas reservieren. Nein, hier ist die Traumküste einfach so da. Für jedermann. Körperlich ist es für mich gerade recht anstrengend. Ich bekomme einen kleinen Hinweis, was Hitze und Sand bedeuten können. Es ist ein Hinweis mit dem Vorschlaghammer. Gerade kommt mir eine junge Joggerin mit hochgesteckten blonden Haaren entgegen. Sie hat Stöpsel im Ohr und trägt ihr Handy als Bordcomputer am Arm. Egal, ob ich sie störe. Ich halte sie an und frage sie, ob sie ein Foto von mir machen kann. Sie lacht und wischt sich erst einmal den Schweiß von der Stirn. Klar macht sie ein Foto von mir und verschwindet dann ebenso schnell in der Ferne des Strandes wieder. Zu Hause hätte sie mir wohl den Atem verschlagen und den Kopf verdreht. Bestimmt hätte ich es mit irgendeinem blöden Spruch versucht. Und ebenso sicher hätte ich mich garantiert lächerlich gemacht als hormongesteuerter Papagallo, wäre abgeblitzt oder im schlimmsten Fall gar nicht erst beachtet worden. Die, die da gerade vor mir stand, könnte definitiv in jedem Film mitspielen oder von jedem Prospekt herunter lächeln. Und sie hat mich angelächelt. Für einen kurzen Augenblick hat sie mich elektrisiert. Nur eben, dass ich ihr hier nicht als „Mann“ begegnet bin. Das Wandern macht den großen Unterschied. „Mann“ ist von einer anderen Welt. „Mann“ ist reduziert auf das Gehen, auf Trinken, Schlafen und Essen. In genau dieser Reihenfolge. Und „Mann“ ist erschöpft. So erschöpft, dass „Mann“ sich endlich auch nach außen hin aufgeben darf. „Mann“ muss nicht mehr irgendeine blöde Rolle spielen. „Mann“ muss sich nicht mehr wie ein bunter Papagei präsentieren, nicht mehr unter Strom stehen und den anderen die perfekte Show abliefern. Nein: Hier muss man gar nichts liefern. Hier ist „Mann“ zur Ruhe gekommen. Und genau das spüren wohl andere auch. Es ist schön, keine Mauer mehr um sich zu haben. Es ist wunderbar, ein Lächeln zu schenken, anstatt blöde Phrasen zu labern. Und es ist so wertvoll, ein solches zurückzubekommen. Nicht als Idiot mit der Rolex am Handgelenk. Auch nicht als Trottel, der seinen Arm lässig aus dem Autofenster hängen lässt. Nein, ein Lächeln für dich als Penner. Ein Lächeln für dich als Clochard, als Bettler. Ein Lächeln für dich als letztes Glied in der Kette. Für dich, als Person, die keinerlei Macht und keinerlei Status mehr hat. Du kannst hier kostenfrei lesen. Ich stelle viele meiner Inhalte hier auch ohne Geld zur Verfügung. Ganz einfach, weil ich Israel helfen möchte! Wenn Du uns alle bei unserem Engagement unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über einen virtuellen Kaffee! Im Ernst: Dein beherzter Klick und Deine Spende sind für uns in der Redaktion etwas ganz Besonderes. Wir sehen leider nicht, wer Du bist, aber wir sehen, dass es Dich gibt. Danke Dir! Nein, Selbstgespräche habe ich heute noch nicht geführt. Aber ich drehe mich gerade mit weit ausgebreiteten Armen um meine eigene Achse. Kein Tango, kein geordneter Tanzschritt. Aber ja, es ist ein Freudentanz, weil ich mein Leben wieder als ganz echt, als völlig unverfälscht wahrnehme. Gott, ich danke dir. Ich fühle wieder. Ich bin glücklich mit mir selbst. Glücklich, so glücklich wie ein kleines Kind. Irgendwann stoße ich dann auf eine große Gruppe israelischer Wanderer, die gerade in einer einsamen Bucht Brotzeit machen. Bestimmt sind es hundert, vielleicht sogar zweihundert Leute. Und sie sind ganz gemischt. Kinder sind dabei, sehr viele Jugendliche, aber auch Alte, ganz alte. Das Geschehen ist bunt. Je näher ich komme, um so lauter, umso fröhlicher wird es. Dann schallt es mir entgegen „Shvil Israel?“. „Yes“ rufe ich fröhlich zurück. Aus der Masse kommt einer auf mich zu, der viel ruhiger und gelassener ist als die anderen. Es ist Denny, der Tourguide. Denny erklärt mir, dass sich hier mehrere Gruppen zur Brotzeit treffen und dann als verschiedene Gruppen wieder weiter gehen. Drei Tage werden sie unterwegs sein. Gepäck wird gefahren. Für Verpflegung wird gesorgt. Gehen müssen sie aber alle selbst, sagt er und lacht laut. Denny reicht mir sein Sandwich, in das er gerade selbst rein gebissen hat. „Nimm!“ meint er. „Magst du Thunfisch?“ Und wie ich Thunfisch mag. Ein paar Kalorien kann ich dringend gebrauchen. 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Jethro öffnet mir die klapprige Holztüre, mustert mich und meint „Israel Trail?“ Jethro fragt mich sofort, was er für mich tun könne, woher ich käme und ob ich baden möchte. Ich frage Jethro nach Wasser. Er lacht und witzelt „Salzwasser? Oder echtes Wasser zum Trinken?“ Jethro begleitet mich von seinem Holzturm herunter und führt mich gut 50 Meter hin zu einem kleinen Wasserhahn, an dem man sich die Füße abspülen kann. Als ob er meine Frage geahnt hat, entreißt er mir meine erste Trinkflasche, befüllt sie kurz und trinkt dann selbst daraus. „Du kannst es trinken. Du kannst das Wasser in Israel überall trinken. Du brauchst keine Chlortabletten!“ Jethro labert nicht nur so dahin. Er macht es mir einfach vor. Ganz so, wie man einem kleinen Kind irgendetwas vormacht, damit man es auch macht. Ich muss grinsen, bin aber echt beeindruckt. Zusammen mit ihm trinke ich abwechselnd meine erste Flasche leer. Jethro verabschiedet sich rasch von mir, weil er wieder auf seinen Posten muss. Ich fülle alle Wasserflaschen wieder auf und mache meinen Rucksack somit zehn Kilogramm schwerer. Schon nach fünf Minuten weiß ich: Das schaffe ich nicht, in der Wüste aber muss ich es schaffen. Hier bin ich noch nicht soweit. Und ich bin auch noch nicht soweit von der Zivilisation entfernt, dass ich heute Nachmittag noch zehn Liter Wasser benötigen würde. Daher nehme ich meinen Rucksack wieder ab und leere einige Flaschen aus. Dabei habe ich ein unglaublich schlechtes Gewissen, weil ich gerade von einer älteren Frau beobachtet werde, die ihren Kopf schüttelt. Was Wasser hier in Israel bedeutet, werde ich erst später erfahren. Am Spätnachmittag erreiche ich Poleg Beach. Der Strand ist bekannt für seine Schönheit und für die Kitesurfer, die hier akrobatische Kunststücke vollführen. Ich muss erst einmal stehen bleiben und an meinem Fuß die erste Blase auf meiner Reise verarzten. Dann geht es von einer Anhöhe abwärts zum Poleg Beach. Ein wenig erinnert mich die Kulisse an den Varadero Beach in Kuba. Weißer Sand, Dünen und karibisches Flair. In einem kleinen Strandrestaurant frage ich, ob ich etwas Wasser bekommen kann und ob ich hier windgeschützt mein kleines Zelt aufschlagen darf. Die nette Kellnerin nickt und nimmt meine leere Plastikflasche entgegen. Was nun folgt, ist exakt die Szene, die ich aus dem Allacher Sportgeschäft schon kenne. In der Theorie, als Déjà-vu-Erlebnis, sozusagen. Sogar die beiden Chefs scheinen äußerlich wie innerlich exakt identisch zu sein. Das Blut stockt mir in den Adern. Schlagartig fühle ich mich unwohl. Wie in Zeitlupe spielt sich alles ab. Wie in einem schlechten Film. Der Chef dreht sich mit einem verächtlichen Blick kurz zu mir, dann zur Kellnerin mit der Wasserflasche in der Hand. Er packt sie brutal an der Hand, zeigt mit der anderen auf mich. Die Plastikflasche fällt zu Boden. „Raus hier, verschwinde“, scheint er auf hebräisch zu sagen. Ich verstehe es ganz genau. Jedes Wort. Und in schlechtem Englisch ruft er mir nach: „Kein Wasser hier! Kein Zelt! Verpiss dich!“. Sofort gehe ich, lasse die Plastikflasche zurück. Doch dann folgt mir einer der Gäste. Er bringt mir meine leere Flasche. Er ist Russe. Und mit starkem russischen Akzent sagt er zu mir: „Auch Russe, aber Arschloch. Ist Geld in Kopf gestiegen, ist Schande. Wir nicht so!“ Dimitri, so heißt er, sagt mir, dass ich hier – einige hundert Meter weiter – warten soll. Dann kommt er zurück, mit seiner Frau oder Freundin, einer Flasche Wodka und drei Gläsern. Mit Dimitri und Lena sitze ich nun hier am Strand. Was uns verbindet, ist fürs erste nur der Alkohol. Dimitri ist wohl einer der Superreichen. Er lebt in einer völlig anderen Welt. Dennoch scheint er so etwas wie ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsgefühl zu haben. Oder Mitleid. Ich weiß es nicht. Dimitri erzählt mir jedenfalls, dass er früher nichts hatte. So wie ich, merkt er an. Ausgelacht worden sei er, überall abgewiesen worden sei er mit seinen Ideen. Dann lacht er selbst, mit seiner rauen Stimme. „Heute bin ich der, der lacht. Na zdoróv’je!“ Eine Einladung zu Dimitri nach Hause lehne ich ab. Ich möchte hier in meinem Zelt schlafen. Auf die Frage, ob ich hier mein Zelt aufstellen kann, meint Dimitri „Israel sicheres Land. Gutes Land.“ Dann sagt er: „Wenn dir was tut, morgen tot.“ Dimitri lacht schallend. Er hat einen schwarzen Humor, oder eben eine Macht, die in meiner doch recht beschaulichen Welt gar nicht vorstellbar ist. Gut, dass Dimitri sich selbst zehnmal so oft nachschenkt, wie mir. Und so gehe ich kurz vor Sonnenuntergang beschwipst, aber nicht betrunken, weiter am Strand. Kitesurfer haben mir noch ein paar getrocknete Bananen geschenkt. Immer wieder wird unser Engagement leider auch angegriffen. z.B. Über die Abmahnung der Angelika Kohlmeier gegen unsen Israel-Trail Redakteur Mit einem Kaffee kannst Du uns helfen, ein Zeichen zu setzen und uns ideell ermuntern, weiter zu machen! Danke! Danke! Danke! Und Toda Raba! Mein Zeltplatz ist heute an Idylle durch nichts mehr zu überbieten. Ich blicke auf einen Traumstrand, der sich im Abendlicht golden färbt. Nur noch ein Kitesurfer zieht da auf dem Wasser seine kunstvollen Bahnen. Er fasziniert mich. Erst als er an Land kommt, sehe ich, dass „er“ eine „sie“ ist. Es wird Zeit für meine getrockneten Bananen und für meine kleinen Pitabrote. Schnell wird mir kalt. Ich verkrieche mich mein Zelt und fühle mich geborgen. Dimitri hat schon Recht, wenn er sagt, Israel sei ein sicheres Land. Hier kann man im Freien schlafen. Sicherlich auch als Frau. Niemand würde dir hier etwas tun oder dich gar bestehlen. Israelis sehen in dir als erstes einen Menschen, den man fragt, ob er Hilfe braucht. Sich gegenseitig zu helfen, scheint eines der elementaren Werte zu sein, auf das ich hier täglich stoße. Dass ich heute einem „Arschloch“ begegnet bin, wie Dimitri es gesagt hat, sehe ich so gar nicht. Ich bin da heute eher einem begegnet, der gefangen ist in seiner Welt des Raffens und Nehmens, in einer Welt der Gier. Aber ihm selbst wird es nicht besser gehen, als es mir heute ergangen ist. So wie er mich heute behandelt hat, wird er selbst wohl von seinen Geschäftspartnern und seinen Banken behandelt. Er kennt es nicht anders. Und trotzdem ist er hier auf dieser Welt, um eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen, um einen Sinn zu finden. Vielleicht muss er heute mehr leiden, als ich selbst. Vielleicht bin nicht ich das Opfer in Person. Womöglich ist er es selbst. Seine Verzweiflung, zu raffen, zu funktionieren, zu liefern. Vielleicht hat er in mir sein Spiegelbild gesehen. Eins, das ihm voraus ist. Ein spiegelverkehrtes Bild, das ihm zeigt: „Hey, hier draußen ist die Welt. Und hier draußen ist die Liebe!“ Ich habe kein gutes Gefühl, wenn ich meine Gedanken Revue passieren lasse. Ich kann mich nicht über ihn erheben, als etwas Besseres darstellen. Ganz im Gegenteil. Der „Chef“ war ein Spiegel für mich. Er hat mich in den hässlichen Teil meines Ichs blicken lassen. Mit Abstand, aber doch in aller Deutlichkeit. Dafür danke ich ihm. Nein, nicht Dimitri war in diesem Spiel der Gute. Und auch nicht ich. Vielleicht war er der Gute. Der, der mit seinen Gefühlen kämpft. Der, der spürt, dass Kälte ihn selbst zerfrisst. Und der, der spürt, dass er seinen Weg noch nicht gefunden hat. Eines Tages wird er selbst den Israel Trail beschreiten. Bis dahin wird er vielleicht noch viele Seelen abweisen. Doch eines Tages wird er sich selbst auf den Weg machen. Suchen, was all die anderen vor ihm schon gesucht haben: Sich selbst. Er wird erkennen, wie klein er wird. Wie dankbar er für ein Lächeln ist. Er wird lernen, wie zerbrechlich er ist, hinter seiner Gucci-Brille. Und er wird sehen, wie verdammt schwer es ist, andere um Brot und Wasser zu bitten. Um Hilfe zu bitten, für die es keinen Gegenwert im marktwirtschaftlichen Sinne gibt. Aber er wird auch zu den gleichen Schlüssen kommen wie ich. Dass man für die, die einem geholfen haben, beten kann. Und dass man, wenn man sich überwindet, auch damit beginnt, für die anderen zu beten. Für die, die einfach noch nicht über ihren Schatten springen konnten, aber es innerlich irgendwann möchten. Es war ja nicht einfach ein gleichgültiges Nein. Es war ein wutentbranntes, selbst-zerfressenes Nein. Ein Nein, das in ihm selbst viel mehr Schaden anrichtet, als in mir, der statt seinem Wasser nun einen Wodka bekam. Während ich einschlafen will, bin ich ihm – dem Chef – irgendwie verbunden. Ich möchte mich bei ihm bedanken. Ich bete für ihn. Und ich schicke ihm gute Wünsche für sich und seine Familie in das Universum. 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    Israel-Trail

    Israel-Trail english excerpt:

    Israel National Trail: As a bum on Poleg Beach

    Shvil Israel Beach run from Jisr a-Zarka to Poleg Beach (Netanya).

    About 38 kilometers, a total ascent of about 280 meters. Drinking water consumption 7 liters. 35 degrees air temperature.

    Wow what a beautiful day! In the first light of the morning I leave “Bridge over the blue river”. For me it was the bridge to another world. And yet I walk the streets here today in a completely different way. It was worth it to get involved with foreigners. Today the gloomy looks from yesterday all seem happy to me. A young boy peers out from behind a fence. When he sees that I’ve discovered him, he waves to me. Adults also wave to me, something I don’t really know. On the way out I keep hearing “Welcome”. And yesterday’s rappers seem to me this morning more like youngsters who can still become something. A couple of you honk at me and say hello. It’s a nice farewell.

    Small wooden boats and a wonderful beach – the finest Israel National Trail

    After only one kilometer I reach the stretch of beach that I was on yesterday. I can hardly believe that the Israel Trail just runs wild over the beautiful sandy beach here. The small wooden boats in Fishermen’s Village are still lying quietly on the mirror-smooth water. Yesterday’s fisherman is here again. He also waves to me and points with his arm to the left: “There we go.”

    In front of me is a wide, completely unspoilt beach. Idyllic. The hinterland is bordered by a high dune. Sandy, but also green. Some people are walking around on the beach far away. Some let their dogs run, others jog along the bank here. It’s cheerful here, and very mixed. Nevertheless, it is very manageable and reflective. Just like anywhere else out of season, where very few people get lost on the beach. I’ve been looking forward to this stretch on the seashore for a long time. After the mountainous last stages in Israel’s north, finally flat. On the other hand, at home I imagined a densely populated coast where you had to walk for days on tarred beach promenades. Not even close! Without naming countries where I wanted to run on the beach, Israel surprises me in an absolutely positive way.

    No problem in Israel: just hike across the beach with a backpack

    In many countries around the world it is not even possible to walk on the beach at all because clubs are fencing in what is possible. Or you are harassed at every turn. Or everything is built up, hotel to hotel. Well, that can still come. But for now I am enjoying this huge freedom that I feel here. There was only one thing I was wrong about: that it would be easy to walk on the shallow beach. Today I’ve covered five kilometers so far. Maybe it’s seven or eight. And it’s very, very exhausting. My feet sink in here with every step. My backpack rears up to overload. And suddenly the temperature skyrockets and shows me where I am: In Israel!

    I immediately want the cool forests and mountains back. Here on the beach I suffer with every meter. On the other hand, the backdrop in front of me is so unreally beautiful that it leaves me speechless. I’m not talking to myself right now either! I will be going on vacation here with my family. Right here! How could my children play here in the sand and run around freely! Nobody has to stake out their claim here. Or reserve something with a towel. No, the dream coast is just there. For everyone.

    Tiring and beautiful: hiking on Israel’s beaches

    Physically, it’s really exhausting for me. I get a little hint what heat and sand can mean. It’s a note with a sledgehammer. A young jogger with pinned up blonde hair is coming towards me. She has plugs in her ear and carries her cell phone as an on-board computer on her arm. It doesn’t matter if I disturb them. I stop her and ask if she can take a picture of me. She laughs and first wipes the sweat from her forehead. Of course she takes a picture of me and then disappears just as quickly into the distance of the beach. At home she would have taken my breath away and turned my head. I’m sure I would have tried some stupid line. And just as surely I would have made a fool of myself as a hormone-controlled papagallo,

    The one standing in front of me could definitely star in any film or smile down from any brochure. And she smiled at me. For a brief moment she electrified me. Just that I didn’t meet her here as a “man”. Hiking makes all the difference. “Man” is from another world. “Man” is reduced to walking, drinking, sleeping and eating. In exactly that order. And “man” is exhausted. So exhausted that “man” can finally give himself up to the outside world. “Man” doesn’t have to play any stupid role anymore. “Man” no longer has to present himself like a colorful parrot, no longer have to be energized and put on the perfect show for the others. No: You don’t have to deliver anything here.

    Here “man” has come to rest. And that’s exactly what others feel too. It’s nice not to have a wall around you. It’s wonderful to smile instead of babbling stupid phrases. And it’s so valuable to get one back. Not as an idiot with the Rolex on your wrist. Not even as a fool who casually lets his arm hang out of the car window. No, a smile for you as a bum. A smile for you as a clochard, as a beggar. A smile for you as the last link in the chain. For you, as a person who no longer has any power or status.

    No, I haven’t talked to myself today. But I am turning around my own axis with my arms outstretched. No tango, no orderly dance step. But yes, it is a dance of joy because I perceive my life as completely real again, as completely unadulterated. God thank you I feel again I am happy with myself. Happy, as happy as a little kid.

    Israeli hikers give me bread and water. And they make me laugh!

    At some point I come across a large group of Israeli hikers who are having a snack in a lonely bay. There are sure to be a hundred, maybe even two hundred people. And they’re all mixed up. There are children, a lot of young people, but also old people, very old ones. The action is colorful. The closer I get, the louder, the happier it gets. Then I heard “Shvil Israel?” “Yes” I call back happily. From the crowd someone comes up to me who is much calmer and more relaxed than the others. It’s Denny, the tour guide. Denny explains to me that several groups meet here for a snack and then go on as different groups. They will be on the road for three days. Luggage is driven. Food will be provided. But they all have to go by themselves, he says and laughs out loud. Denny hands me the sandwich he just bit into himself. “Take!” He says. “Do you like tuna?” And how I like tuna. I really need a few calories. And I could also imagine such a hiking excursion for a few days with others. Definitely a nice thing. Well strengthened, I continue on the sand. I enjoy being alone. And I enjoy the space that opens up in front of me.

    In the afternoon I reach the coast of Netanya. High-rise buildings appear in the shimmer of the hot air. Netanya has a population of almost 180,000 and is located between Hadera and Tel Aviv. The climate is subtropical. Nevertheless, I can still walk on the beach. Here in Netanya, too, the beaches are free and spacious. It’s gotten hot. My water supply is slowly running out. I have already drunk seven liters so far. My personal record, I would say. Despite all of this, I was urinating only once. Just like on Miami Beach, there are wooden towers for lifeguards. And I’ll take the first one straight away. I climb up and knock. Jethro opens the rickety wooden door for me, examines me and says “Israel Trail?” Jethro asks me immediately what he can do for me, where I come from and whether I want to take a bath. I ask Jethro for water. He laughs and jokes, “Salt water? Or real water to drink? “

    Water is important on the Israel National Trail

    Jethro accompanies me down from his wooden tower and leads me a good 50 meters to a small tap where you can rinse your feet. As if he had suspected my question, he snatches my first drinking bottle from me, fills it briefly and then drinks from it himself. “You can drink it. You can drink the water anywhere in Israel. You don’t need any chlorine tablets! ”Jethro doesn’t just babble. He just shows me how. Just like you do something to a small child so you can do it. I have to grin, but I’m really impressed. I take turns drinking my first bottle with him.

    Jethro says goodbye to me quickly because he has to get back to his post. I fill up all the water bottles again, making my backpack ten kilograms heavier. After just five minutes I know: I can’t do it, but in the desert I have to do it. I’m not ready here yet. And I’m not that far removed from civilization that I need ten liters of water this afternoon. So I take off my backpack and empty some bottles. I have an incredibly guilty conscience because I am being watched by an older woman who is shaking her head. I will only find out later what water means here in Israel.

    Poleg Beach is known for its beauty. Poleg Beach is also on the Israel National Trail

    I reach Poleg Beach in the late afternoon. The beach is known for its beauty and for the kite surfers who perform acrobatic tricks here. First I have to stop and treat the first blister on my foot on my journey. Then it goes down from a hill to Poleg Beach. The scenery reminds me a little of Varadero Beach in Cuba. White sand, dunes and a Caribbean flair.

    In a small beach restaurant I ask if I can get some water and if I can put up my little tent here, protected from the wind. The nice waitress nods and takes my empty plastic bottle. What follows is exactly the scene that I already know from the Allach sports shop. In theory, as a déjà vu experience, so to speak. Even the two bosses seem to be exactly identical on the outside and inside. The blood stops in my veins. I suddenly feel uncomfortable. Everything happens like in slow motion. Like a bad movie. The boss turns briefly to me with a contemptuous look, then to the waitress with the water bottle in hand. He grabs her hand brutally and points at me with the other. The plastic bottle falls to the floor. “Get out of here, get out,” he seems to be saying in Hebrew. I understand it very well. Every word. And in bad English he calls after me: “No water here! No tent! Fuck off!”.

    I’ll go immediately, leaving the plastic bottle behind. But then one of the guests follows me. He brings me my empty bottle. He is russian. And with a heavy Russian accent he says to me: “Russian too, but asshole. If money rises in the head, it is disgrace. We not like that! “

    Dimitri, that’s his name, tells me that I should wait here – a few hundred meters away. Then he comes back with his wife or girlfriend, a bottle of vodka and three glasses. I’m sitting here on the beach with Dimitri and Lena. What connects us is initially only alcohol. Dimitri is probably one of the super rich. He lives in a completely different world. Still, he seems to have something like a strong sense of justice. Or pity. I dont know. Anyway, Dimitri tells me that he didn’t have anything before. Like me, he notes. He was laughed at, he was rejected everywhere with his ideas. Then he laughs himself in his rough voice. “Today I’m the one who laughs. Na zdoróv’je ! “

    Israel Trail. Beach. I want to sleep here in my tent

    I decline an invitation to Dimitri’s home. I want to sleep here in my tent. When asked whether I can pitch my tent here, Dimitri said “Israel is a safe land. Good country. ”Then he says:“ If something happens to you, dead tomorrow. ”Dimitri laughs uproariously. He has a black sense of humor, or a power that is simply inconceivable in my rather contemplative world. It’s good that Dimitri refills himself ten times as often as me. And so, shortly before sunset, tipsy but not drunk, I continue on the beach. Kite surfers gave me a few more dried bananas.

    Unfortunately, our commitment is repeatedly attacked. For example, about Angelika Kohlmeier’s warning against our Israel Trail editor

    With a cup of coffee you can help us to set an example and ideally encourage us to keep going! Thank you! Thank you! Thank you! And Toda Raba!

    Israel National Trail: The most beautiful places in the world for a tent are here in Israel

    Israel is a safe country. Dimitri explains his world to me! And he gives me his heart!

    Today my campsite cannot be surpassed in terms of idyll. I look at a dream beach that turns golden in the evening light. Only a kite surfer can do his or her artistic laps on the water. He fascinates me. Only when he comes ashore do I see that “he” is a “she”. It’s time for my dried bananas and my little pita breads. I get cold quickly. I hide in my tent and feel safe. Dimitri is right when he says that Israel is a safe country. Here you can sleep outside. Certainly also as a woman. Nobody would harm you here or even steal from you. The first thing Israelis see in you is someone they ask if they need help. Helping each other out seems to be one of the elementary values ​​I come across here every day.

    I don’t see that I met an “asshole” today, as Dimitri said. Today I met someone who is trapped in his world of grab and take, in a world of greed. But he himself won’t be any better than I did today. The way he treated me today, he will probably be treated by his business partners and his banks. He doesn’t know any other way. And yet he’s here in this world to do a certain job, to find meaning. Maybe he has to suffer more today than I do. Maybe I am not the victim in person. Maybe it is himself. His desperation to get hold of, to function, to deliver. Maybe he saw his reflection in me. One that is ahead of him. A mirror image that shows him: “Hey, the world is out here. And out here is love! “

    I don’t feel good when I review my thoughts. I cannot rise above him as portray anything better. But on the contrary. The “boss” was a mirror for me. He let me see the ugly part of myself. With a distance, but still very clearly. I thank him for that.

    No, Dimitri wasn’t the good one in this game. And not me either. Maybe he was the good one. The one who struggles with his feelings. The one who feels that the cold is eating away at himself. And the one who feels that he has not yet found his way. One day he will walk the Israel Trail himself. Until then, he may still reject many souls. But one day he will set off on his own. Look for what all the others have been looking for before him: yourself. He will realize how small he is getting. How grateful he is for a smile. He’ll learn how fragile he is behind his Gucci glasses. And he’ll see how damned it is to ask other people for bread and water. Asking for help for which there is no equivalent in the market economy sense. But he will also come to the same conclusions as me. That you can pray for those who have helped you. And that when you overcome yourself, you also begin to pray for others. For those who just haven’t been able to jump over their shadows, but want to do so internally at some point.

    It wasn’t just an indifferent no. It was an angry, self-eaten no. A no, which does a lot more damage in himself than in me, who now got a vodka instead of his water. While I want to fall asleep, I am somehow connected to him – the boss. I want to thank him. I pray for him. And I send him good wishes for himself and his family in the universe.

    Kuestenweg france excerpt:

    Sentier national d’Israël: comme un clochard sur la plage de Poleg

    Shvil Israel Beach va de Jisr a-Zarka à Poleg Beach (Netanya).

    Environ 38 kilomètres, soit une montée totale d’environ 280 mètres. Consommation d’eau potable 7 litres. 35 degrés de température de l’air.

    Wow quelle belle journée! Aux premières lueurs du matin je quitte «Pont sur la rivière bleue». Pour moi, c’était le pont vers un autre monde. Et pourtant, je marche dans les rues ici aujourd’hui d’une manière complètement différente. Cela valait la peine de s’impliquer avec des étrangers. Aujourd’hui, les regards sombres d’hier me semblent tous heureux. Un jeune garçon regarde derrière une clôture. Quand il voit que je l’ai découvert, il me fait signe. Les adultes me font également signe, ce que je ne sais pas vraiment. En sortant, j’entends toujours “Bienvenue”. Et les rappeurs d’hier me semblent ce matin plus comme des jeunes qui peuvent encore devenir quelque chose. Un couple d’entre vous me klaxonne et me dit bonjour. C’est un bel adieu.

    Petits bateaux en bois et une magnifique plage – le plus beau sentier national d’Israël

    Après seulement un kilomètre, j’atteins le tronçon de plage sur lequel j’étais hier. J’ai du mal à croire que le sentier d’Israël se déchaîne sur la magnifique plage de sable d’ici. Les petits bateaux en bois du village de pêcheurs gisent toujours tranquillement sur l’eau douce comme un miroir. Le pêcheur d’hier est de nouveau ici. Il me fait également signe et montre du bras vers la gauche: «On y va».

    En face de moi se trouve une large plage totalement préservée. Idyllique. L’arrière-pays est bordé par une haute dune. Sableux, mais aussi vert. Certaines personnes se promènent loin sur la plage. Certains laissent courir leurs chiens, d’autres courir le long de la rive ici. C’est gai ici et très mélangé. Néanmoins, il est très gérable et réfléchissant. Comme partout ailleurs hors saison, où très peu de gens se perdent sur la plage. J’attendais avec impatience ce tronçon au bord de la mer depuis longtemps. Après les dernières étapes montagneuses dans le nord d’Israël, enfin plat. En revanche, chez moi, j’imaginais un littoral densément peuplé où il fallait marcher pendant des jours sur des promenades de plages goudronnées. Pas même près! Sans nommer les pays où je voulais courir sur la plage, Israël me surprend de manière absolument positive.

    Pas de problème en Israël: il suffit de traverser la plage avec un sac à dos

    Dans de nombreux pays du monde, il n’est même pas possible de marcher sur la plage du tout car les clubs font des clôtures dans ce qui est possible. Ou vous êtes harcelé à chaque tournant. Ou tout est construit, d’hôtel en hôtel. Eh bien, cela peut encore venir. Mais pour l’instant je profite de cette immense liberté que je ressens ici. Il n’y avait qu’une chose sur laquelle je me trompais: il serait facile de marcher sur la plage peu profonde. Aujourd’hui, j’ai parcouru cinq kilomètres jusqu’à présent. Peut-être que c’est sept ou huit. Et c’est très, très épuisant. Mes pieds s’enfoncent ici à chaque pas. Mon sac à dos se dresse en surcharge. Et soudain, la température monte en flèche et me montre où je suis: en Israël!

    Je veux immédiatement récupérer les forêts et les montagnes fraîches. Ici, sur la plage, je souffre à chaque mètre. D’un autre côté, la toile de fond devant moi est tellement irréelle qu’elle me laisse sans voix. Je ne me parle pas non plus en ce moment! Je vais partir en vacances ici avec ma famille. Ici! Comment mes enfants pourraient-ils jouer ici dans le sable et courir librement! Personne n’a à revendiquer ici. Ou réservez quelque chose avec une serviette. Non, la côte de rêve est juste là. Pour tout le monde.

    Fatigant et beau: randonnée sur les plages d’Israël

    Physiquement, c’est vraiment épuisant pour moi. J’ai une petite idée de ce que peuvent signifier la chaleur et le sable. C’est une note avec un marteau. Un jeune jogger aux cheveux blonds épinglés s’approche de moi. Elle a des bouchons à l’oreille et porte son téléphone portable comme ordinateur de bord sur son bras. Peu importe si je les dérange. Je l’arrête et lui demande si elle peut prendre une photo de moi. Elle rit et essuie d’abord la sueur de son front. Bien sûr, elle me prend en photo puis disparaît tout aussi rapidement au loin de la plage. À la maison, elle m’aurait coupé le souffle et tourné la tête. Je suis sûr que j’aurais essayé une ligne stupide. Et tout aussi sûrement je me serais ridiculisé en tant que papagallo contrôlé par les hormones,

    Celui qui se tient devant moi pourrait certainement être dans n’importe quel film ou sourire de n’importe quelle brochure. Et elle m’a souri. Pendant un bref instant, elle m’a électrisé. Juste que je ne l’ai pas rencontrée ici en tant qu ‘«homme». La randonnée fait toute la différence. “L’homme” vient d’un autre monde. «L’homme» est réduit à marcher, boire, dormir et manger. Dans exactement cet ordre. Et «l’homme» est épuisé. Tellement épuisé que «l’homme» peut enfin s’abandonner au monde extérieur. «L’homme» n’a plus à jouer de rôle stupide. «L’homme» n’a plus à se présenter comme un perroquet coloré, il n’a plus besoin d’être dynamisé et de présenter le spectacle parfait pour les autres. Non: vous n’avez rien à livrer ici.

    Ici, “l’homme” s’est arrêté. Et c’est exactement ce que ressentent les autres. C’est bien de ne pas avoir de mur autour de toi. C’est merveilleux de sourire au lieu de babiller des phrases stupides. Et c’est tellement précieux d’en récupérer un. Pas comme un idiot avec la Rolex au poignet. Pas même comme un imbécile qui laisse son bras pendre par la fenêtre de la voiture. Non, un sourire pour toi comme un clochard. Un sourire pour vous en tant que clochard, en tant que mendiant. Un sourire pour vous comme dernier maillon de la chaîne. Pour vous, en tant que personne qui n’a plus de pouvoir ni de statut.

    Non, je ne me suis pas parlé aujourd’hui. Mais je tourne autour de mon propre axe avec mes bras tendus. Pas de tango, pas de pas de danse ordonné. Mais oui, c’est une danse de joie parce que je perçois ma vie comme complètement réelle à nouveau, comme complètement pure. Dieu merci Je ressens encore Je suis content de moi, heureux, aussi heureux qu’un petit enfant.

    Les randonneurs israéliens me donnent du pain et de l’eau. Et ils me font rire!

    À un moment donné, je rencontre un grand groupe de randonneurs israéliens qui prennent une collation dans une baie isolée. Il y aura sûrement une centaine, voire deux cents personnes. Et ils sont tous mélangés. Il y a des enfants, beaucoup de jeunes, mais aussi des vieux, des très vieux. L’action est colorée. Plus je m’approche, plus c’est fort, plus ça devient heureux. Puis j’ai entendu “Shvil Israel?” “Oui” je rappelle joyeusement. De la foule, quelqu’un s’approche de moi qui est beaucoup plus calme et détendu que les autres. C’est Denny, le guide touristique. Denny m’explique que plusieurs groupes se réunissent ici pour une collation et continuent ensuite comme différents groupes. Ils seront sur la route pendant trois jours. Les bagages sont conduits. La nourriture sera fournie. Mais ils doivent tous y aller seuls, dit-il en riant aux éclats. Denny me tend le sandwich qu’il vient de mordre. «Prends!» Dit-il. «Tu aimes le thon?» Et comme j’aime le thon. J’ai vraiment besoin de quelques calories. Et je pourrais aussi imaginer une telle randonnée de quelques jours avec d’autres. Certainement une bonne chose. Bien fortifié, je continue sur le sable. J’aime être seul. Et j’apprécie l’espace qui s’ouvre devant moi.

    Dans l’après-midi, j’atteins la côte de Netanya. Les immeubles de grande hauteur apparaissent dans le miroitement de l’air chaud. Netanya compte près de 180 000 habitants et est située entre Hadera et Tel-Aviv. Le climat est subtropical. Néanmoins, je peux encore marcher sur la plage. Ici aussi à Netanya, les plages sont libres et spacieuses. Il fait chaud. Mon approvisionnement en eau s’épuise lentement. J’ai déjà bu sept litres jusqu’à présent. Mon dossier personnel, je dirais. Malgré tout cela, je n’urinais qu’une seule fois. Tout comme à Miami Beach, il y a des tours en bois pour les sauveteurs. Et je vais prendre le premier tout de suite. Je grimpe et frappe. Jethro ouvre la porte en bois branlante pour moi, me regarde et dit “Israel Trail?” Jethro me demande immédiatement ce qu’il peut faire pour moi, d’où je viens et si je veux prendre un bain. Je demande de l’eau à Jethro. Il rit et plaisante: «De l’eau salée? Ou de la vraie eau à boire? “

    L’eau est importante sur le sentier national d’Israël

    Jethro m’accompagne en descendant de sa tour en bois et me conduit sur une bonne cinquantaine de mètres jusqu’à un petit robinet où vous pourrez vous rincer les pieds. Comme s’il avait soupçonné ma question, il m’arrache ma première bouteille, la remplit brièvement puis en boit lui-même. «Vous pouvez le boire. Vous pouvez boire de l’eau partout en Israël. Vous n’avez pas besoin de comprimés de chlore! »Jethro ne se contente pas de babiller. Il me montre juste comment. Tout comme vous trompez un petit enfant pour qu’il fasse quelque chose. Je dois sourire, mais je suis vraiment impressionné. Je bois à tour de rôle ma première bouteille avec lui.

    Jethro me dit au revoir rapidement car il doit revenir à son poste. Je remplis à nouveau toutes les bouteilles d’eau, ce qui alourdit mon sac à dos de dix kilos. Après seulement cinq minutes, je sais: je ne peux pas le faire, mais dans le désert, je dois le faire. Je ne suis pas encore prêt ici. Et je ne suis pas si éloigné de la civilisation que j’ai besoin de dix litres d’eau cet après-midi. Alors j’enlève mon sac à dos et vide quelques bouteilles. J’ai une conscience incroyablement coupable parce que je suis surveillée par une femme plus âgée qui secoue la tête. Je ne découvrirai que plus tard ce que signifie l’eau ici en Israël.

    Poleg Beach est connue pour sa beauté. Poleg Beach est également sur le sentier national d’Israël

    J’arrive à Poleg Beach en fin d’après-midi. La plage est connue pour sa beauté et pour les kitesurfeurs qui effectuent des figures acrobatiques ici. Je dois d’abord m’arrêter et traiter la première ampoule sur mon pied lors de mon voyage. Ensuite, il descend d’une colline jusqu’à Poleg Beach. Le paysage me rappelle un peu la plage de Varadero à Cuba. Sable blanc, dunes et ambiance caribéenne.

    Dans un petit restaurant de plage, je demande si je peux avoir de l’eau et si je peux monter ma petite tente ici, à l’abri du vent. La gentille serveuse hoche la tête et prend ma bouteille en plastique vide. Ce qui suit est exactement la scène que je connais déjà du magasin de sport Allach. En théorie, comme une expérience de déjà vu, pour ainsi dire. Même les deux patrons semblent être exactement identiques à l’extérieur et à l’intérieur. Le sang s’arrête dans mes veines. Je me sens soudain mal à l’aise. Tout se passe comme au ralenti. Comme un mauvais film. Le patron se tourne brièvement vers moi avec un regard méprisant, puis vers la serveuse avec la bouteille d’eau à la main. Il attrape sa main brutalement et me montre du doigt avec l’autre. La bouteille en plastique tombe au sol. «Sortez d’ici, sortez», semble-t-il dire en hébreu. Je le comprends très bien. Tous les mots. Et en mauvais anglais, il m’appelle: «Pas d’eau ici! Pas de tente! Va te faire foutre!”.

    J’irai immédiatement, laissant la bouteille en plastique derrière moi. Mais alors l’un des invités me suit. Il m’apporte ma bouteille vide. Il est russe. Et avec un fort accent russe, il me dit: «Russe aussi, mais connard. Si l’argent monte dans la tête, c’est une honte. Nous n’aimons pas ça! “

    Dimitri, c’est son nom, me dit que je devrais attendre ici – à quelques centaines de mètres. Puis il revient avec sa femme ou sa copine, une bouteille de vodka et trois verres. Je suis assis ici sur la plage avec Dimitri et Lena. Ce qui nous relie, ce n’est au départ que l’alcool. Dimitri est probablement l’un des super riches. Il vit dans un monde complètement différent. Pourtant, il semble avoir quelque chose comme un fort sens de la justice. Ou pitié. Je ne sais pas. Bref, Dimitri me dit qu’il n’avait rien avant. Comme moi, note-t-il. On se moquait de lui, on le rejetait partout avec ses idées. Puis il rit de sa voix rauque. «Aujourd’hui, je suis celui qui rit. Na zdoróv’je ! “

    Sentier d’Israël. Plage. Je veux dormir ici dans ma tente

    Je refuse une invitation chez Dimitri. Je veux dormir ici dans ma tente. Lorsqu’on lui a demandé si je pouvais planter ma tente ici, Dimitri a répondu: «Israël est une terre sûre. Bon pays. »Puis il dit:« Si quelque chose t’arrive, mort demain. »Dimitri rit d’un air ému. Il a un sens de l’humour noir, ou un pouvoir tout simplement inconcevable dans mon monde tranquille. C’est bien que Dimitri se recharge dix fois plus souvent que moi. Et donc, peu avant le coucher du soleil, ivre mais pas ivre, je continue sur la plage. Les kitesurfers m’ont donné encore quelques bananes séchées.

    Malheureusement, notre engagement est attaqué à plusieurs reprises. Par exemple, à propos de l’avertissement d’Angelika Kohlmeier contre notre rédactrice en chef d’Israël Trail

    Avec une tasse de café, vous pouvez nous aider à donner l’exemple et nous encourager à continuer! Merci! Merci! Merci! Et Toda Raba!

    Israel National Trail: Les plus beaux endroits au monde pour une tente sont ici en Israël

    Israël est un pays sûr. Dimitri m’explique son monde! Et il me donne son cœur!

    Aujourd’hui, mon camping ne peut être surpassé en termes d’idylle. Je regarde une plage de rêve qui devient dorée à la lumière du soir. Seul un kite surfeur peut faire ses tours artistiques sur l’eau. Il me fascine. C’est seulement quand il vient à terre que je vois que «il» est une «elle». C’est l’heure de mes bananes séchées et de mes petits pains pita. J’ai froid rapidement. Je me cache dans ma tente et je me sens en sécurité. Dimitri a raison lorsqu’il dit qu’Israël est un pays sûr. Ici, vous pouvez dormir dehors. Certainement aussi en tant que femme. Personne ne vous ferait de mal ici ni même vous volerait. La première chose que les Israéliens voient en vous est quelqu’un à qui ils demandent s’ils ont besoin d’aide. S’entraider semble être l’une des valeurs fondamentales que je rencontre ici chaque jour.

    Je ne vois pas que j’ai rencontré un «connard» aujourd’hui, comme disait Dimitri. Aujourd’hui, j’ai rencontré quelqu’un qui est pris au piège dans son monde du grab and take, dans un monde de cupidité. Mais lui-même ne sera pas mieux loti que moi aujourd’hui. De la façon dont il m’a traité aujourd’hui, il est probablement traité par ses partenaires commerciaux et ses banques. Il ne connaît pas d’autre moyen. Et pourtant, il est ici dans ce monde pour faire un certain travail, pour trouver un sens. Peut-être qu’il doit souffrir plus aujourd’hui que moi, peut-être que je ne suis pas la victime en personne. C’est peut-être lui-même, son désespoir de s’emparer, de fonctionner, de délivrer. Peut-être a-t-il vu son reflet en moi. Celui qui est devant lui. Une image miroir qui lui montre: “Hé, le monde est ici. Et ici, c’est l’amour! “

    Je ne me sens pas bien quand je passe en revue mes pensées. Je ne peux pas m’élever au-dessus de lui pour représenter quelque chose de mieux. Mais au contraire. Le «patron» était un miroir pour moi. Il m’a laissé voir la partie laide de moi-même. Avec une distance, mais toujours très clairement. Je le remercie pour cela.

    Non, Dimitri n’était pas le bon dans ce match. Et pas moi non plus. Peut-être était-il le bon. Celui qui lutte avec ses sentiments. Celui qui sent que le froid se ronge. Et celui qui sent qu’il n’a pas encore trouvé son chemin. Un jour, il parcourra lui-même le sentier d’Israël. Jusque-là, il peut encore rejeter de nombreuses âmes. Mais un jour, il partira seul. Cherchez ce que tous les autres ont recherché avant lui: vous-même, il réalisera à quel point il devient petit. Comme il est reconnaissant pour un sourire. Il apprendra à quel point il est fragile derrière ses lunettes Gucci. Et il verra à quel point c’est maudit de demander du pain et de l’eau à d’autres personnes. Demander une aide pour laquelle il n’y a pas d’équivalent au sens de l’économie de marché. Mais il arrivera également aux mêmes conclusions que moi. Que vous puissiez prier pour ceux qui vous ont aidé. Et que lorsque vous vous surmontez, vous commencez également à prier pour les autres. Pour ceux qui n’ont tout simplement pas pu sauter par-dessus leurs ombres, mais qui veulent le faire en interne à un moment donné.

    Ce n’était pas simplement un non indifférent. C’était un non en colère et auto-mangé. Un non qui fait beaucoup plus de dégâts en lui-même qu’en moi, qui a maintenant une vodka au lieu de son eau. Pendant que je veux m’endormir, je suis en quelque sorte connecté à lui – le patron. Je veux le remercier. Je prie pour lui. Et je lui envoie de bons voeux pour lui et sa famille dans l’univers.



    (c) Christian Seebauer
    Kuestenweg italiano excerpt:

    Israel National Trail: come un barbone sulla spiaggia di Poleg

    La spiaggia di Shvil Israel va da Jisr a-Zarka alla spiaggia di Poleg (Netanya).

    Circa 38 chilometri, un dislivello totale di circa 280 metri. Consumo di acqua potabile 7 litri. 35 gradi di temperatura dell’aria.

    Wow che bella giornata! Alle prime luci del mattino lascio il “Ponte sul fiume azzurro”. Per me è stato il ponte verso un altro mondo. Eppure oggi cammino per le strade qui in un modo completamente diverso. Ne è valsa la pena entrare in contatto con gli stranieri. Oggi gli sguardi cupi di ieri mi sembrano tutti felici. Un giovane ragazzo fa capolino da dietro una staccionata. Quando vede che l’ho scoperto, mi saluta con la mano. Anche gli adulti mi salutano, cosa che non so davvero. Mentre esco continuo a sentire “Benvenuto”. E stamattina i rapper di ieri mi sembrano più giovani che possono ancora diventare qualcosa. Un paio di voi mi suonano il clacson e mi salutano. È un bel addio.

    Piccole barche di legno e una spiaggia meravigliosa – il più bel sentiero nazionale di Israele

    Dopo solo un chilometro raggiungo il tratto di spiaggia in cui mi trovavo ieri. Quasi non riesco a credere che l’Israel Trail corra semplicemente sulla bellissima spiaggia sabbiosa qui. Le piccole barche di legno nel Villaggio dei Pescatori giacciono ancora tranquillamente sull’acqua liscia come uno specchio. Il pescatore di ieri è di nuovo qui. Anche lui mi fa un cenno con la mano e indica con il braccio a sinistra: “Ci siamo”.

    Di fronte a me c’è un’ampia spiaggia completamente incontaminata. Idilliaco. L’entroterra è delimitato da un’alta duna. Sabbioso, ma anche verde. Alcune persone stanno camminando sulla spiaggia lontano. Alcuni lasciano correre i loro cani, altri fanno jogging lungo la riva qui. È allegro qui e molto misto. Tuttavia, è molto gestibile e riflessivo. Proprio come in qualsiasi altro luogo fuori stagione, dove pochissime persone si perdono sulla spiaggia. Attendo da tempo questo tratto in riva al mare. Dopo le ultime tappe montuose nel nord di Israele, finalmente pianeggiante. A casa invece immaginavo un litorale densamente popolato dove si doveva camminare per giorni su lungomare asfaltate. Neanche vicino! Senza nominare paesi in cui volevo correre sulla spiaggia, Israele mi sorprende in modo assolutamente positivo.

    Nessun problema in Israele: basta fare un’escursione sulla spiaggia con uno zaino

    In molti paesi del mondo non è nemmeno possibile camminare sulla spiaggia perché i club stanno recitando in ciò che è possibile. O sei molestato ad ogni turno. O tutto è costruito, da hotel a hotel. Bene, questo può ancora arrivare. Ma per ora mi sto godendo questa enorme libertà che sento qui. C’era solo una cosa su cui mi sbagliavo: che sarebbe stato facile camminare sulla spiaggia poco profonda. Oggi ho percorso cinque chilometri finora. Forse sono sette o otto. Ed è molto, molto estenuante. I miei piedi affondano qui ad ogni passo. Il mio zaino si impenna per sovraccarico. E all’improvviso la temperatura sale alle stelle e mi mostra dove sono: in Israele!

    Rivoglio immediatamente le fresche foreste e montagne. Qui in spiaggia soffro ad ogni metro. D’altronde lo sfondo davanti a me è così irreale bello che mi lascia senza parole. Non parlo neanche a me stesso adesso! Andrò in vacanza qui con la mia famiglia. Giusto qui! Come potevano i miei figli giocare qui sulla sabbia e correre liberamente! Nessuno deve sostenere la loro richiesta qui. Oppure prenota qualcosa con un asciugamano. No, la costa dei sogni è proprio lì. Per tutti.

    Faticoso e bello: fare escursioni sulle spiagge di Israele

    Fisicamente, è davvero estenuante per me. Ho un piccolo suggerimento su cosa possono significare calore e sabbia. È un biglietto con una mazza. Un giovane jogger con i capelli biondi raccolti sta venendo verso di me. Ha le spine nell’orecchio e porta il suo cellulare come un computer di bordo sul braccio. Non importa se li disturbo. La fermo e le chiedo se può farmi una foto. Ride e prima si asciuga il sudore dalla fronte. Certo che mi fa una foto e poi scompare altrettanto velocemente in lontananza dalla spiaggia. A casa mi avrebbe tolto il fiato e mi avrebbe voltato la testa. Sono sicuro che avrei provato qualche stupida battuta. E altrettanto sicuramente mi sarei reso ridicolo come un papagallo controllato dagli ormoni,

    Quello in piedi di fronte a me potrebbe sicuramente essere in qualsiasi film o sorridere da qualsiasi brochure. E lei mi ha sorriso. Per un breve momento mi elettrizzò. Solo che non l’ho incontrata qui come “uomo”. L’escursionismo fa la differenza. “Man” viene da un altro mondo. L ‘”uomo” si riduce a camminare, bere, dormire e mangiare. In quell’ordine esatto. E “l’uomo” è esausto. Così esausto che “l’uomo” può finalmente abbandonarsi al mondo esterno. “Man” non deve più interpretare alcun ruolo stupido. L ‘”uomo” non deve più presentarsi come un pappagallo colorato, non deve più essere energizzato e mettere in scena lo spettacolo perfetto per gli altri. No: non devi consegnare nulla qui.

    Qui “l’uomo” si è fermato. Ed è esattamente quello che provano anche gli altri. È bello non avere un muro intorno a te. È meraviglioso sorridere invece di balbettare frasi stupide. Ed è così prezioso riaverne uno. Non come un idiota con il Rolex al polso. Nemmeno come uno sciocco che casualmente lascia il suo braccio fuori dal finestrino dell’auto. No, un sorriso per te da barbone. Un sorriso per te da clochard, da mendicante. Un sorriso per te come ultimo anello della catena. Per te, come persona che non ha più alcun potere o status.

    No, non ho parlato da solo oggi. Ma sto girando attorno al mio asse con le braccia tese. Nessun tango, nessun passo di danza ordinato. Ma sì, è una danza di gioia perché percepisco di nuovo la mia vita come completamente reale, come completamente genuina. Dio grazie Mi sento di nuovo Sono felice con me stesso, felice come un bambino.

    Gli escursionisti israeliani mi danno pane e acqua. E mi fanno ridere!

    Ad un certo punto mi imbatto in un folto gruppo di escursionisti israeliani che stanno facendo uno spuntino in una baia solitaria. Ci saranno sicuramente cento, forse anche duecento persone. E sono tutti confusi. Ci sono bambini, tanti giovani, ma anche anziani, molto vecchi. L’azione è colorata. Più mi avvicino, più forte, più felice diventa. Poi ho sentito “Shvil Israel?” “Sì” richiamo felicemente. Dalla folla mi si avvicina qualcuno che è molto più calmo e rilassato degli altri. È Denny, la guida turistica. Denny mi spiega che diversi gruppi si incontrano qui per uno spuntino e poi vanno avanti come gruppi diversi. Saranno in viaggio per tre giorni. Il bagaglio è guidato. Verrà fornito cibo. Ma devono andare tutti da soli, dice e ride a crepapelle. Denny mi porge il panino che ha appena morso dentro di sé. “Prendi!” Dice. “Ti piace il tonno?” E come mi piace il tonno. Ho davvero bisogno di poche calorie. E potrei anche immaginare un’escursione del genere per qualche giorno con altri. Sicuramente una bella cosa. Ben rafforzato, proseguo sulla sabbia. Mi piace stare da solo. E mi godo lo spazio che si apre davanti a me.

    Nel pomeriggio raggiungo la costa di Netanya. I grattacieli appaiono nel luccichio dell’aria calda. Netanya ha una popolazione di quasi 180.000 abitanti e si trova tra Hadera e Tel Aviv. Il clima è subtropicale. Tuttavia, posso ancora camminare sulla spiaggia. Anche qui a Netanya le spiagge sono libere e spaziose. È diventato caldo. La mia riserva d’acqua si sta lentamente esaurendo. Finora ho già bevuto sette litri. Il mio record personale, direi. Nonostante tutto questo, ho urinato solo una volta. Proprio come a Miami Beach, ci sono torri di legno per i bagnini. E prendo subito il primo. Salgo e busso. Jethro mi apre la traballante porta di legno, mi esamina e dice “Israel Trail?” Jethro mi chiede subito cosa può fare per me, da dove vengo e se voglio fare il bagno. Chiedo a Jethro dell’acqua. Ride e scherza: “Acqua salata? O vera acqua da bere? “

    L’acqua è importante sull’Israel National Trail

    Jethro mi accompagna giù dalla sua torre di legno e mi conduce per 50 metri buoni fino a un piccolo rubinetto dove puoi sciacquarti i piedi. Come se sospettasse la mia domanda, mi strappa di mano la prima bottiglia, la riempie brevemente e poi ne beve lui stesso. “Puoi berlo. Puoi bere l’acqua ovunque in Israele. Non hai bisogno di pastiglie di cloro! ”Jethro non si limita a balbettare. Mi mostra solo come. Proprio come ingannare un bambino facendogli fare qualcosa. Devo sorridere, ma sono davvero impressionato. A turno bevo la mia prima bottiglia con lui.

    Jethro mi saluta velocemente perché deve tornare al suo posto. Riempio di nuovo tutte le bottiglie d’acqua, rendendo il mio zaino più pesante di dieci chilogrammi. Dopo soli cinque minuti lo so: non posso farlo, ma nel deserto devo farlo. Non sono ancora pronto qui. E non sono così lontano dalla civiltà da aver bisogno di dieci litri d’acqua questo pomeriggio. Allora mi tolgo lo zaino e svuoto alcune bottiglie. Ho una coscienza incredibilmente colpevole perché vengo osservata da una donna anziana che scuote la testa. Scoprirò solo più tardi cosa significa acqua qui in Israele.

    La spiaggia di Poleg è nota per la sua bellezza. La spiaggia di Poleg si trova anche sull’Israel National Trail

    Raggiungo Poleg Beach nel tardo pomeriggio. La spiaggia è nota per la sua bellezza e per i kitesurf che qui eseguono acrobazie. Per prima cosa devo fermarmi e curare la prima vescica al piede durante il mio viaggio. Poi scende da una collina alla spiaggia di Poleg. Lo scenario mi ricorda un po ‘la spiaggia di Varadero a Cuba. Sabbia bianca, dune e un’atmosfera caraibica.

    In un ristorantino sulla spiaggia chiedo se posso prendere dell’acqua e se posso montare la mia piccola tenda qui, al riparo dal vento. La simpatica cameriera annuisce e prende la mia bottiglia di plastica vuota. Quella che segue è esattamente la scena che già conosco dal negozio di articoli sportivi Allach. In teoria, come esperienza di déjà vu, per così dire. Anche i due boss sembrano essere esattamente identici all’esterno e all’interno. Il sangue si ferma nelle mie vene. All’improvviso mi sento a disagio. Tutto accade come al rallentatore. Come un brutto film. Il capo si rivolge brevemente a me con uno sguardo sprezzante, poi alla cameriera con la borraccia in mano. Le prende la mano brutalmente e mi indica con l’altra. La bottiglia di plastica cade a terra. “Esci di qui, esci”, sembra dire in ebraico. Lo capisco molto bene. Ogni parola. E in un cattivo inglese mi chiama: “Niente acqua qui! Niente tenda! Vaffanculo!”.

    Vado subito, lasciandomi dietro la bottiglia di plastica. Ma poi uno degli ospiti mi segue. Mi porta la mia bottiglia vuota. È russo. E con un forte accento russo mi dice: “Anche russo, ma stronzo. Se i soldi si alzano in testa, è una vergogna Non ci piace! “

    Dimitri, questo è il suo nome, mi dice che dovrei aspettare qui – a poche centinaia di metri di distanza. Poi torna con la moglie o la ragazza, una bottiglia di vodka e tre bicchieri. Sono seduto qui sulla spiaggia con Dimitri e Lena. Quello che ci unisce è inizialmente solo l’alcol. Dimitri è probabilmente uno dei super ricchi. Vive in un mondo completamente diverso. Tuttavia, sembra avere qualcosa come un forte senso di giustizia. O pietà. Non lo so. Comunque, Dimitri mi dice che prima non aveva niente. Come me, osserva. È stato deriso, è stato respinto ovunque con le sue idee. Poi ride lui stesso con la sua voce ruvida. “Oggi sono io a ridere. Na zdoróv’je ! “

    Israel Trail. Spiaggia. Voglio dormire qui nella mia tenda

    Rifiuto un invito a casa di Dimitri. Voglio dormire qui nella mia tenda. Alla domanda se posso piantare la mia tenda qui, Dimitri ha detto: “Israele è una terra sicura. Bel paese. “Poi dice:” Se ti succede qualcosa, domani morto. “Dimitri ride fragorosamente. Ha un nero senso dell’umorismo, o un potere che è semplicemente inconcepibile nel mio mondo piuttosto contemplativo. È un bene che Dimitri si ricarichi dieci volte più spesso di me. E così, poco prima del tramonto, ubriaco ma non ubriaco, proseguo sulla spiaggia. I kitesurf mi hanno dato qualche altra banana secca.

    Purtroppo il nostro impegno viene ripetutamente attaccato. Ad esempio, sull’avvertimento di Angelika Kohlmeier contro il nostro editor Israel Trail

    Con una tazza di caffè puoi aiutarci a dare l’esempio e idealmente incoraggiarci ad andare avanti! Grazie! Grazie! Grazie! E Toda Raba!

    Israel National Trail: I posti più belli al mondo per una tenda sono qui in Israele

    Israele è un paese sicuro. Dimitri mi spiega il suo mondo! E mi dà il suo cuore!

    Oggi il mio campeggio non può essere superato in termini di idillio. Guardo una spiaggia da sogno che diventa dorata nella luce della sera. Solo un kite surfer può fare i suoi giri artistici sull’acqua. Mi affascina. Solo quando arriva a terra vedo che “lui” è una “lei”. È l’ora delle mie banane essiccate e della mia piccola pita. Mi viene freddo velocemente. Mi nascondo nella mia tenda e mi sento al sicuro. Dimitri ha ragione quando dice che Israele è un paese sicuro. Qui puoi dormire fuori. Certamente anche come donna. Nessuno ti farebbe del male qui o addirittura ti ruberebbe. La prima cosa che gli israeliani vedono in te è qualcuno a cui chiedono se hanno bisogno di aiuto. Aiutarsi a vicenda sembra essere uno dei valori fondamentali che incontro qui ogni giorno.

    Non vedo di aver incontrato uno “stronzo” oggi, come ha detto Dimitri. Oggi ho incontrato qualcuno che è intrappolato nel suo mondo di afferrare e prendere, in un mondo di avidità. Ma lui stesso non sarà migliore di me oggi. Il modo in cui mi ha trattato oggi, sarà probabilmente trattato dai suoi soci in affari e dalle sue banche. Non conosce nessun altro modo. Eppure è qui in questo mondo per fare un certo lavoro, per trovare un significato. Forse oggi deve soffrire più di me, forse non sono io la vittima di persona. Forse è lui stesso, la sua disperazione di impossessarsi, di funzionare, di consegnare. Forse ha visto il suo riflesso in me. Uno che è davanti a lui. Un’immagine speculare che lo mostra: “Ehi, il mondo è qui fuori. E qui fuori c’è l’amore! “

    Non mi sento bene quando rivedo i miei pensieri. Non posso elevarmi al di sopra di lui per interpretare qualcosa di meglio. Ma al contrario. Il “capo” era uno specchio per me. Mi ha fatto vedere la parte brutta di me stesso. Con una certa distanza, ma ancora molto chiaramente. Lo ringrazio per questo.

    No, Dimitri non era il bravo in questo gioco. E nemmeno io. Forse era lui quello buono. Quello che lotta con i suoi sentimenti. Quello che sente che il freddo si sta divorando. E quello che sente di non aver ancora trovato la sua strada. Un giorno percorrerà lui stesso l’Israel Trail. Fino ad allora, potrebbe ancora rifiutare molte anime. Ma un giorno partirà da solo. Cerca ciò che tutti gli altri hanno cercato prima di lui: te stesso, si renderà conto di quanto sta diventando piccolo. Quanto è grato per un sorriso. Imparerà quanto è fragile dietro i suoi occhiali Gucci. E vedrà quanto è dannatamente difficile chiedere pane e acqua agli altri. Chiedere un aiuto per il quale non esiste un equivalente nel senso dell’economia di mercato. Ma arriverà anche alle mie stesse conclusioni. Che puoi pregare per coloro che ti hanno aiutato. E che quando superi te stesso, inizi anche a pregare per gli altri. Per coloro che non sono stati in grado di saltare oltre le loro ombre, ma vogliono un giorno entrare.

    Non era solo un no indifferente. Era un no arrabbiato e auto-mangiato. Un no che fa molti più danni a se stesso che a me, che ora ha preso una vodka al posto della sua acqua. Mentre voglio addormentarmi, sono in qualche modo collegato a lui – il capo. Lo voglio ringraziare. Prego per lui. E gli mando auguri per se stesso e la sua famiglia nell’universo.

    Kuestenweg espanol excerpt:

    Sendero Nacional de Israel: como un vagabundo en la playa de Poleg

    La playa de Shvil Israel va desde Jisr a-Zarka hasta la playa de Poleg (Netanya).

    Unos 38 kilómetros, un ascenso total de unos 280 metros. Consumo de agua potable 7 litros. 35 grados de temperatura del aire.

    ¡Qué hermoso día! Con las primeras luces de la mañana salgo de “Puente sobre el río azul”. Para mí fue el puente hacia otro mundo. Y, sin embargo, camino por las calles aquí hoy de una manera completamente diferente. Valió la pena involucrarse con extranjeros. Hoy las miradas sombrías de ayer me parecen felices. Un niño mira desde detrás de una valla. Cuando ve que lo he descubierto, me saluda con la mano. Los adultos también me saludan, algo que realmente no sé. Al salir sigo escuchando “Bienvenida”. Y los raperos de ayer me parecen esta mañana más como jóvenes que todavía pueden convertirse en algo. Algunos de ustedes me tocan la bocina y me saludan. Es una linda despedida.

    Pequeños botes de madera y una playa maravillosa: el mejor sendero nacional de Israel

    Después de sólo un kilómetro llego al tramo de playa en el que estaba ayer. Apenas puedo creer que el Israel Trail simplemente se desboque sobre la hermosa playa de arena aquí. Los pequeños botes de madera de Fishermen’s Village todavía descansan en silencio sobre el agua suave como un espejo. El pescador de ayer está aquí de nuevo. También me saluda con la mano y señala con el brazo hacia la izquierda: “Ahí vamos”.

    Frente a mí hay una playa amplia y completamente virgen. Idílico. El interior está bordeado por una alta duna. Arenoso, pero también verde. Algunas personas están caminando por la playa a lo lejos. Algunos dejan correr a sus perros, otros corren por la orilla aquí. Aquí es alegre y muy variado. Sin embargo, es muy manejable y reflexivo. Como en cualquier otro lugar fuera de temporada, donde muy poca gente se pierde en la playa. Llevo mucho tiempo esperando este tramo a la orilla del mar. Después de las últimas etapas montañosas en el norte de Israel, finalmente llano. Por otro lado, en casa imaginaba una costa densamente poblada donde había que caminar durante días por paseos de playa asfaltados. ¡Ni siquiera cerca! Sin nombrar países donde quería correr en la playa, Israel me sorprende de una manera absolutamente positiva.

    No hay problema en Israel: simplemente camine por la playa con una mochila

    En muchos países del mundo ni siquiera es posible caminar por la playa porque los clubes están cercando lo que es posible. O te acosan a cada paso. O todo está construido, hotel a hotel. Bueno, eso todavía puede llegar. Pero por ahora estoy disfrutando de esta enorme libertad que siento aquí. Solo había una cosa en la que estaba equivocado: que sería fácil caminar por la playa poco profunda. Hoy he recorrido cinco kilómetros hasta ahora. Quizás sean las siete u ocho. Y es muy, muy agotador. Mis pies se hunden aquí con cada paso. Mi mochila se levanta para sobrecargarse. Y de repente la temperatura se dispara y me muestra dónde estoy: ¡En Israel!

    Inmediatamente quiero recuperar los fríos bosques y montañas. Aquí en la playa sufro con cada metro. Por otro lado, el telón de fondo frente a mí es tan increíblemente hermoso que me deja sin palabras. ¡Tampoco me estoy hablando a mí mismo ahora mismo! Me iré de vacaciones aquí con mi familia. ¡Aquí mismo! ¡Cómo podían mis hijos jugar aquí en la arena y correr libremente! Nadie tiene que defender su reclamo aquí. O reserva algo con una toalla. No, la costa de los sueños está ahí. Para todo el mundo.

    Cansado y hermoso: senderismo en las playas de Israel

    Físicamente, es realmente agotador para mí. Tengo una pequeña pista de lo que pueden significar el calor y la arena. Es una nota con un mazo. Un joven corredor con el cabello rubio recogido viene hacia mí. Tiene tapones en los oídos y lleva su teléfono celular como una computadora de a bordo en su brazo. No importa si los molesto. La detengo y le pregunto si puede tomarme una foto. Ella se ríe y primero se seca el sudor de la frente. Por supuesto que me toma una foto y luego desaparece con la misma rapidez en la distancia de la playa. En casa, me habría dejado sin aliento y me habría vuelto la cabeza. Estoy seguro de que habría intentado alguna línea estúpida. Y tan seguro de que me hubiera hecho el ridículo como un papagallo controlado por hormonas,

    El que está frente a mí definitivamente podría protagonizar cualquier película o sonreír en cualquier folleto. Y ella me sonrió. Por un breve momento ella me electrificó. Solo que no la conocí aquí como un “hombre”. El senderismo marca la diferencia. El “hombre” es de otro mundo. El “hombre” se reduce a caminar, beber, dormir y comer. Exactamente en ese orden. Y el “hombre” está agotado. Tan exhausto que el “hombre” finalmente puede entregarse al mundo exterior. “Hombre” ya no tiene que jugar ningún papel estúpido. “Man” ya no tiene que presentarse como un loro colorido, ya no tiene que estar lleno de energía y ofrecer el espectáculo perfecto para los demás. No: no tienes que entregar nada aquí.

    Aquí el “hombre” ha venido a descansar. Y eso es exactamente lo que otros sienten también. Es bueno no tener un muro a tu alrededor. Es maravilloso sonreír en lugar de balbucear frases estúpidas. Y es muy valioso recuperar uno. No como un idiota con el Rolex en tu muñeca. Ni siquiera como un tonto que suelta casualmente su brazo fuera de la ventana del coche. No, una sonrisa para ti como un vagabundo. Una sonrisa para ti como clochard, como mendigo. Una sonrisa para ti como último eslabón de la cadena. Para ti, como persona que ya no tiene ningún poder ni estatus.

    No, no he hablado conmigo mismo hoy. Pero estoy girando alrededor de mi propio eje con los brazos extendidos. Sin tango, sin paso de baile ordenado. Pero sí, es un baile de alegría porque vuelvo a percibir mi vida como completamente real, completamente sin adulterar. Dios gracias Me siento de nuevo Soy feliz conmigo mismo, feliz, tan feliz como un niño.

    Los excursionistas israelíes me dan pan y agua. ¡Y me hacen reír!

    En algún momento me encuentro con un gran grupo de excursionistas israelíes que están tomando un refrigerio en una bahía solitaria. Seguro que habrá cien, tal vez incluso doscientas personas. Y están todos mezclados. Hay niños, mucha gente joven, pero también gente mayor, muy vieja. La acción es colorida. Cuanto más me acerco, más fuerte, más feliz se vuelve. Entonces escuché “¿Shvil Israel?” “Sí” llamé felizmente. De la multitud se me acerca alguien mucho más tranquilo y relajado que los demás. Es Denny, el guía turístico. Denny me explica que varios grupos se reúnen aquí para tomar un refrigerio y luego continúan como grupos diferentes. Estarán en la carretera durante tres días. Se conduce equipaje. Se proporcionará comida. Pero todos tienen que ir solos, dice y se ríe a carcajadas. Denny me entrega el sándwich que acaba de morderse. “¡Toma!”, Dice. “¿Te gusta el atún?” Y cómo me gusta el atún. Realmente necesito algunas calorías. Y también podría imaginarme una excursión de senderismo durante unos días con otros. Definitivamente algo lindo. Bien reforzado, sigo por la arena. Disfruto estando solo. Y disfruto del espacio que se abre frente a mí.

    Por la tarde llego a la costa de Netanya. Los edificios de gran altura aparecen en el brillo del aire caliente. Netanya tiene una población de casi 180.000 habitantes y se encuentra entre Hadera y Tel Aviv. El clima es subtropical. Sin embargo, todavía puedo caminar por la playa. Aquí en Netanya, también, las playas son libres y espaciosas. Hace calor. Mi suministro de agua se está agotando lentamente. Ya he bebido siete litros hasta ahora. Mi récord personal, diría yo. A pesar de todo esto, oriné solo una vez. Al igual que en Miami Beach, hay torres de madera para salvavidas. Y me quedo con el primero de inmediato. Subo y llamo. Jethro me abre la desvencijada puerta de madera, me examina y dice: “¿Israel Trail?”. Jethro me pregunta inmediatamente qué puede hacer por mí, de dónde vengo y si quiero darme un baño. Le pido agua a Jethro. Se ríe y bromea: “¿Agua salada? ¿O agua real para beber?

    El agua es importante en el Camino Nacional de Israel

    Jethro me acompaña desde su torre de madera y me lleva unos buenos 50 metros hasta un pequeño grifo donde puedes enjuagarte los pies. Como si hubiera sospechado de mi pregunta, me arrebata mi primer biberón, lo llena brevemente y luego bebe él mismo. “Puedes beberlo. Puedes beber el agua en cualquier lugar de Israel. ¡No necesitas tabletas de cloro! ”Jethro no solo balbucea. Simplemente me muestra cómo. Así como engañas a un niño para que haga algo. Tengo que sonreír, pero estoy realmente impresionado. Me turno para beber mi primera botella con él.

    Jethro se despide rápido de mí porque tiene que volver a su puesto. Vuelvo a llenar todas las botellas de agua, lo que hace que mi mochila sea diez kilogramos más pesada. Después de solo cinco minutos lo sé: no puedo hacerlo, pero en el desierto tengo que hacerlo. No estoy listo aquí todavía. Y no estoy tan lejos de la civilización como para necesitar diez litros de agua esta tarde. Así que me quito la mochila y vacío algunas botellas. Tengo una conciencia increíblemente culpable porque me observa una mujer mayor que niega con la cabeza. Sólo descubriré más adelante qué significa el agua aquí en Israel.

    Poleg Beach es conocida por su belleza. Poleg Beach también está en el Camino Nacional de Israel

    Llego a Poleg Beach a última hora de la tarde. La playa es conocida por su belleza y por los kitesurfistas que realizan acrobacias aquí. Primero tengo que detenerme y tratar la primera ampolla en mi pie en mi viaje. Luego desciende desde una colina hasta Poleg Beach. El paisaje me recuerda un poco a la playa de Varadero en Cuba. Arena blanca, dunas y un toque caribeño.

    En un pequeño restaurante de la playa pregunto si puedo conseguir un poco de agua y si puedo montar mi carpa aquí, protegida del viento. La simpática camarera asiente y toma mi botella de plástico vacía. Lo que sigue es exactamente la escena que ya conozco de la tienda de deportes Allach. En teoría, como una experiencia de déjà vu, por así decirlo. Incluso los dos jefes parecen ser exactamente idénticos por fuera y por dentro. La sangre se detiene en mis venas. De repente me siento incómodo. Todo sucede como en cámara lenta. Como una mala película. El jefe se vuelve brevemente hacia mí con una mirada de desprecio, luego hacia la camarera con la botella de agua en la mano. Él agarra su mano brutalmente y me señala con la otra. La botella de plástico cae al suelo. “Fuera de aquí, fuera”, parece estar diciendo en hebreo. Lo entiendo muy bien. Cada palabra. Y en mal inglés me llama: “¡Aquí no hay agua! ¡Sin carpa! ¡Vete a la mierda!”.

    Me iré de inmediato, dejando atrás la botella de plástico. Pero entonces uno de los invitados me sigue. Me trae mi botella vacía. El es ruso. Y con fuerte acento ruso me dice: “Ruso también, pero pendejo. Si el dinero sube en la cabeza, es una desgracia. ¡Eso no nos gusta! “

    Dimitri, ese es su nombre, me dice que debería esperar aquí, a unos cientos de metros de distancia. Luego regresa con su esposa o novia, una botella de vodka y tres vasos. Estoy sentado aquí en la playa con Dimitri y Lena. Lo que nos conecta inicialmente es solo el alcohol. Dimitri es probablemente uno de los súper ricos. Vive en un mundo completamente diferente. Aún así, parece tener algo así como un fuerte sentido de la justicia. O lástima. No lo sé. De todos modos, Dimitri me dice que antes no tenía nada. Como yo, señala. Se rió de él, fue rechazado en todas partes con sus ideas. Luego se ríe con su voz ronca. “Hoy soy yo el que ríe. Na zdoróv’je ! “

    Camino de Israel. Playa. Quiero dormir aqui en mi tienda

    Rechazo una invitación a la casa de Dimitri. Quiero dormir aquí en mi tienda. Cuando se le preguntó si podía montar mi tienda aquí, Dimitri dijo: “Israel es una tierra segura. Buen país ”. Luego dice:“ Si te pasa algo, mañana muerto ”. Dimitri se ríe a carcajadas. Tiene un sentido del humor negro, o un poder que es simplemente inconcebible en mi mundo bastante contemplativo. Es bueno que Dimitri se recargue diez veces más a menudo que yo. Y así, poco antes del atardecer, achispado pero no borracho, sigo en la playa. Los kitesurfistas me dieron algunos plátanos secos más.

    Desafortunadamente, nuestro compromiso es atacado repetidamente. Por ejemplo, sobre la advertencia de Angelika Kohlmeier contra nuestro editor de Israel Trail

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    Sendero Nacional de Israel: los lugares más bellos del mundo para una carpa están aquí en Israel

    Israel es un país seguro. ¡Dimitri me explica su mundo! ¡Y me da su corazón!

    Hoy en día, mi camping no puede ser superado en términos de idilio. Miro una playa de ensueño que se vuelve dorada a la luz del atardecer. Solo un kitesurfista puede hacer sus vueltas artísticas en el agua. Me fascina. Sólo cuando llega a tierra veo que “él” es una “ella”. Es hora de mis plátanos secos y mis panes de pita. Me enfrío rápidamente. Me escondo en mi tienda y me siento seguro. Dimitri tiene razón cuando dice que Israel es un país seguro. Aquí puedes dormir afuera. Ciertamente también como mujer. Nadie te haría daño aquí o incluso te robaría. Lo primero que los israelíes ven en ti es alguien a quien preguntan si necesitan ayuda. Ayudarnos unos a otros parece ser uno de los valores elementales con los que me encuentro aquí todos los días.

    No veo que haya conocido a un “idiota” hoy, como dijo Dimitri. Hoy conocí a alguien que está atrapado en su mundo de agarrar y tomar, en un mundo de codicia. Pero él mismo no será mejor que yo hoy. Por la forma en que me trató hoy, probablemente lo tratarán sus socios comerciales y sus bancos. No conoce otro camino. Y, sin embargo, está aquí en este mundo para hacer un determinado trabajo, para encontrar significado. Quizás él tenga que sufrir más hoy que yo, quizás yo no sea la víctima en persona. Tal vez sea él mismo, su desesperación por apoderarse, funcionar, entregar. Quizás vio su reflejo en mí. Uno que está por delante de él. Una imagen en el espejo que le muestra: “Oye, el mundo está aquí. ¡Y aquí está el amor! “

    No me siento bien cuando reviso mis pensamientos. No puedo elevarme por encima de él para retratar algo mejor. Pero por el contrario. El “jefe” fue un espejo para mí. Me dejó ver la parte fea de mí. Con distancia, pero aún con mucha claridad. Yo le agradezco por esto.

    No, Dimitri no era el bueno en este juego. Y yo tampoco. Quizás él era el bueno. El que lucha con sus sentimientos. El que siente que el frío se está comiendo a sí mismo. Y el que siente que aún no ha encontrado su camino. Un día él mismo recorrerá el Camino de Israel. Hasta entonces, todavía puede rechazar muchas almas. Pero un día partirá solo. Busque lo que todos los demás han estado buscando antes que él: usted mismo. Él se dará cuenta de lo pequeño que se está poniendo. Qué agradecido está por una sonrisa. Aprenderá lo frágil que es detrás de sus gafas Gucci. Y verá lo maldito que es pedirle pan y agua a otras personas. Solicitar ayuda para la que no existe equivalente en el sentido de la economía de mercado. Pero también llegará a las mismas conclusiones que yo. Que puedas orar por quienes te han ayudado. Y que cuando te superas a ti mismo, también comienzas a orar por los demás. Para aquellos que simplemente no han podido saltar sobre sus sombras, pero quieren hacerlo internamente en algún momento.

    No fue solo un no indiferente. Fue un no enojado y autocomido. Un no, que le hace mucho más daño a él que a mí, que ahora tomó un vodka en lugar de su agua. Si bien quiero quedarme dormido, de alguna manera estoy conectado con él, el jefe. Quiero agradecerle. Rezo por él. Y le envío buenos deseos para él y su familia en el universo.

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