Wie Rachel den Shvil Israel erlebt hat (Teil 1)

540 km klettern, kriechen, laufen, über Felsen, über Felder, durch Wald, am Strand entlang, von Dan über Tel Aviv vorbei an Jerusalem nach Dvir.“
Userin Rachel aus unserer INT-Facebookgruppe hat diese Strecke 2016 ganz allein auf einem der schönsten und manchmal auch härtesten Fernwanderwege der Welt hinter sich gebracht. Zu Fuß. Und sie postet ganz locker: „Freue mich schon auf Teil 2“

Rachel am Israel National Trail, hier in der Nähe von Jisr-az-Zarqa kurz vor Erreichen des Mittelmeers

Hier im Forum möchte ich mit ihr über den Shvil Israel sprechen und hoffe, dass wir damit auch Dir – liebe Leserin, lieber Leser – viel Mut machen können, Dich eines Tages auf Deinen eigenen Weg, den Shvil Israel zu machen.

Als Frau am Israel National Trail. Rachel im Gespräch mit Christian Seebauer:

Ich freue mich riesig, dass ich so viele wunderbare Nachrichten von Dir gehört habe! In unserer Facebook-Gruppe hast Du uns an vielen sehr persönlichen Momenten teilhaben lassen. Was bringt einen Menschen dazu, einfach loszulassen, aufzubrechen und so eine Wahnsinns-Strecke zu Fuß zu gehen?

Ich wünschte, ich könnte mit einer tiefschürfenden Story aufwarten, aber dem ist leider nicht so. Ich habe irgendwann, möglicherweise war es bei meinem letzten Israelbesuch, vom Trail gehört oder gelesen und beschlossen, dass die Wanderung auf meine nicht eben kurze Israel-To Do-Liste gesetzt wird.

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Diesen November brauchte ich Ablenkung, mein Mann war mehrere Monate beruflich im Ausland und da dachte ich mir, Wandern wäre eine hervorragende Möglichkeit, sich zu beschäftigen. Ich habe mir auf meinem Weg manchmal vorgestellt, dass ich quasi zu ihm wandere, da wir fast am selben Tag wieder in Deutschland aufschlugen. Geographisch komplett sinnlos, mental aber irgendwie hilfreich.

Zudem gibt es nichts Spektakuläreres als das Hula Valley in Nordisrael während des Vogelzugs. Ich bin Hobby-Ornithologin, das bedeutet, ich liege gerne stundenlang mit dem Fernglas auf dem Fußboden oder krieche durch das Unterholz, starre Vögel an, jubiliere innerlich und mache krakelige Notizen.

Die Tour bot sich insgesamt einfach an.

 

Nur wenige Frauen laufen den Israel Trail. Bisher!

Den Jakobsweg beschreiten mittlerweile jährlich irrsinnig viele Menschen. Man spricht von knapp 270.000 (Tausend !) im Jahr 2015. Dabei beträgt der Anteil an Frauen knapp die Hälfte (43%). Du selbst sagst, dass Dir auf 540 Kilometern Fußmarsch nur eine einzige weibliche Wanderin begegnet ist? Das kann ich kaum glauben …

Die einzige andere allein wandernde Shvilistin traf ich direkt am Anfang an der Bushaltestelle Richtung Startpunkt, also nicht einmal wirklich auf dem Trail selbst. Ansonsten begegnete ich in meinen dreieinhalb Wochen lediglich einer weiteren Frau, allerdings innerhalb einer Wandergruppe. Ansonsten keine Mädels. Es scheint nicht en vogue zu sein. Ich habe allerdings insgesamt nicht viele Menschen getroffen, an manchen Tagen niemanden.

Ich habe einmal eine Trail Angel-Familie befragt, wieviele einzelne Frauen sie schon gehostet hätten. Sie berichteten, Solo-Wanderinnen seien extrem selten, und wenn, kämen sie zumeist aus Deutschland oder der Schweiz. Warum, konnten sie mir auch nicht recht erklären. Natürlich habe ich meine israelische Wanderkollegin Ifat dazu befragt, die mich in meinen ersten zwei Tagen auf dem Shvil begleitet hat. Sie meinte, sie wüsste nicht, was sie in den arabischen Dörfern erwarten würde und dass sie nicht wisse, ob sie da lediglich medial beeinflusst sei.

Sie jedenfalls würde sich fürchten. Nachdem ich dann in diversen arabischen Dörfern für eine Israelin gehalten wurde – daran zu erkennen, dass sich die Leute abmühten, sich auf Hebräisch vorzustellen – was ich mangels gemeinsamer Sprachbasis auch nicht aufklären konnte, und ich zum Kaffee eingeladen wurde und Essen geschenkt bekam, habe ich ihr natürlich davon berichtet. Sie ist glücklicherweise sehr reflektiert und überdenkt ihre Position jetzt. Hoffentlich verbreitet sich die Kunde.

Ich gehe daher insgesamt davon aus, dass der Mangel an weiblichen Wanderern aus einer Art Informationsdefizit resultiert. Der Information, dass es nicht unsicherer ist als anderswo, unabhängig davon, welches Geschlecht man hat und welche Nationalität im Pass steht. So zumindest meine Erfahrung. Und das gilt sowohl für einheimische wie auch für ausländische Interessierte, wie mir scheint.

 

Ist Israel bzw. der Israel Trail für Frauen nicht geeignet? Oder muss man den „Mädels“ hier einfach einmal sagen „just do it“? Ich selbst denke, dass eine Frau in Israel total gut aufgehoben ist. Und ich würde jede Frau dazu ermutigen, loszugehen. Aber gut, ich bin natürlich ein Mann. Kann man den Israel National Trail als Frau machen? Ganz allein?

Selbstverständlich kann man das. Der Trail ist für alle geeignet. Einfach machen, aufs Bauchgefühl hören und tolle Erfahrungen sammeln. Das gilt für alle Wanderer. Ich würde da nicht groß differenzieren. Die größte Gefahr, ich habe es in der Shvil-Facebookgruppe bereits beschrieben, droht sowieso generell jedem Menschen auf dem Trail: einfach irgendwo zu bleiben, weil es schön ist. Da muss man dann ganz stark sein und weiterlaufen.

Viele haben ein falsches Bild von Israel

Ich freue mich total, dass wir hier im Forum anderen ein wenig berichten und damit vielleicht bei deren eigener Meinungsbildung helfen können. Trotzdem: jeder empfindet ganz allein für sich selbst. Meine erste Frage, wenn ich mich mit dem Thema Wandern/ Pilgern beschäftigt habe, war eigentlich immer … Angst. Ja, bin tatsächlich ein Angsthase. Auch vor Israel hatte ich Angst. Und ich habe mir schwer getan, im Internet schöne positive Meinungen zu finden. Haben die Leute Angst vor Israel? Oder haben sie Angst, sich zu Israel zu bekennen?

Die meisten Menschen haben meiner persönlichen Erfahrung nach ein vollkommen falsches Bild von Israel. Raketeneinschläge am laufenden Meter, das Land komplett Wüste, Kakteen, vielleicht ein paar Kamele, überall Soldaten, Selbstmordanschläge im öffentlichen Nahverkehr, Messerstechereien…so ungefähr. Ich kann gar nicht sagen, wie oft ich die Frage gehört habe: „Aber ist das nicht gefährlich?“ Nein. Ist es nicht. Gefühlt nicht gefährlicher als anderswo. Ich fühle mich dort sicherer als in deutschen Großstädten. Natürlich existiert Kriminalität, mir wurde in Tel Aviv mal die Kamera aus der Tasche geklaut und beim Trampen bin ich durchaus einigen wenigen unangenehmen Gestalten begegnet. Das kann mir weltweit aber überall passieren und ist kein Grund zur generellen Panik.

Angst vor meinem ersten Israelbesuch musste ich nicht haben, denn ich hatte bei meiner Premiere eine Begleitung: auf einer Rucksackreise lernte ich in Thailand einen Schweizer mit israelischem Hintergrund namens Ariel kennen. Wir sprachen darüber, dass ich seit einem misslungenen Schüleraustausch Israel auf meiner Reiseliste habe. Wir durften den Gegenbesuch damals wegen einer angeblichen Verschlechterung der Sicherheitslage nicht durchführen. Ariel schlug vor, dass wir uns irgendwann in Israel treffen und zusammen umherreisen könnten. Und so trafen wir uns etwa ein halbes Jahr später in Tel Aviv und tourten durch das Land. Ich bekam direkt den perfekten Einblick durch einen Menschen, der sich nicht nur in Israel auskennt, sondern dort außerdem Familie hat, Hebräisch spricht, mir kulturelle Details erläutern konnte und mir von Anfang an das Gefühl vermittelte, absolut sicher zu sein.

Wir schliefen am Toten Meer auf den Felsen, ohne Isomatte, ohne Schlafsack, mitten in der Gegend. Wir schlichen Nachts in Jerusalem durch die Altstadt und saßen oben auf der Mauer, den Blick über die leuchtende Stadt, irgendwo in der Ferne spielte arabische Musik, Atmosphäre pur und heute leider aus Sicherheitsgründen nicht mehr zu empfehlen. Wir fuhren Fahrrad im Hula Valley und wurden dort im Park eingeschlossen, weil wir zu sehr getrödelt hatten, absolut legendär. Es war sehr lustig. Leider mussten wir die Reise nach zwei Wochen aufgrund eines familiären Notalls meinerseits unterbrechen, aber da wusste ich schon, dass ich wiederkommen würde. Ich bin ihm bis heute unendlich dankbar, weil er mir damit eine ganz neue Welt eröffnet hat. 2014 war ich mit ein paar Tagen Jordanien als Unterbrechung fast zwei Monate in Israel, vor allem zum Birdwatching, aber auch, um das Land intensiver kennenzulernen und Ariels Hochzeit zu besuchen. Ich nutzte Couchsurfing und lernte Leute kennen, mit denen ich bis heute im Kontakt stehe.

Einige leben mittlerweile in Berlin und wir besuchen uns gegenseitig. Ich hatte also insgesamt einen sehr komfortablen Einstieg in das Land. Ich habe mich mal mit einer Ornithologen-Kollegin unterhalten, die mir von ihren Vogelsichtungen in Israel nach einer von einem Reiseanbieter organisierten Birding-Reise berichtet. Aber die Sicherheitsvorkehrungen seien ja so drastisch gewesen…! Ich hatte keine Ahnung, wovon sie sprach. Gitter vor dem Fenster in der Unterkunft? Hatte ich nicht. Die Einreise? Ging bei mir blitzschnell. Es war, als ob wir von unterschiedlichen Ländern sprechen würden. Ich war komplett ratlos.

Ich habe auf dem Shvil mit ein paar Leuten darüber gesprochen, die mich Abends an ihr Feuer eingeladen hatten, und wir entwickelten die Theorie, dass, wenn man vorher bereits ein Bild im Kopf hat, man vor Ort vermutlich ausschließlich nach den Dingen schaut, die in dieses Bild passen. Ich für meinen Teil hatte vor dem ersten Besuch kein Bild beziehungsweise das Bild war eine relativ leere Leinwand und dementsprechend habe ich ein im Ansatz halbwegs differenziertes Gesamtbild wahrgenommen. Das hoffe ich zumindest. Ja, in den Bussen sitzen viele offensichtliche Armeeangehörige. Weil Wehrdienstleistende gratis fahren dürfen, wenn sie ihre Uniform tragen! Bei uns in Deutschland ist es ein ganz mieses Zeichen, wenn man Polizisten mit Maschinenpistolen sieht, da muss schon etwas passiert sein.

In Israel ist es normal, dass die Sicherheitskräfte ihre Sturmgewehre mit heimnehmen. Die hat der Sitznachbar im Bus dann eben auf dem Schoß. Das impliziert nicht, dass es einen Anschlag gegeben hat oder einer akut drohen würde. So etwas muss man natürlich erst einmal herausfinden, ansonsten könnte einem die Lage vor Ort vielleicht wirklich etwas unheimlich erscheinen. Wer um die eigene Sicherheit bedacht ist, kann und sollte sich an den Hinweisen des Auswärtigen Amtes orientieren. Die sind erfrischend unhysterisch.

Ich habe bei meinem letzten Israel-Trip einmal versehentlich dagegen gehandelt und direkt die Quittung bekommen. Merke: vom Damaskus-Tor in Jerusalem fernhalten, vor allem Freitags. Meine einzig wirklich haarigen Situationen habe ich dort erlebt.

Dass jemand Angst hat, sich zu Israel zu bekennen, denke ich nicht. Die mir bekannten Reisenden und auch ich besuchen Menschen, Kulturen, Regionen, Tiere, jedenfalls keine Regierungen.

Insgesamt würde ich mich übrigens ebenfalls als sehr ängstlich bezeichnen. Bei einigen Tierbegegnungen wäre ich beinahe vor Angst gestorben, etwa bei denen mit Wildschweinen. Ich bin aber zu stur, als dass ich mich davon einschränken lassen würde, also ignoriere ich es einfach und bemühe mich, wahrzunehmen, wenn es denn wirklich mal einen Grund zur Panik gibt. Die Wildschweine haben sich letztlich nicht einmal für mich interessiert.

 

Apropos Angst. Du hast vor Kühen, die friedlich am Israel Trail weiden?

Anno dazumal in meinem früheren Leben, das war noch zu meinen Bundeswehrzeiten, erhielt ich mit zwei anderen Kameraden den glorreichen Auftrag, zur nächtlichen Stunde in Bayern eine am Fuß verletzte Soldatin aus dem Übungsgelände heraus zur nächsten Hauptstraße zu schaffen, wo sie eingesammelt und zur Kaserne verlegt werden sollte. Wir schleppten sie über einen Zaun, um den Weg abzukürzen, und stolperten über eine riesige Wiese.

Wie aus dem Nichts sprinteten von allen Seiten Kühe auf uns zu! Es war absolut traumatisch, wie in einem Horrorfilm. Die Kühe im Licht unserer Lampen, der Reflex, loszusprinten, was wegen der beschädigten Kameradin und der Bodenbeschaffenheit nicht möglich war…ich stützte die Verletzte, die Jungs schlugen mit ihren ungeladenen Gewehren wild um sich und brüllten. Die Kühe bremsten im letzten Moment und nur mit minimalstem Abstand. Eine solch heftige Reaktion dieser sonst friedliebenden Tiere war uns gänzlich unbekannt und ich bin mir sicher, sie wären über uns hinweggetrampelt, wären die Männer nicht so laut geworden. Wir waren mental völlig fertig, als wir endlich entkommen waren. Am nächsten Tag lachte die halbe Kompanie über uns und dachte sich Zeitungsschlagzeilen aus für den Fall, dass wir nicht überlebt hätten. Bis auf unseren Ausbilder und unsere restliche Gruppe – die hatten von einem Hügel aus im Schein unserer Lampen beobachten und auch hören müssen, was sich da unten im Tal abspielte und in Anbetracht der eskalierenden Kühe ebenfalls damit gerechnet, dass uns die Tiere plattmachen. Es ist mir ein Rätsel, warum sie sich derart skurril verhalten haben. Vielleicht mochten sie keine Soldaten und setzten ein politisches Statement. Das ist fast zehn Jahr her, aber hat mich aber offenbar nachhaltig verstört. Dabei schätze ich Kühe sehr, ich bin vegetarisch aufgewachsen!

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Dementsprechend enthusiastisch habe ich auf dem Israel National Trail dann auf Kühe reagiert. Nämlich eher zurückhaltend. Einmal saß ich Abends in der Dämmerung vor dem Zelt und gruselte mich, weil überall um mich herum Schakale heulten und ich mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst war, dass diese Tiere unglaublich scheu, niedlich und harmlos sind. Ich war mir noch nicht einmal bewusst, dass es sich um Schakale handelte, empfand die Situation als entsprechend unheimlich und starrte nervös in alle Richtungen. Aber erst, als eine Kuh angetrabt und auf mich zugetrottet kam, ausgerechnet ein recht massiges Exemplar, bin ich dann in Panik in mein Zelt gesprungen. Aus den Augen – aus dem Sinn, so hoffte ich! Ich saß dann jammernd im Zelt und habe überlegt, ob ich irgendwen anrufen soll, bevorzugt meinen Kummerkasten Ifat. Ich habe aber noch rechtzeitig bemerkt, dass ich mich gerade komplett lächerlich mache. Sie meinte immer, ich solle die Kühe einfach nicht angucken. Zum Glück scheinen die israelischen Kühe insgesamt etwas scheuer zu sein als ihre bayerischen Verwandten.

Das Tor zum Israel National Trail, Kibbuz Dan

 

Wie man sich am Shvil gut zurecht findet…

 

Ich selbst habe mich auch oft verlaufen, jedoch habe ich in der Wüste Negev extrem aufgepasst. Wie hast Du Deinen Weg gefunden? Was war Dein Backup?

 

Ich verfüge lediglich über ein rudimentäres Orientierungstalent. Macht aber nichts. Die topographischen Karten im Saar-Buch waren dennoch zumeist hilfreich. Meinen ramponierten Glücks-Kompass, der mich schon mal aus einem südostasiatischen Dschungel geführt hat, habe ich seit besagter Aktion sowieso immer dabei.

Ich habe aber auch gerne auf die Android-App für den Trail zurückgegriffen. Somit wusste ich sofort, wo ich bin und wo sich der Shvil befindet. Die App war außerdem hilfreich, um Wasserstellen zu entdecken, die im Buch nicht verzeichnet waren. Das Handy habe ich unterwegs in Supermärkten oder Bäckereien aufgeladen. Die Karten im Buch und die digitale Karte in der App ergänzten sich jedenfalls perfekt, auch wenn die App ausbaufähig ist.

Mehr zur Navigation erfährst Du auch auf den Seiten von Aron Kamphausen unter http://israelabenteurer.de/israel-reiseblog/wandern/israel-national-trail/route-sued-nord/


 
 
 
 

Die Hilfs- und Gastfreundschaft in Israel ist absolut unglaublich

Am Jakobsweg gibt es Pilgerherbergen. Die gibt es am Israel National Trail so natürlich nicht. Wo hast Du übernachtet? Wie sind Deine Erfahrungen?

Ich habe ein Viertel der Nächte in richtigen Betten verbracht, was auch mit den Bränden zu tun hatte, und drei Viertel in meinem Zelt. In Netanya habe ich bei meiner Wanderkollegin Ifat übernachtet. Ein anderes Mal wurde ich am Wegesrand aufgegabelt. Einmal habe ich in einem Dorf gefragt, ob ich vielleicht irgendwo unterkommen könnte, da die Wettervorhersage so extrem schlecht war und ich es nicht herausfordern wollte, da bekam ich sofort den Schlüssel zu einem Gemeinschaftsraum. Für die restlichen Nächte in richtigen Betten habe ich ganz klassisch Trail Angels kontaktiert, die in Dörfern nahe des Shvils leben und Wanderer bei sich aufnehmen.

Die Nummern habe ich in der App gefunden. Es waren tolle Begegnungen mit sehr unterschiedlichen Menschen. Bei den Angels, denen ich begegnet bin, gab es nicht nur ein Bett und eine Dusche, ich durfte am Abendessen teilnehmen, wir tauschten Geschichten beim Tee aus, ich konnte Wäsche waschen und am nächsten Tag platzte der Rucksack aus allen Nähten aufgrund der leckeren Abschiedsgeschenke!

Die Hilfs- und Gastfreundschaft war absolut unglaublich und gar nicht so leicht anzunehmen. Einmal übernachtete ich in einem hübsch hergerichteten Bunker, ein anderes Mal bei einer achtköpfigen religiösen Familie, bei der ich mit den Kindern Hebräisch lesen übte – die Kinder halfen mir, meine ich damit. Der Kontrast zu Nächten im Zelt war natürlich erheblich, aber mir gefiel beides.

Ich denke, wenn man wollte, könnte man vermutlich jede Nacht in einem richtigen Bett schlafen, schließlich wird Gastfreundschaft im Nahen Osten ganz, ganz großgeschrieben. Für mich gehörte das Zelt aber dazu, es geht doch nichts über Unabhängigkeit.

Aufstieg zum Mount Meron

Fotos (c) Rachel.

Weiterlesen: Hier geht es zum Teil 2 ->

 

 

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3 Kommentare

  • Michael

    toll geschrieben. Voll motivierend! Ein sehr schönes Interview. Es vermittelt ein ganz anderes, schönes und faires Israelbild. Danke für die wunderschönen Impressionen. (PS: Warum ist die Kommentarfunktion so weit unten versteckt?)
    Nochmals Danke, sagt Michael!

  • Heinz Rellinger

    Ein extrem guter Artikel, wie ich finde! Rachel ist es gelungen, mich wirklich zu berühren: Als Israelfreund. Als Pilger, der bisher nur den Camino Frances kennt. Als Skeptiker, das dies und das nie geht. Als Facebookverweigerer usw. Danke für die wunderbaren Worte, Danke für den Mut, ehrlich und gefühlvoll zu erzählen. Es verändert mich gerade! Danke aus Dortmund!, Heinz

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