11 Kfar Kish – Mashad, Nazareth

Nazareth

Der Berg Tabor und der „Berg“ Nazareth

Die Verklärungsbasilika am Berg Tabor

Die Verklärungsbasilika am Berg Tabor liegt am Israel National Trail

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Diese Etappe führt von Kfar Kish zum und auf den Berg Tabor und dann weiter nach Mashad oder eben gleich Nazareth Illit. (Illit heißt oben, am Berg).

 

Leseprobe aus dem Buch Israel Trail mit Herz:

Vor etwa 2 000 Jahren soll Jesus seinen drei Jüngern Petrus, Johannes und Jakobus gesagt haben: „Komm, lass uns da hochgehen und beten.“ Und vielleicht, so interpretiere ich diese Geschichte für mich, ging er genauso wie ich ganz allein da hoch. Vielleicht, weil seine drei Jünger noch ein wenig ausschlafen wollten. Wer weiß das schon so genau. Vielleicht war er damals genauso erschöpft, wie ich. Er ist ja als Mensch hier hinauf gegangen. Es mag gut sein, dass auch er von anderen stehen gelassen wurde. Aber er kam hierher, um zu beten. Und das möchte ich nun auch tun. Am westlichen Rand der Verklärungskirche ist so etwas wie eine große Terrasse. Hier bin ich nun allein, kann meinen Rucksack ablegen und mich am Geländer festhalten. Der Blick hinab ins Tal ist erhaben. Es ist still hier. Nur ein leiser Wind streift über meine feuchte Kleidung. Ich setze mir meine hellblaue Mütze auf und stehe hier eine Weile, ohne zu beten. Dann lasse ich mich auf dem Steinboden nieder und danke Gott für alles, was mir so einfällt. Damit versinke ich tief in mir selbst. Was ist ein Gebet eigentlich? Ich wüsste außer dem Vaterunser und ein paar anderen Zeilen nicht wirklich, was ich jetzt aufsagen sollte. Aber Gott zu danken, löst in mir selbst ganz überwältigende Gefühle aus. Mein Dank geht zurück bis zur Stunde meiner Geburt. Ich habe es gut gehabt. Bin wohlbehütet aufgewachsen. Ich denke an meine Familie, an meine Kinder. An meine Jugend. Es erscheint mir irgendwie surreal, dass ich tatsächlich hier zu Fuß in Israel bin. Meine Gefühle sind irgendwie unbeschreiblich. Fast ist es so, als wenn in meinem Gehirn so etwas wie eine große Selbstreinigung stattfinden würde. Für diesen Augenblick bin ich einfach nur glücklich. …

 

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„Normale“ Touristen sehen dich hier an wie einen Geist. Zu Fuß hier? Mit Rucksack? Eigenes Wasser dabei? Unglaublich.

In der biblischen Überlieferung ist der Berg Tabor der Weltenberg: hebräisch tabbur bedeutet „Nabel (der Welt)“. Christen bringen die Verklärung des Herrn mit ihm in Verbindung. Jesus erschien dabei auf dem „Verklärungsberg“ seinen Jüngern in göttlicher Gestalt.
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Der Berg Tabor (hebräisch הר תבור, lateinisch: Atabyrion) ist ein Berg am Ostrand der Jesreelebene in Galiläa.

Er war einst eine berühmte vorchristliche Kultstätte der Antike und soll nach christlicher Überlieferung der Ort der Verklärung Jesu Christi gewesen sein. Sein isolierter Standort und seine Höhe von 588 Metern sind sehr markant; der Gipfel liegt mehrere hundert Meter über der umgebenden Landschaft und ist auch heute noch ein Ziel von griechisch-orthodoxen Pilgern und von Touristen. Quelle: Wikipedia

Harte Arbeit – gutes Essen

Heute habe ich viel gefragt nach einer Unterkunft. Gar nicht so leicht in einer Stadt. Es ging immer weiter hinauf und es wurde immer exklusiver, sprich aussichtsloser! Schließlich stand ich vor dem St. Gabriel’s Hotel, die erste Adresse hier. Die Security fragte mich, ob ich eine Buchung hier hätte. Und ich antwortete frech „Ja, mit dem Chef“.

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Hotelchef Nizar Saffoury mit Christian Seebauer

Und so kam es dann auch. Chef Nizar Saffoury hatte ein Herz mit mir und gab mir ein Kämmerchen und Arbeit in der Küche. Zuvor schickte er mich erst einmal unter die Dusche. Nachdem die meisten Gäste weg waren, durfte ich am Abend mit dem Personal essen. Hervorragend. Und es gab auch gleich noch eine Wegzehrung für den nächsten Tag.

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In der Küche war Lia ausnahmsweise mal Chefin. Und sie hat das auch wahrgenommen und mir gezeigt, wo es lang geht. Hat Spass gemacht!

St. Gabriels Hotel, Nazareth

Tellerwaschen im St. Gabriels Hotel, Nazareth

Nazareth, Mein Ausblick vom St. GFabriels Hotel

Nazareth, Mein Ausblick vom St. Gabriels Hotel

 

In meinem Buch schreibe ich viel über die menschlichen Begegnungen, Nächstenliebe und die Suche nach dem Glauben.

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Ein Kommentar

  • Gabriele Steininger

    Zum Buch Israeltrail mit Herz: „Nur darum geht es: sich im Leben für etwas begeistern, dem eigenen Leben >Leben < einhauchen“ (Seite 177)

    Sieben Wochen lang (von Februar bis April 2014) ist Christian Seebauer durch Israel gewandert, um einer Depression zu entkommen. Er hatte nur einen Rucksack mit den nötigsten Utensilien (vor allem Wasser) dabei und kein Geld. Seine Erlebnisse hat er in diesem Buch festgehalten. Er nimmt den Leser mit in ein Land, das ganz anders ist, als man es sich als Nachrichtenverfolger vorstellt.

    Das Cover zeigt zwar eine Marslandschaft, aber zu Beginn führt uns der Autor durch – dank neu aufgeforsteter Wälder – fruchtbare Gegenden. Selbst die Wüste beschreibt er mit einer Begeisterung, die den Leser an Gottes Wunder heranführt. Anders als „normale“ Touristen besucht er nicht die Sehenswürdigkeiten des Landes, sondern nimmt Kontakt zu den Menschen auf. Dabei erlebt er von fast allen Seiten eine unvorstellbare Hilfsbereitschaft.

    Auf Seite 109 schreibt Seebauer: „Ich sehe das Land und ich sehe die Herzen“. Wir Leser erfahren, wie der hungrige Wanderer unmittelbar Gottes Gegenwart spürt. Immer wieder hat man das Gefühl, dass Christians Gebete erhört werden, wenn er nicht nur einmal an den Rand seiner Kräfte gerät.

    Erst nach vier Wochen hat er das Bedürfnis nach einem Begleiter, den er übers Internet findet. Bis dahin hat er seine Etappen allein zurückgelegt. „Es ist wichtig, dass du dir selbst nahe kommst. Nur wenn du dich selbst gefunden hast, kannst du anderen Menschen deine Kraft und deine Hilfe geben“ (Seite 202)

    Für ihn bedeutete das Gehen des Weges immer wieder loslassen. Loslassen von Menschen, die einem nahe kommen, loslassen von Gedanken, von schönen Anblicken, „um wieder völlig offen zu sein, für den nächsten schönen Moment“ (Seite 75)

    Es sind wahrlich atemberaubende Momente, die Seebauer in seinem Buch beschreibt. Einige davon hat er im Bilderteil eingearbeitet. Und am Ende des Buches gibt es eine Übersichtskarte des über 1000 Kilometer langen Weges, sowie eine Zusammenstellung der einzelnen Etappen, so dass derjenige, der sich selbst auf den Weg machen will, Anregungen dafür holen kann. Doch auch für diejenigen, die nur von diesem Weg träumen wollen, lohnt sich die Lektüre.

    Ich vergebe begeisterte fünf Sterne.

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