Kleine Wandertour am Israel Trail von Kibbuz Dan zum Senir River Park 8,4 km

Immer wieder werde ich von Israelreisenden gefragt, ob man nicht auch einmal ein kleines Stück “Israel Trail” wandern könne, um einmal aus dem Mainstream herauszukommen und die wunderschöne Natur im Heiligen Land mit eigenen Füßen erleben kann. Klar geht das. In einer kleinen Beitragsserie stelle ich Euch hier ein paar ausgewählte kleine Wanderungen vor, die man bequem in der Gruppe und natürlich auch als Individualreisender einfach einmal nachwandern kann.

Ein Stück Israel National Trail: Von Kibbuz Dan zum Nahal Senir National Park

8,4 km | flach | leicht | Sandpiste/ Feldweg

Sehr kurze, einfache und traumhaft schöne Wanderung im Norden Israels entlang des Israel National Trails bei sehr langsamen Tempo in der Gruppe mit vielen Fotopausen. Allein oder zu zweit geht es natülich auch schneller. Kibbuz Dan ist je nach Jahreszeit der Start- oder Endpunkt des Israel National Trails (“Shvil Israel”). Zu Fuß entdeckt man Israel einmal von einer ganz anderen Seite. Unterwegs entdeckt man ein Wasserreservoir des JNF-KKL (Israels größter grüner Organisation) und je nach Jahreszeit sogar Alpenveilchen. Beim Wandern auf Feldwegen begleiten Euch die Kulisse des Mt. Hermon und kleinere Berge im Libanon.

Im Senir River Park (evtl. Eintrittskosten beachten) kann man dann noch seine Seele baumeln lassen. Die Tour ist ein Teil der ersten Etappe des INT von Kibbuz Dan nach Tel Hai. Als Reiseführer eignet sich das Buch von Jacob Saar “Israel National Trail” (engl.), welches Ihr hier weiter unten erhalten könnt.

Track (inkl. kurzes Verlaufen) aufgezeichnet von Georg Maas. Die Tour findet Ihr auch auf Wikilog:

https://de.wikiloc.com/routen-wandern/israel-trail-von-kibbuz-dan-zum-nahal-senir-national-park-30554727

Israel-Trail von Kibbuz Dan zum Nahal Senir National Park

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Fotos von der Wandertour Kibbuz Dan zum Senir River Park

Start am Bogen von Kibbuz Dan

Kurz nach Kibbuz Dan. Im Hintergrund die Berge des Libanon

Kurz nach Kibbuz Dan. Weinberge und im Hintergrund die Ausläufer des Mount Hermon

Mit der Gruppe Richtung Senir Park

Eine Shvil Kiste

Ein Wasserreservoir des JNF-KKL

Hier ist der Shvil ein herrlicher Lehmweg

Blick zurück auf den Berg Hermon

Blick zurück auf den Berg Hermon

Der Senir River

Der Senir River

Unsere Wandergruppe am Senir River

Der Senir River

Sandweg nach dem Senir River

Idyllisch: Der Senir River

 

 

 

Buchcover Israel Trail mit Herz - Das Heilige Land zu Fuß, allein und ohne Geld
Leseprobe:

Als ich aufwache, wird mir schnell klar, dass ich den frühen Morgen längst verpasst habe. Längst höre ich Stimmen und ein geschäftiges Treiben im Kibbuz. Hastig packe ich meine Sachen zusammen und begebe mich an den Hinterausgang des Dörfchens. Hier frage ich zwei ältere Herren nach dem Israel National Trail, während zeitgleich eine junge und bildhübsche Israelin mit einem Riesenrucksack und federleichtem Schritt an mir vorbeiläuft. Das war die Antwort auf meine Frage und auch die zwei Herren sehen es mir nach, dass ich auf ihre ausführliche Antwort nicht mehr vollständig warte. Was ich im Davongehen auf Hebräisch von den zwei Rentnern noch aufschnappe, verstehe ich auch ganz ohne Hebräisch zu sprechen. Sie scheinen sich trotz ihrer alten Tage gerade lebhaft auszumalen, wie es wohl wäre, ebenfalls hinter der flotten Pilgerin hinterher zu laufen!

Doch bereits nach der ersten Kurve ist diese mit ihren unmenschlichen Riesenschritten für mich unerreichbar weit vorne. Noch eine Kurve und sie ist nicht mehr da. Ein frustrierender Augenblick, aber auch einer, der mir den Blick für die eigenen begrenzten Möglichkeiten öffnete: Ich bin 47, keine 18 mehr. Während die gut trainierte Pilgerin wie eine Fata Morgana aus meinem Horizont verschwunden ist, glaube ich, unter meinem eigenen Gewicht gleich zusammenzubrechen. An mehr ist da nicht mehr zu denken. Mein inneres Gefühl sagt mir, dass ich bei der aufkommenden Hitze mit meinem untrainierten Körper so keine zwei Kilometer weiterkomme. Also setze ich mich erst einmal hin und organisiere mich neu. Hosenbeine abzippen. Hemd aus. Hut auf.

Was für eine herrliche Landschaft! Ist das das Heilige Land? Alles um mich herum ist grün, fast so wie im Allgäu. Und wie zur Bestätigung dieses abwegigen Gedankens stellen sich an der nächsten Kurve frei laufende Kühe in den Weg. Ich habe ja gelesen, dass der Israel Trail Dörfer und Städte meidet und fast ausschließlich durch die Natur führt. Aber das, was ich hier gerade erlebe, ist das, was ich mir hin und wieder vom Jakobsweg gewünscht hätte: Feldwege, bunt blühende Wiesen, fruchtbare Felder. Weit und breit kein Asphalt, sondern echte Natur. Wahnsinn! Noch recht unsicher folge ich den ersten Wegweisern des Israel Trails: Blau-weiß-orange Streifen. Auf Steine gemalt oder auf Zaunpfosten. Und man muss genau hinsehen, denn manchmal scheint die dichte Vegetation die Wegweiser förmlich zu verschlucken.

Mitten im Grün komme ich zu ein paar Soldaten, die hier vor ihrem Jeep stehen und miteinander reden. Meine heutige Etappe verläuft nur wenige Kilometer entfernt von der libanesischen Grenze. Schon aus der Ferne grüßen die Uniformierten und rufen mir „Shvil Israel“ zu. Ein gutes Zeichen. Als ich zu ihnen hinkomme, zeigt mir einer mit vielen Streifen auf der Schulter, wo es weiter geht. Und dann, als ich schon ein paar Meter weiter bin, ruft er mich zurück: „Look here,“ meint er, „schau dir das an.“ Er kniet sich vor einem kleinen zerbrochenen Felsbrocken nieder und zeigt mir drei kleine blühende Alpenveilchen, jedenfalls würde ich sie so bezeichnen. Hat mein Gehirn das gerade richtig begriffen? Da sind fünf Soldaten auf Wache nahe der libanesischen Grenze und der Offizier ruft den Touri zurück, um ihm ein Alpenveilchen zu zeigen? Krass. Leider klappt es dieses Mal nicht ganz so gut mit dem Englischen, aber auf Hebräisch erklärt er mir jede Einzelheit der Pflanze, streicht mit den Fingern über die Blüte und sieht mich immer wieder fragend an, ob ich seinen begeisterten Vortrag auch verstehe. Ja, ich verstehe. Gerade eben hatte ich noch ein etwas mulmiges Gefühl, an so einem Posten vorbeizulaufen und jetzt sitze ich mitten auf der Weide und bestaune mit dem Offizier ein Alpenveilchen. Absurd? Oder ist es einfach das, was Menschen bewegt?

Mit einem etwas merkwürdigen und ungläubigen Gefühl laufe ich weiter und entdecke viele neue Alpenveilchen. Kann so etwas Kleines und Unbedeutendes Menschenseelen wirklich bewegen? Kann sich so ein rosa-weißes Blümchen am Weg für uns beide mal eben zum Mittelpunkt der Welt erheben? Und wie viele solch „sprechender“ Alpenveilchen-Verwanden, die für kurze Zeit als Sonderangebot in einem deutschen Supermarkt stehen, würden dann ihre jeweilige Botschaft den Vorbeigehenden zurufen, ohne je gehört zu werden? Bücken würde sich für sie zu Hause keiner. Es scheint also eine ganz andere Welt zu sein, hier im Heilgen Land. Und doch scheinen die menschlichen Wünsche vom Leben so gleich zu sein.

Etwas bewegt von diesem merkwürdigen Erlebnis mit dem Offizier und dem Veilchen gehe ich weiter. Der Trail folgt hier direkt einem kleinen Flusslauf, den man nur trockenen Fußes folgen kann, wenn man dabei gut aufpasst – was mir natürlich nicht gelingt. Dann laufe ich an einem Wasserreservoir vorbei. Es ist fast voll. An der silbern glitzernden Plastikfolie am Rand erkenne ich, dass hier von Menschenhand Wasser „gesammelt“ wird, und dass Wasser hier eine ganz andere Bedeutung als bei uns zu Hause haben muss. Dass es Anfang März hier noch so grün ist und wenig später vieles verdorrt, begreife ich noch nicht wirklich.

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