1 Kibbuz Dan – Tel Hai (Kfar Giladi)

Israel Trail Startpoint Kibbutz Dan

Willkommen am Israel National Trail

Von Kibbuz Dan nach Tel Hai (Kfar Giladi)
Ca. 14 Kilometer, 210 Höhenmeter Gesamtanstieg. Über das Dan Nature Reserve, den Senir National Park, den Senir Stream, vorbei an Kibbuz Ma’ayan. Trinkwasserverbrauch: 7 Liter.

Der Israel National Trail im Norden/ Kibbuz Dan

Gleich am ersten Tag verläuft der Israel National Trail mitten durchs Grüne. So stellt man sich eigentlich den Jakobsweg vor!

 

Feldwege, bunt blühende Wiesen, fruchtbare Felder

Weit und breit kein Asphalt, sondern echte Natur. Wahnsinn. Noch recht unsicher folge ich den ersten Wegweisern des Israel Trails: Blau weiß orange Streifen. Auf Steine gemalt oder auf Zaunpfosten. Und man muss genau hinsehen, den manchmal scheint die dichte Vegetation die Wegweiser förmlich zu verschlucken.

Mitten im Grün komme ich zu ein paar Soldaten, die hier vor ihrem Jeep stehen und miteinander reden. Meine heutige Etappe verläuft nur wenige Kilometer entfernt von der libanesischen Grenze. Schon aus der Ferne grüßen die Uniformierten und rufen mir „Shvil Israel“ zu. Ein gutes Zeichen. Als ich zu ihnen hinkomme, zeigt mir einer mit vielen Streifen auf der Schulter, wo es weiter geht. Und dann, als ich schon ein paar Meter weiter bin ruft er mich zurück „look here“ meint er, schau dir das an.

Er kniet sich vor einem kleinen zerbrochenen Felsbrocken nieder und zeigt mir drei kleine blühende Alpenveilchen.

Israel National Trail 02/2015

Alpenveilchen und die Wegmarkierung des Israel National Trails

Israel National Trail 02/2015

So startet der Israel-National-Trail: Traumhaft schön!

 

Start wahlweise im Norden Israels


Streckenverlauf des Israel National Trail

Streckenverlauf des Israel National Trail. Rechts: Kibbutz Dan. Von hier aus geht es die nächsten Tage zu Fuß Richtung See Genezareth

Von Kibbuz Dan nach Tel Hai (Kfar Giladi)

Israel Trail mit Herz, SCM Verlag

Leseprobe:
Als ich aufwache wird mir schnell klar, dass ich den frühen Morgen längst verpasst habe. Längst höre ich Stimmen und ein geschäftiges Treiben im Kibbuz. Hastig packe ich meine Sachen zusammen und begebe mich an den Hinterausgang des Dörfchens.

Hier frage ich zwei ältere Herren nach dem Israel National Trail, während zeitgleich eine junge und bildhübsche Israelitin mit einem Riesenrucksack und federleichtem Schritt an mir vorbei läuft. Das war die Antwort auf meine Frage und auch die zwei Herren sehen es mir nach, dass ich auf ihre ausführliche Antwort nicht mehr vollständig warte. Was ich im Davongehen auf hebräisch von den zwei Rentnern noch auf schnappe, verstehe ich auch ganz ohne Hebräisch. Sie scheinen sich trotz ihrer alten Tage gerade lebhaft auszumalen, wie es wohl wäre, ebenfalls hinter der Flotten Pilgerin hinterher zu laufen!

Doch bereits nach der ersten Kurve ist diese mit ihren unmenschlichen Riesenschritten für mich unerreichbar weit vorne. Noch eine Kurve und sie ist nicht mehr da. Ein frustrierender Augenblick, aber auch einer, der mir den Blick für die eigenen Realitäten öffnete:

Ich bin 47, keine 18 mehr. Und während die gut trainierte Pilgerin wie eine Fata Morgana vor meinem Horizont verschwunden ist glaubte ich, unter meinem eigenen Gewicht gleich zusammen zu brechen. An mehr war da nicht mehr zu denken. Mein inneres Gefühl sagt mir, dass ich bei der aufkommenden Hitze mit meinem untrainierten Körper keine zwei Kilometer so weiter komme.

Also setze ich mich erst einmal hin und organisiere mich neu. Hosenbeine ab zippen. Hemd aus. Hut auf.

Was für eine herrliche Landschaft! Ist das das Heilige Land? Alles um mich herum ist grün, fast so wie im Allgäu. Und wie zur Bestätigung dieses abwegigen Gedankens stellen sich an der nächsten Kurve frei laufende Kühe auf den Weg.
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Erst einmal muß man „dort“ hinkommen.

Genau jetzt, wo sämtliche Einzelteile meines Gepäcks vor mir am Straßenrand ausgebreitet vor meinen Füßen liegen und ich an ein Weiterkommen gerade wirklich nicht denke, hält ein alter weißer PKW gut 100 Meter weiter an und hupt.

Der Fahrer scheint mich zu meinen und winkt mich aus dem offenen Fenster her zu sich.

Hektisch stopfe ich alles so gut es geht in meinen Rucksack und nehme Schlafsack, Jacke und zwei Tüten unter meine Armen. Unterwegs fällt mir dann mein Waschbeutel heraus und Zahnbürste, Zahnpasta, Nagelschere verteilen sich am Asphalt.

Israel National Trail 02/2015 Israel National Trail 02/2015

Als ich aufwache wird mir schnell klar, dass ich den frühen Morgen längst verpasst habe. Längst höre ich Stimmen und ein geschäftiges Treiben im Kibbuz. Hastig packe ich meine Sachen zusammen und begebe mich an den Hinterausgang des Dörfchens.

Hier frage ich zwei ältere Herren nach dem Israel National Trail, während zeitgleich eine junge und bildhübsche Israelitin mit einem Riesenrucksack und federleichtem Schritt an mir vorbei läuft. Das war die Antwort auf meine Frage und auch die zwei Herren sehen es mir nach, dass ich auf ihre ausführliche Antwort nicht mehr vollständig warte. Was ich im Davongehen auf hebräisch von den zwei Rentnern noch auf schnappe, verstehe ich auch ganz ohne Hebräisch. Sie scheinen sich trotz ihrer alten Tage gerade lebhaft auszumalen, wie es wohl wäre, ebenfalls hinter der Flotten Pilgerin hinterher zu laufen!

 

Das Kibbuz Dan

  • Vermutlicher Siedlungsbereich des Stammes Dan
  • Ursprung des Flusses Dan, der wichtigste Quellfluss des Jordan
  • Heutzutage ist das Gebiet um Kibbuz Dan ein Naturschutzgebiet und durch den Fluss eine grüne Fauna-Pracht

Die Bedeutung des Ortes

Der Ort war durch seine fruchtbare Natur schon immer begehrt und umkämpft. Als einer der nördlichsten Punkte des biblischen Israels war Kibbuz Dan sozusagen das Nordtor, von dort sollte Israel vor dem Fremden geschützt werden.

 

Ein paar Bibel-Facts

Erwähnt wird der Ort Dan in 1. Mose 14,14: Als nun Abram hörte, dass sein Bruder gefangen war, wappnete er seine Knechte, dreihundertundachtzehn, in seinem Hause geboren, und jagte ihnen nach bis gen Dan. (Luther)

 
Außerdem in Josua 19, 40-48: Das siebente Los fiel auf den Stamm der Kinder Dan nach ihren Geschlechtern […]Das ist das Erbteil des Stammes der Kinder Dan nach ihren Geschlechtern, die Städte und ihre Dörfer.

Quelle: http://www.scm-shop.de/index.php/fastenaktion-2016/woche1

Bewegend: Die Hilfe der Israelis

Schon am ersten Tag hatte ich Durst und Hunger. Wenn dir da jemand etwas gibt, bewegt das dein Herz. Definitiv. Für etwas Essbares zutiefst dankbar zu sein… was für ein Gefühl. Hier unterschreiben Eran und Tsiv auf meiner Hose, weil Sie mir zu essen gegeben haben. Ich bin ihnen ewig dankbar dafür!

Kibbutz Dan, Tel Dan Reserve (Nationalpark), Dan Stream, Maayan Baruch, Yuval, Route 90, Kfar Gil’adi.

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