10 Yavne’el – Kfar Kish

Alternativ kann man diese und die beiden letzten Etappen auch gut zu zwei Etappen zusammenfassen. Dann geht es heute schon in Degania los.

Degania Kfar Kish am Israeltrail

Von Degania nach Kfar Kish am Israeltrail

Der Tag von Degania über Yavne’el nach Kfar Kish ist dann knapp 30 km lang und gebirgig. Man startet bei 200m unter Null, kommt über den Eilot Observation Point bei 360m üner Null, kommt wieder auf Null und erreicht Kfar Kish bei etwa 100m über Null. Die Strecke ist landschaftlich wunderschön. Auch wenn es wie hier einmal regnet.

Shvil Israel Fotos, Israel National Trail near Kfar Kish

Starker Regen und Sturm am Israeltrail. Hinten: Der See Genezareth

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Rechtes Bild, vorne rechts: Trailangel Kikale betreibt in Kfar Kish einen kleinen Minimarkt und hat ein großes Herz für Wanderer. Ein Grundstück, auf dem er so eine Art Sägewerk und Openair-Werkstatt stellt er Hikern zum Übernachten zur Verfügung. Auf den zweiten Blick entdeckt man hier sogar gut versteckt eine warme Dusche und eine „Kochnische“ sowie Steckdosen zum Aufladen des Handys.

Ohne Geld unterwegs und doch eine richtig erstklassige warme Mahlzeit! Nudeln, Tomaten, eine Dose Thunfisch und sogar frische Petersilie.

„Kikale Place“ in Kfar Kish mit Blick auf den Mount Tabor

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Sicht auf den Berg Tabor (hebräisch הר תבור, lateinisch: Atabyrion) von Kfar Kish aus.

Dort geht es dann morgen hin: Der Mount Tabor war eine vorchristliche Kultstätte der Antike und soll nach christlicher Überlieferung der Ort der Verklärung Jesu Christi gewesen sein. Sein isolierter Standort und seine Höhe von 588 Metern sind sehr markant; der Gipfel liegt mehrere hundert Meter über der umgebenden Landschaft und ist auch heute noch ein Ziel von griechisch-orthodoxen Pilgern.

 

 

Das Buch Israel Trail mit Herz ist kein Reiseführer, sondern ein sehr emotionaler Erlebnisbericht. Es richtet sich auch an Menschen, die selbst gar nicht wandern!

Leseprobe:

Vielleicht kommt Glück dann, wenn man sich eben nicht mehr wehren kann. Dann, wenn man keine Kraft mehr hat, Gefühle abzuschalten. Vielleicht ist Glück auch dieser Moment, der einen einfach überwältigt, während man kämpft.

Es ist schon merkwürdig, dass diese Mischung aus Dankbarkeit und Wut gleichzeitig da sein kann. Und dass diese Gefühle Bärenkräfte in dir freisetzen. Heute zu gehen – da hat Uri Recht – ist irgendwie schon wahnsinnig. Aber Uri hat sehr gut verstanden, um was es geht. Sich selbst zu finden. Die eigene Mitte zu finden. Zulassen, dass etwas Gutes passiert. Lernen zu vertrauen. Und zu glauben!

Urplötzlich treibt der eisige Sturm die dichten Wolken auseinander und beschert mir einen wohl letzten Ausblick auf den entfernt unter mir liegenden See Genezareth. Nebelschwaden und Wolken vereinen sich direkt vor mir am Bergrücken zum Eilot Observation Point, den ich hier irgendwo hinaufsteigen muss. Heute könnte ich Wollhandschuhe gut gebrauchen. Um meine Mütze bin ich jedenfalls echt froh. Wie zum Beweis, dass es kaum über null Grad hat, fängt es plötzlich wieder an zu graupeln. Wie aus dem Nichts taucht etwa 50 Meter vor mir ein schwerer militärischer Geländewagen auf, der mir gekonnt mit hohem Tempo seitwärts im Schlamm entgegendriftet. Er bleibt stehen.

Junge Soldaten fragen mich „Hey, You’re alright?“ – Hey, geht es dir gut? Sie sehen da wohl einen in mir, der sich selbst vor sich hertreibt. Einen, der entweder verrückt sein muss, oder der sich gerade in einem absoluten emotionalen Ausnahmezustand befindet. „Ja – alright“ schreie ich, obwohl ich bemerke, dass meine beiden Hände zu Fäusten geballt sind und mir Rotz über das ganze Gesicht läuft. Dann starten sie voll durch und der rote Schlamm spritzt atemberaubend hoch hinter dem Geländewagen empor. Nach wenigen Sekunden fühle ich wieder vollkommen allein und bemerke einen Puls an mir, der mich zu Boden gehen lässt. Sofort wird mir kalt. Ich muss einfach weiter. Muss mich bewegen. Hier kann ich nicht stehenbleiben. Der Nebel hier oben hat mir jede Sicht genommen und ich bekomme ein wenig Angst.

Da ist keine Markierung mehr. Ich sehe weit und breit keinen Stein mehr mit den vertrauten Farben Orange, Blau, Weiß. „Weitergehen, komm! Einfach weitergehen. Du kannst das. Reiß dich zusammen! Vorwärts. Ja, gut so. Und noch einen Schritt! Beruhige dich, finde deinen Rhythmus! Dir wird schon nichts passieren. Hör auf, so negativ zu denken…“  …

Heute hat mich jemand am Telefon gefragt: Was soll ich machen, wenn es regnet? Kann ich nur für mich selbst beantworten: Raus aus den Federn, losgehen, Erfahrungen machen, Menschen treffen, sich selbst finden… Jeder Meter hier in Israel ist es wert!

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